Winterurlaub 2017 – Reisetagebuch Tag 1 & 2

(Pressereise. Enthält Werbung.)

Mein größter Wunsch zu Weihnachten war: kein Stress. Echt jetzt. Einfach raus aus dem Alltag und Kopf ausschalten. Kein mehrgängiges Weihnachtsmenü planen. Keine Termine haben. Kein Zeitdruck. Einfach kilometerweit laufen, Natur genießen und das am allerliebsten im Schnee.

Folglich packten wir die letzten beiden Beutelchen der Adventskalender ein und machten uns auf den Weg dorthin, wo es die letzten Wochen ununterbrochen geschneit hat. Hallo Hochsauerland. Hallo Winterberg!

Max sprang aus dem Auto und direkt in den Schnee. Als echter Rheinländer ist soviel Schnee ja in etwa so, als hätte man den heiligen Gral gefunden. Leider ist es auch hier inzwischen so um die 4°C und der Schnee schmilzt langsam, aber stetig, vor sich hin. Die Wettervorhersage ist uns aber gut gesonnen. Es soll neuer Schnee kommen.

Wir erkundeten nach dem Auspacken erstmal den Park, den wir uns für diesen Winterurlaub ausgesucht haben: Landal Winterberg, mitten im Ski-Gebiet. Auch wenn wir gar keine Wintersportler sind, so war dieser Park definitiv unsere erste Wahl. Die Chance auf Schnee ist hoch, die Anreise ist für uns mit knappen 2 Stunden total entspannt und wir kennen Landal bereits von unserem letzten Sommerurlaub in Zeeland.

Wir begafften erstmal eine Weile die mit Flutlicht beleuchtete Ski-Piste, bevor mir dann zum Hauptgebäude des Parks weiter marschierten.

Im wirklich gemütlichen Restaurant des Hauptgebäudes, von dem aus man ebenfalls eine tolle Aussicht auf die Piste hat, aßen wir dann super lecker zu Abend.

Die Kinder waren ganz friedlich und selig mit ihren Kinderschnitzeln und Nudeln mit Tomatensauce.

Da Max sich ja bereits in Jeans in den Schnee geschmissen hatte, zog ich ihm die Schuhe aus und wärmte die nassen Füße in meinem Schal eingewickelt unter dem Tisch. Eine Schneehose wäre ganz sicher keine doofe Idee gewesen. Aber dann hätte man diese ja auch anziehen und nicht – wie schon erwähnt – aus dem Auto in den Schnee springen können.

Ich aß warme Wraps zum selber bauen mit gegrilltem Gemüse. Voll lecker und überraschend sättigend, immerhin war das Ganze nur als Vorspeise deklariert.

Zurück im Häuschen verschwanden die Kinder freiwillig schnell und ohne Trara in ihren Betten. Mimi hat sich das größte Zimmer ausgesucht und schläft ganz alleine in einem großen Doppelbett, während sich die Jungs ein etwas kleineres Zimmer mit zwei Einzelbetten teilen. Wir Eltern haben ein Doppelbettzimmer im Erdgeschoss unsere Hauses.

Den Abend verbrachten der Mann und ich auf dem Sofa mit Sherlok Holmes und einer Tüte Chips. Endlich kann ich mal so richtig durchatmen. Endlich haben wir richtige Ferien.

Und weil zu richtigen Ferien auch Ausschlafen gehört, haben wir das Frühstück-Buffet im Hauptgebäude gebucht. So mussten wir erst um 10 Uhr  unten sein und konnten ganz enspannt eine Stunde lang frühstücken.

Die Kinder verzogen sich nach einer Weile in die Kinderspielecke des Restaurants und wir Eltern saßen noch bis 11 Uhr bei einer Tasse Kaffee und einem Croissant mit Marmelade einfach nur da und lasen Nachrichten. Kein Tisch decken, kein Tisch abräumen, keine Hektik. Himmlisch.

Inzwischen sind die Kinder ja in dem Altern, in dem man das problemlos mit ihnen machen kann. Noch vor einem Jahr wären sie zu unruhig und unselbstständig gewesen. Jetzt gehen sie ganz alleine ans Buffet, holen sich was sie möchten und beschäftigen sich anschließend selber. Immer mehr erkenne ich: ich bin keine Kleinkindmama. Ich mag die Selbstständigkeit, das Niveau der Gespräche, die Themen und die Möglichkeiten, die wir jetzt miteinander haben.

Wir haben keine festen Pläne und keine To-Dos. Wir machen einfach das, wonach uns genau jetzt der Kopf steht. Also fuhren wir kurzerhand nach Winterberg, kauften noch etwas Wasser für die kommenden Tage ein und schlenderten über den Wintermarkt im Zentrum von Winterberg.

Max bekräftigte mehrfach, dass Weihnachten ohne Weihnachtsbaum für ihn absolut unvorstellbar und nicht akzeptabel wäre. Als wir an einem Blumengeschäft vorbei kamen, erblickte er im Schaufenster verschiedene weihnachtliche Gestecke und wollte daher unbedingt nachsehen, ob es auch Bäume gäbe. Die restlichen Familienmitglieder blieben solange draußen und warteten.

Zuhause präsentierte er dann ganz stolz seine Errungenschaft: ein Gesteck aus Eukalyplus und Piniennadeln, das im Groben und Ganzem einem kleinen Tannenbaum ähnelt.

Das ist dieses Jahr also unser Weihnachtsbaum. Jetzt wird das Christkind und ganz sicher finden, meint Mimi.

Und weil das ja wie gesagt echte Ferien sind und wir einfach machen, was wir wollen, haben wir das Heiligabend-Raclette einfach vorgezogen und schon heute 2 Stunden gemütlich zusammen gegessen und geschlemmt.

Morgen wird es dann vermutlich nur Nudeln mit Pesto geben, die es ja eigentlich heute geben sollte. Vielleicht gehen wir aber auch Essen. Das entscheiden wir dann morgen.

Heute sitzen wir nur noch vor dem Kamin rum, ich trinke eine Fassbrause und starre ins Feuer.

Sie glauben gar nicht, wie froh ich bin, dass wir jetzt hier sind. Die Stille und Ruhe um uns herum. Dieses einfach mal weg sein. Ach, ja. Herzseufzen.

Disclaimer: Landal hat uns zu dieser Reise eingeladen. Den Park und die Unterkunft haben wir uns nach unseren Bedürfnissen und Wünschen aussuchen dürfen. In unserem Reisetagebuch geben wir ausschließlich unsere eigenen Eindrücke und Meinungen wieder.

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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35 Gedanken zu „Winterurlaub 2017 – Reisetagebuch Tag 1 & 2

  1. Hach ich beneide euch ein kleines bisschen. Ich stell es mir himmlisch vor einfach tun und lassen was man will.
    Andererseits könnte ich mir Weihnachten ohne meinen Papa auch nicht vorstellen ? und alleine lassen auch blöd. Nun ja egal.
    Ich wünsche euch auf jeden Fall eine ganz tolle Zeit und wunderschöne Weihnachten ?

  2. wow, über Weihnachten in Urlaub. Hab ich noch nie gemacht. Mit Schnee wäre Weihnachten natürlich traumhaft – aber wirklich nicht zuhause sein kann ich mir gar nicht vorstellen *gg*
    Habt einen schönen Urlaub und ein Frohes Fest! :)

  3. Instagram-Button: der auf deiner mobilen Seite führt zum Account „MamaMiezBlog“, der mir aber leer angezeigt wird.

    Schöner Ausstieg für Weihnachten ? dann entspannt mal schön ?

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