Mein Alltag als Schaubild

Max war heute auf einen 5. Geburtstag eingeladen, Mimi auf einen 4. Geburtstag und Alex hatte Handball. Um Euch meine Nachmittag mal zu visualisieren, hab ich Euch hier ein nettes kleines Schaubild gebastelt:
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In Worten sah das so aus:

14:30 Uhr: Von Zuhause in den Kindergarten fahren, um Max abzuholen, der um 15 Uhr auf einen Geburtstag eingeladen ist. Max bastelt gerade einen Weihnachtsbaum, also stanze ich noch ein paar goldene Sterne, die wir gemeinsam aufkleben. Außerdem will er den Fensterstern, den er heute gebastelt hat, mit nach Hause nehmen, obwohl der als Deko für seinen Gruppenraum gedacht war. Max ist sauer, lässt sich schießlich aber ablenken, zieht die Schuhe an und wir kommen fast pünktlich im Kindergarten weg.

15:05 Uhr: ich übergebe Max in der 1. Party-Location des Tages, halte kurz Smalltalk, brülle ein „Tschüss!“ durch gefühlte 5 Räume und schwinge mich wieder ins Auto.

15:25 Uhr: ich erreiche die Turnhalle von Alex‘ Grundschule, wo in 5 Minuten das Handballtraining beginnt. Alex und ich kommen gleichzeitig dort an. Ich begleite ihn in die Umkleidekabine, reiche ihm seine Sporttasche und unterhalte mich mit ihm über seinen Schultag. Alles war schön. Ich gebe ihn pünktlich bei der Trainerin an, halte kurz Smalltalk und verabschiede mich.

15:45 Uhr: ich fahre von der Sporthalle zur 2. Party-Location des Tages, wo Mimi bereits am Tisch sitzt und Kuchen mümmelt, um das Geschenk abzugeben. Mimi ist von ihrem Freund direkt aus dem Kindergarten mitgenommen worden. Leider hatten wir das Geschenk daheim vergessen. Ich werde hereingebeten, bekomme Kaffee und Kuchen und unterhalte mich nett mit der gastgebenden Mutter und einer weiteren Mutter.

16:30 Uhr: ich verlasse die 2. Party-Location und fahre zurück zur Sporthalle, um Alex vom Training abzuholen, schaue noch 5 Minuten bei Training zu und kläre die Zeiten für das Training in den kommenden Wochen ab.

17:00 Uhr: Alex und ich fahren wieder zur 2. Party-Location, wo Mimi gerade dabei ist Tomatensauce auf einem Pizzaboden zu verteilen. Alex bekommt Kuchen und Apfelschorle serviert und spielt danach mit verschiedenen Autos, Zügen und Lichtschwertern.

17:45 Uhr: Ich breche mit Alex auf, um Max von Party-Location 1 abzuholen. Weil die Pizza gerade fertig ist, darf Alex ein Stück auf die Hand mitnehmen. Er könnte auch dort bleiben, aber er möchte unbedingt seinen Bruder mit abholen.

18:00 Uhr: Wir erreichen Party-Location 1. Max ist völlig aus dem Häuschen, weil er sehr erfolgreiche eine Pinata vermöbelt und entsprechend viele Süßigkeiten abgegriffen hat. Außerdem hat er eine goldene Medaille um den Hals hängen, die er uns stolz präsentiert. Es dauert eine Weile, bis ich ihn in seine Schuhe gequatscht habe und wir wieder aufbrechen können.

18:15 Uhr: Wir erreichen Party-Location 2, um Mimi abzuholen, werden aber noch mal hereingebeten. Die Jungs essen ein Stück Pizza, während Mimi spielt. Ich unterhalte mich erneut sehr nett, trinke noch ein Glas Cola und scheuche dann die Kinder zusammen, damit wir aufbrechen können. Es dauert eine halbe Ewigkeit, bis alle 3 ihre Schuhe und Jacken anhaben.

18:50 Uhr: Wir kommen zuhause an, essen noch ein schnelles Brot und gehen dann sehr lang und sehr ausgedehnt zu Bett. Um 20 Uhr herrscht endlich Ruhe!

Trotz der ganzen Hin- und Herfahrerei war das ein wirklich schöner Tag. Ein bisschen chaotisch und stressig, aber schön. Nicht zuletzt, weil ich heute Vormittag mit meiner ?-Steffi im Großhandel war und dort mit Chewbacca kuschel durfte. Nimmt dies, Alltag!

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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10 Gedanken zu „Mein Alltag als Schaubild

  1. Hallo Pia
    das war richtig herrlich zu lesen. Mein Fazit aus deinem Nachmittag:
    – ich fühle mich wieder etwas sicherer, dass zwei Kinder schon eine gute Zahl sind und für genug Trubel im Leben sorgen
    – ich werde nach Kindergeburtstagen kein Abendessen einplanen, auch nicht für uneingeladene Geschwisterkinder
    – ich finde es super, dass du ein Mensch bist, der einem solch turbulenten Nachmittag soviel Positives abgewinnen kann und da man diese Grundhaltung in vielen deiner Einträge spürt, liebe ich deinen Blog so sehr!

  2. Einige Tagesordnungspunkte erscheinen mir überflüssig (15:25 Uhr warum muss Alex zum Handballtraining gebracht werden, wenn es in der Turnhalle seiner Grundschule stattfindet und 17:00 Uhr warum muss mit Alex nochmal die Party, auf der eigentlich Mimi ist, aufgesucht werden und schließlich warum müssen die Kinder nach dem ganzen Essen auf den Geburtstagen auch noch daheim etwas essen?), aber das ist ja schließlich selbstgewählter Stress und nach Mitleid schreit der Beitrag ja auch nicht sehr laut…

  3. Völlig normaler tag bei mir und das nur bei zwei Kindern…
    und normal das man noch kurz das Kind zwischen Schule und Training sehen möchte.
    Es ist immer schön das man aus diesen Stressigen Tagen noch so viel positives rausholen kann.

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