Erkenntnisse des Tages

Erkenntnis 1

Mit nur einen Kind kann man morgens eine Stunde länger schlafen und kommt dennoch 30 Minuten eher aus dem Haus, als mit Dreien.

So überraschend ist das übrigens gar nicht. Immerhin lenken die Kinder sich nicht gegenseitig ab, zanken sich nicht um Zahnpastatuben oder wer zuerst und wie lange auf die Toilette darf. Es gibt keine Fachsimpeleien am Frühstückstisch, die vom Essen selber ablenken und kein Rangieren und Umtanzen wegen Überfüllung im Flur.

So waren Mimi und ich heute deutlich früher im Kindergarten, als das an nicht-Ferientagen ist. Mimi fand es nicht schlimm und würde am liebsten jeden Tag so früh im Kindergarten sein. Das wiederum würde bedeuten, ich müsste an normalen Schultagen NOCH früher als sonst aufstehen. Hahahaha! Nein!

Erkenntnis 2

Max, das Mittelkind, wird mal ein vorzeige Teenie.

In die Ferien muss man ihn zum Zähneputzen nötigen, wenn er denn mal irgendwann am Vormittag aufsteht. Am liebsten gammelt er den ganzen Tag im Schlafanzug rum, möchte nur Süßes oder Fettiges essen und sowieso am liebsten den ganzen Tag nur Zocken.

So saß ich heute um 9 Uhr mit Alex alleine am Frühstückstisch, während Max noch bis 10:30 Uhr an der Matratze horchte.

Und es ist jetzt nicht so, dass Max in den Ferien besonders spät ins Bett geht. Um 21 Uhr ist oben in der Regel Ruhe. Aber hey: Ferien sind Ferien und die kann man auch einfach mal so rum gammeln. Aufs Zähneputzen bestehe ich dann allerdings schon. Findet er jetzt zwar nicht fair, aber wer sagt, dass ich fair sein muss?

Ich habe ihn heute sogar dazu genötigt Rohkost zu sich zu nehmen. Ganz ohne Androhung von körperlicher Gewalt oder Entzug von irgendwelchen geliebten Gadgets. Jahaha, da staunen Sie, meine Herrschaften. Okay, vielleicht habe ich den Geschwistern Nachtisch gereicht, während der Essmotzer noch auf seinem Teller um die Gurken herum pikste und am liebsten Ketchup pur aus der Flasche gesoffen hätte.

Zum Schluss hat er die Gurken dann also doch noch gegessen. Immerhin. Auch wenn das jetzt kein Vitamin-Cocktail ist, so habe ich jedes Fitzelchen Gurke, das in seinem Mund verschwand, phrenetisch gefeiert (und nein, das ist ausnahmsweise keine Übertreibung).

Erkenntnis 3

Wenn die Kinder sich etwas besonderes zum Essen wünschen dürfen, wird es meist sehr simpel und spartanisch.

Und nein, sie fragten nicht nach Nudeln mit Tomatensauce oder Fischstäbchen mit Kartoffelpüree. Sie wollten Krakenwürstchen mit Rohkost (die ich in den Mittleren dann hinein manipuliert habe (später kann er dieses Geständnis hier dann ausdrucken und seinem Therapeuten vorlegen. Blogs sind so super!)).

Dass das Ganze wie ein kleiner Wald, beziehungsweise wie Gurken- und Tomatenbäumchen aussieht, ist übrigens Zufall und tatsächlich nicht beabsichtigt gewesen. Ich habe das anfänglich nicht einmal so wahrgenommen und wurde erst durch die Kinder darauf aufmerksam gemacht. Somit hab ich mir heute dann gleich zwei Mutti-Medaillen verdient und steige ein Level auf. Well done.

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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6 Gedanken zu „Erkenntnisse des Tages

  1. Krakenwürstchen!!! Das ist ja genial!
    Muss ich auch machen, für meinen kleinen Messerverweigerer.
    Vielleicht fällt ihm das dann leichter.
    Also mir ist als erstes der Wald aufgefallen.
    Kaum zu glauben, dass der nicht beabsichtigt war.

  2. Ihr habt einen Spind im Kindergarten? Toll! Da beneide ich euch drum. Wir haben eben nur ein Fach und mir wurden so oft schon Mützen oder Schals weggenommen oder dann in den Regalen von anderen Kindern versteckt, damit sie am Abend dann heimlich entwendet werden können. Gestern erst war eine Mütze weg, die echt teuer war. Ich hab mich so geärgert.
    Krakenwürstchen sind bei meinen Kindern übrigens auch total beliebt. Aber ich kann es verstehen. Ich mag sie selbst :)

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