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16 Heulsusen

  1. Sasa

    Für mich fühlt es sich befremdlich an, wenn heute alle so betroffen sind, ihre Profilbilder ändern und tiefsinnige Zitate posten, obwohl jeden Tag so viele unschuldige Menschen getötet werden.

    • Anna

      DANKE DAFÜR!!! genau das denke ich mir auch immer, wenn plötzlich alle Regenbogengesichter haben oder jetzt eben den Eiffelturm hinter ihren Fotos – „Gefällt mir“ dafür zu drücken, widerstrebt mir richtig.

    • Dankbar, dass gleich der erste Kommentar das ausdrückt, wie ich es ebenfalls empfinde. Danke. Die Welt spielt nicht erst seit Paris verrückt. Nicht erst seit zwei Tagen.

      Und Danke Pia für deine Worte. Auch das bestärkt mich, dass unser Weg, ehrlich mit dem Weltgeschehen umzugehen, für uns der richtige ist. Ich weiß, was meine Kinder verkraften. Und ich kann so schlecht diese Dinge klein reden.

      Gruß

      Mine



  2. „Dieser Beitrag verfolgt kein größeres Ziel. Er hält nur meine Gedanken fest. Ein bisschen wirr und unsortiert, aber er schafft mir etwas Erleichterung in diesen Stunden, in denen mein Kopf voll mit Warum?s und Was kommt noch?s ist.“
    Vielleicht erreicht er dennoch Menschen, auch wenn er kein Ziel hat. Pia, vielen Dank für diesen Beitrag.

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    „Dieser Beitrag verfolgt kein größeres Ziel. Er hält nur meine Gedanken fest. Ein bisschen wirr und unsortiert, aber er schafft mir etwas Erleichterung in diesen Stunden, in denen mein Kopf…

  3. Jenny

    Danke für deine Gedanken

    mir geht es wie dir… bedrückt und fassungslos und der Kopf voller Fragen und ein Bauchgefühl von ängstlicher Unsicherheit „was kommt noch vllt. auch hier“

  4. Noch heute erinnere ich mich an den 11.9.2001 ich war damals noch 12 Jahre alt. Ich war alleine zu Hause und schaute heimlich fern. Ich sah diese Bilder dieser Attentate und hatte Angst. Ich rief meinen Vater an und fragte Papa gibt es jetzt Krieg? Und er sagte ich weiß es nicht Kind! Ich fragte was bedeutet das alles für uns? Muss ich Angst haben und er sagte ich weiß es nicht Kind! Das machte mir damals Sorgen ich saß lange vor dem Fernseher obwohl ich es nicht sollte. Papa kam so schnell er konnte und wir sprachen lange darüber. Er erzählte mir auch von Terror aus seiner jungen Erwachsenen Zeit (Entführung der Landshut, die Hochzeit der RAF) rund um die Zeit der Geburt meiner Schwester. Er beschrieb mir seine Gefühle und auch das Terrorismus greifbarer, fassbarerer war. Doch jetzt nur nur noch viel sinnloserer Akt der Grausamkeit sei. Auch er wisse nicht weiter, das hat mich nachhaltig beeindruckt. Gerade weil mein Papa mein Fels, mein alles Wisser und Ratgeber so ratlos war. Auch wir sprachen gestern lange über das was passiert ist. Ich gebe Ihrem Mann recht, dass so etwas immer und überall passieren kann und 100% Sicherheit nirgendwo besteht. Im Moment machen mir die Ereignisse in Paris aus einem weiteren Grund Angst. Ich fürchte es gibt den „besorgten Bürgern“ und Politikern unserers Landes. Ein Beispiel dafür sicher der Facebookpost von Herrn Mattusek. Sicherlich beängstigt es mich wenn Rotkreuzkameraden von IS Videomaterial Funden berichten. Doch das ist eine solch krasse Ausnahme und quasi nicht erwähnenswert auf die Anzahl NUK(Notunterkünfte) betrieben werden und wie oft die Belegschaft schon gewechselt hat. Dennoch macht es mir Angst, dass all das den falschen Menschen auftrieb gibt. Davor fürchte ich mich im Augenblick. Mir haben auch die Anschläge in Paris zu Beginn des Jahres oder in London, Ägypten oder sonst auf der Erde Angst bzw Sorgen bereitet doch jetzt in Verbindung mit unserer Innenpoltischen Situation beunruhigt mich das um so mehr. Zusätzlich dazu das Wissen meine Eltern in unserer Hauptstadt Leben zu wissen.

  5. Sibxlle

    Ich weiß immer noch nicht, wie ich das meinem großen erklären soll. Er macht sich dann gleich Gedanken um Leute, die nicht da sind. Andererseits muss ich ihn mit dem thema konfrontieren, die nächsten Tage Wird in Radio, Fernsehen und Zeitung dauerberieselung sein. Oder dann in der Schule halt.

  6. Ich finde es sehr gut, wie ihr mit euren Kindern über solche Themen sprecht. Mir graut immer davor, dass Kinder den Schwachsinn von anderen aufschnappen und übernehmen. Da muss man als Eltern oder auch als Paten und Verwandte dagegen halten und ihnen Mitgefühl, Nächstenliebe und Toleranz beibringen. Und ganz wichtig: vorleben! Sie sind die nächste Generation, die nächsten erwachsenen Menschen die etwas bewegen könnten. Die noch mehr positive Energie verbreiten können.

  7. Liebe Pia,
    Du schreibst, dass Du es befremdlich findest wenn Menschen so tun als sei nichts geschehen. Das respektiere ich uneingeschränkt.
    Mich lässt das Thema auch nicht kalt – absolut nicht.
    Ich möchte Dir aber auch gerne erzählen warum ich dieses Thema nicht auf meinem Blog thematisieren möchte und weiter mache wie bisher.
    Unabhängig von dem – naja – für den Moment unpassenden Titel des Blogs gibt es ein paar Dinge, die die Isis von uns will: Aufmerksamkeit, Angst und Einschränkung.
    Deswegen finde ich es – für mich – richtig, dem entgegen zu wirken indem ich versuche mein Leben genauso (naja, vielleicht ein bisschen bewusster) weiter zu leben wie bisher.
    Ob das richtig ist? Ich weiß es nicht. Aber für mich und meinen Blog fühlt es sich richtig an.
    Viele Grüße,
    Silke

    • Ich vermag nicht darüber zu urteilen, was richtig ist. Jeder empfindet für sich selber etwas anderes als richtig. Ich habe das hier heute geschrieben, weil ich es los werden wollte. Ohne weitere Intention. Darum urteile oder bewerte ich auch nicht das Tun und Handeln anderer Menschen. :)

  8. Ich finde es sehr gut, dass du ausdrücklich nicht urteilst.

    Auch ich mache so weiter, wie bisher. Denn ich mache mir jeden Tag das Leid in dieser Welt bewusst. Unsere Welt ist groß und grausam. Täglich werden irgendwo Menschen gequält, unterdrückt und getötet. Ich unterscheide dabei nicht, ob es Menschen in Beirut oder Syrien, ein Flugzeug voller russischer Touristen oder Unschuldige in Paris betrifft. Ich blende den Schrecken dieser Welt für mich nie aus. Deshalb machen mich die Anschläge in Paris nicht mehr betroffen, als der ganz normale Wahnsinn der Welt es ohnehin schon tut…

    Mich hat mal jemand (eigentlich provokativ) gefragt, ob wer gestorben sei, weil ich immer schwarz trage. Meine Antwort war „Ja, jeden Tag sterben unschuldige Menschen auf dieser Welt. Und ich trage jeden Tag ein wenig Trauer für sie“…

    Aber eigentlich wollte ich ja nur kommentieren, dass ich es sehr gut finde, dass ihr eure Kinder nicht in einer „Seifenblase“ aufwachsen lasst. Ich glaube fest daran, dass Ehrlichkeit und Offenheit immer der richtige Weg sind. Gerade als Mutter will man ja sein Kind eigentlich vor allem Schlechten schützen und bewahren. Aber dem steht halt manchmal die Realität gegenüber. Dabei eine gute Balance zu bewahren, ist eine große Kunst die ihr, so scheint es zumindest aus der Ferne, gut beherrscht…

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