Wir waren gerade mit zwei befreundeten Familien auf Campingurlaub, deren Mädchen bei einer Tanzveranstaltung im Ort mitgemacht hatten. Beim Abwasch erklärten sie mir, dass ich meine Wochenenden zukünftig wohl mit meinen Jungs am Fußballfeld verbringen würde.

Ähm, nein? Beide interessiert das nicht die Bohne, Bälle werden hier prinzipiell nicht getreten, sondern geworfen. Gut, woher sollen sie es auch haben, Fußball interessiert hier weder mich noch meinen Mann.

Dieses Schubladendenken geht mir tierisch auf die Nerven.

Besonders erschreckend finde ich außerdem, dass das nicht nur aus der Großelterngeneration kommt, sondern auch von vielen Leuten/Eltern in meinem oder sogar noch jüngerem Alter. War der Konsens nicht schon in unserer Kindheit, in zahlreichen Unterrichtsdiskussionen, dass auch Buben lieber Malen und Schauspieler dürfen (was meine zB total begeistert) und Mädels einen Ball treten können?