Kartoffel-Fenchel-Puffer (BLW-tauglich)

Heute war der Tag vom wirklich traurigen kränklichen Dasein des Quietschbeus geprägt. Er lag den ganzen Tag ununterbrochen auf dem Sofa, wollte weder TV gucken, noch Radio oder Hörspiele hören. Einfach nur absolute Ruhe, Ruhe, Ruhe. Er aß einen halben Apfel und trank einen halben Liter Wasser. Mehr bekam ich nicht in ihn hinein.

Eigentlich hatte ich für heute Fenchel-Nudeln geplant, doch als sich abzeichnete, dass ich mit dem Meedchen alleine zu Mittag essen würde, warf ich den Plan um und suchte eine Alternative. Es sollte vom Meedchen problemlos essbar sein und gut schmecken. Das war die eigentliche Herausforderung: gut selber essbar.

Ich entschied mich für Kartoffel-Fenchel-Käse-Puffer. Das hatte ich mir so ausgedacht, denn wir essen auch öfters mal Zucchini-Puffer, die das Meedchen sehr liebt. Ich braute mir also meine eigene Mischung zusammen, die so saugut wurde, dass ich das Rezept gerne mit Euch teilen möchte.

Zutaten:
2 Fenchel-Knollen
800g Kartoffeln
2 Eier
geriebener Käse (ich habe Emmentaler genommen)
Haferflocken
Mehl
Salz
Muskat
Schuss Sahne

Zubereitung:
Kartoffeln schälen und raspeln. Fenchel waschen, Strunk entfernen und ebenfalls raspeln. Beides mit 2 Eiern, einer großzügigen Hand geriebenem Käse, 3EL Haferflocken, 1EL Mehl und einem Schuss Sahne ordentlich vermengen. Mit Salz und Muskat abschmecken und anschließend in ein wenig Olivenöl ausbacken.

Wer auf die Sahne verzichten möchte, nimmt bitte nur 2 EL Haferflocken.

Ein Puffer ist bei mir immer ein gehäufter Esslöffel. Aus der angegebenen Menge bekomme ich so 12 Puffer raus.

Kartoffel-Fenchel-Puffer

BLW-Tauglich? Ja!

Ich habe nur leicht gesalzen, weils Meedchen mit aß. Der Käse ist ja auch ordentlich salzig. Außerdem habe ich die Puffer vorm Verzehr mit Küchenkrepp vom überschüssigen Fett befreit. Den ersten Puffer habe ich dann auskühlen lassen und in Streifen geschnitten. So konnte das Miezmeedchen sie gut greifen und schwups, war das ganze Ding im Meedchen. Ihr hat’s geschmeckt und auch ich bin so begeistert, dass ich noch beim Essen alles fürs Rezept notiert habe. Schmecken im Übrigen auch kalt sehr gut.

Ich freu mich, wenn Ihrs nachkocht und berichtet, wie sie Euch gemundet haben. 

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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21 Gedanken zu „Kartoffel-Fenchel-Puffer (BLW-tauglich)

  1. Schmeckt der Fenchel sehr deutlich raus? Bin da bissi skeptisch.
    Aber, denke, wir werden das in Bälde mal austesten.

    bzgl BLW … bei Breifütterung heisst es ja immer (Raps)öl zufügen. Muss ich bei Fingerfood denn auch irgendwas in die Richtung beachten?
    So langsam aber sicher findet Yosefin gefallen am selbst essen und es landet stetig ein bissi mehr im Magen (also, immer noch mikroskopisch ;-))

    1. Eine Freundin hat heute Mittag ebenfalls skeptisch einen probiert und war auch sehr begeistert. Es schmeckt nach Fenchel, aber dominiert nicht.

      Bezüglich des Öls: Ja, das ist auch bei BLW wichtig. Daher das Dampfgegarte Gemüse einfach einmal in einem TL Öl schwenken und dann anbieten. So oder so ist Fingerfood eine Sauerei. Da macht das Öl es auch nicht schlimmer ;)

      1. Dankeschön :-)

        Der Bericht das beim Meedchen mit einmal ‚der Essensknoten geplatzt ist‘ lässt uns noch gut durchhalten. Momentan heisst essen matschen und runterwerfen. Immer und immer … kennt ihr sicher zur Genüge.

  2. ha! ich glaube, emmentaler essen nur nicht-schweizer. das ist der schlimmste käse überhaupt. probieren sie mal rässen appenzeller, der ist gut! aber wir essen hier eh nur alpkäse, ich ertrage dieses abgepackte zeugs nicht mehr, ausser parmesan… :-))

    ganz abgesehn davon werd ich das rezept auch ausprobieren.

  3. also eine Fenchelknolle hätte ich ja sogar im Haus… :)
    Ab wann dürfen Kinder denn z.B. Muskat oder so essen?
    Also der Krümel, morgen 7 Monate alt (O_o Tatsache!), bekommt auch schon oft was so in die Hand, aber halt bisher nur Obst oder Gemüsestückchen, oder einen Zwieback oder so. Bisher kein „fertiges“ Essen, was auch gewürzt ist. Da hätte ich gerade ein bisschen Hemmungen, obwohl ich mir sicher wäre, dass er das total gern essen würd :)

  4. Ich lese hier schon eine ganze Weile still mit und habe mich bei einem anderen Beitrag schon einmal gewundert, dass Sie unter einem Jahr dennoch normale Kuhmilch verwenden. Mir wurde von Milch und Milchprodukten unter einem Jahr aus zweierlei Gründen strikt abgeraten., Einerseits sei die Zusammensetzung wohl eher ungeeignet für Kinder, weil Milch ja nunmal für Kälber bzw. Lämmer geschaffen ist (Verhältniss der Nährstoffgruppen – Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate). Zum Anderen kann Kuhmilcheiweiß die permeable Darmwand wohl noch ungehindert passieren (wie ja auch andere Eiweiße – bspw. Antikörper aus der Muttermilch) und im Körper dann an das Immunsystem geraten und dabei eine Kuhmilchunverträglichkeit auslösen. Daher würde das Eiweiß aus der Kuhmilch für Milchpulver auch vorgespalten, damit nur Aminosäuren und eben keine ganzen Eiweiße die Darmwand passieren können. Bezüglich Eiern sagte meine Kinderärztin etwas ähnliches und ich habe folglich Ei und Milchprodukte bisher nicht verwendet, da mein kleiner Zappelmann erst 8 Monate ist. Ich koche täglich frisch für das Wuselmännel und freue mich schon seit Monaten auf seinen ersten Geburtstag, an dem er einen Kuchen (mit Ei und Milch) bekommt. Dennoch verunsichert es mich, wenn ich höre bzw. lese, dass andere Mütter ihren Kindern bedenkenlos von Beginn an beides geben. Wie ist das also mit Milch und Ei?

    Liebe Grüße,
    Isa

    1. Die aktuelle Empfehlung der WHO ist, Kindern ab 6 Monaten Kuhmilch zu geben, da so ein mögliches Allergierisiko gemindert werden soll. Letztendlich muss es jeder selber entscheiden. Hier ist ein Schuss Sahne drin. Sie trinkt aber auch schon Kuhmilch 1:1 mit Wasser gemischt zum Frühstück aus ihrer Trinklerntasse.

      1. Die normale Kuhmilch sollte jedoch nicht die Milchnahrung (für nicht gestillte Kinder) ersetzen, da hier die Nährstoffzusammensetzung nicht stimmt. Normale Kuhmilch zusätzlich als Getränk oder im Essen ist vollkommen in Ordnung und muss nicht vermieden werden.
        Die aktuelle Leitlinie zur Allergieprävention sagt hierzu folgendes: “ Für einen präventiven Effekt einer diätetischen Restriktion durch Meidung potenter Nahrungsmittelallergene im ersten Lebensjahr gibt es keine Belege. Sie kann deshalb nicht empfohlen werden.“
        Hier kann man das nachlesen: http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/061-016_S3_Allergiepraevention_03-2009_03-2014.pdf

  5. Oh, das klingt so lecker! Ich denke, das werde ich auch mal ausprobieren. Ich krieg ständig Fenchel von meiner Schwiegermutter, dessen Fan ich nicht so ganz bin, den ich aber auch nicht in größeren Mengen meinen Schweinchen füttern kann. Und wenn man den echt nicht so heraus schmeckt, wär das doch eine prima Fenchelvernichtungsmöglichkeit :D

    Nachdem ich BLW in die Suchmaschine eingab und Bundesleistungswettbewerb, Bundesamt für Landwirtschaft und eine Werbefirma ausgeschlossen und mir baby-led weaning angelesen habe, bin ich doch neugierig geworden und muss mich mal näher informieren. Danke!

  6. Vielen Dank fuer das Rezept, das wird naechste Woche direkt mal ausprobiert!
    Ich glaube bei unserem Kleinen platzt auch so langsam der Knoten.
    Ich habe gestern Frittata gemacht, das Rezept aus dem BLW Kochbuch und es sind mehr Kartoffeln in den Mund gewandert als auf dem Boden waren :-)

  7. Heyyy… was für ein tolles Rezept!
    Wir mögen zwar Fenchel nicht, aber da sist ja problemlos und beliebig austauschbar. ^^
    Süß wie das Mädchen reinmampft :-D
    Und dem Hosenmatz gute gute Besserung!
    Hoffentlich ist er bald wieder gesund….
    GLg, MamaMia

  8. @Isabella:
    Ich habe vor ein paar Monaten, als ich selbst nicht sicher war, Ei oder Nicht-Ei, Milch oder lieber Nicht-Milch mit unserer Kinderärztin gesprochen, die so nebenbei erwähnte, dass es spannend ist, wieviel Gedanken wir uns über die Ernährung unserer Kinder machen und dass es fast überall sonst auf der Welt gar nicht möglich wäre, extra für Kinder zu kochen, das gab mir zu denken ;-) Ausser auf Nüsse, Honig und unnötigen Zucker haben wir dann auf nichts mehr verzichtet :) Allerdings habe ich wie auch sonst immer nur ein neues Lebensmittel eingeführt, um die Reaktion abzuwarten.
    @MamaMiez: danke für das Rezept! :))

  9. Ich hab die Puffer im Sommer bei meiner Mutter gemacht und die fragte mich heute nach dem Rezept! Ich wollte an dieser Stelle mal Danke sagen das du diese Leckerlichkeit mit uns geteilt hast. Sie gehört nun zu einem festen Bestandteil unserer Rezeptebox.

    Liebste Grüße

  10. Auf der Suche nach einem blw-tauglichem Rezept mit Fenchel habe ich deine Puffer gefunden! Die gab es heute mit Resten von Frankfurter Grünen Soße! Megalecker, fand Mini (10M) auch. Also lieben Dank für das Rezept und ich stöber jetzt mal bei dir weiter ?

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