Irgendetwas

Schlafzimmerblick

Oft wacht sie mitten in der Nacht auf, rappelt sich nach Luft ringend im Bett hoch und hustet. Sie hat ihm schon davon erzählt, dass sie nachts aufschreckt und das Gefühl hat, sich verschluckt zu haben. Und er nickte. Es dauert ein wenig, bis auch er zugibt, dass er nicht gut schläft, in den letzten Wochen. Oft wacht er mehrmals in einer Nacht auf, weil er das Gefühl hat ersticken zu müssen. Und er hat dann diesen Geruch in der Nase. Verbrannte Haare, sagt er. Sie sieht ihn fragend an, weiß aber genau was er meint. Sie hat es auch gerochen. Verbrannte Haare … und das Gefühl zu ersticken.

Irgendwas geht da vor, in ihrem Schlafzimmer.
Irgendetwas war da.
Irgendetwas ist immer noch da.
Jede Nacht.

[Aus der Kategorie: eine kleine Gruselgeschichte … untermalt mit der wunderschönen Realität.]

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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9 Gedanken zu „Irgendetwas

  1. Oh, hat man diese Aussicht auch vom Gästezimmer in Eurem neuen Heim? Dann muss ich mal dringend einen Vorwand konstruieren, um nach Köln zu kommen. Und sieht man das auch vom Balkon aus? Dann hätte ich meinen Kaffee gerne draußen. (Ich koche ihn mir auch selbst.)

  2. Es gibt diese Geschichte von einem Haus in London, das ein Zimmer hat, in dem jeder, der es betritt, wenige Minuten später zerschmettert aufgefunden wird.

    Also VORSICHT :D

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