Web-Cupcake

30.12.2012

Immer wieder dachte ich in den letzten Wochen und Monaten an den ein oder anderen Artikel, den ich hier einmal verfasst habe. Sie fehlen mir. Diese kleinen Textstücke, das im-Archiv-wühlen, sich-Erinnern …

Daher habe ich mich entschlossen mein Webding wieder zu öffnen. Allerdings habe ich erstmal alle Einträge auf privat gesetzt und werde nun nach und nach die Artikel freigeben, von denen ich glaube, dass sie die Nachwelt noch erheitern und bewegen können.

Also quasi nicht die riesige Torte, sondern nur kleine Cupcakes.

Ob neue Einträge folgen kann ich Ihnen nicht versprechen. Vielleicht dann und wann einmal. Wenn es mich unverhofft doch noch mal übermannen sollte.

Bis dahin wünsche ich Ihnen nur das Beste.

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unbezahlbarer Beebie-Kwatsch

16.02.2012

Bei der Durchsicht der Speicherkarte aus der Digitalkamera des großen Beebies entsetzt feststellen, dass die eigene Brut einen auf der Toilette fotografiert hat. Beim Aufstehen von eben dieser. Bevor man sich die Hose hochzog.

Ach, vor allem witzig, wie lang ich die Fotos nicht mehr gesichert habe und die Kamera in dieser Zeit durch ein Dutzend Hände ging, die alle mal gucken wollten, was der große Beebie so knipst.

*hahaha* not.

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Grüß’ mir die Sonne!

04.01.2012

Fast in Vergessenheit geraten ist eine Geschichte, die mir die liebe Tine heute Morgen wieder in Erinnerung rief. Es begab sich knappe 20 Stunden nach der Geburt des großen Beebies. Der kleine frischgeschlüpfte Kerl hatte arg mit der Umstellung und dem Ankommen in der großen lauten und kalten Welt zu kämpfen. Sein Bäuchlein krampfte unter der ungewohnten neuen Nahrung Milch und es fehlte ihm anhaltend an Enge und Nähe. So kam es, dass ich ihn die erste Nacht seines Lebens im Fliegergriff, der gegen die Bauchkrämpfe helfen sollte, durch die stockdunkle Krankenhaus-Cafeteria trug und leise irgendeine Melodie summte. Irgendwann kam eine Hebamme dazu und riet mir, dem Kleinen doch etwas vorzusingen. Meine Stimme würde er ja aus der langen Zeit der Schwangerschaft kennen und das würde ihn sicherlich zusätzlich beruhigen und ihm Halt geben.

Ich begann also in meinen Hormonzersetzten Gedanken nach einem passenden Kinderlied zu suchen und fand … nichts. Als Kind konnte ich ganze Liederbücher in- und auswendig, von vorne nach hinten wiedergeben. Aber jetzt, 25 Jahre später, war da nur noch gähnende Leere.

Mein Blick fiel auf dieses arme wimmernde Würmchen auf meinem Unterarm, das ich weiterhin mit dem Gesicht nach unten wie ein kleines Flugzeug hin und her schaukelte. Fliegergriff eben.

Und alles was mir in dem Moment in den Sinn kam, war das Fliegerlied von Hans Albers (den meisten wird die Extrabreit Version aus den 80er geläufiger sein).

So war „Flieger, grüß mir die Sonne!“ das erste Lied, dass der große Beebie auf dieser Welt zu hören bekam. Die ganze Nacht durch. Immer und immer wieder. Kein Wunder also, dass ich heute schlagartig wehmütig werde, wenn ich das Lied höre und an unsere ersten gemeinsamen und sehr holprigen Stunden denken muss.

Flieger, grüß mir die Sonne,
grüß mir die Sterne
und grüß mir den Mond.
Dein Leben,
das ist ein Schweben
durch die Ferne,
die keiner bewohnt!

[bei Youtube lauschen]

Im Übrigen half ihm das Singen des Fliegerlieds auch über diese Nacht hinaus immer wieder sehr, um sich zu beruhigen und leichter in den Schlaf zu finden.

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“Die Mama hüpft SO!“

16.12.2011

Als die Jungs und ich heute Morgen durch den strömenden Regen endlich im Kindergarten angelangt waren, schüttelten wir uns kurz wie nasse Hunde und begaben uns zuerst durch den langen breiten Flur in Richtung Kindergartengruppe des kleinen Beebies. Da im Flur eine große hölzerne Weihnachtskrippe steht, welche die Jungs natürlich jeden Tag aufs Neue in Verzückung versetzt („Guck mal, Mama, der Engel hat ein Zauberstab!“ – „Nein Schatz, das ist der Stern von Bethlehem.“ – was muss der Engel den auch an einem langen Stab in der Hand halten?), muss ich immer so ein bisschen für Ablenkung und Entertainment sorgen. Ich hüpfe also leichtfüßig as leichtfüßig can be mit einem  Körbchen voll Rücksäcken, Mützen, Jacken, trallala in der Hand den Flur hinunter. Es dauert nur wenige Sekunden bis der große Beebie neben mir her hüpft.

„Mama, was machst Du da?“

„Ich hüpfe.“

„Warum?“

„Ich bin eine Elfe!“

Der große Beebie nickt beeindruckt und hüpft weiter neben mir her.

Während ich dem kleinen Beebie vor seiner Gruppe angekommen die Schuhe und die Jeanshose ausziehe, stürmt der große Beebie bereits die Gruppe und quasselt direkt auf die Kindergärtnerin des kleinen Bruders ein:

„Gumorg’n, Frau Gruse. Guck ma‘, die Mama hüpft so!“

Ich höre es donnernd hüpfen und springen und Frau Kruse lobt den großen Beebie beeindruckt für seine Sprungkünste. Dann fügt sie ungläubig hinzu:

„Und so hüpft die Mama?“

„Ja! Weißt Du, weil die Mama is eine Elfefant!“

DANKE! Sohn!


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Hauselfen-Content: Weihnachtsbäckerei

11.12.2011

Seit Tagen rede ich ja quasi von nichts anderem mehr, als von Weihnachtsplätzchen und -keksen. So richtig im Hauselfenstil habe ich nämlich tagelang geplant und eingekauft und gestern dann Weihnachtsbäckerei gespielt. Dabei kamen vier Sorten Plätzchen heraus, die ich Ihnen hier jetzt voller Stolz mal im Bilde präsentieren möchte.

Weihnachtsplätzchen-Quartett

Mandelsterne

Vanille-Marzipan-Kipferl

Linzer-Plätzchen

Schoko-Minz-Plätzchen

Und weil ich via Twitter und Facebook nun schon diverse Male nach dem Rezept der viel umschwärmten Schoko-Minz-Plätzchen gefragt wurde, verrate ich Ihnen das gleich mit. Nett, oder?

Schoko-Minz-Plätzchen

(nach fettigem, klebrigem, handgeschriebenem Blatt aus meiner ureigenen Rezeptsammlung):

Zutaten:

  • 370g Mehl
  • 3 TL Backpulver
  • 200g Schokolade mit Minzgeschmack ( nicht mit Minzfüllung!!!)
  • 300g Zartbitterschokolade
  • 200g Butter
  • 280g Zucker
  • 2 Päckchen Vanille-Zucker (kein Vanillin!)
  • 4 Eier (Größe M)
  • Puderzucker

Zubereitung:

Zuerst mische ich Mehl und Backpulver in einer großen Rührschüssel.

Dann schmelze ich die gesamte Menge Minzschokolade mit 200g Zartbitterschokolade entweder im Wasserbad oder in der Microwelle ein. Die flüssige Schokolade verrühren, damit sich die Sorten gut mischen und dabei vergewissern, dass keine Stücke mehr darin schwimmen.

Die restlichen 100g Zartbitterschokolade  hacken.

Die Butter ebenfalls schmelzen und im Anschluss mit dem Zucker und dem Vanillezucker erst vermengen und dann mit einem Handrührgerät schaumig schlagen.

Unter ständigem Rühren erst die geschmolzene Schokolade, dann die Eier und schließlich das Mehl-Backpulver-Gemisch nach einander hinzufügen.

Zum Schluss die gehakte Schokolade mit einem Löffel unterheben.

Der Teig ist dann sehr klebrig und zäh. Damit man ihn überhaupt weiter verarbeiten kann, muss er erst etwas fester werden. Dazu einfach Portionsweise in Frischhaltefolie einrollen und für circa eine Stunde ins Tiefkühlfach legen. Wer keinen Tiefkühler hat, der legt den Teig ebenso portioniert eine Nacht in den Kühlschrank an die Rückwand. Der Teig hat die richtige Konsistenz zur Weiterverarbeitung, wenn er seine Form behält und nicht mehr auseinander fließt.

Puderzucker in eine Schale geben. Den Teig aus der Frischhaltefolie befreien und in Würfel (ca. 2 x 2 cm) schneiden. Mit trockenen Händen Kugeln daraus formen und diese im Puderzucker wälzen bis sie rund herum bedeckt sind. Da der Teig mit der Zeit immer wärmer und weicher wird, bleibt der Teig irgendwann an den Händen kleben. Dann einfach mal die Hände unter eiskaltes Wasser halten und abschließend wieder gut abtrocknen.

Die gepuderten Teigbälle auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Zwischen den einzelnen Kugeln Platz lassen, da diese beim Backen wieder auseinander laufen.

Nach dem Backen direkt auf ein Rost geben und gut auskühlen lassen. Anschließend in einer großen Keksdose aufbewahren ;)

Backofen:

Die Plätzchen werden bei Umluft gebacken.
Auf 200 Grad vorheizen. Wenn die Temperatur erreicht ist auf 180 Grad runter schalten und das Blech in die Mitte des Backofens schieben.
Die Backzeit beträgt 10-12 Minuten. Bei Einhaltung der genauen Backtemperatur (wir haben ein zusätzliches Backofenthermometer) sind 10 Minuten genau richtig.

Wenn Sie nachbacken: machen und zeigen Sie Fotos, bitte!

Und einen schönen ruhigen restlichen III. Advent!


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