Die WG-Problem-Lösung

Azubi Pjöni berichtete mir, dass er ein Angebot zum Einzug in eine WG bekommen hätte. Da ich absolut kein WG-Typ bin und Pjöni eigentlich auch nicht, wie er mir erzählt, erkläre ich ihm mit Hilfe sämtlicher Vorurteile, die mir einfallen, dass er das lieber lassen soll. Vom Gemeinschaftsklo, auf dem immer das Klopapier alle ist, über Schimmel und Kakerlaken in der Küche bis hin zum ständig leergefressenen Kühlschrank.

Heute jedoch, ist der Termin mit dem Kerl, in dessen WG er einziehen soll. Seine Mama ist dafür, sagt er, und ich beginne fieberhaft Gründe zu erfinden, wieso er doch nicht in diese WG ziehen sollte.

Ich erkläre ihm ein mögliches Entkommen so:

„Wenn Du nach Hause kommst, dann rennst Du schnurstracks in sein Zimmer, klemmst Dir Deinen Rechner unter den Arm und verlässt möglichst auffällig wieder das Haus. Beim holen des Monitors wird Deine Mama Dich dann fragen, was Du vor hast und dann sagst Du einfach: ‚Ich ziehe in die WG. Jetzt. Sofort. Die nehmen da alle Drogen die es so gibt und als Mitbewohner bekomm ich 20 % auf alles*!'“

Pjöni scheint von meiner Idee nicht so überzeugt.

*außer Tiernahrung

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33 Heulsusen

  1. Nach meinen WG-Erfahrungen muss man gleich von Anfang an klare Kante fahren, was beispielsweise Mitbenutzungen, Kühlschrankplünderungen und Putzpläne angeht. Was aber nicht so leicht ist, denn dann muss man sich natürlich auch selber am Riemen reißen. Aber so als soziales Kontrollinstrument für nicht vollkommen Merkbefreite ist eine WG gar nicht so schlecht.

  2. Tim

    Also ich finde WGs prima. Nicht langfristig und nicht mit jedem x-beliebigen, aber die Erfahrung kann man doch durchaus mal machen finde ich. Und mit Erfahrung müssen da jetzt nicht die von Ihnen arg strapazierten Ekelklischees herhalten, ich kenne nämlich genug WGs – meine eigene eingeschlossen – in denen nichts von alledem zutrifft. :razz:

  3. Mit der Riesen-WG, in der ich drei Jahre lebte, kam ich ruchtig gut klar: Der Putzdienst beschränkte sich auf das eigene Zimmer, den Rest erledigte eine Mobelfe. Die Sache mit dem Kühlschrank – naja, ging so, aber es gab ja dafür auch dreimal täglich was zu beißen, ohne dass man eine Küche dafür dreckig machte…

    Internatsleben ist eigentlich ganz cool…

  4. Ich habe 5 Jahre WG Leben in Köln hinter mir und auch wenn es richtig schlechte Tage gab, fand ich das Gesamtergebnis doch nachahmenswert. Das Beste ist, dass man nie alleine sein muss, wenn man es nicht will. Und am Küchentisch nett ein Glas Wein zu trinken ist immer lustig. Leer gefressenen Kühlschrank gab es bei uns nie (!) und auch mit dem Putzen gab es keine Probleme. Ich denke das ist alles nur eine Frage der Organisation.

    Und letztlich ist doch alles besser als daheim bei Mami zu wohnen, oder? :wink:

  5. Also ich persönlich fand es „bei Mami“ nicht schlecht. Es kommt ja auch immer darauf an, welche Freiheiten man genießt. ich war trotzdem sehr froh, dass ich nach dem Abi direkt in meine eigene Wohnung ziehen konnte und nicht erst in einer WG unter kommen musste.

    Es gibt eben Menschen, für die das nichts ist. Ich bin einer davon!

  6. Ich auch. Ich wollte meine eigene Wohnung mit eigener Küche und eigenem Bad. Ein kleineres Zimmer bzw. eine höhere Miete hab ich dafür in Kauf genommen.

  7. Ich überleg mir gerade auch, sobald ich meinen Lappen habe auszuziehen…
    Hotel Mama ist zwar schön und gut. Aber es geht ums Prinzip…
    Ich würde als Kerl ja in eine Frauen WG ziehen… Weil Männer sind sooooooooo langweilig :pfeif:

    Außerdem machen Mama und Papa Nachts manchmal so komische Geräusche :flenn:

  8. WG wäre für mich Einzelkind ebenfalls die Hölle gewesen. Ich brauche viiiiel Raum ganz für mich alleine :-)
    @Adel: Igitt – Eltern die nachts Geräusche machen. Sowas hab ich dem Himmel sei dank nie gehört :shock:

  9. Ich hatte Glück und Pech mit WGs (damals, vor vielen Jahren, als ich noch jung war) :

    Zuerst hab ich mit 4 Mädels in einer alten Villa mit riesigem Garten und ebensolchem Balkon gewohnt – und wir hatten ’ne Menge Spaß. Danach bin ich mit meinem damals besten Kumpel in eine 2,5-Zimmer-Plattenbau-Wohnung gezogen , wo er zum Ar***loch mutierte, das nix von Putzen oder Wäsche waschen hielt, mir dafür aber regelmäßig den Kühlschrank leer fraß.

    Heute lebe ich wieder in einer WG – und zwar in einer durch Verlobung besiegelten vorehelichen. Und nun bin ich das Ar***loch, das nichts von Putzen oder Wäsche waschen hält, dafür aber regelmäßig den Kühlschrank leer frisst. :grin:

  10. Tigerente

    Ich bin auch kein WG-Mensch (glaub ich zumindest):???:. Bin ganz froh, dass ich mit meinem Freund in unserer gemütlichen Wohnung wohne und nicht mit (am besten noch) fremden Menschen eine Zweckgemeinschaft bilden muss. Ich glaube aber auch, dass es Spass macht nach Hause zu kommen und immer jemanden zum Quatschen oder so da zu haben, aber ich glaub ich bin nie in eine WG gezogen, weil ich angst davor hatte, dass man all das eben gerade mit den Menschen NICHT machen kann … :roll:

  11. Herr G.: Nein … solang man das selbe Bett teilt ist das für mich keine WG, sondern eine LG. Der stört sich auch nciht dran, wenn ich nackt durch die Küche renne und ich werde gefragt, ob ich dann und dann Besuch haben mag.

  12. Herr G

    …wenn Sie mit LG=LebensGemeinschaft meinten, ist für mich eine WG auch eine LG, es bedeutet(e) für mich schon mehr als eine Zweckgemeinschaft, wenn sie aber mit LG (+i, -n) meinten, ist es natürlich was anderes…
    wenn das mal jetzt nicht zu wirr war:grin:

  13. Ich kenne nur ein funktionierende WG, die allerdings funktioniert sei mehr als 25 Jahren!!! Und das geht so: Keiner der fünf Bewohner hat oder hatte eine sexuelle Beziehung zu einem der anderen. Jeder hat ein eigenes Telefon – ist im Zuge der Handies sicher nicht mehr so wichtig – . Sie haben eine Geschirrspülmaschine und eine Putzfrau, die auch die täglichen Einkäufe erledigt. Nur so geht es offenbar. Meine WGs haben nie lang funktioniert, weil immer mindestens einer der o.a. Puntke nicht zutraf.

  14. Hab selbst drei Jahre in einer WG gewohnt, war ganz ok. Aber ein paar meiner Bekannten hatten richtig Ärger mit ihrer jeweiligen WG, das ging bis zur permanenten Zerstörung von Freundschaften. :notfunny:

  15. Helmut

    Nachdem mein (unser) Sohn ausgezogen war, können wir mal wieder richtige Nachtgeräusche machen. Vielen Dank mein Sohn.:razz:

  16. Hab mal 11 Monate mit einem Freund zusammengelegt. War so ne Not-am-Mann Geschichte da er aus seiner alten Wohnung raus musste und dann eben die Zeit bei mir eingezogen ist. Vorteil: Er kann gut kochen und so war meine Lebensmittelversorgung gesichert. Es war auch recht lustig weil wir uns eben auch so gut verstehen. Nachteil: Die Wohung ist zu klein für zwei. Wir sind beide keine Sauberkeitshlden. Und Mietrechtlich legal war es auch nicht so ganz. Naja, aber lustig war es irgendwie schon. Aber auch stressig.

  17. Herr D.: Jaaaa. Und eben deshalb weiß ich, dass das für mich NIX ist. Davon abgesehen war das ja keine richtige WG, sondern noch ne Nummer härter. Von wegen Mehrbettzimmer und Gemeinschaftsdusche *schüttel*

  18. Herr D.

    Zumindest war der Kühlschrank sicher nie leer,
    es gab keinen Streit wer putzen muß und bekocht wurden
    Sie auch noch :grin:

  19. Also ich habe 2 Jahre schlechte WG Erfahrung hinter mir. Das reicht erstmal. Ich bezweifel nicht, daß es auch sehr gut gehen kann, aber wie man lesen kann, haben viele auch schlechte Erfahrungen gemacht. Ich wohne jetzt allein als Student in einem Zimmer gaaaaaanz für mich allein :grin:

  20. Ein paar Monate in einer Frauen-WG haben mir gereicht. Die langen Haare im Abfluss und die nächtlichen Koch-Brech-Anfälle einer meiner Mitbewohnerinnen haben mich von Anfang ang genervt. Und wenn man dann noch in einem Durchgangszimmer wohnt hat man eh die Ars…karte gezogen. Ich habe mir gesagt, nie wieder. Jetzt wohne ich mit zwei Männern zusammen :luv: und bin völlig zu frieden.

  21. … spät, aber immerhin: ich habe zwar nur wenig, aber dafür immerhin recht unterhaltsame wg-erfahrungen.
    naja, man kann wahrscheinlich solche und solche erfahrungen machen; ich kenne ein paar menschen, die seit über 10 jahren glücklich in der wg wohnen.
    wobei, wenn ich recht überlege – die sind mir schon ein bisschen komisch…

  22. Ich habe im Studentenwohnheim 3 Jahre in einer 4er Frauen-WG gelebt. Die ganze Wohnung bemaß knapp unter 50qm, Durchgangszimmer. Privatsphäre existiert dort nicht. Danach hasst man sich oder man liebt sich. So oder so, man kennt sich. Wobei meine WG die einzige Frauen WG ist, die ich kenne und sich nicht total zerstritten hat. Es war lustig, wir haben viel erlebt und mit meiner damaligen Zimmergenossin bin ich immernoch eng befreundet. Trotzdem möchte man irgendwann auch sein eigenes Reich haben. Deshalb war ich dann recht froh als ich mein Einzelzimmer in der 6er Männer-WG bekommen habe und dass ich mir mittlerweile eine eigene Wohnung leisten kann.

  23. Janina

    also ich bin vor einem monat ausgezogen …in eine wg. ich glaub wenn man wirklich sich überlegt in eine wg zuziehen muss man damit rechnen das solche sachen(leerer kühlschrank,chatische küche,dreckiges bad) vorkommen!bei uns is t esgott sei dank nicht.jeder macht sein kram weg und wenn nicht dann macht es der andere eben wenns dem stört!!!!!!mann muss einfach tolerant sein!!!!!!
    und ich hab jetzt schon gemerkt,dass ich durchdrehe, wenn meine mitbewohnerin mal am we weg ist…ich kann mir ein leben gar nicht mehr vorstellen!!!!!!!:luv:

  24. Micha

    Niemals werde ich mehr in eine WG ziehen. Habe 2 Monate in ener gewohnt.

    Mein WG Mitbewohner ist regelmäßig ausgerastet un dht mich sinnlos beschimpft. Er hat mein Essern gefressen obwohl ich ihm 2mal gesagt habe, das ich gene die Lebensmittel trennen möchte…

    Bin ich froh das ich da draußen bin!

  25. Robert

    wie war das bei euch mit dem altersunterschied?
    kann ich mich mit 18 an eine WG wagen, weil die meisten sind ja dann 20 und älter oder ist das ein bisschen gefährlcih?

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