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16 Kommentare

  1. Oh, das war gar nicht so schlimm, wie bei Insta angekündigt 😉 ich mache auch gerne ehrenamtliche Arbeit und muss mir von deiner tiefenentspannten Akzeptanz derer, die kein Bock auf Ehrenamt haben, noch ne Scheibe abschneiden.. Hoffe, die hinter dem Artikel liegenden Erfahrungen waren nicht nachhaltig so schlimm, dass du das Ehrenamt niederlegst.

      • Gaby

        Also doch… Tiefenentspannt, schrieb hier die Kommentatorin. Das denke ich auch oft. Und unterschreibe in diesem obigen Blogbeitrag jedes Wort.
        Als Schulelternsprecherin. Als Organisatorin des schulinternen Fußballturniers. Als Standhilfe beim Flohmarkt-Café. … Und wenn ich die Langfassung des von mir getippten Protokolls welcher auch immer Sitzung noch mal in eine „lesefreundliche Kurzfassung mit Spiegelstrichen“ umwandle, in der Hoffnung, dass es dann wenigstens die Hälfte der Eltern liest.

        Man lernt immer tolle Leute kennen, macht Dinge, freut sich, wenn was klappt, ärgert sich, wenn was schief geht. Und ist meistens glücklich, dass überhaupt alles gelaufen und die Mehrheit glücklich ist.

        Bis… ja, bis dann wieder jemand nörgelt, dass
        -„der Name meines Kindes auf der Urkunde falsch geschrieben ist“.
        -„es ganz gut ist, wenn man deiner Mutter mal Kontra gibt, weil die sich ja sowieso dauernd einmischt“,
        -„Sie immer noch nicht sagen können, wie es im nächsten Schuljahr weiter geht, wann sprechen Sie denn endlich mit der schulleitung?“ und und und.

        Von Leuten, denen es zu mühsam ist, ihrem Kind auch nur mal einen Euro für das Geschenk für die schwer erkrankte Lehrerin mitzugeben („ach, das vergessen wir immer“). Die nur dann auf den Fußballplatz kommen, wenn die Siegerehrung gerade anfängt („Wie, der Kuchen ist schon alle?“).

        Manchmal macht mich das müde und wütend und manchmal richtig richtig traurig.
        Nein, keiner muss sich bedanken. Nein, ich finde das nicht schlimm, wenn andere keinen Fuß in die Schule setzen. Jeder wie er mag und kann. Ich hab nur ein Kind und neben meinem Job noch ein bisschen freie Kapazitäten. Und es macht mir Spaß.

        Aber ich muss mich verdammt noch mal nicht noch blöde anmachen lassen, wenn irgendetwas mal nicht 100 Prozent geklappt hat. 90 Prozent sind immer noch ein super Resultat.

  2. Ruth

    Ich bin ehrenamtliche Vorsitzende eines Kita-Fördervereins, der aus komplett inaktiven Mitgliedern besteht. Ich selber habe unerwartet kurz nach Antritt meines Amtes meine Arbeitszeit von 20 auf 35 Stunden erhöht. Ich scheitere also regelmäßig an meinen eigenen Ansprüchen, und bin echt nicht glücklich damit. Aber umso mehr bewundere ich doch, was Du auf die Reihe kriegst! Wir brauchen viel, viel mehr Menschen im Ehrenamt – und auch die, die nur einmal im Jahr einen Kuchen zu m Sommerfest backen, verdienen Anerkennung. In diesem Sinne: DANKE!!!

    • Helga

      Ich finde auch, dass Akzeptanz alleine nicht genug ist. Menschen, die ihre Freizeit hergeben, um anderen zu helfen, eine schöne Zeit zu bereiten oder…, sollten nicht nur akzeptiert zu werden, sondern haben Anerkennung verdient. Und wenn es eben nur dieser eine gebackene Kuchen pro Jahr ist. Ich denke, die wenigsten Menschen machen freiwillige Arbeit der Dankbarkeit anderer wegen, sondern weil sie eben Spaß an ihrer Aufgabe haben. Ich stelle niemanden an den Pranger, weil er seine Freizeit anderweitig verbringt. Im Gegenteil. Jeder bestimmt selbst über seine Zeit, sein Glück, sein Leben und lieber soll jemand seinen privaten Hobbies nachgehen als ein Ehrenamt anzunehmen, hinter dem er nicht voll steht.
      Ohne Ehrenamtler wäre unsere Gesellschaft nicht dieselbe. Deswegen auch von mir an dieser Stelle ein großes Dankeschön!

  3. Wahre Worte. Auch ich bin ehrenamtlich tätig, meine Familie in weiten Teilen ebenfalls und ich kann nur unterschreiben bzw. unterstreichen, was du hier sagst. Ein weiteres Problem, oder vielleicht auch ein Teil des Problems, was du hier beschreibst, ist, dass viele Leute, die weniger involviert sind, gar nicht wissen – oder sich nicht bewusst machen – dass eine Aufgabe als Ehrenamt ausgeführt wird. Und natürlich macht man das, so gut man es kann, aber Dinge wie Familie, der Beruf, mit dem man das Geld für das täglich Brot verdient, oder wichtige Termine können immer mal Vorrang haben. Das Ehrenamt ist etwas, das in der Regel in der Freizeit stattfindet bzw. ausgeübt wird. Soll heißen, als Beispiel, von einem ehrenamtlich geführten kirchlichen Ferienhaus kann ich nicht denselben Service verlangen wie von einem Reisebüro und einem Pauschalurlaub. Das Verständnis oder Bewusstsein dafür, dass man sich mit einem Ehrenamt in der Regel einen nicht unerheblichen Batzen Arbeit neben Job, Familie, Hobbys auflädt, fehlt bei vielen – und dann wird gemeckert, wenn Dinge nicht in der Art und Weise oder nicht so schnell erfolgen, wie sie das gerne hätten. Natürlich sollte man ein Ehrenamt nur dann übernehmen, wenn man erstens Lust dazu hat und zweitens die Aufgaben zeitlich und anderweitig stemmen kann. Trotzdem ist und bleibt es eben nur ein Ehrenamt. Mehr Toleranz – nicht nur hier, sondern ganz allgemein im Miteinander – wäre da manchmal nicht verkehrt.

  4. Christina

    Da hast du vollkommen recht, und leider sind es immer überall die gleichen, die in Vereinen, Kindergarten, Schule usw. die Ehrenamtsarbeit übernehmen.
    Ich finde immer den Spruch:“ Für so etwas habe ich keine Zeit“ schlimm, das hört sich immer so an, als hätte man selbst zuviel Zeit uns wüsste nichts anderes damit anzufangen.

    Komischerweise sind die mit den Ehrenämtern oft auch die, die sonst noch jede Menge an der Backe haben.

    Nicht ärgern, nur wundern, und im richtigen Moment auch einfach mal nicht die Klappe halten.

  5. Carina

    Ich arbeite auch sehr gerne Ehrenamtlich. Was mich aber, seit ein paar Jahren ärgert, ist ständig von Leuten, die nicht bereit sind zu helfen, kritisiert zu werden. „Warum habt ihr das nicht so gemacht? Wieso ist das noch nicht fertig“ GIbt es da keine bessere Auswahl“ usw. Wer nicht bereit ist zu unterstützen, sollte, meiner Meinung nach, nicht kritisieren.

  6. Buitta

    Es ist leider aber immer so. Wer Verantwortung übernimmt bekommt die Motzer und Kritiker immer gleich dazu. Und das sind oft die Menschen, die sich nicht engagieren oder nur sich (sein Kind) und nie die Gruppe sehen.

  7. Silke

    Danke Pia, toll geschrieben, am liebsten würde ich deinen Artikel ausdrucken und auf der nächsten Schulpflegschaftssitzung in Übergröße aufhängen, da gibts nämlich auch so einige Pöstchenreiter, aber wenn es drauf ankommt, findet man die nirgendwo. Ich mache es auch gerne (und ganz sicher nicht wegen Ruhm oder Ehre) sondern weil es mir Spaß macht und ich muss mich selber häufig zügeln, um mir nicht noch mehr an die Backe zu hängen, aber da würde dann eben einfach was auf der Strecke bleiben. Bleib so wie du bist und mach weiter, ich freue mich schon auf das nächste Sommerfest :)

  8. Bin auch in der Freiwilligenarbeit tätig. Da wir einem Dachverband angeschlossen sind, bekommt jeder, der bei uns im Vorstand gearbeitet hat, auch ein Führungszeugnis nach dem Rücktritt. Das kann man dann den Bewerbungsunterlagen beilegen. Oft wertschätzen das künftige Arbeitgeber sehr!

  9. Bianka

    Ich helfe auch viel mit, habe aber leider nicht die Zeit die ich gerne haette und bin immer dankbar wenn andere einspringen koennen, und es auch gerne machen!

  10. Seit einigen Jahren bin ich Vorsitzender eines gemeinnützigen Vereines, Mitglied des Behindertenbeirates des Kreistages …
    Der Mensch ist ein soziales Wesen und braucht eine Aufgabe.
    Wer das nicht begreift begibt sich auf die dunkle Seite dort gibt es sehr lange Schatten. Dmzufolge gibt es für ihn vorzugsweise die Aufgabe zu kritisieren.
    Das sollte aber für die anderen kein Thema sein.

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