Bis einer heult! • flambierter Mitternachts-Toast
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24. Januar 2006 | Pia Drießen

flambierter Mitternachts-Toast

Eben rief mein Vater an und berichtete mir, dass er die ganze Nacht auf der Strasse verbracht hätte. Der dramatische Unterton lässt auf alles schließen. Ausgeraubt? Schlüssel verloren? Vergessen wo er wohnt?

Nein, sein allein stehender Nachbar wollte sich wohl um 2 Uhr nachts einen Toast machen, denn um 2:30 Uhr hörte mein Vater etwas prasseln. Das Öffnen der Haustür bewies ihm, dass es brannte und zwar so sehr, dass er keinen Schritt aus seiner eigenen Haustür machen konnte, da der ganze Flur verqualmt war. Nachbars-Wohnungstür stand sperrangelweit offen.
Polizei und Feuerwehr gerufen, welche dann auch direkt mit 8 Feuerwehrwagen, 4 Polizeiautos und 2 Rettungswagen ein Großaufgebot schickten. Durchs Fenster wurde meinem Vater dann klar gemacht, er solle sofort seine Wohnung verlassen, der Rauch stände nur im oberen Geschoss und wenn er die Luft für 2 Treppenabsätze anhalten würde, wäre das Durchqueren des Hausflurs unbedenklich.

Gesagt. Getan.

„Na, wir haben dann 2 Stunden auf der Strasse und 1 1/2 Stunden im Feuerwehrwagen verbracht, während die Feuerwehr hunderte Kubikliter Wasser in Nachbars-Wohnung gepumpt hat. Nach einer Wohnungsbegehung durch die Feuerwehr durfte ich dann noch eine halbe Stunde in meinem Wohnzimmer schlafen, weil im Schlafzimmer zuviel Qualm war … dann bin ich zur Arbeit gegangen.

Und wie es nun zu dem Feuer gekommen ist, will ich natürlich wissen.

„Der Nachbar wollte sich wohl einen Mitternachts-Imbiss gönnen und dabei ist sein Toaster hoch gegangen.“

Man sollte nun auch wirklich nach 18 Uhr nichts mehr essen. Das weiß doch jedes Kind!

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Amtsleiter / Jan 24 2006

    Man sollte wohl besser elektrische Geräte nur unter Aufsicht verwenden. Wie es in jeder guten aber nie gelesen Gebrauchsanweisung steht.

  2. mS / Jan 24 2006

    und vor allen dingen sowas nicht nachts machen, da man eh über den hunger einschläft!

    es ist eben doch so, essen nach 18 uhr kommt so ziemlich jedem teuer zu stehen! und in dem falle ganz besonders teuer… :shock:

  3. Die Bloggerette / Jan 24 2006

    Das hatte ich hier vor einigen Monaten auch. Meine Nachbarn hatten Öl auf dem Herd stehen lassen. Erstaunlich, wie lange sich Rauchgestank trotz offener Fenster in der Bude hält…

  4. Jau, dein Vatter weiß auch wat klotzen heißt, selbst wenn er :schnarch: ist. Sauber!

    Wie geht’s dem Nachbarn? Wo hat der sich eigentlich rumgetrieben? Ist die Feuerwehr durch nachbars Anruf erschienen, oder war das Deinem Vater zu verdanken?
    Fragen über Fragen…

  5. Pia / Jan 24 2006

    Die Feuerwehr wurde durch meinen Vater alarmiert. Der nachbar war in seiner Wohnung, hat weder geschlafen noch ist er verletzt. Weiß der Geier, was der da getrieben hat.

  6. Dave-Kay / Jan 24 2006

    Wenn der Toaster explodiert ist, den Hersteller verklagen, ist doch klar.

  7. G. / Jan 24 2006

    Wäre ja nun mal interessant zu erfahren, warum der Nachbar die Feuerwehr nicht gerufen hat:?:

  8. R. / Jan 24 2006

    Das ist aus der Kategorie: Action auf die man gern verzichten kann.

  9. marcc / Jan 24 2006

    Weiß der Geier, was der da getrieben hat.

    Gerade mal geschaut, im FreeTV kamen jedenfalls keine Softpornos.
    :grin:

  10. Legolas / Jan 24 2006

    Ich frage mich, wie man seinen Toaster manipulieren muss, damit er Feuer fängt. Klingt für mich nach einem netten aber demnächst aufgeklärten Versuch, die Geduld der Versicherung auf die Probe zu stellen.

  11. TabTwo / Jan 25 2006

    Vor allem, warum war die Türe des Nachbarn offen? Warum schickt die Feuerwehr jemanden ohne Begleitung durch den Rauch? Das kann ich fast net glauben, ehrlich net. Für so was gibts Fluchthauben und die nimmt ein Trupp unter Atemschutz mit rein.

  12. eco / Jan 25 2006

    Dazu fällt mir auch was ein: Vor drei Jahren wohnte ein Freund ein paar Monate bei mir. Er wollte sich auch Nachts (im Suff) etwas kochen. In der Früh wache ich auf, gehe in ein total verqualmtes Wohnzimmer und weiter in die Küche, wo ein Topf auf dem voll aufgedrehten Herd stand. In selbigen befand sich wohl mal Essen, aber nun war es reine Kohle. Passiert ist zum Glück nix, nur der der Topf war hinüber. Aber das hätte auch anders ausgehen können…

  13. Pia / Jan 25 2006

    Wenn die Polizei vor der Feuerwehr da ist und beurteilen kann, ob der Qualm im ganzen Hausflur, oder nur in einer Etage steht, wofür soll man dann noch 5 Minuten warten, um die Person noch zusätzlich zu gefährden?

    Legolas: Jaaa, jaaa, also ich will da nicht Spekulieren, aber jetzt wo Du es sagst …

  14. Tobias K. / Jan 25 2006

    *umpf* Nachdem man bei uns in der Straße ja eine Brandanschlagserie vermutet (8 Feuer in 6 Monaten) und ich dann noch Deinen Artikel gelesen habe – hab ich heute Nacht geträumt, dass unser Haus brennt.

    Du solltest solche Artikel besser kennzeichnen. Etwa „Vorsicht! Pyrophobe Personen können mit diesem Artikel getriggert werden.“

  15. Leo / Jan 25 2006

    @13: sowas kann auch echt böse ausgehen. In dem Buch „Die Sprach der Toten“ (Fälle der Gerichtsmedizin) war mal die Rede von einem Fall, bei dem ein älteres Ehepaar Erbsen kochen wollte aber im Wohnzimmer eingeschlafen ist. Das Wasser im Topf verdampfte und die Erbsen begannen zu verkoken. Das sich entwickelnde Kohlenmonoxid hat die beiden für immer einschlafen lassen.

    Keine Ahnung ob das wirklich stimmt oder ob das soweit möglich ist, aber interessant ist das schon. Mord durch Erbsen ;)

Trackbacks und Pingbacks

  1. rettungstrupp
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