allerdoofster Morgen & prophylaktisches Pusten

(Beitrag enthält *Affiliate-Links)

Heute morgen schien der Mond irgendwie schief zu hängen. Vielleicht ging die Sonne aber auch im Westen auf. Anders kann ich mir die Laune des kleinen Kindes heute morgen gar nicht erklären. Sie zeterte und schimpfte in einer Tour. Erst war es ihr zu kalt, dann zu warm. Die Socken hatten die falsche Farbe und das T-Shirt war am Hals einen Quadrillionstel zu weit ausgeschnitten. Frühstücken war doof, Zähneputzen war doof, die Brüder waren mega doof und Schule überhaupt am allerdoofsten. Meine Herren. Soviel kann ich gar nicht in eine Tüte atmen.

Und prompt wollte die dann auch nicht in die Schule gehen und begab sich mitten im ohnehin schon schmalen Flur, direkt vor der Garderobe, in den Sitzstreik. So mussten ihre Brüder über sie drüber und um sie herum balancieren, um an ihre Schuhe und Jacken zu gelangen. Die Laune steig bei allen Anwesenden in Unermessliche.

Ich küsste die Jungs, wünschte einen schönen Tag und wollte mich gerade zu Mimi umdrehen, als diese wortlos an mir vorbei rauschte und das Haus verließ. Ein hinterher gerufenes „Ich hab dich lieeeehiiiieb!“ quittierte sie nur mit einem Grunzen. Ja, Gräte, ich Dich auch.

Und dann gab es ja noch nicht mal Kaffee, weil der Wassertank erst gegen 9 Uhr geliefert werden sollte.

Soweit kam es aber erst gar nicht, weil bereits um 8:40 Uhr ein Anruf von der Schule kam, das große Kind wäre umgeschubst worden und dabei mit dem Brustkorb auf eine Steinmauer gefallen. Jetzt würde es sich die ganze Zeit in Schonhaltung halten.

Mit den drei blockierten Brustwirbeln und der einhergehenden Atemnot im Hinterkopf, entschied ich mich direkt mit den Kind weiter zum Arzt zu fahren.

Ich gebe mal direkt Entwarnung. Außer einer Prellung des Rippenbogens ist nichts weiter. Die starke Schonhaltung kam vermutlich auch auf Grund des Schmerzgedächtnisses des großen Sohnes zu Stande. Wenn er also ein Superheld wäre, dann wäre der Brustkorb seine Achillesferse. Behalten Sie das aber bitte für sich.

Nach der ganzen Aufregung war er jedenfalls so erschlagen, dass er sich ins Bett legte und erstmal eine Stunde tief und fest schlief.

Immerhin konnte ich in der Zwischenzeit den angekommenen Wassertank in Betrieb nehmen und meinen Koffeinpegel auf ein erträgliches Maß bringen. Halleluja!

***

Als das Mittelkind nach Hause kam, wollte er mir unbedingt beim Kochen helfen. Das versetzt mich immer in so eine gefährliche Euphorie, die mit dem Glauben einhergeht, er könne im Anschluss auch noch essen, was er/wir gekocht haben.

Es gab Backfischstäbchen (die vegetarische Alternative von Aldi für das große Kind), Brokkoli und Kartoffelbrei. Den Kartoffelbrei hat sich das Sandwichkind gewünscht, das sonst niemals nicht Kartoffel isst. Nicht mal als Pommes.

Also bearbeitete das Kind die Kartoffeln wie wild mit dem Stampfer, damit auch bloß kein Klümpchen übrig blieb. Gegessen hat er dann trotzdem nur eine etwa Esslöffel große Portion. Und 2 Backfischstäbchen. Dafür aber eine halbe Gurke. Wenn er groß ist, spendiere ich ihm ein Gurkentattoo. Sie sind meine Zeugen.

***

Während die beiden kleinen Kinder beim Kung Fu waren besuchten Alex und ich die liebste Nachbarin, um am Dom Puzzle* weiter zu puzzeln. So schnell ist die Zeit schon lange nicht mehr verflogen und so musste ich dann ziemlich abrupt und überstürzt aufbrechen, um die Kinder noch rechtzeitig wieder einzusammeln.

Jetzt suche ich nach schönen Folgepuzzel für uns, aber vermutlich werde ich selber eins entwerfen müssen. Bis jetzt habe ich nämlich noch kein adäquates gefunden.

***

Mimi fiel heute Abend wie ein Stein im Bett um. Normalerweise gehe ich erst zum Großen, dann zum Mittleren und zum Schluss zur Gräte (weil diese sonst noch drei Mal raus kommt, wenn sie mitbekommt, dass ich noch oben bin). Aber als ich heute in ihrem Zimmer ankam, schlief sie bei Festbeleuchtung bereits tief und fest.

Wer weiß, was das Grätenkind da gerade ausbrühtet. Bis jetzt sind wir für die aktuelle Grippe-, Rotz-, Erkältung-, Alles-Welle auch einfach viel zu gut weg gekommen. Ich nähme aber auch eine Saison mal das blühende Leben. Aber sind wir ehrlich: ich bin zwar unverbesserlich optimistisch, aber auch nicht völlig realitätsabstinent.

Vielleicht können wir einfach alle mal so ein bisschen prophylaktisches Heil-heile-Segen-Pusten. Danke.

Es wurde keine Werbung für erkennbare oder genannte Marken beauftragt.

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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10 Gedanken zu „allerdoofster Morgen & prophylaktisches Pusten

  1. Mein Babysitterkind isst jeden Abend zum Abendessen mindesrens eine komplette Gurke. Sonst nichts. Das werden dann später mal unbekannterweise Partnertattoos ;)

  2. Ich glaube, das war wirklich der Mond.
    Gestern ging es meiner Tochter genauso und als ich sie heute Morgen zur Kita brachte, erzählte mir die Erzieherin, dass es allen Kindern betroffen hatte.

  3. Wir drücken die Daumen, dass die Kleine nichts Ernstes ausbrütet, der Mittlere Gurke auch als Tattoo mag und der Große keine weiteren Probleme mit dem Brustkorb bekommt.
    Und für dich immer genug Koffein am Start…

  4. Hi Pia, welche Ansprüche habt ihr denn an ein Folgepuzzle?
    Ich hab in den Weihnachtsferien mit meiner 9 jährigen Tochter das „Ravensburger Celestial Planisphäre, Spielset Puzzle, 1000 Einzelteile“ gepuzzelt und es ist ein mega tolles Puzzle. Mit Planeten und Sternbildern, jedoch (was uns nicht störte) alles auf englisch. Eines der schönsten Puzzles, das wir je gemacht haben.
    Und das „Ravensburger 19371 99 Beautiful Places on Earth Puzzle“ hat uns sehr begeistert. Es besteht aus zahlreichen wunderschönen Einzelfotos der schönsten Plätze dieser Erde.

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