Hochzeit, Geburtstag & Familie

Am vergangenen Freitag waren wir nun auf besagter Hochzeit der niederländischen Verwandschaft. Eine wirklich schöne Trauung in altem Gemäuer bei prasselndem Feuer und in schönstem Limburgisch-Deutsch-Kanon. Weil Mimi dann kurz vor knapp doch noch die Panik packte, brachte das große Kind die Ringe nach vorne. Dabei schaute er so grimmig und war Haar-technisch so zottelig, dass er jedes Foto sprengte. Ich zog ihn daher nach einer Weile unauffällig aus der Fotoschneise und kicherte über seine kritische Miene.

Auf der anschließenden Feier gab es so viel leckeres Essen, dass ich gefühlt den ganzen restlichen Tag nur noch aß. Torten, Salate, Zuurvlees (moah, ist das lekker, lekker, lekker!) und dieser limburgische Salat (ich hab den Namen vergessen). Oh mein Gott! Voll lecker.

Die Kinder interessierten sich mehr für die Torten und Kuchen. Logisch, irgendwie. Satt wurden sie so aber auch.

Das wahre Highlight war für Mimi aber der Goldhamster ihres großen Cousins Kai.

Irgendwann fragte Mimi Kai: „Wir alt bist Du eigentlich?“
„17.“
„Geil! Wenn ich 17 bin, will ich auch so ein Tier.“

Sie nannte den armen Hamster unentwegt das Tier, so dass wir beschlossen haben: sollte Mimi jemals einen Goldhamster bekommen – mit 17 dann -, so muss er auf jeden Fall „Tier“ heißen.

Als wir am späten Abend dann wieder Richtung Heimat aufbrachen, wurden wir von einem astreinen Schneetreiben begleitet. Da hatten wir so nun auch nicht mehr mit gerechnet. Nachdem der Mann noch kurz getankt hatte, stieg er bibbernd wieder ins Auto ein und fluchte beim öffnen der Tür  leise: „Fuck, ist das kalt.“ Drei entsetzte Kinderschreie von der Rückbank. „Der Papa hat ein schlimmes Wort gesagt!“ Der Mann schaut sie überrascht an und sagt: „Quatsch. Ich hab gesagt: Fakt ist: es ist kalt!“ Die Kinder atmeten erleichtert auf. Erst später gestand er mir, wirklich Fuck gesagt zu haben. Sein überzeugender Blick gepaart mit seine Erklärung hatten nämlich selbst mich überzeugt, dass er nie und nimmer Fuck gesagt haben könnte. So einer ist der nämlich.

Den Samstag verbrachten wir Zuhause mit Haushaltskram. Aufräumen, Saugen, Putzen, Wischen. Sowas halt. Mimi putzte wieder mit viel Hingabe sämtliche Spiegel im Haus und Alex, der draußen gespielt hatte, echauffierte sich darüber, dass ich bereits die Böden geputzt hatte. Das wollte er doch tun!

Sonntag waren wir dann auf dem 10. Geburtstag meiner 3. Nichte. Ich hab ja insgesamt 4 Nichten (27, 17, 10 und 7) und 2 Neffen (19 und 17). Da merkt man dann schon den Altersunterschied von 13 und 10 Jahren zu meinen Geschwistern. Auch hier gab es wieder leckeren Kuchen und sogar einen Apfelkuchen, der sogar Max überzeugen konnte. Sonst isst er nur Schokoladenkuchen.

Natürlich musste ich auch wieder das obligatorische Hörnchen-Foto machen. Ich kann einfach nicht an dem Geweih vorbei gehen, ohne ein Foto zu machen.

Inzwischen ist auch Alex groß genug, um ihm die Hörner aufzusetzen. *mihihihi*

Heute startete dann endlich mal wieder eine Woche, in der alle drei Kinder am morgen das Haus gesund verließen. Leider musste ich aber die Step Aerobic sausen lassen, da ich am Vormittag einen Termin in der Schule hatte. Die Schulpflegschaft hat für alle Schüler neues Pausenspielzeug (Tischtennisspiele, Fußbälle, Softbälle, Pferdegeschirre, Seile, Frisbees, usw.) besorgt und heute fand dann die offizielle Übergabe an die Kinder statt. Als Dank sang der Chor für uns das Schullied, dem ich immer wieder mit großer Begeisterung lausche. Ich denke und hoffe, die Kinder werden viel Spaß mit den neuen Sachen haben.

Das warme Wetter – zweistelling, WTF! – trieb uns dann am Nachmittag endlich wieder nach draußen. Ohne Handschuhe und Schal. Feels like Frühling!

Wir spazierten ein wenig durchs Dorf und fingen ein paar Pokemöner (jaha, ich weiß, dass das die Mehrzahl von Pokemon nicht Pokemöner ist. Danke.) Nach 2 Stunden, ein paar Kramurx und vielen Wablus wurde uns dann doch etwas kühl. Na gut, mir wurde kalt, Mimi musste aufs Klo und Max hatte Hunger. Also lief Alex mit seinem Freund weiter und ich ging mir den beiden anderen nach Hause.

Und wissen Sie, was wir da gemacht haben? Wir haben die erste und bisher einzige heiße Schokolade dieses Winters getrunken. Sowas wie Abgrillen nur mit heißer Schokolade. Und Mini Marshmallows. Und Sahne. Und bunten Streuseln. Moah, so gut!

Und nun hoffen wir alle mal länger als drei Tage am Stück gesund zu bleiben. Das wäre enorm nice, wissen Sie?

Print Friendly, PDF & Email
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
Beitrag erstellt 4504

10 Gedanken zu „Hochzeit, Geburtstag & Familie

  1. Liebe Pia – Pferdegeschirre? Etwa so Dinger, wie man sie heutzutage auch als Leinen-alternative für Hunde hat – nur in groß? So: ein Kind steckt im Geschirr und ist das Pferd und ein zweites hält die „Zügel“. -Wahnsinn – so etwas gab es bei uns vor 50 Jahren im Kindergarten – und seitdem hab ich die niiieee wieder irgendwo gesehen. Ja, und „Fuck“ – man muss sich nur gut rausreden können – dann darf man alles. Schön, dass wieder alle bei Ihnen gesund sind. Auch, weil ich Ihre Berichte vermisst habe. LG

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Beginne damit, deinen Suchbegriff oben einzugeben und drücke Enter für die Suche. Drücke ESC, um abzubrechen.

Zurück nach oben