Waffel-Inferno und Mimi-frei

Gestern war Tag der offenen Tür in allen städtischen Kitas unserer Stadt. So natürlich auch in unserem. In den letzten Jahren hat es sich eingebürgert, dass der Elternbeirat zu diesem Anlass nicht nur für die Besucher Waffeln bäckt, sondern zuvor auch für alle 64 Kitakinder. Das ist immer ein riesen großer Spaß für uns Eltern und ein kleines Highlight für die Kinder.

Wir buken die Waffeln direkt im Flur, wo auch das Bistro unserer Kita untergebracht ist und die Kinder im Anschluss alle gemeinsam die Waffelherzen verputzten.

Ich weiß nicht wie viele Waffeln wir tatsächlich gebacken haben. Insgesamt haben wir die 5-fache Menge dieses Rezepts gemacht und waren zum Schluss auch selber sehr satt.

Die Jungs kamen direkt von der Schule aus in die Kita, stellten ihre Ranzen in die Ecke und verschwanden dann in irgendwelchen Ecken. Auch nach 3 bzw. 2 Jahren fühlen sie sich in unserer Kita immer noch zuhause und werden von den Erziehern immer noch so herzlich empfangen, wie zu ihrer eigenen Kita-Zeit hier.

Nachdem die meisten Kinder abgeholt waren, wuselten immer wieder die verblieben Kinder um unseren kleinen Waffelstand. Keine Ahnung, wie viele Waffelherzen Mimis zum Schluss intus hatte. Aber es grenzte schon an einen halben Waffelschock *gnihihi*

Kurz bevor wir schließlich als letzte die Kita verließen, konnte ich noch Mimis Laterne fotografieren. Das diesjährige Thema ist ja Mittelalter und so konnten sie zwischen einem Burgfräulein und einem Ritter wählen. Die U3-Kinder bastel alle kleine Gespenster.

Ich bin sehr stolz auf Mimi und ihre erste komplett selbst gebastelte Laterne. Ich stehe meinen Kindern ja gerne mit meinem zwanghaften Perfektionismus im Wege und war daher sehr glücklich, als es hieß, dass die Kinder dieses Jahr ganz alleine basteln würden. Und das hat sie einfach ganz wunderbar gemacht. Ist das nicht ein wunderschönes Burgfräulein? Ich bin ganz verliebt!

Heute war Mimi dann auf den Geburtstag eines Freundes eingeladen und wurde direkt von Steffi aus dem Kindergarten mitgenommen und mir am Abend auch wieder nach Hause gebracht. Wir hatten somit einen Mimi-freien Nachmittag, den die Jungs uns ich dazu genutzt haben, Spiele zu spielen, die Mimi entweder nicht mag oder sie für sie noch nichts sind.

Besonders niedlich war Alex, der mir nach der Schule ganz geheimnisvoll das Versprechen abverlangte, nicht böse zu werden. Ich dachte, jetzt kommt sonst was für eine Hiobsbotschaft. Tatsächlich hatte er auf dem Heimweg aber nur von seinem Taschengeld eine Tüte Gummibärchen gekauft, die wir dann beim Spielen alle gemeinsam aßen.

Wir spielten 2 Stunden lang Gesellschafts- und Kartenspiele, schoben dann ein Baguette in den Ofen und die Jungs schauten noch etwas Fernsehen, während ich den Tisch deckte. Es gab ofenfrisches Baguette, Camembert und französische Salami. Das hatten sich die Jungs so gewünscht, weil sie durch ihre aktuelle Lieblingsserie Miraculous jetzt unbedingt alles total französisch haben wollen. Von mir aus.

Als Mimi nach Hause gebracht wurde, steckten die Jungs schon in ihren Schlafanzügen. Wie immer teilte Mimi noch eine Mitgebseltüte mit ihren Brüdern. Das ist inzwischen ein festes Ritual zwischen den Geschwistern, das ist wirklich sehr süß finde.

In den kommenden Wochen stehen für alle 3 Kinder noch weitere Geburtstage an. Der Herbst ist bei uns wirklich eine echte Party-Jahreszeit.

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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5 Gedanken zu „Waffel-Inferno und Mimi-frei

  1. Dein Rezept für die Waffeln ist super! Ich mache kein anderes mehr. ?? eigentlich ist alles was ich nachgekocht bzw. gebacken habe spitze. Pancakes, Milchbrötchen….. bitte mehr davon ??

  2. Das mit den Mitgebseltüten finde ich irgendwie witzig. Das kenne ich von uns aus der Region nicht. Gab es bei mir als Kind nicht und habe ich so auch noch nirgends gesehen ;-)
    Ist das so ein regionsbedingtes Ding? *gg*
    Ich könnte ja jetzt wieder sagen: Bei uns im Osten jibts dat nich :-P

    Also ich kenne kleine Preise bei Spielen und so, das schon. Aber das jeder wenn er zu einer Party geht, eine Mitgebseltüte bekommt, das kannte ich bisher noch nicht.

    1. @Biene Ich weiß nicht, wie regional es ist, aber aus meiner Kindheit im Osten kenne ich es ebenfalls nicht, während es heute hier im Norden nahezu obligatorisch ist. (Ich fand die Variante mit den kleinen Preisen eigentlich sympathischer, zumal es manchmal schon so viel Mitgebsel gibt, dass ich mich frage, wer eigentlich beschenkt wird: Gast oder Geburtstagskind?)

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