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8. Oktober 2016 | Pia Drießen

Zeitverbringdinge: Knüpfscheibe

Gestern Abend habe ich für die Jungs, kurz vorm Schlafengehen, schnell Knüpfscheiben gebastelt, weil Max fragte, wann wir mal wieder Bänder knüpfen. Da die Jungs seit gestern Ferien haben und durchaus ein bisschen Zeitverbringdinge gebrauchen können, war der Zeitpunkt perfekt. Insbesondere Max kann sich stundenlang mit Knüpfen oder Weben beschäftigen.

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Viele von Euch werden das Knüpfen mit einem Knüpfstern bzw. einer Knüpfscheibe noch von früher kennen. In meiner Kindheit habe ich kilometerlange Bänder geknüpft. Ein super Zeitvertreib für Autofahrten oder um Wartezeit beim Arzt oder Restaurant zu überbrücken oder als Nebenbeibeschäftigung beim Hören einer CD.

Bei Instragem habe ich heutet ein Foto der Jungs gepostet, wie sie mit ihren Knüpfscheiben zusammen sitzen.


Dort kam dann auch die Frage auf, wie das ginge. Also habe ich Euch kurzerhand eine kleine Anleitung fotografiert und ein kurzes Video dazu aufgenommen.

Was Ihr braucht:

  • Wolle in verschiedenen Farben (z.B. Bastel-Stickgarn)
  • stabile Pappe (alte Verpackung oder Karton)
  • eine Schere
  • optional: einen Drucker und Kleber

Klick für Download der Vorlage als .pdf

Die Scheiben sind ratzfatz aus Pappe selber gebastelt. Wer es besonders einfach haben möchte, der druckt sich die Vorlage aus, klebt sie auf ein Stück stabile Pappe und schneidet zuerst die Scheibe aus und dann die 8 Markierungen keilförmig ein. Außerdem müsst Ihr ein Loch in die Mitte der Scheibe stechen.

Dann schneidet Ihr 7 ca. 1m lange Wollfäden zu. Desto mehr Farben ihr benutzt, umso bunter wird das Band natürlich. Die Bänder steckt ihr dann durch das Loch in der Mitte und verknotet die Enden auf der Rückseite der Scheibe. Anschließend werden die Bänder auf der Oberseite der Scheibe in die Einkerbungen gefädelt. Eine Kerbe bleibt dabei natürlich frei.

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Los geht’s:

Zählt von der freien Kerbe aus 3 Fäden entgegen des Uhrzeigersinns ab und fädelt dann diesen dritten Faden in die freie Kerbe. Dann dreht ihr die Scheibe wieder mit der Kerbe zu euch und es wird erneut von der freien Kerbe aus gezählt und gefädelt.

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Wer ein bisschen Übung hat, der kann auch beidhändig knüpfen. Dann muss die Scheibe nicht so oft und viel gedreht werden und es geht etwas schneller von der Hand. Im Video zeige ich das nach der Erklärung der normalen Knüpfbewegung. Für meine Jungs ist es aber noch einfacher, die Scheibe in der Hand zu drehen, um nicht durcheinander zu kommen.

Was man mit den fertigen Kordeln machen kann? Als Armband tragen, als Lesezeichen verwenden, irgendwas damit zubinden … was man eben so mit Kordeln macht.

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Mimi knüpft nun übrigens auch ihr erstes Band, zwar ab und an mit kleinen Fehlerchen, aber überwiegend selbstständig.

Viel Spaß beim Kordel knüpfen ;)

 

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Marketing- und Medienberaterin mit Schwerpunkt Social Media. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Mareike / Okt 8 2016

    Das habe ich noch nie gesehen. Aber im Prinzip ist das doch wie eine Strickliesel, oder täusche ich mich da? Es ist schon so lange her. ;) Mein ganzes Zeug ist leider in der Seefracht, sonst würde ich das jetzt direkt mal machen!

    • Pia Drießen / Okt 8 2016

      Jein. Bei der Strickliesel kommen zwar auch Bänder heraus, aber die Technik ist eine ganz andere. In der Strickliesel nutzt man z.B. nur einen Faden.

      • Mareike / Okt 9 2016

        Es dämmert mir, zumindest sehr dunkel. (Ich will das immer noch machen! Und zwar jetzt!)

  2. rt / Okt 8 2016

    sensationell! 1000 dank – probier ich die tage mal mit kind II aus :)

  3. Luisa Graf / Okt 8 2016
  4. Alexandra / Okt 8 2016

    Haben meine auch geliebt. Der Kurze manchmal immer noch. Mit Bommeln dran haben wir daraus Katzenspielzeug gemacht ;)

    — via twitter.com

  5. die wolpertingerin / Okt 8 2016

    Ein schöner Zeitvertreib! Kenne das ohne Knüpfscheibe, nur um die Finger gewickelt. Und statt Wolle haben wir Bast genommen.

    • Pia Drießen / Okt 8 2016

      Das kenne ich auch noch. Ist aber eine andere Knotentechnik mit anderem Ergebnis. Die Bast-Armbänder waren in den 90ern der Hit! Da mach ich, glaube ich, auch mal einen Beitrag zu.

  6. Bianca Wenzel / Okt 8 2016

    Top, tausend Dank!!!

    — via facebook.com

  7. Stefanie Groth / Okt 8 2016

    Super, was meinst du ab welchem Alter ist das was?

    — via facebook.com

  8. Bernadette Huber / Okt 8 2016

    Wie cool! Das muss ich selbst auch mal ausprobieren! 😍

    — via facebook.com

  9. Vanessa Rosel / Okt 8 2016

    Sehr cool, hat etwas gedauert bis ich das Kerbenfadeneinfädelprinzip gerafft hab aber nun klappts. In meiner Vorstellung. Aber: die Fäden in der Mitte von der Rückseite aus nach vorne ziehen? Und wie kommt unten dann das geknüpfte Band zustande? Ich weiß, wenn ich was frag dann sorgt das oft für hochgezogene Augenbrauen, nur ich muss es meinem autistischem Sohn genauestens erklären können und wenn ichs selbst nicht 100% verstehe ist das von Anfang an zum scheitern verurteilt ;)

    — via facebook.com

    • Pia Drießen / Okt 8 2016

      Der Knoten liegt auf der Rückseite der Scheibe. Gefädelt wird nur auf der Vorderseite. Das Band kommt auf der Rückseite heraus. Ab und an einfach am Knoten auf der Rückseite vorsichtig ziehen und schon hast du eine stetig wachsende Kordel.

  10. anika / Okt 8 2016

    Wir haben früher irgendwas geknüpft indem wir die Fäden in eine Schublade geklemmt haben. Keine Ahnung was genau das war. Ich muß unbedingt mal meine Schwestern fragen, vielleicht erinnert sich eine. ….schön solch eine Beschäftigung. Lg

    • Sabrina / Okt 11 2016

      Ich überlege auch gerade, wir haben definitiv auch die runden gemacht mit mehr fäden als 4 ich meine 5 oder auch 7 kp mehr. Ich muss das gleich mal ausprobieren. wir haben das immer mit sicherheitsnadel am knie befestigt, also der hose XD
      und sind dann so auch in den unterricht *g*

      • Pia Drießen / Okt 12 2016

        Ihr meint diese breiten Bänder, die man entweder in der Schublade eingeklemmt oder an der Hose festgemacht hat. Das ist was anderes.

  11. indeed / Okt 8 2016

    Ringelmiez hat das 2014 mal als Gegenvorschlag zum Loom-Trend gepostet – in Form einer Astscheibe. Kam hier super an und hält sich prima.

  12. Key / Okt 8 2016

    Das geht auch ohne Scheibe-dann nimmt man eine Hand und die fingerzwischenräume dafür 😁

    • Pia Drießen / Okt 8 2016

      Bei der Hand-Knüpf-Technik wird mit nur 4 Fäden geflochten und das Band, das heraus kommt, sieht anders aus.

  13. Stefanie Groth / Okt 8 2016

    cool danke. Meiner ist 3.5 und wir sind nächste Woche zu nem 4. Geburtstag eingeladen. Wird ausprobiert :)

    — via facebook.com

  14. Katha Vau / Okt 8 2016

    Endlich hab ich es auch mal kapiert! Hatte schonmal so eine Scheibe als Extra in irgendeinem Heftchen und hab die Erklärung einfach nicht verstanden. Wird gleich morgen ausprobiert. Das macht meinen Mädels bestimmt Spaß.

    — via facebook.com

  15. Nina Siedler / Okt 9 2016

    Da wird man alt wie ne Kuh und lernt immmer noch dazu :-) ich kannte das überhaupt nicht! Vielleicht kann ich meinen „Ich bastel nicht gern weil mir Feinmotorik nicht liegt“ Sohnemann morgen mal überreden. Danke für den Tipp

    — via facebook.com

  16. Karin Lutter / Okt 9 2016

    Vielen Dank fuer die Anleitung. Wir haben frueher Kissenplatten hergestellt. Auf einem Rahmen, der ringsum mit Naegeln bestueckt wurde. Dann wurden Faeden hin und her gezogen, um die Naegel. Bis eine dicke Schicht entstand.
    Zum Schluss wurden die oberen Teile abgeschnitten und man hatte ein tolles Kissen. Ich weiss aber nicht mehr, wie es get.
    Vielleicht weisst du es?
    LG

  17. Karin Lutter / Okt 9 2016

    Es war dann ein Kissen voller Bommeln, die aber fest waren

  18. blaudalam / Okt 9 2016

    Cool, danke! Noch nie gesehen

  19. Sandra / Okt 9 2016

    Liebe Pia, das ist ein super Zeitverbringdings. Mein Sohn 4,5 und ich sind begeistert… und haben über eine Stunde damit zugebracht erst die Scheiben zu basteln, und dann zu knüpfen. So toll!!! Und jedes mal beim Kordel-Rausziehen wuchs der Stolz über das schon geschaffte Stück.
    Danke fürs Teilen :)!
    Liebe Grüße Sandra

  20. Biene / Okt 10 2016

    Ich glaube bei meiner Maus (3,5J) muss ich da noch warten. Wollte die Woche mit ihr Bommeln machen (Faden nur um eine Scheibe wickeln) aber nach dem 2. mal durchziehen, hatte sie schon keine Lust mehr. Allerdings findet sie das Ergebnis ganz toll.

  21. Dagmar / Okt 11 2016

    Liebe Pia, „Zeitverbringsdings“, jaja – macht süchtig ;-). Ich wollte gestern Abend eigentlich nur mal eben ausprobieren, ob ich Ihre Erklärung richtig verstanden habe und ob es funktioniert und habe dann statt zu Bügeln geflochten und geflochten und … Aber OK – es funktioniert!! Gute Sache – werde ich bei Gelegenheit mal als Bastelei für den Kindergottesdienst vorschlagen – LG Dagmar

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