Bis einer heult! • aufregend. hübsch. lecker.
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20. Juli 2014 | Pia Drießen

aufregend. hübsch. lecker.

Das 5 letzte Wochenende, an dem wir den Miezmann Richtung Hannover verabschieden müssen, ist vorüber. Nur noch insgesamt 4 Sonntage, bis er wieder regulär bei uns sein wird. Ich atme langsam auf, weil ich denke, dass das soviel Erleichterung für unsere gesamte Familie bringen wird. Für die Kinder, für ihn und natürlich auch für mich.

Weil ich immer wieder gefragt werde, wie es mir geht, möchte ich das mal mit einem wertfreien „gut“ umschreiben. Die Panikattacken ließen bereits nach wenigen Tagen der Krankschreibunng deutlich nach. Ich wurde bei Weitem nicht mehr so oft von dieser irrationalen Angst gepackt, wie in den Wochen zuvor. Was mir aber auch einen ersten Anhalt darauf gab, was mich so in die Ecke drängt. Ich bastel daher gerade an ein paar hübschen Luftschlössern und möglichen Zukunftsplänen. Inwiefern diese sich realisieren lassen, wird die (nahe) Zukunft zeigen.

Was unser kleines Abenteuer am Freitag betrifft, als wir einen Termin um 9:15 Uhr auf der anderen Rheinseite, trotz Rheinbrückensperrung, wahrnehmen sollten: das hat wunderbar geklappt. Ich habe mich kurzfristig dazu entschieden das Experiment Rheinfähre zu wagen und mit einer Autofähre überzusetzen. Der Quietschbeu war aufgeregt ängstlich. Mit dem Auto über das Wasser zu fahren, so ganz ohne Stahl und Beton und dann auch nur mit so ein paar Gittern drum herum, machte ihn doch sichtlich nervös. Ich sprach beruhigend auf ihn ein, sagte, dass da ja gar nichts passieren könne und starb zeitgleich tausend kleine Tode. Auf der Fähre hatte ich dann sogar im Auto eine schöne Panikattacke, die ich aber gut und unauffällig bewältigte, weil ja mein Kind auf der Rückbank saß. Ich sah einfach auf meine Füße und atmete tief in den Bauch. Das hilft tatsächlich immer sehr gut. Auf dem Rückweg war es schon viel besser und ich konnte die Aussicht bei strahlendem Sonnenschein sogar genießen. Der Quietschbeu fand es jedenfalls toll und wir müssen das unbedingt mal zu Fuß und mit der ganzen Familie machen.

20140720_02_rheinfähre 20140720_01_rheinfähre

Freitagabend habe ich mir die gerade einen Tag zuvor manikürten Fingernägel noch mal neu gemacht. Ich sag’s wie’s is: Die Farbkombination beige/braun wirkte im Tageslicht tatsächlich, als hätte ich in Scheiße gegriffen. Also habe ich die selbe Technik nochmal mit anderen Farben angewendet und siehe da: BÄM! Schockverliebt. Der Basislack ist Essie  Mind Cady Apple. Die Ombreeffektfarbe ist Naughty Nautical, natürlich auch von Essie. So richtige Sommerfarben die grandios gut miteinander harmonieren.

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Das Wochenende war, wie wohl fast überall in Deutschland, brütend heiß! Die Kinder schwitzend wie alter Gouda in der Sonne. Ganz besonders schlimm hat es da das Meedchen getroffen, die wirklich den ganzen Tag klitschnasse Haare, wie frisch geduscht, hat. Ständig kleben ihr die feinen Fussen im Gesicht oder im Nacken. Und weil Spängchen und kleine Zöpfe nicht richtig hielten, bzw. ständig wieder alles raus rutschte, haben wir es dann mit kleinen hübschen Flechtfrisuren versucht. Sie dürfen an dieser Stelle so ein bisschen hinter vorgehaltender Hand kichern. Flechfrisürchen trifft es wohl eher. Ich habe ihr einfach kleine Bauernzöpfchen vom Scheitel bis hinters Ohr geflochten und steckte diese dann in kleine Rattenschwänze im Nacken. Hielt bombig. Sah auch sehr süß aus. War aber auch ein ziemliches Gefummel mit den dünnen Flusen. Leider hielt das Meedchen natürlich nicht für ein vernünftiges Foto still, aber einen Schnappschuss konnte ich von der Seite machen. Hier sieht man auch wunderbar, wie nassgeschwitzt die Haare waren. Ich bin gespannt, wie das mit trockenen Haaren funktioniert.

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Zu einem guten Wochenende gehört natürlich auch ein richtig gutes Sonntagssüße. Darum gab es heute ungarische Palatschinken. Die Besten, natürlich ;) Und bevor jetzt wieder einer fragt, wo der Unterschied zwischen Palatschinken, Crêpes, Eierkuchen und/oder Pfannkuchen ist, erkläre ich es kurz: Palatschinken sind dünner als Pfannkuchen und Eierkuchen und dicker als Crêpes. In den meisten Pfannkuchen- und besonders Eierkuchenrezepten sind a) deutlich mehr Eier und b) ist das Milch-Mehlverhältnis ein anderes. Palatschinken entsprechen da schon eher dem bretonischen Crêpe, wobei diese ja nochmal dünner und in der Regel auf einem Stein gebacken werden, während Palatschinken in der Pfanne gebacken werden. So. Und nun folgt das Rezept … für Ihr nächstes Wochenende quasi ;)

Süßer  Palatschinken

Zutaten

(für eine Familie Miez)

4 Eier

300 g Mehl

3 EL Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

Prise Salz

600 ml Milch

200 ml Mineralwasser

Zubereitung

Zuerst die trockenen Zutaten in eine Schüssel geben und vermischen. Anschließend die Eier mit der Milch verquirlen und mit den trockenen Zutaten vermengen, bis ein Klümpfchenfeier Teig entsteht. Als letztes das Mineralwasser dazu geben und mit einem Löffel einrühren. Würde man das Mineralwasser mit dem Handrührgerät zufügen, würde man die Kohlensäure raus rühren, die den Teig aber so fluffig macht. Der fertige Teig ist recht flüssig. Das muss so sein. Den Teig anschließen noch mal 10 Minuten stehen lassen, während man eine Pfanne mit ca. 26cm Durchmesser bei mittlerer Hitze erwärmt.

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In die heiße Pfanne einen Teelöffel Öl geben und gegebenenfalls mit einem Backpinsel verteilen. Dann 2 kleine Kellen Teig in die Mitte der Pfanne geben und den Teig durch vorsichtiges schwenken kreisrund in der Pfanne verteilen. Den Palatschinken 2 bis 3 Minuten pro Seite ausbacken, dann aus der Pfanne auf einen Teller gleiten lassen und nach belieben mit Konfitüre, Nutella, Kompott oder oder oder bestreichen, aufrollen und fertig.

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Die oben stehende Mengenangabe ergibt bei uns ca. 14 Palatschinken.

Und nun geht es auf in eine neue Woche. Morgen habe ich erneut einen Facharzttermin. Für Dienstag suche ich noch ein hübsches Programm, da die Hauselfe kommt und ich nichts schlimmer finde, als anderen Menschen beim Putzen zugucken zu „müssen“. Ich würde ja in die Sauna fahren. Aber bei 30 Grad Außentemperatur? Neeee. Na, mal sehen was mir noch einfällt. Bis dahin: Tüddelü

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Marketing- und Medienberaterin mit Schwerpunkt Social Media. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. hummelchen84 / Jul 20 2014

    Der Klassiker der österreichischen Topfenpalatschinke (gefüllt mit Quark, oft im Rohr überbacken, oft mit Vanillesoße) ist übrigens auch sehr lecker, aber mMn fast zu reichhaltig wenns so heiß ist …

    Euer Wochenende liest sich schön! :-)

  2. Mamamulle / Jul 20 2014

    Ja in der Farbkombi gefallen mir die Nägel auch viel besser – ich liebe Türkis!

    Und die Palatschinken hören sich auch sehr lecker an. Muss ich mal ausprobieren und hoffen, dass es bei mir keine Pfannkuchen werden ;)

    Ich freue mich für euch, wenn der Miezmann wieder da ist. Yeah!

  3. Sarah / Jul 21 2014

    Schön, dass die lange Zeit der Abschiede damit für euch dem Ende zugeht! Du wirst sehen, dass enstpannt den Alltag schonseeehr. – Zumindest ging es mir so.

    Und da ich mich hier am essie-Fieber infiziert habe bin ich dann mal Nagelack kaufen… ;)

    Ganz Liebe Grüße aus Bayern Sarah

  4. Lise / Jul 21 2014

    Die Palatschinken….lecker!. Ich bin ein Fan und Cremes, Eierpfannkuchen etc. und werde eure Variante auch mal ausprobieren….

  5. Sandra / Jul 21 2014

    Ich habe mich ja wirklich nicht getraut es zu schreiben, aber jetzt, wo sie es selber angesprochen haben: Bei den Essie Brauntönen mußte ich sofort an vergammelte, schimmlige Fingernägel denken… In Scheiße gegriffen ist aber wohl auch nicht schöner…:)
    Netten Gruß, Sandra

  6. Dini / Jul 22 2014

    tolle Nägel! sieht echt profimäßig aus :)
    bin gespannt, was du noch für farbkombis uns zeigst :)
    die frisur vom meedchen muss ich unbedingt mal bei meiner kleinen flusenkopp-maus ausprobieren. hält bestimmt besser als die kleinen spängchen…die wandern nämlich schnell von selbst raus

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