Winterurlaub 2017 – Reisetagebuch Tag 5 & 6

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Nach einer, zumindest für mich, sehr bescheidenden Nacht mit wenig Schlaf – was den Vorfällen daheim geschuldet war – wollten wir uns gestern vor allem ablenken und den Kindern weiterhin schöne Winterurlaubs-Erlebnisse schenken. Also zogen wir uns nach dem Frühstück die Thermo-Unterwäsche und Schneehosen an und machten uns auf den Weg zur Panorama Erlebnis Brücke Winterberg.

So recht wussten wir gar nicht, was uns da erwarten würde. Tatsächlich ist die Panoramabrücke genau das, was der Name schon verrät: eine 435 Meter lange und 20 Meter hohe Brücke am Hang des Erlebnisbergs Kappe, die einem ein unglaubliches Panorama bietet.

Für Menschen mit Höhenangst ist das sicher nichts. Zumal es gestern sehr windig war und die an sich stabile Brücke dadurch dennoch ordentlich ins Wanken kam. Die Kinder zeigten jedenfalls keine Angst und rannten direkt darauf los.

Neben einem unglaublich tollen Ausblick über Winterberg und den Hochsauerlandkreis bietet die Brücke aber noch weitere Highlights: So gibt es neben, über und unter der Brücke noch weitere Steg-, Kletter-, Wackel- und Kriechbrücken.

Ausgerechnet Max, der sonst ja eher ein zögerliches Kind ist, erklomm jede Kletterbrücke ohne mit der Wimper zu zucken.

Egal ob oberhalb der Panoramabrücke …

oder unterhalb der Brücke. Selbst als wir Erwachsenen streikten, ließ er sich nicht aufhalten. Er ist eben ein echter Ninja.

Alex und Mimi waren da etwas zurückhaltender, probierten aber schließlich auch die ein oder andere Kletterbrücke aus.

Wir versuchten auch ein Video zu machen, aber leider pfiff der Wind so stark und laut, dass die Tonaufnahmen einfach nur sehr lauter Krach geworden sind. Dann müssen wohl die üblichen Selfies ausreichen.

Vom Wind und knackigen 2°C ordentlich durchgefroren, kehrten wir anschließend in das, direkt am Fuß der Brücke liegende, Panorama Café ein.

Wir ergatterten einen wirklich schönen Platz direkt am großen Panoramafenster und wärmten uns bei Kakao, Kaffee, Apfelstrudel und warmen Waffeln erstmal gründlich auf.

Als wir 3 Stunden nach Ankunft an der Brücke wieder aufbrachen, hatte ein feiner Graupelschneefall eingesetzt. Tatsächlich kannten die Kindern Schnee in dieser Form noch gar nicht und versuchten die kleinen Schneekügelchen mit der Zunge direkt aus der Luft zu fangen.

Das war ein wirklich sehr schöner und aufregender Ausflug, nach dem wir uns in unserem Haus gemütlich auf das Sofa kuschelten und der Mann erneut ein Feuer im Kamin entzündete. Ich telefonierte lange mit daheim und die Kinder spielten mit ihren Weihnachtsgeschenken. Zu Abend gab es belegte Brote und Apfeltee mit Honig. Der Abend war ruhig und so schlief ich in der Nacht deutlich besser, als in der Nacht zuvor.

Heute Morgen begrüßte uns dann eine wunderschöne Neuschneedecke, die ganz zauberhaft unter den Schuhen knirschte, als wir zum Frühstück aufbrachen.

Die Kinder freute das sehr, immerhin waren die Schneereste im Park nicht mal mehr für einen kleinen Schneeball zu gebrauchen.

Wir frühstückten wieder sehr ausgiebig und gemütlich im Restaurant. Das war wirklich die beste Entscheidung für diesen Urlaub. Jeder Tag beginnt so total entspannt.

Die Kinder finden das allein deshalb so super, weil es am Buffet viele tolle Sachen gibt, die es Zuhause sonst nicht gibt. Cornflakes zum Beispiel. Oder Schokostreusel, die man prima über Joghurt mit Obst streuen kann. Löffelweise!

Allerdings trödelten wir heute nicht all zusehr, immerhin hatten wir großes vor. Hallo? Es schneit! Natürlich mussten wir deshalb auf die Rodelpiste. Eine Leserin hatte mir vorgestern einen super Tipp gegeben (Danke dafür!) und so fuhren wir zur Ruhrquelle Winterberg, einem schönen Rodel- und Skihügel, der nicht nur über einen Skilift, sondern auch über ein Rodel-Förderband verfügt. Ha!

Dort liehen wir uns 2 Lenkschlitten und einen roten Schlitten (Mimis Bedingung!) aus und eroberten die Piste.

Wir liefen auch zweimal die Piste zu Fuß hoch, erkannten aber schnell, dass das Förderband zwar langsam, aber auch deutlich kräfteschonender ist.

Nach zwei Probefahrten unter elterlicher Aufsicht waren die Jungs dann auf und davon. Ab und zu erkannte ich Max an seiner Jacke, oder hörte Alex über den gesamten Schneehügel grölen.

Irgendwann hatten die Jungs es dann raus die Schlitten so zu lenken und abzubremsen, dass die direkt wieder in der Warteschlange für das Förderband zum Stehen kamen. Oben angekommen ließen sie sich auch nicht viel Zeit und schossen quasi vom Förderband direkt wieder den Hügel hinunter.

Mimi war so lieb und fuhr abwechselnd mit uns Eltern. Mal durfte der Papa mit, mal die Mama. Allerdings erklärte sie mir auch schnell, dass ich ihr zuviel Schnee aufwirbeln würde, weil ich meine Versehen wie Schneeflüge zum Bremsen in den Schnee rammte. Dann also doch nur zugucken, Fotos machen und dem Papa den Vortritt lassen.

Ich fuhr auch zwei Mal mit Max, der aber wirklich wie ein Irrer die Piste runter bretterte. Alex stand ihm da aber auch in nichts nach.

Die letzte Stunde durfte Mimi dann auch alleine den Hügel runter fahren. Der Schnee war der aufgewühlt und bremste den Schlitten ein wenig ab. Als wir angekommen waren, was die feste und glatte Schneedecke noch deutlich schneller und ja, da hab ich es nicht über mich gebracht meine kleine Mimi alleine den Hügel runter fahren zu lassen. So waren aber zum Schluss alle glücklich.

Nach 4 Stunden waren wir dann alle gut durchgeweicht und selbst die wasserabweisenden Handschuhe waren durch. Also ab nach Hause, wo Mimi mit ihrem königlichen Hofstaat erstmal ein heißes Bad nahm.

Wir aßen heute Nudeln mit Pesto und die Kinder gingen wieder etwas früher ins Bett, als in den letzten Tagen. Jetzt knistert hier ein schönes Feuer und wir schauen Der Teufel träg Prada. Gleich nasche ich noch Kekse mit Schokolade und trinke meine letzte Fassbrause.

Max erklärte heute feierlich, das sei der beste Urlaub, den wir je gemacht haben. Das hat mich sehr glücklich gemacht.

Disclaimer: Landal hat uns zu dieser Reise eingeladen. Den Park und die Unterkunft haben wir uns nach unseren Bedürfnissen und Wünschen aussuchen dürfen. In unserem Reisetagebuch geben wir ausschließlich unsere eigenen Eindrücke und Meinungen wieder.

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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2 Gedanken zu „Winterurlaub 2017 – Reisetagebuch Tag 5 & 6

  1. die Mimi ist soooooo süß!

    Klingt nach einem tollen Tag! Unbekannterweise einen herzlichen Gruß für die unschönen Nachrichten aus der Heimat. Es ist, wie es ist, oder? Das Förderband am Schneehügel und das Leben laufen einfach immer weiter.
    Wunderbar, dass ihr für und mit euren Kindern so schöne Erinnerungen schafft. Wir sollten alle viel mehr mit königlichem Hofstaat in die Wanne gehen ;)

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