Ferienmodus. Not so uebel.

Wer heute einen großen Roman erwartet, den muss ich direkt enttäuschen. Wir haben den Ferienmodus scheinbar wirklich ohne Glitches und Bugs ans Laufen bekommen.

Folglich haben wir heute nur Dinge getan, auf die jeder Einzelne Lust hatte. Die Gräte hat den halben Tag gezeichnet und gemalt, der Große hat seine Lieblingsserie gesuchtet, der Mittlere mit seinen Freunden online gespielt, der Mann am Smart Home rumgefummelt und ich habe ausgiebig mit meinen Haaren experimentiert.

Inzwischen haben wir beschlossen, dass wir an Heilig Abend den obligatorischen Kartoffelsalat mit Würstchen essen werden. Nur leider grätscht da wieder einer rein und verkündet lauthals: “Ich hasse Kartoffelsalat!” Na, das’ ja maln Ding! WER HÄTTE DAS AHNEN KÖNNEN?!

Der Mann hatte dann die Idee, dass der Kartoffelsalathasser um des lieben Friedens willen einfach Pommes essen könnte. Mega Idee. Nur haben wir keine Pommes im Haus.

Also machten der große Sohn und ich uns erneut auf zu unserer Abendrunde, vorbei am Supermarkt, den wir – sofern er normal frequentiert sein sollte – kurzerhand kapern würden.

Tatsächlich war es leer. Richtig leer. Irgendwie habe ich das zwei Tage vor Weihnachten anders erwartet. Aber das freut mich natürlich umso mehr.

Die Tüte Pommes war schnell eingepackt. Ein Vollkornbrot, Champignons und Trauben durften aber auch noch mit. Kräuterbutter? Kräuterbutter!

Auf dem Rückweg verweilten wir noch kurz am alten Kirchturm, der in der Adventszeit immer sehr schön beleuchtet ist. “Warmer Kakao wäre jetzt schön”, sinniert das Kind. “Oh ja, aber mit Amaretto!”, antworte ich etwas überschwänglich. Das Kind lacht: “Lieber nur Marshmallows.” Naaa gut.

Zuhause verräumt der Mann die Handvoll Einkäufe und beklagt sich dabei wieder über den Gestank im Lebensmittelkühlschrank (wir haben einen Kühlschrank für Lebensmittel und einen für Getränke im Keller). Ich lache ihn aus. Der Gestank ist nämlich eigentlich ein Duft und zwar der von Raclettekäse. Das ist nämlich unser Plan für den 1. Weihnachtsfeiertag.

Ich werde alles unter Raclettekäse begraben. Zentimeterdick. Das wird so unglaublich gut!

Jetzt sitze ich mit Keksen (❤) auf dem Sofa, trinke Radler und muss doch sagen: so uebel isser gar nicht, der Ferienmodus.

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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