Bis einer heult! • vielleicht Kacken?
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10. Juni 2011 | Pia Drießen

vielleicht Kacken?

Die Kinder schlafen und ich kann endlich mal in Ruhe auf der Toilette sitzen und Blogs lesen oder selber ein bisschen was schreiben. So ein Zeitfenster ist begrenzt, weshalb Multi Tasking unabdingbar ist! (Ich zog mehrfach in Erwägung mir noch eine Tasse Kaffee neben dem Pot zu stellen, ließ dies aber aus hygienischen Aspekten doch sein).

Jedenfalls sitze ich da, entspanne so vor mich hin, lese … als es klingelt. Ich tue ratzfatz die Dinge, die man so tut, wenn man auf der Toilette sitzt und vorhat, die Haustür zu öffnen.

Zeitsprung. Ich öffne die Tür.

Der freundliche Postbote überreicht mir ein Päckchen. Wunderbar, die UV-Schutzklamöttchen für die Beebies. Wir planen Urlaub am Strand, wissen Sie? Er sagt, er wollte schon wieder gehen und ich sage, dass ich gerade ein bisschen verhindert war [verlegenes Grinsen].

Nachdem ich die Tür geschlossen habe gehe ich wieder auf die Toilette. Ich war ja dabei, mich zu entspannen. Kaum sitze ich wieder höre ich es erneut vor der Tür rumoren. Es klingelt.

Während des oben bereits angesprochenen Zeitsprungs kann ich folgendes Gespräch mithören:
„Wo issen die hin? Hat Dir doch gerade noch die Tür aufgemacht?“
„Keine Ahnung, sagte was von verhindert.“
„Ja, wie? Is doch gerade mal 30 Sekunden her?“
„Was weiß ich. Vielleicht isse Kacken?“

Ich reiße beherzt die Tür auf, so dass die zwei (wundersame Vermehrung?) Postboten zusammen zucken. Ich gucke ein bisschen böse und grabsche nach dem Ding zum Unterschreiben, das mir die zweite Postbotin entgegen hält, entwende es ihr („Ich kann sonst nicht schreiben!“), wende es hin und her bis es gut in der Hand liegt und mache einen langen Strich mit Schläufchen am Ende (ist meine Elektrounterschreibdingsstandardunterschrift). Dann reiche ich es mit beiden Händen zurück, ziehe einmal die Nase hoch, sage „Durchfall, wissen Sie? Geht ja jetzt um!“ und mache die Tür zu.

Schade um das Gesicht der Beiden, das ich leider durch die geschlossene Tür nicht mehr sehen konnte. Sie sprachen jedenfalls in Hörweite  nicht mehr miteinander. *mihihi*

(Die zweite Lieferung waren übrigens zwei Familien-Klobrillen. Auch so eine tolle Erfindung, die man erst wahrnimmt, wenn man Kinder hat!)

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Conni / Jun 10 2011

    Kackendreist!

  2. Mama Schlaflos / Jun 10 2011

    *g*

    Herrlich gelacht! Danke für die Geschichte.

  3. Julia / Jun 10 2011

    haha :D Muss ich nachher sofort dem Mann vorlesen. Der faselt schon seit Wochen davon, dass er un-be-dingt mal ein paar gute EHEC Witze hören muss. :D

    Vielen Dank!

  4. Malte / Jun 10 2011

    EHEC – die mit dem roten Stuhl ;-)

  5. Verena / Jun 10 2011

    Hahaha, herrlich! :D Habe mich wunderbar amüsiert ^^

  6. ramona / Jun 10 2011

    Wie passend, daß auch noch Klobrillen geliefert wurden :-) *kicher*

  7. Micha / Jun 11 2011

    Traumhaft. Da sollte man zehn Sekunden danach nochmal die Tür aufreissen und ein Bild machen :D

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