Brüder

Das Löwenmäulchen wippt in seiner Wippe so dolle, dass sich diese auf den Fliesen hüpfend vorwärts bewegt. Dabei giggelt und gluckst das Löwenmäulchen ausgelassen. Dem Quietschbeu wurde schon nach leicht angewippt werden kotzschlecht, er begann zu weinen und wir nahmen ihn aus der Wippe wieder raus.

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Das Löwenmäulchen nimmt einen Nuckel, wenn es wach und gut gelaunt ist. Dann lutscht und knabbert es daran herum. Wird es müde, spuckt es ihn aus. Der Quietschbeu nimm den Nuckel nur, wenn er müde oder krank ist. Andernfalls wirft er ihn im hohen Bogen von sich und ruft dabei „Nei!“

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Das Löwenmäulchen liebt viele Menschen, Hektik, Lärm … dann beobachtet er neugierig mit großen Augen und ist ganz friedlich. Wird es leise und ruhig beginnt er hingegen zu weinen. Er lässt sich gerne ablenken. Der Quietschbeu verabscheut Lärm und Hektik. Dann wird er weinerlich und anhänglich. Wenn er sich auf etwas fixiert hat, kann man ihn nahezu gar nicht ablenken.

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Das Löwenmäulchen ist stark auf den Quietschbeu fixiert. Ständig sucht es nach ihm, rutscht und schiebt sich zu ihm, beobachtet ihn, himmelt ihn an, gluckst und lacht. Der Quietschbeu ist stark auf das Löwenmäulchen fixiert. Seine erste Frage nach dem Aufwachen ist stets die nach dem Löwenmäulchen. Er trötest, kuschelt und spielt mit dem Löwenmäulchen. Er bringt ihm Spielzeug, Spucktücher und Decken. Das Löwenmäulchen bekommt jeden Abend und ohne Kompromiss einen Guten Nacht Kuss. Wir nicht.

So, wie es eben sein sollte. Zwei Individuen. Ein Herz. Eine Seele.

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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8 Gedanken zu „Brüder

  1. Oar is das Schön :D Ich will auch einen kleinen Bruder für meinen Bub… aber ich schätze, so sehr wie ich mir damals ein Mädchen wünschte und einen Bub (heute: zum Glück) bekam wirds diesmal genau umgekehrt ;)

  2. Hier ist es genau andersherum – ich hatte ein Baby, nun einen kleinen Jungen, der sich im größten Trubel am wohlsten fühlt und ein kleines Sensibelchen, das Lärm und Nähe auf größeren Veranstaltungen damit beantwortet, dass es die Party schmeißt und nur noch brüllt. ich habe mir schwer damit getan, es zu verstehen und zu akzeptieren. Aber der Kleine fühlt sich zu Hause beim Papa dann wohler, während der Große mich mit Freuden begleitet.
    Der Kleine ist eine sioebenköpfige Raupe und sieht auch so aus – der große war immer ein dezenter Esser und ist es auch jetzt noch.
    Der Große war motorisch sehr fit und ich hätte den Kleinen am liebsten angestoßen und musste mir selbst auf die Finger hauen…
    Gemeinsam ist ihnen, dass sie keinen Nuckel nehmen und sie einander sehr mögen. Sieht der eine den anderen geht die Sonne auf. Bezieht der Große den Kleinen in sein Spiel ein, gluckst und lacht es dei ganze Zeit –
    Ich glaube Brüder zu sein ist etwas sehr schönes und wertvolles.
    Liebe Grüße
    Barbara

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