Pommes-Mikado & Zeugnis-Angst

Donnerstag, der kleine Freitag. Und seit wir keine Sporttermine mehr am Donnerstag haben, ist der wirklich entspannter geworden. Zuerst einmal das Mittelkind zur Schule begleitet, auf dem Rückweg beim Bäcker Brötchen geholt und dann zur liebsten Nachbarin, wo wir gemeinsam mit Gräte und Lexi wieder frühstückte, bevor die Görls Richtung Schule abwackelten.

Den Vormittag zum Arbeiten genutzt und ein paar Dinge vorbereitet, die ich kommende Woche dann zu Jürgen tragen werde. Im Februar müssen jedenfalls einige Projekte fertig werden, die aber schon auf einem guten Weg sind. So ein Vormittag halt.

Als ich neulich die Tiefkühltruhe mit Eis bestücken wollte, musste ich entsetzt feststellen, dass die ziemlich überfüllt ist. Scheinbar hatte ich vor einiger Zeit so einen Immer was im Haus haben müssen Anfall und habe die Truhe bis unters Dach mit Convenience Produkte vollgeladen. Folglich muss ich jetzt dort wieder etwas ausdünnen, damit das gute Eis wieder rein passt.

So wurde ein Pommes und Nuggets Entschluss gefasst. Und weil das große Kind und ich Gemüse lieben, hab ich noch eine TK-Packung Rahm-Lauch in den Topf gekippt. Leider war das zum Schluss mehr Rahm als Lauch.

Die Jungs essen beide gerne Pommes, weshalb ich das Blech schön voll laden wollte. Aber meine gestrige Verpeiltheit hat sich heute leider fortgesetzt und so hab ich die halbvolle Tüte einfach fallen lassen und konnte dann eine Weile Pommes-Mikado spielen. Määäh.

Zum Glück hatte ich ausreichend Nuggets am Start, um die fehlende Pommes-Menge ausgleichen zu können. Der Große bekam die vegetarischen Nuggets von Aldi Süd und der Mittlere und ich aßen Chicken Nuggets.

Kurz nachdem der Große Vegetarier wurde, mochte er die Nuggets nicht. Inzwischen hat er den Geschmack von echten Chicken Nuggets scheinbar vergessen und so schmeckt ihm nun auch die vegetarische Alternative echt gut. Wir würzen die Pommes übrigens mit Salz und Paprika Pulver, nicht mit speziellem Pommes-Gewürz.

Während der Große seine Hausaufgaben erledigte, hüpfte sich das Mittelkind auf dem Trampolin die überschüssige Energie raus und ich fuhr kurz zur Schule, um die Gräte abzuholen. Im Lehrerzimmer traf ich die Sonderpädagogin die mir ein sehr gutes Feedback zum Rechtschreibentwicklung des Mittleren gab. Scheinbar sind da ein paar Knoten geplatzt und es ist nach langer Zeit endlich eine deutliche Besserung zu erkennen. Hurra!

Zuhause angekommen klebte die Gräte als erstes ihren Brotdosenzettel des Tages an den Kühlschrank. Damit hat sie vor zwei Wochen angefangen und tut dies nun immer als erstes, wenn sie nach Hause kommt. Auch die Zettel der Brüder werden dort akribisch und symmetrisch angeheftet. Inzwischen hat sich so ein echt buntes Bild ergeben, vor dem wir gerne stehen und es betrachten.

Da heute ja Donnerstag ist, sind morgen die Wochenarbeitspläne der Kinder fällig. Die Gräte kommt mit der Hausaufgabenzeit in der OGS aktuell aber leider gar nicht aus. Sie berichtet, es sei im Moment zu laut und sie könne sich dann nicht konzentrieren. Kann ich gut verstehen.

Also setzen wir uns nochmal zusammen hin und arbeiten die restlichen Matheaufgaben ab, während der große-kleine Bruder seine Deutsch-Hausaufgaben fertig stellt.

Nachdem alle Aufgaben erledigt waren, trafen wir uns nochmal zu Cookies und Milch bzw. Kaffee am Esstisch. Was wollen wir die kommenden Tage essen, was wollen wir unternehmen, was müssen wir einkaufen? Der Alltag funktioniert soviel besser, wenn man die Kids mit einbezieht. Sie essen was man kocht, wissen was wann auf sie zu kommt und gehen sogar auch mal freiwillig mit Mutti einkaufen.

Morgen bekommt der Große sein erstes Zeugnis auf der weiterführenden Schule. Er ist so krass aufgeregt und hat große Angst, dass es nicht gut sein könnte. Ganz ehrlich? Ich sehe das sehr entspannt. Er ist jetzt ein halbes Jahr auf dem Gymnasium. Wenn er merkt, irgendwo passt es noch nicht, stellt er selber Schrauben und ändert Dinge. Er muss ja nicht nächste Woche sein Abitur ablegen. Und das sage ich ihm auch. Trotzdem wäre es schön, wenn er morgen mit dem Ergebnis zu frieden ist. So oder so gibt es morgen Zeugnis-Pizza. Jawohl!

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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2 Gedanken zu „Pommes-Mikado & Zeugnis-Angst

  1. Hier noch einer, der vor dem Zeugnis zittert, warum auch immer und eine Mutter, die das nicht versteht. Die Noten bisher waren voll OK. Auf die Frage, warum er Angst hat, kann dann, naja, er hätte schon auch viel Blödsinn gemacht mit seinen Banknachbarn. Wir werden sehen, ich bin jedenfalls entspannt.

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