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15 Kommentare

  1. Bei mir hat es einige Zeit gedauert, bis ich solche Aussagen von Kindern richtig einzuordnen wusste.

    „Die Frau ist aber dick“
    „Guck mal, die dicke Frau“
    „Danny, du darfst da nicht drauf du bist zu dick“

    Mittlerweile weiß ich, dass diese Aussagen genauso wenig wertend gemeint sind wie die Tatsache, dass ich zwei Füße habe, eine Brille trage und lange Haare habe. Das hilft ungemein und lässt auch mich sehr gelassen damit umgehen.

  2. Biene

    Solche Momente kenne ich auch zu gut. Bei uns kam das letztens beim Einkaufen das 1. Mal aus ihrem Mund. Da lief ein Mann mit längerem Bart und Mütze und sie meinte „Mama der Weihnachtsmann“ und das kam nicht einmal – nein, jedesmal wenn er uns über dem Weg lief!… Mittlerweile treffen wir ihn immernoch beim Einkaufen, aber nun sagt es die Maus etwas leiser :-)
    Der Mann fand das nämlich scheinbar nicht ganz so witzig wie sie.

    Und das 2. Mal wo es jetzt direkter kam, sackte mir auch erstmal das Herz in die Hose und ich musste schlucken und gucken, wie der Mann darauf reagiert. Wir waren im Urlaub und standen am Fahrstuhl und plötzlich meinte sie: Mama der hat aber einen dicken Bauch!
    Zum Glück hat dieser sehr nett gekontert und gemeint: Ja da hast du recht, ich esse halt gerne! (Er hatte zum Glück selbst Enkel und kennt die Situation)

    Als wir beim Pflanzenladen eine etwas eigenartig geschminke Verkäuferin gesehen haben und die Kleine meinte: Die sieht aber komisch aus!
    War es zum Glück auch so leise, dass es die Frau nicht gehört hat und als es von ihr noch Gummibärchen gab, war es vergessen… Puuh

    Kindermund tut Wahrheit kund!… Aber manchmal bleibt einem da schon etwas die Spucke weg ;-)

  3. Danke für diesen Post. Denn ich muss gestehen, das mich solche ausrufe sehr verunsichern, wehtun und ja ich habe oft gedacht, was deren Eltern bitte Falsch gemacht haben bzw die Kinder verzogen haben. Aber den Blickwinkel hab ich nie betrachtet. Ich habe unseren zwerg immer gleich angefahren wenn er sowas abwertendes sagte, „Mama und Papa sind auch so dick, das ist nicht nett, das tut weh so über jemanden zu reden“
    Mir tut es heute leid, den er hat es wie Mimi bestimmt nicht böse gemeint.

    Und ich werde mich jetzt auch nicht mehr schämen sondern es einfach hinnehmen wenn kleine Kinder so etwas sagen. Lächeln und wie der nette Mann reagieren. Kinder sind eben Kinder, danke.

  4. Eva

    Ja, Kinder tendieren dazu, Sachen sehr direkt beim Namen zu nennen, ohne boese Absicht. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Mein Problem bei der ganzen Sache ist (und das ist als Denkanstoss fuer alle gedacht, fass dies bitte nicht als Kritik an Dir auf, Pia!): Ich selbst bin dick und kann mit dieser Bezeichnung gut leben, ganz im Gegensatz zu „fett“. „Fett“ ist in unserer Kultur ein Wort mit einer eindeutig negativen Konnotation. An „fett“ ist nichts positiv, niemand moechte so bezeichnet werden, wie Du, Pia, Deiner Tochter scheinbar sehr gelungen vermitteln konntest. „Fett“ ist im Gegensatz zu „dick“, „duenn“, „gross“, „klein“ etc. nicht neutral. Und ich frage mich, woher ein dreijaehriges Kind dieses Wort ueberhaupt kennt. Meine Kinder bringen aus der Kita jede Menge Woerter nach Hause, von denen mir lieber waere, sie wuerden in der Kita bleiben ;-) „Fett“ war zum Glueck noch nicht dabei.

    • Eva

      War ja klar, dass es nach meinem Kommentar so kommen musste: Heute morgen meinte mein Sohn zu mir „Mama, du bist aber wirklich fett.“ Neuer Kindergartenwortschatz. Aber im Ernst, welcher Erwachsene haelt „fett“ fuer ein alltagstaugliches Wort?

  5. Matilda

    Ein bisschen off-topic aber meine Mutter hat neulich eine ähnliche Geschichte aus meiner Kindheit zum besten gegeben. Ich war wohl bereits mit 11/2 Jahren sprachlich sehr fit, dass ich aber Erwachsenen auch zuhör und alles verstehe war meiner Mutter wohl nicht so bewusst, was sich rächen sollte. Meine Mutter unterhielt sich mit Ihrer Schwägerin über die gemeinsame Schwiegermutter (sehr schwierige Person) Die Schwägerin (also meine Tante) zu meiner Mutter nachdem es wieder mal Ärger gab Oma K. ist so eine „blöde Sau“. Ich hab das wohl mitbekommen und mir gemerkt, und so baute ich mich, mit meinen 18 anscheinend zwei Wochen später bei einer Familienfeier vor meiner Oma auf und wiederholte das ganze ziemlich laut – mehrfach, da meine Oma mich nicht verstand der Rest, der Verwandschaft aber schon (die Reaktionen lagen wohl zwischen entsetzen und lachend auf dem Boden liegen). Meiner Mutter war das sehr peinlich, auch wenn Sie nur indirekt Schuld hatte und ich ja definitiv nicht wusste was ich da sag. Das Glück aller Beteiligten war dann, das meine Oma das ganze auch nach der 3. Wiederholung nicht verstanden hat. :-) Und mir wurde das ganze dann, verständlicherweise, verboten.

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