aufregend. hübsch. lecker.

Das 5 letzte Wochenende, an dem wir den Miezmann Richtung Hannover verabschieden müssen, ist vorüber. Nur noch insgesamt 4 Sonntage, bis er wieder regulär bei uns sein wird. Ich atme langsam auf, weil ich denke, dass das soviel Erleichterung für unsere gesamte Familie bringen wird. Für die Kinder, für ihn und natürlich auch für mich.

Weil ich immer wieder gefragt werde, wie es mir geht, möchte ich das mal mit einem wertfreien „gut“ umschreiben. Die Panikattacken ließen bereits nach wenigen Tagen der Krankschreibunng deutlich nach. Ich wurde bei Weitem nicht mehr so oft von dieser irrationalen Angst gepackt, wie in den Wochen zuvor. Was mir aber auch einen ersten Anhalt darauf gab, was mich so in die Ecke drängt. Ich bastel daher gerade an ein paar hübschen Luftschlössern und möglichen Zukunftsplänen. Inwiefern diese sich realisieren lassen, wird die (nahe) Zukunft zeigen.

Was unser kleines Abenteuer am Freitag betrifft, als wir einen Termin um 9:15 Uhr auf der anderen Rheinseite, trotz Rheinbrückensperrung, wahrnehmen sollten: das hat wunderbar geklappt. Ich habe mich kurzfristig dazu entschieden das Experiment Rheinfähre zu wagen und mit einer Autofähre überzusetzen. Der Quietschbeu war aufgeregt ängstlich. Mit dem Auto über das Wasser zu fahren, so ganz ohne Stahl und Beton und dann auch nur mit so ein paar Gittern drum herum, machte ihn doch sichtlich nervös. Ich sprach beruhigend auf ihn ein, sagte, dass da ja gar nichts passieren könne und starb zeitgleich tausend kleine Tode. Auf der Fähre hatte ich dann sogar im Auto eine schöne Panikattacke, die ich aber gut und unauffällig bewältigte, weil ja mein Kind auf der Rückbank saß. Ich sah einfach auf meine Füße und atmete tief in den Bauch. Das hilft tatsächlich immer sehr gut. Auf dem Rückweg war es schon viel besser und ich konnte die Aussicht bei strahlendem Sonnenschein sogar genießen. Der Quietschbeu fand es jedenfalls toll und wir müssen das unbedingt mal zu Fuß und mit der ganzen Familie machen.

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Freitagabend habe ich mir die gerade einen Tag zuvor manikürten Fingernägel noch mal neu gemacht. Ich sag’s wie’s is: Die Farbkombination beige/braun wirkte im Tageslicht tatsächlich, als hätte ich in Scheiße gegriffen. Also habe ich die selbe Technik nochmal mit anderen Farben angewendet und siehe da: BÄM! Schockverliebt. Der Basislack ist Essie  Mind Cady Apple. Die Ombreeffektfarbe ist Naughty Nautical, natürlich auch von Essie. So richtige Sommerfarben die grandios gut miteinander harmonieren.

20140720_04_essieombre

 

Das Wochenende war, wie wohl fast überall in Deutschland, brütend heiß! Die Kinder schwitzend wie alter Gouda in der Sonne. Ganz besonders schlimm hat es da das Meedchen getroffen, die wirklich den ganzen Tag klitschnasse Haare, wie frisch geduscht, hat. Ständig kleben ihr die feinen Fussen im Gesicht oder im Nacken. Und weil Spängchen und kleine Zöpfe nicht richtig hielten, bzw. ständig wieder alles raus rutschte, haben wir es dann mit kleinen hübschen Flechtfrisuren versucht. Sie dürfen an dieser Stelle so ein bisschen hinter vorgehaltender Hand kichern. Flechfrisürchen trifft es wohl eher. Ich habe ihr einfach kleine Bauernzöpfchen vom Scheitel bis hinters Ohr geflochten und steckte diese dann in kleine Rattenschwänze im Nacken. Hielt bombig. Sah auch sehr süß aus. War aber auch ein ziemliches Gefummel mit den dünnen Flusen. Leider hielt das Meedchen natürlich nicht für ein vernünftiges Foto still, aber einen Schnappschuss konnte ich von der Seite machen. Hier sieht man auch wunderbar, wie nassgeschwitzt die Haare waren. Ich bin gespannt, wie das mit trockenen Haaren funktioniert.

20140720_03_flechterei

Zu einem guten Wochenende gehört natürlich auch ein richtig gutes Sonntagssüße. Darum gab es heute ungarische Palatschinken. Die Besten, natürlich ;) Und bevor jetzt wieder einer fragt, wo der Unterschied zwischen Palatschinken, Crêpes, Eierkuchen und/oder Pfannkuchen ist, erkläre ich es kurz: Palatschinken sind dünner als Pfannkuchen und Eierkuchen und dicker als Crêpes. In den meisten Pfannkuchen- und besonders Eierkuchenrezepten sind a) deutlich mehr Eier und b) ist das Milch-Mehlverhältnis ein anderes. Palatschinken entsprechen da schon eher dem bretonischen Crêpe, wobei diese ja nochmal dünner und in der Regel auf einem Stein gebacken werden, während Palatschinken in der Pfanne gebacken werden. So. Und nun folgt das Rezept … für Ihr nächstes Wochenende quasi ;)

Süßer  Palatschinken

Zutaten

(für eine Familie Miez)

4 Eier

300 g Mehl

3 EL Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

Prise Salz

600 ml Milch

200 ml Mineralwasser

Zubereitung

Zuerst die trockenen Zutaten in eine Schüssel geben und vermischen. Anschließend die Eier mit der Milch verquirlen und mit den trockenen Zutaten vermengen, bis ein Klümpfchenfeier Teig entsteht. Als letztes das Mineralwasser dazu geben und mit einem Löffel einrühren. Würde man das Mineralwasser mit dem Handrührgerät zufügen, würde man die Kohlensäure raus rühren, die den Teig aber so fluffig macht. Der fertige Teig ist recht flüssig. Das muss so sein. Den Teig anschließen noch mal 10 Minuten stehen lassen, während man eine Pfanne mit ca. 26cm Durchmesser bei mittlerer Hitze erwärmt.

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In die heiße Pfanne einen Teelöffel Öl geben und gegebenenfalls mit einem Backpinsel verteilen. Dann 2 kleine Kellen Teig in die Mitte der Pfanne geben und den Teig durch vorsichtiges schwenken kreisrund in der Pfanne verteilen. Den Palatschinken 2 bis 3 Minuten pro Seite ausbacken, dann aus der Pfanne auf einen Teller gleiten lassen und nach belieben mit Konfitüre, Nutella, Kompott oder oder oder bestreichen, aufrollen und fertig.

20140720_07_palatschinken

Die oben stehende Mengenangabe ergibt bei uns ca. 14 Palatschinken.

Und nun geht es auf in eine neue Woche. Morgen habe ich erneut einen Facharzttermin. Für Dienstag suche ich noch ein hübsches Programm, da die Hauselfe kommt und ich nichts schlimmer finde, als anderen Menschen beim Putzen zugucken zu „müssen“. Ich würde ja in die Sauna fahren. Aber bei 30 Grad Außentemperatur? Neeee. Na, mal sehen was mir noch einfällt. Bis dahin: Tüddelü

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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7 Gedanken zu „aufregend. hübsch. lecker.

  1. Der Klassiker der österreichischen Topfenpalatschinke (gefüllt mit Quark, oft im Rohr überbacken, oft mit Vanillesoße) ist übrigens auch sehr lecker, aber mMn fast zu reichhaltig wenns so heiß ist …

    Euer Wochenende liest sich schön! :-)

  2. Ja in der Farbkombi gefallen mir die Nägel auch viel besser – ich liebe Türkis!

    Und die Palatschinken hören sich auch sehr lecker an. Muss ich mal ausprobieren und hoffen, dass es bei mir keine Pfannkuchen werden ;)

    Ich freue mich für euch, wenn der Miezmann wieder da ist. Yeah!

  3. Schön, dass die lange Zeit der Abschiede damit für euch dem Ende zugeht! Du wirst sehen, dass enstpannt den Alltag schonseeehr. – Zumindest ging es mir so.

    Und da ich mich hier am essie-Fieber infiziert habe bin ich dann mal Nagelack kaufen… ;)

    Ganz Liebe Grüße aus Bayern Sarah

  4. Ich habe mich ja wirklich nicht getraut es zu schreiben, aber jetzt, wo sie es selber angesprochen haben: Bei den Essie Brauntönen mußte ich sofort an vergammelte, schimmlige Fingernägel denken… In Scheiße gegriffen ist aber wohl auch nicht schöner…:)
    Netten Gruß, Sandra

  5. tolle Nägel! sieht echt profimäßig aus :)
    bin gespannt, was du noch für farbkombis uns zeigst :)
    die frisur vom meedchen muss ich unbedingt mal bei meiner kleinen flusenkopp-maus ausprobieren. hält bestimmt besser als die kleinen spängchen…die wandern nämlich schnell von selbst raus

  6. 17. April 2017 | Pia Drießen

    Ostermontag 2017
    Ausschlafen, Freche Freunde, Laufen, M400, Nutella, Ostermontag, Ostern 2017, Palatschinken, Polar, Running, Runningmom

    Ostermontag und ich schlafe erstmal die fehlenden Stunden des Familien-Wochenendes raus. Irgendwie kam kein Kind vorbei, das unbedingt wollte, dass ich aufstehe. Kein einziges „Maamaaa, wann stehst Du auf?“ Und so erschrak ich fast zu Tode, als ich dann schließlich aufwachte und es bereits kurz vor 12 Uhr war.
    Der Mann hatte nach dem Frühstück mit den Kindern das große Aufräumen gestartet und so waren alle 3 ausreichend beschäftigt. Voll gut!
    Ich bekam einen großen Kaffee und knabberte einen Apfel. Nach dem opulenten Wochenende kann es nicht schaden, wieder ein, zwei Gänge zurück schalten. Also Ernährungstechnisch. Wobei so ein Feiertag ohne Feiertagssüß ja dann doch kein richtiger ist. Also gab es bei uns heute süße Palatschinken zum Mittag.
    Während ich in der Küche 10 wunderschöne und gleichmäßige Palatschinken ausbuk, fuhr der Mann eine Runde Mountainbike. Als es plötzlich stark zu Regnen begann, konnte ich mir seinen zustand nach Rückkehr schon denken. Aber so 2 Palatschinken mit Nutella und ein heißer Kaffee konnten ihn dann doch wieder recht schnell aufrichten. Okay, die heiße Dusche tat wohl auch ihren Part dazu.

    Während die Kinder und der Papa ihre Palatschinken mit Nutella oder Marmelade genossen, aß ich meinen mit Apfel-Erdbeer-Blaubeere-Himbeere-Fruchtmus von den Frechen Freuden. Das schmeckt sehr lecker, ist auch wunderbar süß, aber doch etwas kalorienärmer, als eben Marmelade oder gar Nutella.
    Nach dem Essen räumte ich noch die Spülmaschine aus und wieder ein und schwang mich dann, nach 2 Wochen Abstinenz, zurück in meine Laufklamotten. Zwei Wochen habe ich entweder mit meiner Erkältung oder mit miesen Kinder-Arzt-Ferien-Timing zu kämpfen gehabt und bin gar nicht zum Laufen gekommen. Ich erwartete also gar nichts, auch, weil das Wetter kalt und wechselhaft war und ich nicht wusste, ob ich in den nächsten Regenschauer gerate, oder nicht.
    Tatsächlich war der Lauf aber sehr gut. Ich hatte eine kleine 5km Runde anvisiert und verlängerte dann zwei Mal spontan auf die nächst größere Runde. So wurden es schließlich 8,25km in einer erstaunlich guten Zeit, bedenkt man mal, dass ich 2 Wochen gar nicht gelaufen bin.

    Ich hoffe sehr, dass ich jetzt wieder eine vernünftige Regelmäßigkeit in mein Training bringen und vor allem bald mit dem Intervall-Training starten kann.
    Morgen geht es dann mit dem gewohnten Ferien-Alltag weiter. Die große Tochter kommt für ein paar Tage zu uns und das Wetter soll ja nun auch etwas trockener, wenn auch nicht wärmer werden. Wir sind einfach mal gnadenlos optimistisch, dass das eine super Woche wird.

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    Über den Autor:
    Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012).
    Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser.
    Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+

    Abgelegt unter Aus der Küche, Kurse, Sport & Co.

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