Bis einer heult! • Muss ich da auch Kreischen?
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15. Januar 2007 | Pia Drießen

Muss ich da auch Kreischen?

Am 23.01.2007 spielen Juli im Paladium in Köln … und was ist? Ich finde niemanden, der mit mir hingehen möchte. Ähhh, ne Stehveranstaltung? Uhhh, Juli? Öhhh, im Paladium? Das sind so in etwa die Reaktionen, die am häufigsten kamen.

Am 11.02.2007 spielt Sasha in der Live Music Hall in Köln. Als ich endlich jemanden fand, der Sasha nicht für schwul, strunzdumm oder schleimig hielt und der gerne mit mir zu Sashas Greatest Hits-Tour gegangen wäre, war das Konzert natürlich ausverkauft.

Am 28.03.2007 spielen Tokio Hotel in der Kölnarena. Vier Wochen lang habe ich kaum jemandem verraten, dass ich Karten für eben dieses Konzert habe. Warum? Weil das ja peinlich ist. Weil es Tokio Hotel sind. Schnickschnack, sag ich da. Aufgepasst, hier kommt eine Ansage:

Seit ich diversen Freunden und Bekannten (alle 25+, meist männlich) davon erzählt habe, ein Tokio Hotel Konzert unsicher machen zu wollen, haben sich erstaunlich viele von diesen bei mir erkundigt, ob ich noch ne Karte hätte, ob ich schon eine Begleitung hätte … Inzwischen haben so viele Leute Interesse bekundet, sich das Spektakel doch auch mal ansehen zu wollen, dass ich inzwischen sogar überlege am 20.03.2007 zusätzlich noch nach Oberhausen in die König-Pilsener-Arena zu gehen, weil es dort noch eine größere Anzahl zusammenhängender Plätze gibt.

So, und jetzt erklär mir einer, warum ihr erwachsenen Menschen, die ihr das alles so sehr verabscheut, komischer Weise nicht davon überzeugt werden müsst, mich zu einem Tokio Hotel Konzert zu begleiten? Bei der Frage nach Juli oder Sasha aber nicht mal einen Gedanken an eine Zusage verschwenden und lieber gleich Kotz- & Würggeräusche zur Antwort geben.

Ich werde auf dieses Konzert gehen, meinen Spaß haben, wahrscheinlich sogar mitsingen, auf der Stelle hüpfen … all das. Ich werde einfach mal das tun, was Ihr alle da draußen nicht tun würdet, weil … ja, warum eigentlich? Vielleicht hindert Euch der Stock im Arsch daran. Vielleicht ist es aber auch einfach nicht Eure Musik, Euer Ding. Aber hey, dann lasst mir meinen Spaß und spart Euch Euren Gesellschaftskonformen-mit-dem-Strom-schwimm-Scheiß. Danke schön.

Meine Begleitung hat übrigens auf Lebtag was gut bei mir. Wegen saucooler und völlig unerwarteter Reaktion: „Ja, cool. Wir gehen zu Shanghai Puff. Das ist Punk. Muss ich da auch Kreischen?“

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
           

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