Ich hab nicht nachgedacht …

… wird mir jetzt bewusst.

Das ein oder andere Mal habe ich in der Vergangenheit lachend über meine Saufeskapaden berichtet. Wieso auch nicht? Erst vergangenes Wochenende, beim Besuch meiner Eltern, sprachen wir wieder darüber, dass ich ein sehr regeltreues pubertierendes Kind war, außer das mit dem Alkohohl … huihuihui.

Natürlich kamen wir irgendwann auch auf die viel beschrieenen Flatrate-Partys von denen man derzeit allerorts lesen kann. Nein, so was gab´s damals natürlich nicht. Damals© konnte ich mir am Abend vier Log Island Icetea genehmigen. Das kostete mich dann zwanzig Mark und damit war ich für den Rest des Wochenendes aber auch pleite. Vier Long Island Icetea sind aber auch mehr als genug, für einen so jungen Körper.

Ich erinnere mich heute, im Kreis von Freunden, gerne zurück. Weil es im Nachhinein und rückblickend sehr lustig war … aber damals©, da war das weniger zum Lachen.

Gestern Abend sah ich dann einen Bericht auf RTL. SternTV, wenn mich nicht alles täuscht. Dort setzte man drei Kinder von neun bis elf Jahren mit Wodkaflaschen und Alkopop bewaffnet in eine Fußgängerzone. Natürlich wurden die Getränke vorher ausgetauscht. Und dann kam eigentlich das, was mich wirklich erschütterte. Bis auf zwei junge Frauen, die wahrscheinlich selber gerade ihrer wilden Zeit entronnen waren, sprach niemand diese Kinder an. Kinder, verdammt! Die Leute glotzen, schütteln vielleicht noch den Kopf, aber gehen dann weiter. Hallo? Deutschland? Das sind Kinder!

Wir sind damals beim Rauchen mit fünfzehn noch regelmäßig angesprochen worden. Uns wurde mit Polizei oder den eigenen Eltern gedroht. Das hat damals© noch gewirkt.

Ich saß also vor dem Fernseher und fragte mich, was ich getan hätte? Wäre ich an diesen Kindern vorbei gekommen, ich hätte sie angesprochen und ich hätte ihnen die Flaschen weggenommen. Da bin ich mir sehr sicher. Aber wäre diese drei „Kinder“ ein, zwei Jahre älter gewesen, hätten sie ihre Kappen schräg getragen und die Hosen zu tief … dann weiß ich nicht, was ich getan hätte. Schon gar nicht, wenn sie alkoholisiert sind. Zum Schluss bekommt man noch eins auf die Fresse … weil man helfen wollte. Helfen? Nein, Maßregeln … in den Augen der „Kinder“ jedenfalls.

Ich gab das Trinken mit achtzehn, nach vier Jahren des regelmäßigen und überhöhten Alkoholkonsums, dran. Von Heute auf Morgen und das konsequent. Denn ich wollte lieber Auto fahren, nicht auf den Bus oder die Bahn warten müssen, mobil sein. Ich trinke heute noch äußerst selten und vertrage dann leider auch fast gar nichts.

Vielleicht schützte mich nur meine eigene Faulheit vor einer Säuferkarriere. Im Nachhinein und Rückblickend kann man das wohl nicht abschließend bewerten.

Am vergangenen Wochenende, als wir darüber sprachen, sagte meine Mutter Dinge wie: „Sei froh, dass ich Dich nicht betrunken erlebt habe.“ Und ich weiß, warum ich ihr nie betrunken gegenüber getreten bin. Ich habe mich geschämt! Aber dennoch hat mich der gestrige Beitrag zu einem Entschluss gebracht: Meine Geschichten sollte und werde ich weiterhin erzählen. Doch werde ich mich bemühen, die wahre Scham, die ich damals empfand, die Angst, das Unwohlsein, dieses „Ich kann alles“ und auch das „Ich werde sterben!“-Gefühl deutlicher herauszustellen.

Kein Lachen. Kein Beifall. Die Wahrheit.

Ich habe eine fünfzehnjährige Nichte und mir wird bewusst, dass ich ihr ein sehr schlechtes Beispiel biete. Sie liest hier mit, dann und wann.

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25 Heulsusen

  1. Ich frage mich seit Wochen, ob die Kid heute wirklich mehr saufen, als wir es damals taten. OK, Flatratesaufen gab es nicht. Aber beängstigende Mengen billigen Alk hatten wir damals auch. Und es kam mehr als einmal vor, dass einer von uns eindeutig zuviel getrunken hatte. Allerdings bilde ich mir auch ein, dass die Wirte damals mehr auf Zack waren. Wir hätten als Heranwachsende niemals bis zur Besinnungslosigkeit in einer Kneipe bechern können.

  2. Ich habe es auch mehr als selten erlebt, dass Kinder unter sechzehn überhaupt in einer Kneipe bedient wurden, wenn sie nicht in Begleitung eines Erwachsenen waren. Ich denk schon, dass die „Säufer“ immer jünger werden und immer weitere gehen … wir haben bis zum Kotzen, oder auch mal bis zum Filmriss gesoffen … aber ins Koma????

  3. Ich finde das Thema ist vorbei. Jede Generation hat getrunken, mein Vater erzählt mit heute noch wie er 90% Alkohol mit Orangensaft gemischt hat. Meine Oma erzählt mir, wie sie mit einen angetrunken Mann auf dem Moped mitgefahren ist(über den Leipziger Ring, die meist befahrenste Straße in Leipzig). Jeder Jugendliche trinkt, trinkt auch mal über den Durst. Aber nur weil sich jetzt einer Tod getrunken hat (was sicher auch damals vorgekommen ist) wird jetzt wieder eine Medienschlammschlacht inszeniert das es echt nicht mehr schön ist.

    Erst verbieten sie Alkopops, dann kommt halt Mischbier. Die Industrie findet immer einen Weg junge Trinker heranzulocken. Und wenn jemand wirklich schon mit 11-13 Jahren trinkt, dann liegt das an der Erziehung und nicht an den Getränken.

    Ich selber hab mit 16 das 1. mal von Alkohol gekotzt, hatte mit 17 meinen 1. Filmriss. Seitdem kann ich aber einschätzen wie viel ich vertrage und wann es lieber gut sein sollte. Ich kann auch mal komplett auf Alkohol verzichten.

    Welche Party ist spannender ? Die mit oder die ohne Alkohol.. ? Eigentlich traurig..

    // meine wirren Gedanken

  4. Und wenn jemand wirklich schon mit 11-13 Jahren trinkt, dann liegt das an der Erziehung und nicht an den Getränken.

    Dem widerspreche ich ganz klar! Allerdings liegt es wohl auch kaum an den Getränken … da spielen die Faktoren Gesellschaft, Medien und Freundeskreis eine ganz entscheidende Rolle.

  5. Wenn ein Kind nicht mitbekommt das es in seinen jungen Jahren Gift für ihn ist, dann muss es an der Erziehung liegen. Die Medien schreien doch gerade auf, wie schlimm das alles ist. Aber machen sie etwas dagegen? Heute wurde ich schon als Junge der „Generation Flatrate“ angesprochen.. Sich beruhigen wäre eine gute Sache.. Vor allem die Medien.

    Nehmen wir mal an ich wäre 12, ein Freund sagt zu mir, komm wir klauen jetzt die Tasche, klaue ich dann gleich die Tasche? Nein. Wenn mir meine Eltern erzählen, das klauen scheiße ist und ich damit richtige Probleme bekommen kann, klaue ich diese Tasche eben nicht genauso verhält sich das mit dem Alkohol.

    Anderes Beispiel: Meine Eltern + meine Schwester haben damals wo ich 12-15 war geraucht. Hab ich geraucht? Nein. Man hat auch mit 12-15 schon einen Menschenverstand den man einsetzen sollte. Klar ist man nicht voll von Erfahrung, ich fand damals rauchen schon scheiße und finde es heute immer noch.

    Ich finde man unterschätzt auch die pubertierenden, klar kommt er darauf an in welches Umfeld man hineingeboren wird. Der eine muss mehr kämpfen der andere weniger. Trotzdem können beide Intelligent sein.

    Erziehung ist das A und O. Genauso wie ganztags Betreuung. Wenn ich 13-14 bin und den gesamten Tag nichts zu tun habe, meine Eltern arbeiten sind, dann hat man Langeweile und baut unweigerlich scheiße (viele zumindest). Argh, das Thema regt mich z.Z. so auf.

  6. Lieber ritman, Du weißt, dass ich Deine Meinung sehr schätze, aber das, was Du hier schreibst ist dermaßen naiv, dass es mich gruselt. Wenn Erziehung alles ist, wieso sind dann Geschwister so unterschiedlich? Wieso bekommt der eine Probleme mit Drogen, der andere nicht? Das ist eine zu einseitige Betrachtung einer „Kinderwelt“. Die Faktoren der Beeinflussung sind weitaus vielfältiger. Aber das möchte ich hier jetzt auch nicht im Grundsatz diskutieren.

    BTW hab ich mich bisher immer darüber geärgert, zur Generation Golf zu gehören … Generation Flatrate ist aber um ein Vielfaches schlimmer. Gut, dass der Kelch an mir vorbei gegangen ist.

  7. Aber du kannst auch nicht abstreiten das die Erziehung ein wichtiges Mittel ist um Kinder davor zu bewahren Gesellschaftlich abzudriften. Das ein Kind einen eigenen Kopf hat, ist klar. Aber die Prägung findet durch die Eltern statt. Ich hab einen sehr interessanten Artikel über die Verwahrlosung von Kindern im Zusammenhang mit Pornos gefunden (ein wenig provokativ geschrieben) :
    http://www.stern.de/politik/deutschland/:Sexuelle-Verwahrlosung-Voll-Porno!/581936.html?nv=ct_cb

    Es geht ja auch nicht darum Verbote oder dergleichen auszusprechen, es geht darum mit seinem Kind darüber zu reden. Selber sagen man hat getrunken, das es nicht nur Vorteile hat. Ein wenig Menschenverstand.

    Klar ist es verantwortungslos, als Kellner, wenn man sieht der hat schon 15 Tequilas weg. Aber dieser Kellner denkt auch nur an sein Umsatz (bzw. interessiert es ihn nicht). Kinder sollten geschützt werden, ohne Verbote, Verbote machen alles reizvoller.

  8. Mal ganz ehrlich: welcher einer hatte noch keinen Vollrausch? Welcher einer hatte noch keinen Spaß, wenn er ordentlich einen sitzen hatte? Richtiiiisch. So. Das ganze Gesummse um Flatrate-Parties hin oder her ist mir an sich völlig gleich. Ich finde die Dingers sogar gut. Kalkulierbare Kosten, man weiß, was einen erwartet, aber jetzt kommts: Erziehung. Es sind die Eltern. Wo ist der Unterschied zu früher? Einen Vollrausch bis zur Besinnungslosigkeit konnte ich mir auch früher mit Kumpels zu low cost aneignen. Haben wir auch gemacht. Aber es kommt darauf an, seine Grenzen zu kennen. Respekt zu haben, vor dem eigenen Körper, vor anderen. Eben NICHT jedes WE zu saufen bis es nicht mehr geht. Ich stimme zu: solche Parties machen es leichter, verführen, locken. Aber wird hier nicht wieder an den falschen Ecken angesetzt? Die Symptome bekämpft, nicht die Ursachen.

    Ich mache es mir einfach und schiebe es auf die Eltern. Es ist die Erziehung zu Hause, die fehl schlägt. Es sind die Werte, die fehlen. Verbote sind der falsche Weg.

  9. Generation Flatrate, interessant, höre ich zum ersten Mal. Ist vermutlich nur noch nichts bis ins Gebirge vorgedrungen…

    Das erste mal geraucht habe ich in der Volksschule, das war auch das letzte Mal. Bin in einem „raucherfeindlichen“ Umfeld aufgewachsen und mir wurde auch immer wieder eingebleut schlecht es sei. Was die wirklichen Gründe dafür waren und sind weiß ich nicht, aber es reizt mich einfach nicht.

    Eigentlich geht es ja um Alkohol. An das erste Mal trinken kann ich mich nicht wirklich erinnern, dürfte aber mit 14 oder 15 gewesen sein. Der erste Rausch mit 15 bei einer öffentlichen Party, HiSchool-Party, falls das jemanden etwas sagt.
    Mit 16 waren wir fast jedes Wochenende etwas trinken, Hin und wieder Wetttrinken, wo es aber eher darum ging, wer schneller sein Bier fertig hatte und nicht wer mehr trinkt.
    Mit 17 habe ich dann den Führerschein gemacht. Danach gab es nur einen Ausrutscher, wo ich wirklich zuviel getrunken habe. Nach der Musterung wurden die Gemusterten von der Gemeinde auf ein Essen eingeladen und dazu gab es auch genug Alkohol, danach wurde weiter gesoffen und ich machte mit, weil ich die Leute nur noch aus dem Kindergarten kannte und ich mich dazu anstacheln ließ.
    Danach habe ich meinen Alkoholkonsum stark eingeschränkt. Hin und wieder ein Bier oder einen Cocktail und das war es. Meist aber gar nichts, weil ich ja der Fahrer bin.

    Da fällt mir ein, dass wir auch hin und wieder Flatratepartys machen, allerdings nennen wir sie nicht so und nur ein paar sehen es als Aufgabe sich dabei vollzusaufen.
    Der Alkohol, welchen ich für die letzte Feier bei mir, war zu Silvester, einkaufte reichte für noch zwei weitere Partys.

  10. Ich finde, dass man vll auch den sozialen Hintergrund der „Dauer-Flatrate-Trinker“ beachten sollte. Wenn die Eltern sich nicht kümmern und alle Freunde auch so drauf sind, ist es dann nicht irgendwie logisch, dass man auch abdriftet?
    Ich gebe Falco vollkommen Recht, man sollte lieber die Ursachen bekämpfen und nicht die Symptome. Soziale Ungleichheit und Chancenlosigkeit sind in meinen Augen eher als Grund zu sehen, auch und grade bei solchen jungen Leuten, als die Erziehung durch die Eltern, auch wenn diese natürlich einen Einfluss hat. Aber welcher Pubertierende lässt sich denn bitteschön von seinen Eltern noch was sagen? Der Generation „Flatrate“ scheine ich grade noch entkommen zu sein, aber ich denke, dass es mich in meinen Jungen Jahren auch nicht unbedingt angesprochen hätte. Sicherlich hab ich auch mal einen über den Durst getrunken, aber doch nicht ständig. Davor habt mich sicherlich meine soziale Umgebung bewahrt. Freunde und Familie haben mir keinen Anlass dazu gegeben.

  11. mir hat mal jmd gesagt (der jetzt ca 45 – 50 ist^^ also gut doppelt so alt wie ich), dass es damals und heut nicht wirklich anders war. nur haben sich die medien einen scheiss darum geschert und es wurde nicht breitgetreten!
    daher hat man davon nicht viel mitbekommen.
    heutzutage wird es einfach nur aufgebauscht. weil sich die medien mittlerweile ÜBERALL breitmachen. was damals eben noch nicht so war.
    &natürlich will niemand von „damals“ sagen, dass es da so war wie heut.
    was wäre das denn für eine gesellschaft? ehrlich? vorbildfunktion? hmm.
    dann hätten die doch nichts mehr zu berichten/zum anprangern!

    und jaa kinder fangen heutzutage zwar früher an als damals oder können weniger einschätzen wieviel sie vertragen, aber liegt das nicht zum einen eher an dem zeiten-/generationswandel bzw erziehung und zum anderen an den herstellern/kneipenbetreibern?!
    diese „verhunzen“ den alk doch so, dass man kaum was merkt (btw alcoPops).

    und das mit dem test, ob leute die kinder angesprochen wurden…
    was ist wenn jmd „hilfe“ ruft, weil er überfallen wird?
    nichts. leute gucken sich um. gucken was los ist. aber helfen?
    nein. man hat zu viel angst um sich selbst.
    wie du schon sagtest: wenn die caps schräg und baggys an hätten, hättest du sie eher net angesprochen.. weil sonst einen auf fresse!

    mir wurd mal gesagt, wenn man überfallen wird, soll man nicht „hilfe“ schreien, sondern „freuer!“ oder ähnliches. das würde zumindest mehr wirken als „hilfe!“.
    hilfe verschreckt nur!

  12. Marcus

    Problematisch sind meines Erachtens weniger die Kinder oder die geschäftstüchtigen Wirte, als vielmehr die Eltern. Solange sie ihre Wohnzimmer als sturmfreie Bude zur Verfügung stellen, vorab aber noch mit den Kids zum Getränkemarkt fahren um 3 Kisten Bier und unzählige Flaschen Hochprozentiges zu kaufen, darf man sich nicht wundern. Mixery gehört bei Eltern schon bei Dreizehnjährigen zur Party-Grundausstattung. Die moralische bzw. soziale Verwahrlosung der Kinder durch ihre Eltern wird aber von Politikern nicht angesprochen – könnte ja Wählerstimmen kosten.

  13. Auch hier NOCHMAL: Den Eltern die Schuld in die Schuhe zu schieben ist unrealistisch. Ich frage mich, wie man zu solch einer Meinung gelangt?

  14. Es sind nicht nur die Eltern Pia, es ist der misch masch wo die Eltern eine große Aufgabe haben, aufzuklären. Vielleicht das 1. Bier gemeinsam mit dem Kind trinken. Alkohol nicht tabuisieren sondern in das Gespräch bringen.

    Sagt man nur: DAS MACHST DU NICHT DAS IST VERBOTEN.

    Macht es doch das Kind erst recht.

  15. Klar ist es ein Mischmasch … und in vielen Fällen sind die Eltern sicher nicht völlig unschuldig. Aber ich habe Geschwister erlebt, die unterschiedlicher nicht sein konnten, bei gleicher Erziehung. Der eine soff wie ein Loch, der andere trank GAR NICHT.

  16. Mascha

    Da, stimme ich Pia zu, an den Eltern liegt es sicherlich nicht!
    Mein Cousin(15) meinte vor einigen Wochen zu mir, er wolle sich mal so richtig besaufen, weil alle anderen das auch schon mal gemacht haben und er wissen wolle wie das ist.

    „Hallo? Gehts noch?“, hat er von mir zu hören gekriegt. Was die Jungendlichen lernen müssen, ist doch, dass man auch mal nein sagen sollte. Dass es eben nicht normal ist und zu den unumgänglichen Erfahrungen gehört sich richtig abzuschießen.

    Ich bin selbst erst 16 und war noch nie besoffen, trinke generell fast nichts und hab nicht das Gefühl etwas zu verpassen, wenn ich am Wochenende nicht irgendwo kotzend in der Ecke liege…

    Auch diese Einstellung von vielen, dass man ohne Alk keinen Spaß haben kann, nervt mich gewaltig.

  17. zum größten teil kommt es auf das UMFELD an. mit wem man abhängt.
    mit was für leuten man zu tun hat etc.

    da haben die eltern meist keinen einfluss drauf.
    mit einem gewissen alter ist man mehr unterwegs als zuhaus.
    dann ist das elterliche haus quasi nur eine übernachtungsgelegeneheit.
    kinder haben heutzutage eine stärkere „eigene“ meinung (zumind den eltern gegenüber) als damals.

    mit „eigene“ meinung mein ich eher: sie lassen sich von leuten/“freunden!“ beeinflussen.aber bei den eltern haben se groß schnauze und verkaufen es als ihre ansicht mit dem trotz: ich will aber. mir egal was du sagst.
    nur um bei den leuten gut anzukommen und vonwg: ich kann machen was ich will. ich bin zuhaus der king (oder die drameQueen).

    eltern tragen höchstens dazu bei, dem kind eine art selbstwertgefühl zu vermitteln.
    das sie verantwortung für sich und andere tragen können und selbst entscheiden (ohne bei anderen ankommen zu wollen) was für sie gut ist und was nicht.
    was das kind letzt-endlich daraus macht… da könne auch die eltern nichts für.
    eltern sind dafür da, dem kind hilfestellung im leben zu bieten.
    erfahrungen sammeln muss man selbst. nur aus denen lernt man.

    wenn es einer übertreibt? wo waren die freunde mit denen man unterwegs war?
    die müssen ja dann viiel wert auf diejenige person gelegt haben, wenn denen egal ist, was er/sie tut.

  18. Definitiv ist es so, das man mit Alk mehr Spaß hat. Logischerweise. 1. die Hemmungsschwelle sitzt nicht so hoch. 2. Man tanzt, wo man es sich sonst nicht trauen würde. Man trinkt hauptsächlich nicht weil man kotzen will, sondern weil man mehr Spaß haben will..

    Ich hab mal einen interessanten Lied darüber gefunden:

    Curse – Struggle oder aber auch Curse – Einsicht.. Sollte man sich mal anhören.

    Klar kann man ohne Alkohl Spaß haben, hab ich auch oft genug, aber man trinkt definitiv um Spaß zu haben.

    Zumindest in der „Flatrate Generation“ ;) .

  19. sorry, aber bis man die hemmschwelle überwindet, muss man scho ziemlich einen im kahn haben^^
    und leute die mit alk mehr spass haben, haben 1. zu wenig selbstbewusstsein 2. stehen im allgemeinen nicht zu sich&der eigenen meinung/den eigenen bedürfnissen 3. haben ein prob mit ihrem leben (in welcher hinsicht auch immer)

  20. @cesar: „Aber welcher Pubertierende lässt sich denn bitteschön von seinen Eltern noch was sagen?“ -> genau daran hapert es.

    @Pia: Den Eltern die Schuld in die Schuhe schieben ist eine einfache und bequeme Sache. Und es trifft – für mich – auch den Kern und ist alles andere als unrealistisch. Es sind Werte die fehlen, und Werte bekommt man übers Elternhaus mit. Soziale Schichten, unterschiedliche Geschwister, mag alles sein. Aber was mir an der Generation heutiger Jugendlicher fehlt ist dieser Grundrespekt. Verständnis für Werte. Sicherlich haben sich, auch für heutige Eltern, die Lebensumstände geändert. Das steht völlig außer Frage.

    Ich hatte und habe Freunde und Bekannte aus unterschiedlichsten sozialen Schichten, sehe mich selbst irgendwo in der Mitte und kann auch für früher sagen: da gab es selbst in sozial niedrigen Schichten einen gewissen Wertelevel, der gehalten wurde und den ich heute vermisse. Mein Leben hat mir gezeigt, dass die Eltern einfach das zentrale Element sind.

    Aber wie immer läuft es auf einen Kessel Buntes hinaus. Etwas zuviel Verführung, etwas zu wenig Aufmerksamkeit, gestiegener Gruppenzwang…

    Frohe Ostern Euch allen!

  21. Grundrespekt ist ein guter Einwand Falco..

    Früher wo ich 3. Klasse war.. hab ich aus Respekt oder vor Angst die Straßenseite gewechselt wo ein Sechstklässler kam.. Heute, kommen 4 5. Klässler und machen die 8. Klässler dumm an..

    Oder man steht einfach auf wenn man, in der Straßenbahn eine alte behinderte Frau sieht und macht den Platz frei. Heute drehen die Kids ihr Handy auf vollen Anschlag damit auch alle das neuste Fler Album mitbekommen.

    ~ Argh.

  22. Biene

    Liebe Leute, liebe Pia,

    mal meine Meinung verspätet dazu: Die Kids trinken zu viel! Und das mehr als früher. Ich hab selbst im Freundeskreis 16-17 Jährige gehabt, die mehrere Male einen Entzug versucht (!) haben und nie trocken geworden sind, auf einem angesehenen Gymnasium waren, geflogen sind auf die Hauptschule, geflogen sind auf die OSZ und jetzt vor sich hindümpeln, gewiss, dass sie Hartz IV ausschöpfen werden, da sie in der heutigen Gesellschaft untergehen. Das Problem sind nicht die Kids, das Problem ist die Gesellschaft, die 1. wie du sagst liebe Pia, nicht hinguckt, zu egoistisch ist; und 2. der ständig wachsende Druck… was erreicht man noch, wenn man 17-18 ist und kein Abi macht? Früher ja früher ging alles, Arbeitslosigkeit war selten und wenn dann von kurzer Dauer, heute hört mans nurnoch. Auffangbecken für diese hilflosen Menschen gibts kaum noch. Natürlich ist es meist so, dass viele der Kids „cool“ sein wollen. Aber das Hauptproblem wird zu spät deutlich, für viele wird der Alk zum Ausweg. Ich muss von mir selbst sagen, ich hatte auch soeine Ausweg Phase, aber ich habs geschafft das hinter mir zu lassen, weil ich die richtigen Freunde hatte und zum Glück den Willen noch. Das Problem mit dem Alk wird schlimmer werden, das war nicht der letzte Fall und es ist traurig und tut weh zugucken zu müssen, wie sich solche Fälle häufen.
    Jetzt bin ich abgeschweift… However, machts gut, frohes Fest!

  23. Schnittchen

    Auch mich hat der Bericht in SternTV zum nachdenken angeregt. Hätte ich den Jugendlichen die Flasche geöffnet? Nein, ich glaube nicht. Ich hätte wahrscheinlich gefragt, woher sie das Zeug haben und wieviel sie schon getrunken haben. Und daraufhin entsprechend reagiert. Aber wäre ich von selber zu ihnen hingelaufen? Ich glaube nicht. Ich bin mir nicht sicher. Wenn ich sie gekannt hätte, dann schon. Bestimmt. Ich frage mich immer noch wie ich in so einem spontanen Moment gehandelt hätte. Wahrscheinlich so, dass ich es für den restlichen Tag als unbefriedigend empfunden hätte.
    Kürzlich habe ich einen interessanten Film gesehen. „Danke für’s Rauchen“ Ähnliches Thema. Sehr zu empfehlen. Wirklich! Anschauen!
    Warum ist Flatrate-Saufen anscheinend so angesagt. Ist es das wirklich, oder machen es die Medien nur angesagt? Sind die heutigen Jugendlichen so dumm oder so lebensunlustig, dass sie die Folgen billigend in Kauf nehmen? Zumindest da sind die Eltern gefragt. „Argumentieren statt verhandeln“.

  24. simon

    der respekt vor den eltern ist in den letzten jahren so zurückgegangen.
    Früher gab es öfters Bestrafung für Fehltritte.
    Ich rede nicht von Gewalt. Früher wurde auch häufiger Hausarrest als Bestrafung angewendet. Heute sind die Eltern meist unterwegs oder genervt und wollen erst gar keine diskussion mit ihren kindern anfangen.
    heutzutage ist es auf partys von 12-15 jährigen bier getrunken wird. vor kurzem war ich kurz bei den nachbarn auf einer fete von einer 13-Jährigen.
    die gäste waren in etwa so alt wie die gastgeberin. Es gab Bier, Radler und Wein.
    Die Eltern waren auch dabei anwesend und erlaubten den Gästen, dass sie rauchen. Ein Gast hatte vorher aus Scham heimlich geraucht und weil seine Mutter ,die Tante der Gastgeberin, auch da war, hatte er keinen Scham mehr und raucht jetzt auch in der Öffentlichkeit. Bei solchen Eltern ist es doch kein Wunder, dass die Kinder immer früher trinken und rauchen.
    Ich finde es sollte mehr Aufklärung bei Erwachsenen geben und nicht nur bei Jugendlichen!
    mfg simon

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