DIY: Das Mimi’sche Dreh-Flieg-Kleid

Wie versprochen zeige ich Euch heute, wir man aus einem ganz nomalen Basic-T-Shirt ein wunderbar bequemes Kleid näht, das beim Drehen richtig hoch fliegt und daher von Mimi den schönen Namen Dreh-Flieg-Kleid bekommen hat.

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Wie ich schon mehrfach schrieb, ist das Mimi’sche Dreh-Flieg-Klein sehr einfach zu nähen und daher auf jeden Fall auch ein Projekt für Nähanfänger. Was man benötigt ist ein klassischer T-Shirt-Schnitt, der Eurem Kind gut passt. Sowas sollte jeder in der Schublade haben. Bei mir ist das das Lillesol Basic No. 1 Longsleeve, von dem ich auch das Longshirt abgeleitet habe.

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Für das Kleid benötigt ihr:

  • eine Nähmaschine (falls vorhanden: eine Overlock. Hier hab ich mal über meine Maschinen geschrieben.)
  • einen Basic-T-Shirt Schnitt (z.B. Lillesol Basic No. 1 als eBook oder Papierschnitt)
  • dehnbaren Stoff (Jersey oder Sommersweat, hier habe ich mal darüber geschrieben, wo ich gerne bestelle.)
  • Bündchenstoff
  • Maßband
  • Rollschneider (z.B. von PRYM) und Schneidematte (z.B. von PRYModer
  • eine Stoffschere
  • Schneiderkreide (z.B. von Clover)

Schritt 1 – Maßnehmen

20160921_11Auf der Abbildung habe ich Euch eingezeichnet, an welchen Stellen ihr bei Eurem Kind Maßnehmen müsst, damit das Kleid zum Schluss auch gut passt.

Ihr benötigt die Werte:

1 von der Achsel bis zum gewünschten Sitz des Bauchbündchens

2 die gewünschte Rocklänge ab Sitz des Bauchbündchens

3 den Körperumfang auf Höhe des Bauchbündchens

Auf welcher Höhe das Bauchbündchen sitzen soll bleibt Euch überlassen. Manche finden es auf Bauchnabelhöhe schöner, andere auf Hüfthöhe.

Natürlich sind davon dann auch die Längen des Ober- und Rockteils abhängig.

Schritt 2 – Oberteil nähen

Habt Ihr den Wert 1 ermittelt (siehe Abbildung),  übertragt diesen auf Eurer Schnittmuster. Verkürzt dann das Vorder- und Rückteil des Shirts auf die gemessene Länge, indem ihr das Papier einfach nach hinten umklappt. So könnt ihr den Schnitt später auch noch als normales Shirt verwenden un müsst ihn nicht zerschneiden.20160921_02

Schneidet dann das Shirt wie gewohnt zu: Vorder- und Rückteil sowie die Ärmel (lang oder kurz, wie ihr wollt) und näht die Teile wie gehabt zusammen. Wer das noch nie gemacht hat: eine ausführliche Erklärung gibt es im eBook. Näht das Shirt komplett fertig, lasst aber den unteren Saum unversäubert und ungesäumt.

Schritt 3 – Länge des Bauchbündchens ermittelt

Ermittelt die Länge des Bauchbündchens, in dem Ihr das fertige T-Shirt flach vor Euch legt und die Breite der Saumkante messt.20160921_03Denkt daran den ermittelten Wert x 2 zu nehmen, um den tatsächlichen Umfang des Shirts zu bestimmen. Diesen Wert nehmt ihr dann x 0,7. In meinem Beispiel ist das Shirt 28 cm breit. Ich rechne:  (28cm x 2) x 0,7 = 39,2. Das Bündchen muss in diesem Fall also zuzüglich Nahtzugabe ca. 40 cm (ich runde gerne) breit sein.

Die Bündchenhöhe beträgt inklusive Nahtzugabe in den Größen
86/92: 4 cm
98/104: 5 cm
110/116: 6 cm
122/128: 7 cm u.s.w.

Schritt 4 – Die Maße für das Rockteil ermitteln

Nun benötigt Ihr die Werte 2 und 3, die Ihr im ersten Schritt ermittelt habt. Bei Mimi sind das 30 cm (2 Rocklänge) und 50 cm (3 Umfang). Mit diesen wird nun ein wenig gerechnet:

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  1. = gewünschte Rocklänge + Hüftumfang/8
    [Beispiel: 30 cm + (50 cm/8) = 36,25 cm. Ich runde dann auf 37 cm auf. Da sind Naht- und Saumzugabe aber schon mit drin.]
  2. = Hüftumfang/8
    [Beispiel: 50 cm/8 = 6,25 cm. Hier runde ich auf 6 cm ab.]

Mit diesen Maßen habt alles was ihr für das Rockteil benötigt.

Schritt 5 – Maße auf den Stoff übertragen

Legt dafür den Stoff einmal im Bruch vor Euch hin. Achtet dabei bitte unbedingt auf den Fadenlauf (siehe Bild) des Stoffes und auf das Motiv, damit dieses später nicht auf dem Kopf steht! Die offene gerade Schnittkante ist oben.

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Mit dem Maßband und der Schneiderkreide markiert Ihr euch jetzt in kurzen Abständen die ermittelte Länge (A) auf Eurem Stoff, ausgehend von der oberen Ecke zwischen Schnittkante und Stoffbruch …20160921_05

… und verbindet diese anschließend zu einem Viertelkreis.20160921_05

Schritt 6 – Rockteil zuschneiden

Schneidet dann den Viertelkreis aus, legt diesen erneut auf den im Stoffbruch gefalteten Stoff und markiert/schneidet einen zweiten Viertelkreis aus. Auch hier wieder auf die Richtung des Motivs achten. 20160921_06

Messt und schneidet das Hüftloch zu, indem Ihr wie oben verfahrt. Messt von der Kante aus den ermittelten Wert (B) ab, verbindet zu einem Viertelkreis und schneidet diesen aus.

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Schritt 7 – Das Rockteil zusammen nähen

Näht das Rockteil zusammen. Dafür klappt Ihr die Viertelkreise auseinander, so dass Ihr zwei Halbkreise erhältet. Diese legt Ihr nun rechts auf rechts aufeinander und näht sie an den gerade Seiten zusammen. Fertig sieht das dann so aus:

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Schritt 8 – Kleid fertig stellen

Nun werden alle Teile miteinander verbunden. Schließt das zugeschnittene Bündchen zu einem Ring und näht es dann rechts auf rechts an den unteren Saum des Shirts. Anschließend näht Ihr das Rockteil ebenfalls rechts auf rechts an das Bündchen an. Achtet darauf, dass die Seitennähte des Shirts und des Rockteils in einer Linie verlaufen.

 

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Wenn Ihr das Shirt im ersten Schritt bereits fertig genäht habt, müsst Ihr nun nur noch das Rockteil säumen. Fertig ist das Mimi’sche Dreh-Flieg-Kleid!

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Der Stoff ist übrigens ein Sweat von byGraziela. Leider ist dieser nicht mehr verfügbar. Aber wunderschöne Stoffe gibt es ja (leider) in Hülle und Fülle!

Ich habe mich bemüht die Anleitung so genau wie möglich zu schreiben, in der Hoffnung, dass auch jeder Nähanfänger etwas damit anfangen kann und alles verständlich ist. Bei Verständnisfragen könnt Ihr mir aber gerne ein Kommentar hinterlassen oder eine Nachricht schicken.

Ich freue mich über Fotos Eurer Dreh-Flieg-Kleider! Viel Spaß beim Nähen.

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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18 Gedanken zu „DIY: Das Mimi’sche Dreh-Flieg-Kleid

  1. Ich kann gar nicht nähen (noch nicht mal einen Knopf an ein Kleid). Umso mehr bewundere ich die schönen Kleider, die du so anfertigst. gerade das aktuelle herbstliche mit langen Ärmeln ist unheimlich schön geworden.

  2. Das ist wirklich eine super verständliche Anleitung. Nach Deiner Ankündigung, habe ich zwei Tage überlegt, wie Du die Anleitung denn nun präsentierst (ohne Download etc.). Tolle Idee für die Umsetzung – auf den Punkt gebracht, wie man es von Deinen Beiträgen gewöhnt ist. Vielen Dank auch für die tolle Illustration der Bilder! Freu mich auf die Umsetzung

    1. Der Fadenlauf verläuft in der Regel parallel zur Webkante. Hat ein Stoff keine Webkante, kannst Du Dich am Motiv orientieren. Dieses verläuft auch immer von oben nach unten im Fadenlauf. Bei einem sehr wilden Muster und fehlender Webkante kannst Du den Stoff etwas dehnen. Der Stoff ist IM Fadenlauf weniger elastisch und dehnbar als quer dazu.

  3. Hi Pia,

    Ich hab auch schon ein paar einfache Sachen genäht und bin jetzt im Internet darüber gestolpert, dass ich den Stoff vor dem verarbeiten waschen sollte???? Stimmt das? 😳
    Lg

    1. Das ist eine Glaubensfrage. Manche Stoffe laufen beim Waschen stark ein. Also wasche ich Jersey von mir unbekannten Herstellern vor. Aber die meisten Jerseys vernähe ich ungewaschen, dafür aber ohnehin immer eine Größe größer, als meine Kinder sie tragen.

  4. Entschuldige liebe Pia. Muss doch was fragen, weil ich heute einen entzückenden Apfelstoff in meinem Lieblingsstoffgeschäft gesehen hab. Wieviel Stoff soll ich denn nun kaufen? Selbe Größe wie Mimis Kleid. Danke dir!

  5. Hallo Pia! Du kannst mein Kommentar löschen. Hab heut den ganzen restlichen Stoff gekauft den sie noch hatten. Wünsch mir Glück. Hab bissl Angst…. Grrrrrr

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