Vom Tatendrang.

Heute ist der offiziell letzte Kindergartenferientag. Die drei Wochen vergingen letztendlich dann doch wie im Flug und waren die ganzen Sorgen im Vorfeld mal wieder nicht wert.  Morgen wird der Quietschbeu also in die neue Gruppe kommen und ein „großes“ Kindergartenkind werden. Er ist sich selber noch nicht sicher, ob er das gut oder schlecht findet. Den einen Tag möchte er auf gar keinen Fall dahin gehen und am nächsten Morgen meckert er, dass heute doch wieder kein Kindergarten ist. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, auch weil ich morgen um 9 Uhr Babymassage habe und bis dahin die Miezjungs sanft und sicher im Kindergarten abgegeben haben muss.

Das Ende der Kindergartenferien bedeutet für mich aber auch, dass ich mein Projekt „Wochenbettbegleiterin“ aktiv angehen kann. In den letzten Tagen und Wochen habe ich schon Kontakt mit diversen Schulen gehabt, die die eine oder andere Ausbildung anbieten. Leider stellt sich immer wieder das Problem des Blockunterrichts. Die Mütterpflegerin findet am Wochenende statt, aber ich kann weder organisatorisch noch wirtschaftlich über ein dreiviertel Jahr JEDES Wochenende nach Gießen fahren. Es wird somit auf die selbst-organisierte Fortbildung hinauslaufen. Parallel dazu möchte ich jetzt die ehrenamtliche Mütterbetreuung im Wochenbett angehen.

Vor einer Woche ergab sich mir die Möglichkeit hier im Ort einen Eltern-Kind-Kurs mit dem Thema „Das 1. Lebensjahr“ zu leiten. Solch einen Kurs habe ich damals auch mit dem Quietschbeu besucht und es hat uns beiden sehr viel Spaß gemacht. Neben den Sozialkontakten für Mutter und Kind gefielen mir vor allem die Spielanregungen und die Möglichkeit sich auszutauschen und Fragen loszuwerden.  Letztendlich ist das eine Fortführung meines Wochenbettbegleiterin-Gedankens (was ein Wort!) und ich freue mich nach der ersten Planung wie Bolle auf die Kurse.

Der Kurs wird den Namen „Hurra, ich wachse!“ haben, in Anlehnung an das ähnlich klingende Buch, dessen Titel mir immer sehr negativ aufstieß, weil das Wachsen von Kindern doch eigentlich was Schönes und Wundervolles ist. Vorgeschlagen hat den Namen übrigens Blumenpost. Vielen Dank dafür.

Ich werde erst mal 2 Gruppen anbieten. Eine für Babys vom 3. bis 6. Lebensmonat und eine für Babys vom 7. bis 9. Lebensmonat. Ich denke, dass es ganz wichtig ist, dass die Altersschere in so einer Gruppe nicht zu groß ist. Letztendlich hängt die Umsetzung nach Altersgruppen aber natürlich vom Interesse ab.

Die Gruppe wird Pekip-Elemente enthalten, Fingerspiele, Singen, Massage, Sinneswahrnehmung (Hören, Sehen, Fühlen) und auch einen kreativen Anteil für die Mütter haben (Fußabdruck, Spielzeug selber basteln). Nebenbei möchte ich jede Stunde ein Thema in den Raum werfen, zu dem jeder fragen und berichten kann. Geburt, Ernährung, Partnerschaft, Selbstwahrnehmung, etc.

Der Kurs wird 10 x 90 Minuten lang sein.

Wer noch Ideen und Anregungen für den Kurs hat, der darf diese hier gerne äußern. Auch suche ich noch als Spielmaterial für die Gruppe Obälle, die in der Neuanschaffung recht teuer sind. Wer also noch einen daheim hat und nicht mehr benötigt: ich würde mich freuen, wenn ihr mir den Oball anbietet.

Die meisten Spielmaterialien werde ich selber basteln. Der Miezmann baut mir z.B. eine Steckbox für Bällebadbälle und ich werde bunte Kullerflaschen und Rasseln basteln.

Es ist so ein bisschen wie damals, nach den Sommerferien, wenn man den ersten Tag wieder in die Schule ging und so voller frischem und neuem Tatendran war. Zum Glück kann ich heute Dinge angehen, die ich wirklich machen möchte. Die Gefahr, dass die neugewonnene Energie schnell verebbt ist somit gering.

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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12 Gedanken zu „Vom Tatendrang.

  1. Ich weiß jetzt warum die Bälle Obälle heissen- der Krümel sah den Ball und rief „O-Ball!“ ;-)
    Wir haben leider keinen zum Anbieten, meine Kinder hatten nie so einen gehabt! (glaubt mans, 3 Kinder und keinen Oball ;-) )

    Als Idee fürs Basteln: Mach in die Kiste für die Bällebadbälle auch noch Löcher für Ü-Eier-Eier und Schlitze für Einmachglasdeckel- also von Gurkengläsern und so. Das ist dann eine kleine Herausforderung für die größeren Kinder

    Und aus mit Folie umklebten Papprohren kann man – schräg an Kisten geklebt- tolle Ü-Ei Kullertunnel machen! („mit Folie umklebt“ ist bei denMinis wichtig haben wir festgestellt, sonst sind die Papptunnel recht schnell weggelutscht *hüstel* )

    Das mit der Altersschere in der Gruppe finde ich auch ziemlich wichtig- wir haben in der SPIELgruppe (NICHT Krabbelgruppe, wohlgemerkt!) jetzt neuerdings auch Babys. Ich habe nichts gegen Babys, aber die Spanne zwischen einem 5 Monate Baby und einem 22 Monate Kleinkind (und er ist einer der jüngeren „großen“ Kinder) ist RIESIG! Außerdem muss ich die ganze Zeit in Sorge sein, dass der Krümel versehentlich über ein Baby stolpert oder es mit Spielzeug beschmeisst- KEIN bisschen entspannend, echt nicht!
    Und die Gruppenleiterin kann einfach nicht allen gerecht werden, auch wenn sie es versucht. Ich kann sie aber irgendwie schon verstehen- sie hatte erst zwei Gruppen, die erste mit den Kleinen, die zweite mit den größeren Kindern. Sie schafft aber keine zwei Gruppen mehr, und sie ist viel zu nett einer der Gruppen abzusagen… mal sehen was das so wird, zur Not müssen wir halt die Gruppe wechseln…Leider haben wir aber nicht so viel Auswahl hier…
    Äh… genug gejammert ;-)

    Deine Gruppen werden toll :D

    Liebe Grüße
    Katha

  2. Hallo Frau Miez,

    grundsätzlich finde ich es toll das Du solch eine Spielgruppe anbieten willst. Ich selbst besuche mit meiner Tochter zusammen auch eine solche Spielgruppe. Von der Leiterin weiss ich allerdings das wenn man solche „Spielgruppen“ offiziell betreibt man wohl hier in Baden-Württemberg sehr strenge Regeln hat. Die Leiterin hat jetzt selbst ein Haus gebaut mit Räumen in denen sie diese Gruppen abietet und musste sich selbst für den Fussboden in diesem Gruppenraum von irgendeiner Stelle ein okay geben lassen. Ich möchte Dir einfach mal diesen Tipp geben Dich auch über solch ein Thema zu informieren nicht dass Dich dann irgendwer wegen einer Verletzung des Kindes oder so irgendwie rechtlich zur Rechenschaft ziehen will. Heutzutage muss man ja mit allem rechnen. Liebe Grüsse Kathrin

  3. Das hört sich alles echt super an :-) Schade, dass mein Kleiner schon zu groß für die Spielgruppe ist ;-)

    Noch als Idee, mein Kleiner fand leere kleine Plastikflaschen -z.B. die kleinen Smoothie Flaschen von DM- gefüllt mit bunten Federn und Murmeln super. Das rasselt und sieht schön bunt aus.

    Liebe Grüße

  4. Das klingt super! Die Rassel-Smoothie Flaschen standen hier auch ganz groß im Kurs. Ich hatte so kleine Deko-Glitzer Sterne eingefüllt, die sind dann nicht so laut wie bspw. Murmeln.

    Was noch extrem gut beim Käferchen ankam war der Wasserball. An einer Schnur befestigt über sie gehalten und schon kickte sie wie eine Verrückte los. Die sind echt günstig in der Beschaffung und vielleicht kannst du sie ja sogar als Werbegeschenk irgendwo ergattern (Reisebüro o.ä.)?!

    LG & viel Freude bei den Kursen!

  5. ich freue mich ganz ehrlich, dass du dir diesen wunsch erfüllen kannst. den kurs finde ich wirklich toll. die mamas in deiner umgebung können sich glücklich schätzen, dass du ihnen eine solche möglichkeit der begegnung ermöglichst. ich fand unseren pekip-kurs super und finde es schön, dass du einflüsse davon einbringen möchtest. ich mochte an diesem prinzip auch, dass dinge des alltags zum spielen und entdecken genutzt werden. reis-rasseln sind mir noch in erinnerung. oder federn, mit denen man die babys streichelte. später hatten wir auch ein keyboard, worauf die größeren herumstielen durften. ich habe sehr viel aus der gruppe mitgenommen. ich wünsche dir ganz viel spaß beim vorbereiten und ausüben. möge stets eine kreative muse an deiner seite sein :D

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