Miezhaus und anderes Chaos – Tag 11 & 12

Die letzten Tage in Kürze. Viel Kleinkram erledigt, Dinge die Zeit kosteten und irgendwie immer noch das Gefühl, noch lange nicht fertig zu sein.

Gestern musste der Mann wieder arbeiten, weshalb ich alleine ins Haus fuhr und die offenen Kabelkanäle neu verputzt habe.

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Kurz nach Mittag kam mein Vater und sah sich unser Haus das erste Mal an. Er war sehr angetan und meinte, dass hätten wir „gut gemacht“. Wobei wir ja eigentlich nichts gemacht haben. Wir fuhren noch kurz gemeinsam einkaufen, holten dann die Kinder vom Kindergarten ab und fuhren weiter zu Tante Käthe, weil der Quietschbeu nach 2 Wochen Pause wieder Ergotherapie hatte.

Heute Vormittag wartete ich wieder auf die Maklerin, die sich mit Interessenten zum Besichtigungstermin angemeldet hatte. Und diesmal kamen sie sogar! Eine kurze Führung von 10 Minuten, dann machte ich mich wieder auf den Weg ins Haus, um mit dem Mann die IKEA-Artikel mit der SOLL-Liste und dem Kassenzettel zu vergleichen. Tatsächlich haben wir 2 x das falsche Produkt aufgeladen und 1 x eins zuviel. Der Rest stimmte. Allein das Abgleichen der Listen dauerte 2 Stunden! Danach besprachen wir noch, wie es mit den Rollokästen weitergehen soll. Verschließen und tapezieren oder lackierte Bretter davon? Wir entschieden uns für Letzteres, auch weil man so schneller wieder an die Rollos kommt, wenn mal was ist. Wir räumten noch etwas die Baustelle auf, damit wir morgen besser voran kommen und beluden dann mein Auto mit den falschen IKEA-Teilen. Ich ich schoss los, die Kinder abholen, um anschließend mit ihnen zu IKEA zu fahren und eben die falschen Teile umzutauschen und die fehlenden zu kaufen. Als wir schon eine ganze Weile unterwegs waren sah ich, dass ich 2 Anrufe vom Kindergarten auf dem Handy hatte. Hä? Da war ich doch gerade erst? Ich erzählte das dem Quietschbeu und der sagt ganz nüchtern: „Vielleicht haben wir den Korb vergessen?“ Ich bekam direkt Panik! In dem Korb war meine Handtasche inklusive Geld, Hausschlüssel und sämtliche Unterlagen vom Haus, die ich aktuell brauche. Zudem der IKEA-Kassenbon und die Liste mit den Teilen, die wir noch brauchen. Ziemlich aufgelöst wendete ich und raste zurück. Als wir am neuen Haus vorbei kamen, sah ich die Mutter einer Kindergartenfreundin vorm Haus stehen. Ich hielt an und fragte, ob sie meinen Korb hätte. Leider verneinte sie. Sie wollte mir nur Bescheid sagen, dass sie ihn im Kindergarten eingeschlossen hätten. Mitgeben haben man ihr den nicht wollen. Inzwischen heulte ich Rotz und Wasser. Die ganze Planung für die Katz‘. Wieder 2 Tage verlieren. Ohne Geld und Hausschlüssel!

Einige Tränen, viel Hilfsbereitschaft von netten Menschen und 10 Nervenkaspers (?) später hatte ich meine Tasche dann aber doch wieder und wir konnten unsere Termine wahrnehmen. Ich bin so unglaublich dankbar für die mir dargebotene Hilfe. Das war sowas von nicht selbstverständlich!

Bei IKEA wartete schon meine Schwester, um die Kinder zu unterhalten, während ich am Service-Schalter herum lungerte und später via Räuberleiter durch die Regale im SB-Warenlager kletterte (keine Übertreibung), um die fehlende Teile zusammen zu suchen. Die Kinder machten das recht prima mit. Normalerweise ist ihr Einkaufsnervenkontingent früher aufgebraucht. Danach gingen wir im Restaurant noch etwas essen und die Kinder spielten mit anderen Kindern in dieser Spielinsel im Restaurant. Als ich mit dem Löwenmaul auf der Toilette war, ist mir das erste Mal aufgefallen, dass es da nicht nur ein nieriges Waschbecken extra für Kinder gibt, sondern auch einen niedrigen Handpuster für Kinder. Gibt es Kinder, die ihre Hände da freiwillig rein stecken? Meine haben das alle einmal versucht und seitdem einen Heiden Angst vor dem Gerät.

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Anschließend fuhren wir nach Hause. Gegen 20 Uhr waren wir endlich daheim.

Ich freute mich über die Lieferung meiner Maxomorra-Bestellung aus der neuen Frühjahrs-/Sommer-Kollektion. Endlich wieder neue Farben und Motive. Uns neue Schnitte. Ich muss Ihnen unbedingt mal das bezaubernde Ballondress vom Meedchen zeigen. So süß!

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Morgen früh kommt Judith und passt auf die Kinder auf, damit wir, mit tatkräftiger Unterstützung von Freunden, die ersten Küchenteile und Möbel aufbauen können. Morgen Abend haben wir Eltern Freigang. So ein bisschen suboptimal im Renovierungschaos geplant, aber vielleicht wird es genau deshalb einfach super gut!

Ungefähr so, wie sich dieser Beitrag liest (unsortiert und hektisch) fühle ich mich derzeit auch. So viel zu tun. So wenig Zeit!

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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13 Gedanken zu „Miezhaus und anderes Chaos – Tag 11 & 12

  1. Hallo Pia,

    bestellen Sie direkt bei Maxomorra? In div. deutschen Online-Shops habe ich nämlich bisher immer nur eine kleine Auswahl von Maxomorra gesehen, aber noch nie ein umfassendes Sortiment. Leider.

    LG Anja

  2. Liebe Pia, wo bestellst du denn die maxomarra-Sachen? Der link zeigt zwar die Produkte, aber nur die Möglichkeit über Reseller zu kaufen.
    Liebe Grüsse

  3. Das Gefühl hat man selber wohl immer. Und so n Scheiß mit’m Korb passiert auch immer dann wenn man’s nicht brauchen kann.
    Aber ließt sich doch trotzdem so, als könne man sagen; läuft bei dir! ;-)
    Ernsthaft, Pläne sind dazu da, dass die am Ende eh nicht 100%ig klappen. Deine Erfolgsquote scheint mir aber noch satt im grünen Bereich zu liegen! ;-)

  4. Hallo Pia!
    Das Chaos klingt nervenaufreibend. Ich wünsche euch noch genug Nerven, Kraft und Humor (in manchen Situationen hilft wahrscheinlich nur noch der) für die letzten Tage.
    Und nein, mein Sohn würde seine Hände nie und nimmer in das Handtrockenblasedings stecken bei IKEA. Einmal so ein Fön von oben und das wars. Versteh ich. :)

    LG,
    Anke

  5. Und in 10-20 Jahren sagt man grinsendkopfschüttelnd „weißt du noch?“ … oder aber man hat sie ganz verdrängt „diese Stresstage“ und weiß von nicht’s mehr ;)

    Weiterhin viel Geduld, dicke Nerven und starkes Durchhaltevermögen *tschakka*

  6. Wir haben ein altes Bauernhaus renoviert und kennen all die Dinge worüber du schreibst (leider) auch zur Genüge…. Aber so anstrengend es auch war, da wir vieles selbst gemacht haben, genießen wir es jetzt um so mehr.

    Achja und vor dem Handpustedings schrecken sich meine Kids auch immer. Ich mag es nicht mal als Erwachsene…

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