Stullen-Sushi für Partys und Brotdosen

Wie schon auf Instagram und im vorherigen Beitrag gezeigt,  habe ich am Wochenende für die Geburtstagsparty meiner Schwester Fingerfood zubereitet. Und weil einige von Euch wissen wollten, wie ich die gemacht habe oder was drauf ist, halte ich das an dieser Stelle gerne noch mal für Euch fest. Ich nenne das Fingerfood Stullen-Sushi, weil es letztendlich nichts anderes ist, als belegte und gerollte Brote. Man könnte es auch Sandwich-Sushi nennen, aber das wäre weniger lustig.

 

Eine Runde Fingerfood für @fraumimi0702 s Geburtstagsfeier gerollt. Jetzt akuten Sabber.

Ein von Pia Drießen (@mamamiezblog) gepostetes Foto am

20150209_stullensushi01Ich habe 3 verschiedene Arten des Stullen-Sushis gemacht.

  1. Frischkäse-Lachs
  2. Meerrettich-Roastbeaf
  3. Ziegenkäse-Auberginen-Tomaten

Für jede Sorte habe ich ein anderen Brot verwendet, damit es auch rein optisch gut zu unterscheiden ist. Grundlage ist bei allen 3 Sorten der Sandwichtoast. Dieser hat einfach die ideale Form und ist weich genug, um ihn entsprechend weiterverarbeiten zu können. Ich habe also Weizensandwichtoast, Vollkorn-Weizen-Sandwichtoast und einen Vollkornsandwichtoast genommen. Und los geht’s:

Je 2 Scheiben Toast aufeinander legen und die Ränder mit einem scharfen Messer knappkantig abschneiden. Anschließend die Scheiben in der Mitte leicht überlappend nebeneinander legen (1). Ein Küchenbrett darauf legen und beide Toast-Scheiben damit zusammen platt drücken. Man kann das auch mit einem Nudelholz machen, dann rutscht das Brot aber gerne auseinander (2).

Anschließend wird der Toast nach Wünsch belegt (3).

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Auf die Frischkäse-Lachs-Variante kommt zuerst der Frischkäse, dann der Räucherlachs, ein wenig Pfeffer und Salz und etwas Ruccola.

Auf die Meerrettich-Roastbeaf-Variante zuerst der Meerrettich, dann das Roastbeaf, Salz, Pfeffer und ebenfalls etwas Ruccola.

Für die Ziegenkäse-Auberginen-Tomaten-Variante habe ich zunächst Aubergine in Scheiben geschnitten, mit Salz und Pfeffer gewürzt und in etwas Öl in der Pfanne von beiden Seiten gebraten. Vor dem Belegen des Toasts sollte die Aubergine abgekühlt sein. Dann wird der Ziegenkäse auf den Toast gestrichen und die Aubergine und die eingelegte Tomate (habe ich fertig gekauft) aufgelegt. Hier muss man nicht zusätzlich mit Salz und Pfeffer würzen.

Anschließend wird der Toast von der kurzen Seite her aufgerollt (4). Nicht zu feste ziehen oder drücken, da der Toast leicht reißen kann. Wenn er fertig aufgerollt ist, kann man die komplette Rolle aber nochmal etwas fest und in Form drücken. Danach wir die Rolle mit einem scharfen Messer in 4 gleichgroße Stücke geschnitten (5) und auf einer Platte angerichtet. Et voilà. Das war es schon.

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Die gerollte Toastvariante eignet sich auch gut für die Brotdose, weil sie sich super am Abend vorher vorbereiten und im Kühlschrank lagern lässt. Man kann für Kinder weniger geschmacksintensive Varianten mit z.B. Frischkäse mit Gurke oder hauchdünner Putenbrust oder Kräuterfrischkäse und Tomate rollen. Sieht cool aus und wird hier sehr geliebt.

Wem das zuviel Chichi und Aufwand ist: man kann natürlich auch normale Sandwiches belegen und diese vierteln. Das sieht dann so aus:

20150209_stullensushi03Wie schon angemerkt kann man das Stullen-Sushi auch super vorbereiten. Mein Schwager hat die Reste von gestern heute mit auf die Arbeit genommen und berichtete mir eben, dass seine Kollegen ebenso begeistert wären, wie wir es alle gestern waren.

Natürlich kann man auch süßes Stullen-Sushi machen. Mit Nutella, Erdnussbutter, Marmelade, Caramelcreme oder ähnlichem und natürlich auch mit Obst, wie Banane, Mango, Erdbeeren, Himbeeren und so weiter.  Also mit Obst, das nicht zu fest ist. Großartig ist zum Bespiel Frischkäse mit Himbeeren und Honig. So sau lecker!

Ich hoffe Euch schmeckt das Stullen-Sushi, ob nun herzhaft oder süß, ebenso gut wie uns. Lasst mich wissen, was Ihr noch für tolle Kombinationen gezaubert habt.

 

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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22 Gedanken zu „Stullen-Sushi für Partys und Brotdosen

  1. Muss ich mir unbedingt merken =ausdrucken und in die Küche legen, in meinem Kopf wollen so tolle Ideen nie hängenbleiben…
    Oder gleich ausprobieren, dann bleibts vielleicht besser hängen.
    Und aus den Rand-Resten der Toastbrote: Mini-Arme-Ritter-Auflauf mit Äpfeln in Muffinförmchen!
    Ja, das testen wir mal! Werde das Ergebnis dann posten!

    1. Also, wir haben heute die Sorten „Salatcreme&Schinken“, „Guacamole“ und „Frischkäse&Mango“ ausprobiert.
      Und das süße Rezept für die Resteverwertung der Toastrinden ist auch online!
      Danke für den Tipp, der uns einen sehr lustigen Küchennachmittag gebracht hat!

  2. Hammer dass sowas einfaches so gut aussehen kann. Das werde ich jedenfalls im März ausprobieren da mein Sohnemann 4 wird und mir noch was herzhaftes fürs kiga Frühstück gefehlt hat ;)

  3. Hmm, was für eine tolle Idee! Ich habe das Stullen-Sushi gerade nachgemacht, für einen Geburtstagsbrunch! Es ging super einfach, sieht witzig aus und schmeckt natürlich. Beim Brunch sind diese kleinen Häppchen ja immer sehr beliebt.
    Ich hab allerdings immer nur eine Toastscheibe gerollt, da hab ich wohl nicht richtig gelesen ;) Hat aber auch super geklappt, bei uns gibt es die Frischkäse-Lachs-Variante, aber da das so einfach geht, wird es das sicher häufiger in verschiedenen Kombinationen geben :) Danke für das tolle Rezept!

  4. Ich mach das immer mit diesen Wrap-Fladen, die man im Supermarkt kaufen kann. Gerne mit Buko-India-Frischkäse und Putenbrust und einem Hauch Käse. Nom, nom, nom. Die Brotvariante werde ich mir auf jeden Fall merken. Danke hierfür. :)

  5. Ich habe das Stullen-Sushi heute für den Kindergarten-Geburtstag gemacht und es ist super angekommen – vor allem die Variante Frischkäse/Käse/Weintraube (in Scheibchen geschnitten) und Frischkäse/Salami/saure Gurke. Auf den Fotos sieht es so aus, als wenn relativ wenig Belag ausreicht – damit das Ganze nicht zu trocken wird, muss man vor allem reichlich Frischkäse nehmen ;-) Super lecker und optisch top!
    Danke fürs Teilen!

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