Irgendwo muss man anfangen

Okay, let’s go. Seit Wochen möchte ich wieder schreiben. Seit Wochen finde ich dazu weder die Zeit noch den richtigen Ort. Immer ist irgendetwas zu tun und wenn nichts zu tun ist breche ich lieber eskalativ 30 Minuten auf dem Sofa zusammen und tanke neue Energie, statt wieder in einen Laptop zu starren.

Aber dann saß ich heute mal wieder beim Basketballtraining des Tochterkindes und starrte Löcher in die Luft. So ein Training zu verfolgen ist nur bedingt spannend. An Spieltagen kreische ich dafür alle 8. Spielzeiten durch. Ich schwöre. Na ja, jedenfalls saß ich da, starrte auf die Uhr und dachte so bei mir: Mensch, jetzt könntest du schreiben, jetzt haste dein Laptop nicht dabei. Auf die Idee mein Smartphone für die ersten Textnotizen zu nutzen bin ich dann auch erst 10 Minuten später gekommen. Nun bleiben mir also noch 30 Minuten. 30 Minuten, um ein bisschen was zu erzählen, was ich seit Wochen schon erzählen mag und doch nie genau weiß, wie und wo anfangen.

First at all: Ich arbeite wieder als Angestellte. Die Entscheidung fiel im Frühjahr diesen Jahres und mit der Erkenntnis, dass nach den Sommerferien auch das Görl auf die weiterführende Schule gehen und somit erst nach Mittag zuhause sein würde. Hinzu kommt die Selbstständigkeit, die alle drei Kinder inzwischen erlangt haben. Ganz oft werde ich nur noch über Pläne informiert und bin ich die Umsetzung gar nicht mehr involviert. Ein großes Hurra an dieser Stelle. Das ist ein echter Rückgewinn meiner eigenen Freiheit. Wer auch immer gerade da draußen mit Kleinkindtrallala strugglet und das hören oder lesen muss: alles wird gut. Echt jetzt.

So, aber wie genau kam es jetzt dazu? Ganz einfach: was mir in den letzten 8 Jahren meiner Freiberuflichkeit gefehlt hat waren an erster Stelle Kollegen (erwachsene Menschen, what the fuck) und an zweiter Stelle wirtschaftliche Sicherheit. Corona hat sein Übriges dazu beigetragen, dass ich mit der Situation, so wie sie war, nicht mehr zufrieden war. Also habe ich mich aus einem Impuls heraus bei einer Online Marketing Agentur, die ihren Sitz zufällig auch noch an unserem Wohnort hat, beworben. Taaadaaa. Und da bin ich nun wieder back in Business als Content Marketing Managerin. Vielleicht war das alles so ein kleines bisschen Schicksal. Es passt einfach an allen Ecken und Enden. Die Kollegen sind super, die Arbeit macht Spaß und die Flexibilität zwischen Home Office und Präsenz ist perfekt für mich.

Aktuell arbeite ich 3 Tage im HO und 2 Tage vor Ort in der Agentur mit insgesamt 30 Wochenstunden. Ab September sind es 34 Stunden und gegebenenfalls erhöhe ich später weiter. Erstmal muss sich jetzt der neue Alltag für uns alle einspielen, was bisher ziemlich gut klappt. Selbstständige Kinder sind großartig. Aber das wusstet Ihr natürlich alle schon.

So, nun muss ich aber wirklich den letzten 10 Minuten des Trainings aufmerksam beiwohnen um das Görl und seinen Einsatz gebührend zu würdigen.

Ich freu mich, dass der ein oder andere von Euch noch da ist. Stay tuned … wir lesen uns die Tage 😉

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Mediengestalterin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter und Instagram.
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12 Gedanken zu „Irgendwo muss man anfangen

  1. Oooohhhhh ich freu mich so ♥️♥️♥️♥️ schön hier wieder lesen zu können und herzlichen Glückwunsch zum (wie es sich anhört) Traumjob 😊

    1. Das ist so toll! Glückwunsch zum neuen Job! Und dass große Kinder toll sind, kann ich bestätigen 😊 Ich freue mich auf weitere Blogbeiträge!

  2. Erst mal freue ich mich unglaublich überhaupt mal wieder was zu lesen 😊😊 unsere K1 sind ungefähr gleich alt und tatsächlich gibt es auch etliche Parallelen zwischen den Beiden. (HSP, vegetarische Ernährung,…) Somit war das Lesen hier viele Jahre für mich unglaublich bereichernd bei vielen Themen. Tatsächlich kann ich aber die Beweggründe für das Pausieren sehr gut nachvollziehen… Die Privatsphäre der Kinder ist einfach bei einem gewissen Bekanntheitsgrad (und natürlich auch sonst) ein wichtiger Aspekt. Trotzdem hat mir immer was gefehlt muss ich zugeben. Ich habe so oft viele alte Beiträge nochmal komplett gelesen (hauptsächlich ab der Geburt des „QB“) oft habe ich auch über die Suchfunktion bestimmte Artikel gesucht. Ich würde mich wirklich wahnsinnig freuen wieder regelmäßig etwas zu lesen. Nicht „nur“ die Kinder sind ja interessant. Ich freue mich vom gelungenen beruflichen Neuanfang zu lesen und wünsche weiterhin viel Erfolg und Freude (vor allem Freude) am Angestellten Verhältnis!!!! Falls die Kinder es „erlauben“ würde ich mich natürlich auch über ein Update von den 3en freuen 😊

  3. Danke, dass du wieder da bist. Ich freue mich sehr darüber. Ich lese hier ca. seit meiner ersten Schwangerschaft vor 7 Jahren, meist eher still.

    Ich kenne und habe dieses „Kann ich das noch?“ Leider noch viel zu oft im Ohr, aber dieser Beitrag ist ein Ansporn mal wieder daran zu arbeiten.

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