Der Lego Kuchen

Wie ihr auf einigen Fotos zu Alex‘ Ninjago-Geburtstag sehen konntet, habe ich ihm statt einer Motivtorte dieses Jahr einen Lego Kuchen gebacken. Ninjago ist Lego und das passte einfach hervorragend ins Konzept. Ich habe wirklich geglaubt, der Kuchen sei weniger aufwendig, als eine Motivtorte. Tatsächlich ist der Kuchen zwar weniger kompliziert und bedarf keinem gesteigertem Kreativ- und/oder Basteltalent, aber in Sachen Zeit ist er doch viel intensiver, als zuerst angenommen.

Da einige von Euch fragten, wie ich den Kuchen gemacht habe, schreibe ich Euch das heute gerne noch mal auf. Allerdings werdet ihr vermutlich verwundert sein, wie simpel das Ganze ist.

Ihr benötigt:

250g Puderzucker
250g Margarine
4 Eier

500g Mehl
1 Pck. Backpulver
100g Kakao, ungesüßt (z.B. Bensdorp Kakao)

200g Schokolade (Vollmilch z.B. alten Schoko-Weihnachtsmann oder Osterhasen)
100-200 ml Milch

400g weiße Kuvertüre
Lebensmittelfarbe (z.B. Wilton Gel-Farben)

5 – 6 Röhren Smarties

Zubereitung

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Für den Teig werden zunächst der Puderzucker, die Margarine und die Eier mit einem Handrührgerät so lange verrührt, bis eine schöne homogene Flüssigkeit entstanden ist. In einer separaten Schüssel werden Mehl, Backpulver und Kakao  gründlich vermischt und dann ebenfalls mit dem Handrührgerät unter die Puderzucker-Margarine-Ei-Mischung gegeben, bis alles gleichmäßig miteinander vermengt ist. Sollte der Teig zu trocken bzw. zäh werden, die Milch in kleinen Schlücken mit in die Schüssel geben und weiter rühren. Das Endergebnis sollte eine schöne cremige Konsistenz haben.

Ich gebe die Milch immer nach Gefühl dazu, daher die ungenaue Angabe von 100 – 200 ml. Irgendwo dazwischen liegt wohl die Wahrheit.

Im Anschluss zerbröselt ihr die Schokolade in kleine Stücke und hebt sie mit einem Löffel unter den Teig.

Ein normales Backblech (min. 3cm hoch) mit Backpapier auslegen, den Teig einfüllen und mit einem Löffel oder Teigspachtel gleichmäßig bis in alle vier Ecken streichen.

Den Backofen auf 180 Grad Umluft schalten und das Blech mittig einschieben. Der Kuchen sollte nun für 20 bis 25 Minuten backen. Am besten nach 20 Minuten mit der Stäbchenprobe beginnen.

Während der Backzeit könnt ihr schon mal die Smarties farblich sortieren. Ich habe 5 große Röhren gekauft und zum Schluss fehlten mir trotzdem ein paar in bestimmte Farben. 6 wären vermutlich besser gewesen. m&ms sind übrigens farbintensiver, dafür aber auch etwas kleiner.

Bleibt kein Teig am Stäbchen hängen, den Backofen ausschalten und den Kuchen nochmal 10 Minuten darin ruhen lassen. Im Anschluss könnt ihr ihn aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Ist der Kuchen nur noch lauwarm, schneidet ihr alle Nasen und Beulen an den Rändern mit einem scharfen Messer ab, so dass ihr eine geraden Kante erhaltet.

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Dann könnt Ihr auch bereits den Kuchen in 20 gleichgroße quadratische Stücke schneiden. Bei 20 quadratischen Kuchenstücken, also 5 pro Farbe, ergibt das Ganze insgesamt 80 Lego-Steine.

Pro Farbe schmelzt ihr nun je 100g der weißen Kuvertüre im Wasserbad und färbt diese kräftig ein. Da Kuvertüre sehr schnell wieder fest wird, solltet ihr wirklich eine Farbe nach der anderen schmelzen und verarbeiten. Die eingefärbte Kuvertüre gebt ihr mit einem Teelöffel auf die Kuchenstücke und verteilt sie vorsichtig mit der Unterseite des Löffels bis an den Rand. Ist die Kuvertüre warm genug, geht das ganz problemlos und leicht. Direkt im Anschluss belegt ihr die noch warme Kuvertüre gleichmäßig mit den Smarties in passender Farbe und lasst die Kuvertüre dann hart werden.

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So verfahrt ihr mit allen Farben. Ich habe mich für die Lego-Klassiker Rot, Gelb, Grün und Blau entschieden.

Ist die Kuvertüre auf allen Kuchenstücken wieder fest geworden, schneidet ihr die Stücke in Legosteine, die im Endergebnis nahezu Originalgröße eines Duplosteins haben. Diese habe ich dann immer abwechseln (und, meinem inneren Monk geschuldet, nach einem wiederkehrenden Schema) nebeneinander auf ein Tablett gesetzt. Fertig ist der Lego Kuchen.

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Wie eingangs gesagt: es ist nicht kompliziert, dafür aber sehr zeitintensiv. Insgesamt habe ich für den kompletten Kuchen 5 Stunden gebraucht.

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Das Endergebnis sieht nicht nur poppig aus, der Kuchen schmeckt auch sehr schokoladig und ist dank der Schokoladenstückchen schön saftig. Den Kindern hat es jedenfalls sehr gut geschmeckt.

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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18 Gedanken zu „Der Lego Kuchen

  1. Ende Juli hat mein „ältester“ kleiner Freund (aka Sohn meiner Freundin) Geburtstag und er liiiiiebt Lego. Wie jedes Jahr gibt es eine kleine Gartenparty und vielleicht.. mache ich ein Backblech für ihn. Er würde sich sicher freuen. Und ich freue mich immer, wenn ich in seiner Gubst steige :D

  2. Sehr genial!
    Ich hab letztes Mal einen normalen Brownieteig genommen, weswegen die Smarties alle abgebröckelt sind…
    (Statt Kuvertüre eignen sich auch Candy Melts, dann entfällt das Färben der Kuvertüre.)

    Im Juni hat der Liebste Geburtstag – da werde ich das mit dem Rezept ausprobieren :)

  3. Sieht super aus. Für die ganz Basic-Bäckerin wie mich: Wie färbt man denn am besten Kuvertüre? Gibt es da spezielle Farben und wenn ja, wo gibt’s die?
    Danke im Voraus!

  4. Der Lego Kuchen ist ja eine super Idee! Da waren deine Kids sicherlich begeistert. Das muss ich unbedingt bald mal ausprobieren!

    Danke für das tolle Rezept! :-)

  5. Danke für das tolle Rezept. Ich denke, es eignet sich auch gut für gemeinsames Backen, weil viele Details zu erledigen sind. Ob mit Kindern in der Familie, mit Freunden oder Backgruppe. Ich stelle es mir gemütlich und nett vor, gemeinsam am Tisch zu sitzen, die Smarties zu sortieren und später das Bestreichen und Smarties aufsetzen bietet sich auch für Teamwork an. (Die anderen Geburtstagspostings habe ich auch sehr gerne gelesen.)

  6. Tolle Idee und super Umsetzung! Lieben Dank!!

    (auch wenn mein innerer Monk / Sheldon grade ganz kribbelig beim Betrachten der Braunen Smarties auf grünem Grund in der vorletzten und letzten Reihe wird – der ist aber auch ein elendiger Pingel :D )

  7. Danke für dieses super Rezept und die Gebrauchsanweisung. Fast alles hat super geklappt, nur beim Schneiden hab ich das mit den 20 Quadraten nicht hinbekommen. Und hatte dann nur zwölf irgendwie. Ich habe dann aus jedem Quadrat zwei Rechtecke mit je 8 Smarties gemacht. Da haben 4 große Rollen komplett ausgereicht und ich hatte von allen Farben noch welche übrig.
    Leider habe ich nicht gelesen „auf den noch warmen Kuchen streichen“. Deshalb wäre ich fast an der Kuvertüre gescheitert, die wahnsinnig schnell wieder fest wurde.
    Ich habe ab der zweiten Farbe dann einen Hauch Kokosfett dazu gegeben. Dann ging es wunderbar, auch wenn die Schokolade dann nicht ganz so fest wird.
    Ich bin übrigens total entspannt mit 200 Gramm Kuvertüre ausgekommen.
    (das ist jetzt ein bisschen wie bei den chefkoch.de-Kommentaren, aber Erfahrungen passen wohl unter ein Rezept, oder).

    Den Kuchen habe ich auf ein Schulfest mitgenommen, er hat Eindruck gemacht und war als erster komplett ausverkauft. Mein Sohn hat ihn auch geschmacklich sehr gelobt. Mille grazie für diesen Post.

  8. Ich habe diesen tollen Kuchen gerade für den Kindergartengeburtstag meines Sohnes gebacken. Leider hat das Färben der weißen Kuvertüre bei mir überhaupt nicht geklappt. Trotz der Wilton Farben wurde die Kuvertüre ganz gräulich und hatte nicht im Ansatz die Leuchtkraft wie auf Deinem Bild. Ich bin dann nach der zweiten Farbe auf den guten alten Zuckerguss umgestiegen. Das ging dann prima.
    Danke für diese tolle Kuchenidee, die Kinder werden begeistert sein!

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