Die fiese Mutter baut Kastanienmännchen

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Oh, goldener Herbst. Es gibt wirklich keine schönere Jahreszeit, besonders wenn das Wetter so knallermäßig gut ist, wie in diesem Jahr. Ich bin ein Novemberkind und vielleicht ist das der Grund, warum ich den Herbst besonders mag. Alles ist so schön bunt. Na ja, Sie wissen das ja selber (außer Sie leben am Nordpol oder in Afrika oder an irgendeinem anderen Ort auf dieser Welt, wo es eben keinen bunten Herbst gibt).

Schon Anfang Oktober hatten wir die Fenster der Kinder mit Fensterbildern dekoriert. Igel, Eule, Kastanienmännchen, Blätter und Kürbisse. Das Verfahren ist dasselbe, wie bei der Waldorflaterne vom letzten Jahr.

Nur wenige Tage später stolperte ich auf Instagram dann über die Kürbis-Vorlagen von Bine Brändle¹, mit denen inzwischen nahezu das halbe Internet seine Fensterscheiben dekoriert zu haben scheint. Da Bines Kürbisse aber auch wirklich mega cool sind, habe ich die Vorlagen noch dazu gekauft, um unser Wohnzimmerfenster auch noch zu verschönern. Nun bin ich doch eher ein Freund von klaren Strukturen und eher nicht der Typ Wimmelbild. Daher haben es nur drei Kürbisse aufs Fenster geschafft. Allerdings haben wir noch einen Igel und ein großes Kastanienmännchen dazu gebastelt.

Statt Wasserfarben benutzen wir die Stabilo Woody* Stifte, die man nach dem Anmalen ebenfalls mit Wasser verwischen kann. Die haben nochmal eine deutlich höhere Leuchtkraft, als normale Wasserfarben.

Wie man sieht haben wir auch bereits Kastanienmännchen gebastelt. Obwohl wir dieses Jahr mit dem Kastaniensammeln echt spät dran waren, haben wir auf unserem Lieblingsfriedhof noch jede Menge gefunden. Generell ist der Herbst definitiv die schöne Jahreszeit, um draußen herum zu stromern und kleine Schätze zu finden.

Genug der Schwärmerei. Ganz nebenbei haben wir nämlich auch noch Herbstferien und diese sind zudem digifree. Das hört sich jetzt erstmal recht niedlich an, führt bei den Kindern aber zeitweise zu krassester Langeweile. Digifree bedeutet: keine Handys, keine Tablets und keine Xbox. Der Große bekommt sein Handy zum Pokemon spielen (gestern, bei dem schönen Herbstwetter, stundenlang waren wir unterwegs … aber lassen wir das), ansonsten liegt es ausgeschaltet im Schrank. Diese Momente der Langeweile, die man sonst eben mit Daddeln oder YouTube füllt, die Zeit darüber vergisst und dann den ganzen Tag nichts anderes gemacht hat, fallen diese Ferien flach. Stattdessen echte Langeweile, die man selber mit Aktivität füllen muss. Total crazy, diese Idee.

Ich bin also unfair, gemein, voll fies. Insbesondere immer dann, wenn ich nicht einsehe die Kinder jetzt beschäftigen zu müssen. Immerhin sind sie nicht mehr 3 Jahre alt, da kann man ja ruhig auch mal erwarten, dass sie das alleine hinbekommen.

Zwischendurch spielen wir gemeinsam Qwirkle* (Lieblingsspiel!), Trivial Pursuit* oder Scrabble Junior* und der Garten steht ganztägig offen.

Eine Kinderpsychologin sagte mal zu mir, Kinder müssen sich auch langweilen dürfen. Das wäre wichtig für ihre Entwicklung. Warum und wieso hab ich jetzt vergessen, aber ich bin ja auch nach wie vor keine studierte Irgendwas_mit_Kindern. Für das Kind mit sehr geringer Reizschwelle (das böse Wort mit vorne „nicht niedrig“ und hinten „nicht unsensibel“ darf man ja nicht mehr verwenden, ohne einen mittelgroßen Shitstorm zu erzeugen) ist es aber definitiv ein Segen auch mal mehr Zeit zu haben, um sich selber zu spüren.

Was so viel Freizeit aber auch macht: Geschwisterstreitigkeiten ins unermessliche steigern. Wegen was man sich alles in die Haare kriegen kann! Unglaublich. Ich würde gerne behaupten, dass ich das mit stoischer Ruhe aussitze, aber zwischendurch schwillt mir darüber dermaßen der Kamm, dass ich sie alle kurzerhand raus werfe (wo sie dann friedlich über Stunden miteinander spielen können. Pffff).

Im Übrigen habe ich jetzt eine astreine Blasenentzündung (Ratschläge zur Behandlung in 3 … 2 … 1 …), die aktuell sowohl Schwimmbad wie auch Wanderausflüge vereitelt. Aber die Woche hat ja noch ein paar Tage und ich bin rettungslos optimistisch.

Wird schon.

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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10 Gedanken zu „Die fiese Mutter baut Kastanienmännchen

  1. Für die Blase empfehle ich, hat mir selbst die Sommerferien gerettet, Angocin und Femanose. Die Kinder mit Zettel zur Apotheke schicken hilft zumindest kurzfristig auch gegen Langeweile….
    Gute Besserung

  2. Vielen Dank für die schönen Tipps. Hier auch 2 Schulkinder mit Ferien und etwas langer Weile.:) Für die Blase. Aqualibra 3×2 tgl. Gibt es Rezeptfrei in jeder Apotheke. Gute Besserung !

  3. So eine digitalmedienfreie Zeit gibt es hier auch immer öfter und länger. Aus einer Frustration meinerseits heraus spontan ausgerufen, habe ich festgestellt, dass die Kinder sehr wohl ohne digitale Medien können und dann auch mehr miteinander spielen.
    Und meine (wie gesagt aus Frustration heraus gemachte) Ansage war so wirkungsvoll, dass die Kinder nicht ein einziges Mal (wie sonst üblich) nachgefragt haben, ob sie denn nicht doch Computer o.ä. spielen dürften.

  4. Bei mir hilft Cranberrysaft oder Preisselbeersaft. Schmeckt gruselig sauer, daher gern mit Apfelsaft mischen. Viel trinken und nicht verschleppen, da eine Nierenbeckenentzündung kein Spaß ist.
    Gute Besserung!

  5. Das mit derlangeweile bei Kids hab ich mal gelesen. Es heißt wohl, dass aus der Langeweile heraus die tollsten spiele entstehen. Denn dann müssen die sich nen kopf machen und entwickeln dann tolle neue Ideen. Das ist glaube wirklich etwas was heutzutage viel zu kurz kommt.
    Finde ich gut.

    Kastanienfiguren stehen hier auch schon seit Ende September. War hier nochmal der letzte Akt bevor das Baby kam ;-)

    Alles gute für deine Blase.

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