Streugutworkout & Schneemanntherapie

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Heute bin ich mit dem Tagebuchbloggen spät dran, aber der Tag war auch wirklich lang.

Nachdem es seit gestern durchgehend geschneit hat, war heute nix mehr mit Schnee fegen. Hab ich gestern nicht geschrieben, der Schnieschieber hätte sich nach 5 Jahren immer noch nicht rentiert? Na, das haben wir dann heute erledigt. Solche Schneemassen hatten wir die letzten 5 Jahre zusammen nicht. It’s magic!

Um kurz vor 9 Uhr rief die liebste Nachbarin an, sie wolle beim örtlichen Baumarkt einen neuen Sack Streugut holen. Ob sie mir nicht einen mitbringen sollte, wenn die nicht zu schwer wären. Bei dem Schneefall wollte sie nämlich lieber zu Fuß gehen.

Kurzentschlossen zog ich mich möglichst warm an und begleitete sie. Auf dem Weg zum Baumarkt durch wunderbarstes Schneetreiben machten wir noch ein paar andere Besorgungen und Erledigungen und waren so gut eine Stunde unterwegs, bis wir dann am Ziel ankamen.

Nun, so ein Streugutsack wiegt mindestens 10kg. Was ich vorher wusste, aber scheinbar keinem Realitätscheck unterzogen hatte. Als schleppten wir 2 10kg Säcke Streugut 2 Kilometer durch das muntere Schneetreiben zurück nach Hause. Voll das Workout!

Auf dem Rückweg machten wir noch kurz einen Zwischenstop beim Bäcker, wo ich mir ein Kartoffelbrötchen mit Käse und ein Käsebrötchen für die liebste Nachbarin besorgte.

Wieder Zuhause erwartete uns bereits die nächste Runde Schneeschippen, gefolgt von einem warmen Kaffee und dem gemeinsamen Genuss unserer Backwaren. So eine liebste Nachbarin ist schon war feines. Wir haben immer viel Spaß und eine Menge zu erzählen. Ich profitiere von ihren Erfahrungen als Mutter und wir haben gegenseitg immer offenes Ohr für unsere Sorgen und Gedanken.

***

Wieder im eigenen Zuhause erhielt ich einen Anruf von der Schule, dass der heute angesetzt Gesprächstermin doch nicht nötig sei (was total gut ist) und der andere Termin wegen Krankheit ausfallen müsse. Bumms, hatte ich plötzlich richtig viel Zeit und konnte die Heimkehr der Jungs ganz entspannt und ohne Zeitdruck erwarten.

Meanwhile in unserem Garten:

heute

Hier nochmal der direkte Vergleich zu gestern und ich meine – wow – das ist für uns im Rheinland hier wirklich – also ich meine WIRKLICH – viel Schnee!

gestern

***

Der Mittlere tat sich heute mit den Hausaufgaben extrem schwer. Nicht etwa, weil er die Aufgaben nicht verstanden hatte oder nicht konnte, sondern einfach weil es heute nicht lief. Also ungefähr so, wie wenn man auf einen Text guckt, ihn mehrfach anliest, aber absolut keinen Sinn entnehmen kann. Sie kennen das vielleicht.

Nach eineinhalb Stunden Kampf fasste ich einen Schneebeschluss, befahl die Jungs in ihre Schneehosen und verfrachtete die in den Hof der liebsten Nachbarin, der komplett von unberührten Schnee bedeckt war.

Schneemann, Baby!

Während die liebste Nachbarin Kakao und Kaffee kochte, alberten die Jungs und ich ein wenig mit dem Schneemann herum und ja, vielleicht habe ich die Möhre zuerst an einer anderen Stelle angebracht und meine vorpubertären Söhne damit in einen nicht enden wollenden Lachanfall getrieben. Trotzdem haben sie zum Schluss darauf bestanden, dass wir die Möhre als Nase einsetzten. Spielverderber …

Nachdem wir uns bei Kakao, Kaffee und Dresdner Stollen aufgewärmt hatten, ging der Mittlere wieder nach draußen und spielte dort mit Ronja, dem Hund der Nachbarin.

„Guck mal, Mama, was ich in Ronjas Napf gefunden habe!“

Der große blieb lieber drinnen – welch Überraschung, nicht – und puzzelte am 1000 Teile Kölner Dom Puzzle* der liebsten Nachbarin weiter.

Ein sehr entspannter Nachmittag, bis wir schließlich um 17 Uhr wieder rüber gingen und Max sich erneut an seine Hausaufgaben setzte.

Ich würde jetzt nicht behaupten, dass er nun leichtfüßig durch die Aufgaben hüpfte, aber der Kopf war definitiv freier und das ganze Kind einfach motivierter. Was so ein Schneemann alles anrichten kann.

***

Donnerstag ist auch der Tag, an dem ich die Hausaufgaben von Mimi, die sie ja in der OGS macht und freitags dann abgeben muss, nochmal gegenprüfen muss.

Dabei entdeckte ich diese Aufgabe in Mimis Mathearbeitsheft*, die so ziemlich alles über Mimi aussagt, was man wissen muss. Sie malt gerne, aber das stupide Pünktchen malen nervt sie an Mathe ganz gewaltig. Das betont sie immer wieder mit großen Gesten und einem tiefen Seufzer.

Aber schön, wenn sie selber Lösungen für ihr Problem findet.

0+0=0!

So ein cleveres Kind. Ich bin ein bisschen stolz. Gnihihihi.

Es wurde keine Werbung für erkennbare oder genannte Marken beauftragt.

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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7 Gedanken zu „Streugutworkout & Schneemanntherapie

  1. Ich hab Ihre Mütze gestern schon so bewundert und jetzt muss ich doch mal fragen – wissen Sie noch, woher Sie sie haben? Sie sieht so sehr warm, kuschelig und gut sitzend aus 😊
    Und von welcher Marke ist die Jacke?
    Vielen Dank und noch ganz viel Schneespaß,
    Christine

  2. Ich finde den aktuellen Stil des Blogs mit dem Tagebucheinträgen übrigens super und freue mich über die fast tägliche Dosis aus dem Hause Drießen.

    Eine Frage: Was ist eigentlich in den Kommentaren angebrachter? Siezen oder Duzen? Ich bin mir da nicht sicher und dann rutscht mir doch das ‚Du‘ raus und hinterher ist es mir echt unangenehm.

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