WMDEDGT im April 2018

Heute ist wieder der 5. des Monats. Findige Leser wissen, was das bedeutet. Frau Brüller ruft wieder zum Tagebuchbloggen auf und stellt die Frage: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? (#wmdedgt).

Nach der Erkenntnis, dass ich mit nur einem Kind am Morgen sehr viel schneller aus dem Haus bin, habe ich erstmal bis 7 Uhr geschlafen. Unter der Woche. Bäm! Mimi und ich haben uns dann gemeinsam im Badezimmer fertig gemacht und dabei wie jeden Morgen das schöne Spiel gespielt: wer hat die schlimmere out of bed Frisur. Ich finde ja, dass ich das Ding eindeutig gewinne.

Allerdings bin ich mir vor dem Foto  bereits einmal mit den Händen durch die Haare gefahren und habe sie hinter die Ohren geschoben. Mimi ist Natur pur.

Im Anschluss sind wir beide dann auch schon Richtung Kindergarten gewackelt, nicht aber, ohne vorher einen kurzen Stop beim Bäcker einzulegen, um Brötchen für die Jungs und Rosinenbrötchen für Mimi und mich zu kaufen. Unterwegs haben wir außerdem noch alle Narzissen bewundert, die Mimi zahlreich in den Vorgärten entdeckte. Die frechste Narzisse („Guck mal, Mama, die grinst mich an!„) musste ich dann natürlich auch fotografieren.

Ich finde ja eher, dass sie wie so ein Pflanzen-Alien wirkt, dass einen auffressen will. Vielleicht ist mein Gemüt derzeit aber auch einfach nur etwas makaber.

Im Kindergarten war Steffi bereits dabei die Rücknahme für die morgige Bücherei zu machen. Ich gesellte mich dazu und schrieb die fehlenden Bücher in unser schwarzes Buch, das in Wahrheit gar nicht schwarz ist. Nach einer halben Stunde waren wir damit fertig und ich trottete wieder Richtung Heimat.

Wieder daheim saß Max bereits auf dem Sofa und grinste mir entgegen. Gemeinsam deckten wir den Frühstückstisch, bevor ich Alex wecken ging, der sich beim Öffnen der Zimmertür fast zu Tode erschreckte. Wir aßen und schwatzten eine gute Stunde so vor uns hin, bis ich die Jungs dann darum bat, den Tisch abzuräumen und mich selber an etwas Hausarbeit begab.

Als ich gerade die Spülmaschine anstellte, kam Max in die Küche.

Mama, darf ich etwas Minecraft zocken?
Wenn du vorher gedusch …

Der Rest ging in der Staubwolke unter, die er hinterließ. Gefolgt von munterem Wasserplätschern aus der Dusche. Wäre alles mal so einfach.

Währen die Jungs also frisch geduscht Minecraft spielen dürften, kümmerte ich mich um meine Arbeit. Viel bekomme ich mit den permanent quakenden Kindern im Hintergrund nicht gerade geschafft, aber immerhin habe ich diverse Kundenkorrespondenz und einige Anfragen abgearbeitet.

Kurz nach dem Mittagessen fuhr ich dann los, um Mimi aus dem Kindergarten abzuholen. Alex hatte seinem Freund zum Geburtstag einen Kinobesuch geschenkt und dieser solltet heute eingelöst werden.

Ich trieb Max nochmal ins Badezimmer, um sich den halben Schokohasen aus den Zähnen zu putzen, den er zwischenzeitlich weg inhaliert hatte und trug neuen Lippenstift auf.

Sieht ein bisschen wie eine Bisswunde oder ein Würgemal aus, ist aber tatsächlich nur ein Muttischmatzer, den ich dann nicht wegwischen durfte.

Dann wurden wir auch schon abgeholt (unser Auto ist zu klein für 4 Kinder und so waren wir auf das größere Auto der Freunde angewiesen) und fuhren nach Troisdorf zum Kino.

Das Geburtstagskind hatte sich einen Besuch des Films Fünf Freunde und das Tal der Dinosaurier gewünscht und da uns Mütter der Film jetzt nicht übermäßig interessierte, hatten wir im Vorfeld besprochen, dass wir die Jungs nur ins Kino bringen und anschließend wieder abholen. In der Zwischenzeit würden wir ein bisschen durch die City bummeln.

Mimi und Max fanden das ja total unfair, auch wenn ich – in weiser Voraussicht – mit ihnen erst vor einer Woche im Kino war. Ich besänftigte sie dann mit der Aussicht auf einen Nutella-Crêpes, wir lieferten die Jungs im Kinosaal ab und machten uns auf den Weg in die Fußgängerzone.

Max und Mimi nölten und quengelten in einer Tour. „Wann sind wir beim Crêpes? Wo gibt es den? Ist es noch weit?“ Also eine dieser Szenen, in denen sich freiwillig Kinderlose innerlich ganz feste selber die Schulter klopfen und für ihre Entscheidung beglückwünschen. Ich mag sie trotzdem. Die Kinder.

Wir kehrten in einem sehr niedlichen Stoffladen ein, in dem meine Freundin sich ein paar hübsche Meter Stoff aussuchte, fütterten die Kinder anschließend mit ihrem heiß ersehnten Crêpes und liefen eine Runde durch den H&M Laden, in dem ich für Alex 2 weitere Chinos und einen Hoody kaufte.

Auf dem Rückweg zum Kino spielten die Kinder noch kurz auf diesen Balancierdingsen und beömmelten sich über diese sehr wackelige Angelegenheit und ihr eigenes Ungeschick.

30 Minuten später hatten wir dann die Kino-Jungs eingesammelt, packten alle ins Auto und fuhren wieder nach Hause. Alex spielte mit seinem Freund noch ein Stündchen draußen, um den aufregenden Film ein wenig abzuarbeiten, bevor es dann Abendessen gab und die Kinder in ihre Zimmer verschwanden.

Wir Eltern praktizieren jetzt noch etwas Couchzeit mit Sherlock. Tag vorbei. Badumm.

Die anderen #wmdedgt-Tagebuchblogger finden Sie wie immer bei Frau Brüllen, die heute übrigens ihr 5-jährigen #wmdedgt-Jubiläum feiert. Also, hoch die Tassen!

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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3 Gedanken zu „WMDEDGT im April 2018

  1. Ich lese ja seit Jahren mit.

    Heute möchte ich mich bei Dir (ich hoffe, Du ist okay) für diese Sätze bedanken:
    „Also eine dieser Szenen, in denen sich freiwillig Kinderlose innerlich ganz feste selber die Schulter klopfen und für ihre Entscheidung beglückwünschen. Ich mag sie trotzdem. Die Kinder.“
    Wir sind zwar nicht ganz freiwillig kinderlos, aber mittlerweile gut arrangierte DINKs. In Familienblogs ist das leben und leben lassen nicht immer selbstverständlich. Ich mag Kinder generell, ob unsere oder nicht unsere.
    Danke!

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