Bis einer heult! • Super-Sport-Dienstag
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30. August 2016 | Pia Drießen

Super-Sport-Dienstag

Ich bin ja eine von den Müttern, die nichts davon halten, die Kinder mit Kursen und Angeboten zuzukacken, weil sie bereits einen langen Schul- bzw. Kitatag haben und Freizeit, Freispiel und die Freiheit, zu tun und zu lassen was man will, schnell genug ihr Ende finden. Nichts desto trotz wollen und sollen die Kinder Sport treiben. Also Sport über den Sportunterricht in Kita und Schule hinaus.

Bei Max ist es nach wie vor das Handballtraining. Noch lieber würde er Basketball spielen, aber leider bietet der örtliche Sportverein kein Basketball an. Viel weiter möchte ich aus organisatorischen und logistischen Gründen schon gar nicht fahren. Weil: da sind ja noch 2 Geschwister, die auch Interessen haben.

Mimi liebt das Turnen und übt verbissen ein Rad zu schlagen, Felgauf- und abschwung, Brücke und pipapo. Da sie mit 4 Jahren für richtiges Turnen noch zu jung ist, geht sie mit großer Begeisterung zum allgemeinen Kinderturnen ab 4 Jahren.

Und dann ist da noch Alex, der jetzt nicht unbedingt mit Begeisterung, dafür aber mit Ehrgeiz zum Schwimmunterricht geht.

Und wie es das Universum so wollte, fallen alle 3 Termine auf einen Tag: Dienstag! Der Dienstag ist also unser Super-Sport-Dienstag, an dem ich ab 15 Uhr bis 18:30 Uhr nur noch rotiere. Da ist es schon eine riesen Erleichterung, wenn z.B. die weltbeste Steffi Mimi direkt aus dem Kindergarten mit zum Turnen nimmt. Dann muss nur Max und Alex von der OGS abholen, Max zum Handball karren, schnell mit Alex einkaufen, Max wieder einsammelt, zum Turnen fahren, Mimi abholen, zum Schwimmbad rüber rennen, alle 3 Kinder und mich selber in Schwimmklamotten schmeißen und ab ins Wasser. Wäre da nicht Steffis Hilfestellung, müsste ich zwischen Max zum Handball bringen und wieder abholen auch noch Mimi vom Kindergarten abholen und zum Turnen karren.

Gut, natürlich müssten jetzt nicht alle 3 Kinder mit ins Schwimmbad. Aber was sollen wir in der Stunde denn sonst machen? Gelangweilt durch die große Glasscheibe glotzen? Da können wir auch direkt selber im Wasser etwas Spaß haben.

So kam es dann heute – als Alex mit einer Poolnudel und einem Schwimmgürtel ausgestattet im tiefen Wasser seine Bahnen zog – dass Max sich kurzerhand eine Nudel schnappte und begann im Nichtschwimmerbecken Schwimmen zu üben. Und er machte das wirklich gut. Er hat aber nun mal auch keine Angst vor Wasser und es somit viel leichter als Alex. Aber ich bin einfach unendlich stolz auf Alex, der seine Ängste jedesmal wieder überwindet und ins Wasser springt. Nach der Schwimmstunde ist er immer gefühlte 10 cm größer. Seine Schwimmlehrerin sagt, dass es noch ein bisschen braucht, bis er wirklich Vertrauen zur Materie gefasst hat, aber er macht jede Woche Fortschritte und das ist für mich die Hauptsache.

Generell ist es so, dass Max unser kleiner Supersportler ist. Ob Laufen (am Wochenende erst wieder 3,5 km in 25 Minuten), Radfahren, Handball, Basketball, Fußball … er macht das einfach. Er hat ein tolles Körperbewusstsein und ein super Ballgefühl. Seine Handballtrainerin fragte heute, was wir denn in den 6 Wochen Ferien mit ihm gemacht hätten? Er hätte einen wahnsinnigen Motivations- und Fertigkeitsschub gemacht. Jaaaaa, er hat ja auch 6 Wochen lang jeden Tag Dribbeln, Passen und Fangen geübt.

Mimi fällt und fiel Bewegung noch nie schwer. Ich würde sagen, sie ist auch eher der sportliche Typ, wobei das natürlich erstmal nur so eine Muttieinschätzung ist.

Alex ist jetzt eher so der Schulsportler. Wobei er in den Ferien das Mountainbikefahren für sich entdeckt hat. So richtig über Stock und Stein und so. Da macht er jetzt öfters große Touren mit dem Papa, der aktuell auch an einem Blogbeitrag dazu schreibt (gut Ding will Weile haben und so …).

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Aber der Dienstag, der ist bleibt erstmal unser Super-Sporttag. Im Grunde ist er auch mein Sportprogramm. Und man mag gar nicht glauben, wie stolz und erschöpft ich erst war, als wir um 18:30 Uhr aus dem Schwimmbad kamen.

We survived Super-Sport-Dienstag! Hell yeah!

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Maditha Niehus / Aug 30 2016

    🙈 ich fühle mit – Mittwoch 💪🏻

    — via facebook.com

  2. Hier das gleiche – 3 Kinder und alles am Di 😅

    — via facebook.com

  3. Sarah Frincke / Aug 31 2016

    Hier Donnerstag 😂

    — via facebook.com

  4. Katharina / Aug 31 2016

    Danke, dass es kein Pommesbild gab😝

    Und ich finds toll, dass Alex so Fortschritte macht. Super!

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