[krank]

26. Januar 2012 - 09:01 Uhr ♥ 5 Kommentarepermalink

In der 18 Woche inzwischen. Neben dem am Boden liegenden Immunsystem kauert mein leicht poröses Nervenkostüm. Ich möchte ganz viel Weinen. Ständig. Aber meine Beebies und der Mann lassen mich nicht. Die machen nämlich, dass ich dann doch Lachen muss. Leider geht das Lachen dann in ein nicht endendes Husten über. Immerhin ist danach ganz oft die Nase wieder frei. Die Beebies sind nicht besser dran. Der Mann auch nicht.

Ich möchte gerne weglaufen. Mit den Beebies und mit dem Mann. Vor einer desolaten Gesundheit, vor Sorgen, vor Verantwortung.

Ich möchte schlafen. Manchmal auch mehr als nötig.

(Und trotzdem glaube ich immer noch, dass 2012 ein ganz wunderbares Jahr wird. Dann halt später.)

Things that I never wanted to say #02

04. Januar 2012 - 12:46 Uhr ♥ 7 Kommentarepermalink

[TTINWTS] Einer meiner absoluten Favoriten. Gehört hier inzwischen zum Standard-Floskel-Programm, wenn die Beebies sich mal wieder in endloser Nascherei verlieren (gerade in der Weihnachtszeit, wo so’n Schokomann fast die Größe des kleinen Beebies hat) …

Beeindruckt den großen Beebie aber nicht wirklich. Weil …

“Wenna Popo zuklebt, macht Mama Heilwolle drauf. Ne, Mama?”

(Sorgen Sie sich nicht um den Zuckerkonsum der Beebies. Der ist sehr human und ausgewogen.)

Grüß’ mir die Sonne!

04. Januar 2012 - 08:28 Uhr ♥ 8 Kommentarepermalink

Fast in Vergessenheit geraten ist eine Geschichte, die mir die liebe Tine heute Morgen wieder in Erinnerung rief. Es begab sich knappe 20 Stunden nach der Geburt des großen Beebies. Der kleine frischgeschlüpfte Kerl hatte arg mit der Umstellung und dem Ankommen in der großen lauten und kalten Welt zu kämpfen. Sein Bäuchlein krampfte unter der ungewohnten neuen Nahrung Milch und es fehlte ihm anhaltend an Enge und Nähe. So kam es, dass ich ihn die erste Nacht seines Lebens im Fliegergriff, der gegen die Bauchkrämpfe helfen sollte, durch die stockdunkle Krankenhaus-Cafeteria trug und leise irgendeine Melodie summte. Irgendwann kam eine Hebamme dazu und riet mir, dem Kleinen doch etwas vorzusingen. Meine Stimme würde er ja aus der langen Zeit der Schwangerschaft kennen und das würde ihn sicherlich zusätzlich beruhigen und ihm Halt geben.

Ich begann also in meinen Hormonzersetzten Gedanken nach einem passenden Kinderlied zu suchen und fand … nichts. Als Kind konnte ich ganze Liederbücher in- und auswendig, von vorne nach hinten wiedergeben. Aber jetzt, 25 Jahre später, war da nur noch gähnende Leere.

Mein Blick fiel auf dieses arme wimmernde Würmchen auf meinem Unterarm, das ich weiterhin mit dem Gesicht nach unten wie ein kleines Flugzeug hin und her schaukelte. Fliegergriff eben.

Und alles was mir in dem Moment in den Sinn kam, war das Fliegerlied von Hans Albers (den meisten wird die Extrabreit Version aus den 80er geläufiger sein).

So war „Flieger, grüß mir die Sonne!“ das erste Lied, dass der große Beebie auf dieser Welt zu hören bekam. Die ganze Nacht durch. Immer und immer wieder. Kein Wunder also, dass ich heute schlagartig wehmütig werde, wenn ich das Lied höre und an unsere ersten gemeinsamen und sehr holprigen Stunden denken muss.

Flieger, grüß mir die Sonne,
grüß mir die Sterne
und grüß mir den Mond.
Dein Leben,
das ist ein Schweben
durch die Ferne,
die keiner bewohnt!

[bei Youtube lauschen]

Im Übrigen half ihm das Singen des Fliegerlieds auch über diese Nacht hinaus immer wieder sehr, um sich zu beruhigen und leichter in den Schlaf zu finden.

Things that I never wanted to say #01

03. Januar 2012 - 08:28 Uhr ♥ 11 Kommentarepermalink

Es gibt da so Sätze, im Leben eines Kindes und später auch im Leben eines Teenagers, von denen man immer fürchterlich genervt war und bei denen man sich immer schwor, sie niemals den eigenen Kindern vorzubeten. Allein der Vorsatz verdient schon Anerkennung, wie ich finde, denn … ja, denn: es kommt ja doch anders.

Als inzwischen zweifache Beebiemutter musste ich erkennen, dass diese Sätze eben doch zu tief eingebrannt sind, oder – was ja noch viel schlimmer ist – einen sehr wahren Kern haben.

Ich präsentiere Ihnen hier nun also ab und an die Sätze, mit denen mich meine Eltern furchtbar nervten und die ich inzwischen dennoch das ein oder andere Mal meinen Beebies gegenüber laut geäußert habe.

Ich habe inzwischen ein gutes Sammelsurium an Things that I never wanted to say-Sprüchen zusammen, aber mit einem muss man ja anfangen. Und weil es gerade sehr aktuell ist und ich den großen Beebie des Öfteren versuche mit diesem Ausruf davor zu bewahren, gegen Laternen, Autos oder Hauswände zu rennen:

Der große Beebie kann übrigens schon sehr hübsch und ausdrucksstark mit den großen wasserblauen Augen rollen.

Das war 2011

31. Dezember 2011 - 15:02 Uhr ♥ 1 Kommentarpermalink

Fortsetzung aus dem letzten Jahrzehnt!

2011

Wir kommen nach nur wenigen Wochen im neuen Haus endlich richtig an und leben uns sehr schnell ein. Das erste dreiviertel Jahr nähe ich die meiste Zeit für Tante Pi oder schreibe Auftrags- Artikel für Blogs, Foren, Online-Magazine mit Themenschwerpunkt Schwangerschaft, Mutter sein und Beebiedingse.

Im Sommer kehre ich nach 2jähriger Elternzeit zurück ins reguläre Berufsleben, nachdem ich meinen Traumjob in Teilzeit in örtlicher Nähe angeboten bekam. Die Beebiejungs gehen zunächst zu einer Tagesmutter und ab dem Spätsommer dann in den Kindergarten, jeder in eine Gruppe. Tante Pi bleibt leider auf der Strecke. Das Schreiben ist weiterhin Nebenberuf.

Wir machen spontan Urlaub in Zeeland, genießen trotz durchwachsender Wetterlage den Strand, das Meer und die Abwechslung. Ich werde beinahe vom Bollerwagen, besetzt mit beiden Beebies, überrollt, komme aber mit dem Leben davon (der Mann sagt, ich dramatisiere. Pff.)

Ich werde erneut schwanger. Mein Traumgewicht von 58kg wird bis zum Jahresende um 10 addiert. Ich trage es mit Fassung, Würde und dem geheimen Wissen um das Geschlecht des neuen Beebies.

Der große Beebie lernt Sprechen wie eine Eins. Im letzten Jahresdrittel sehnen wir bereits die Zeit zurück, in der er nicht sprechen konnte. Er ist wissbegierig („Was machst Du da?“ „Was ist das?“ „Wer ist das?“) und ein kleiner Klugscheißer („Mit beiden Händen trinken, Sasa! Schlabbast!“ „Mütze an, Sasa! Is‘ kalt drauß’n!“.

Der kleine Beebie lernt Laufen und erste Worte wie „NAAAIIIIN!!!!“ und „Bombom!“. Ganz im Gegensatz zu seinem übervorsichtigen Bruder hat er so gut wie gar keine Angst, erklettert jedes Hindernis und bringt mich mit seinen Stunts mehr als einmal an den Rand eines Nervenzusammenbruchs.

Wir sind in 2011 total Familie, fühlen uns überwiegend gut und sind glücklich über das was wir haben (nähmen aber auch noch ein bisschen mehr Glück, Geld, Sorglosigkeit).

Ende des Jahres macht unser Kühlschrank (2008) die Grätsche, das Lupochen (2002) muss zweimal in die Werkstatt, kann aber gerettet werden. Eine erwähnenswerte Anschaffung wird in 2011 nicht getätigt.

2012