Bis einer heult! • Nachtschreck. Was das eigentlich ist.
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7. Dezember 2011 | Pia Drießen

Nachtschreck. Was das eigentlich ist.

Gestern, am späten Abend, hatte der Quietschbeu seit sehr langer Zeit mal wieder einen Nachtschreck. Ich twitterte kurze Zeit später darüber und bekam viele Antworten bzw. Fragen, was das denn sei, ob das jedes Kind bekommt und ob dieses und jenes Verhalten auch Nachtschreck sei.

Da ich mich sehr gut daran erinner, wie sich der erste und auch zweite Nachtschreck bei uns anfühlte, als wir noch nicht wussten, was Nachtschreck eigentlich ist, möchte ich das heute gerne mal genauer erläutern und erklären. Ich habe mich damals sehr intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt und denke recht gut informiert zu sein.

Wie äußert sich ein Nachtschreck?

Der „normale“ Nachtschreck tritt in der Nacht auf, meist 1 bis 2 Stunden nach dem Zubettgehen. Das schlafende Kind schreit urplötzlich panisch, scheinbar in Todesangst, auf, schlägt um sich und lässt sich nicht anfassen. Es erkennt keinerlei vertraute Personen, lässt sich nicht ansprechen und ergo auch nicht beruhigen. Die Anwesenheit der Eltern wird überhaupt nicht wahrgenommen. Die Kinder beginnen kalt zu schwitzen, wühlen, treten und schlagen um sich, der Puls beginnt zu rasen und die Atmung wird kurz und hektisch. So ein Nachtschreck dauert in der Regel zwischen 5 und 20 Minuten. Viele Kinder wachen am Ende des Nachtschrecks auf, erinnern sich dann aber an rein gar nichts und schlafen schnell und ruhig wieder ein, so als wäre nie etwas gewesen. Andere Kinder drehen sich eben so plötzlich, wie alles begann, wieder auf die Seite und schlafen einfach weiter. Grundsätzlich können sich Kinder am nächsten Tag nicht an den Nachtschreck erinnern.

Was ist Nachtschreck?

Zunächst einmal: Nachtschreck (Pavor nocturnus) ist keine Krankheit, auch wenn er gerne als psychische Störung bezeichnet wird. Es handelt sich objektiv betrachtet um eine Art „Kurzschluss“ während der Regulierung von Schlafphasen. Meist tritt Nachtschreck in der frühkindlichen Entwicklung, ab dem ersten Lebensjahr, auf und wird daher auch Reifungsstörung genannt. Nachtschreck hat nichts mit Albträumen zu tun.

Nachtschreck tritt in Phasen auf, zeitweise jede Nacht, dann wieder Monate lang gar nicht. Da man davon ausgeht, dass Aufregung und Stress einen Nachtschreck begünstigen, sind Kinder in neuen Situationen (Einschuldung, Eintritt in den Kindergarten) meist stärker oder eher betroffen. Generell sind eher Jungs als Mädchen vom Nachtschreck betroffen. Es gibt unterschiedliche Aussagen zur Häufigkeit von Nachtschreck, generell kann man aber sagen dass rund 6 – 10 % aller Kinder von Zeit zu Zeit (oder auch nur einmal) einen Nachtschreck haben.

Man geht davon aus, dass Nachtschreck eine genetische Ursache hat, da eine familiäre Häufung zu beobachten ist. Faktisch ist Nachtschreck eine Form des Schlafwandels. Kinder von Eltern, die als Kind oder auch noch heute stark Schlafgewandelt sind, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit an Nachtschreck zu „leiden“.

Wie verhalte ich mich (richtig)?

Das mit dem „richtig“ ist natürlich so eine Sache. Letztendlich muss jeder selber den für ihn besten Umgang mit dem Nachtschreck seines Kindes herausfinden. Hier nur ein paar Tipps und Anregungen, um dem Zustand nicht zu verschlimmern oder zu verstärken.

Bewahren Sie Ruhe! Auch wenn Ihr Kind in Todesangst zu sein scheint: es ist alles gut und es besteht keine Gefahr! Lassen Sie das Licht aus bzw. sorgen sie für eine sehr dezente Lichtquelle, die gerade ausreicht, damit Sie ihr Kind sehen können. Versuchen Sie nicht Ihr Kind zu wecken! Nehmen Sie ihr Kind nicht aus dem Bett oder auf den Arm. Reagiert Ihr Kind bereits stark auf kleine Berührungen wie Streicheln, drückt es Ihre Hand weg oder schlägt nach Ihnen: fassen sie ihr Kind nicht weiter an. Das verstärkt nur die Angst, die das Kind in diesem Moment real empfindet.

Ihr Kind wird Sie nicht erkennen. Sie können dennoch leise und beruhigend „Schschsch“ summen oder auch leise mit ihm reden. Manche Kinder reagieren während des Nachtschrecks auch extrem ablehnend auf Stimmen. Das ist aber individuell.

Seien Sie einfach nur da und achten Sie darauf, dass Ihr Kind sich nicht (selber) verletzt.

Sollte Ihr Kind wiederholt an sehr ausgeprägtem, extremen Nachtschreck leiden, bei dem es zu Prellungen oder anderen Verletzungen kommt (die Kinder spüren während des Nachtschrecks keinen Schmerz, können sich Stoßen, selber Kratzen oder an den Haaren reißen!), legen Sie sich einen Notfallplan zurecht: z.B. eine große Daunenbettdecke, die sie in die Mitte des Zimmers legen und ihr Kind darauf legen, so dass es sich beim Schlagen, Treten und von rechts nach links Werfen nicht verletzten kann. Bei kleineren Kindern können sie das Bett während des Nachtschrecks zum Beispiel mit einem Stillkissen auspolstern. Schneiden Sie Fingernägel immer kurz!

***

Ich weiß wie furchtbar sich das für jemanden liest, der noch nie Nachtschreck bei seinem eigenen Kind erlebt hat. Ich soll mein Kind nicht in den Arm nehmen, ja, am besten überhaupt nicht anfassen, obwohl es weint, schreit und Angst hat? Ja! Aus vielen schlimmen Nachtschreck-Nächten und aus noch mehr Literatur und Gesprächen mit Ärzten und Eltern zum Thema, ist mir das Bewusstmachen folgende Dinge während des Nachtschrecks besonders wichtig geworden:

  • Mein Kind nimmt mich nicht als seine Bezugsperson wahr, sondern im schlimmsten Fall als Gefahr!
  • Mein Kind nimmt während des Nachtschrecks keinen seelischen Schaden. Es erinnert sich im Nachhinein überhaupt nicht an den Vorfall.

Man könnte recht plump sagen, dass Nachtschreck für die Eltern deutlich schlimmer ist, als fürs Kind. Zermürbend, nannte es die liebe Wagnerwahn in ihrer Antwort und ja, das Wort trifft es auf den Punkt. Hilflos daneben zu stehen und einfach nur abzuwarten verlangt eine Menge Selbstbeherrschung und seelische Kraft. 

Und ich betone nochmal: Nachtschreck ist keine Krankheit, die behandelt werden muss, sondern eine Nebenwirkung der Entwicklung unserer Kinder. Vermutlich genetisch bedingt haben wir ohnehin keinen Einfluss darauf, ob unsere Kinder von Nachtschreck betroffen sind oder nicht.

Der Quietschbeu hatte seinen ersten Nachtschreck mit knapp einem Jahr, kurz bevor er das Laufen lernte und im zweiten Lebensjahr recht regelmäßig. Im dritten Lebensjahr war dies nun der erste Nachtschreck für uns. Das Löwenmäulchen hingegen hat bisher noch gar keinen Nachtschreck gehabt.

Vielleicht mögen noch anderen Eltern ihre Erfahrungen mit Nachtschreck schildern, um a) aufzuklären (zu wissen, um was es sich beim ersten Nachtschreck des eigenen Kindes handelt hilft ungemein!) und b) anderen Eltern die Angst und Sorgen zu nehmen.

Der Quietschbeu war heute Morgen jedenfalls sehr verwundert, warum er eine leere Milchflasche im Bett hatte. Die hatten wir ihm nämlich nach dem 20minütigen Nachtschreck gegeben, damit er sich wieder ein bisschen aufwärmt und beruhigt wieder einschlafen konnte. :) 

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Tanja / Dez 7 2011

    Oh man, davon lese ich – in dieser Deutlichkeit – zum ersten Mal. Es klingt wirklich schrecklich. Nicht trösten, knuddeln, beruhigen – für Eltern eine echte Herausforderung, auch wenn der Hintergrund logisch erscheint…
    Aber beruhigend wiederum, dass es dem Kind nicht schadet – das macht es sicherlich zumindest ein wenig einfacher…

  2. Nike / Dez 7 2011

    Und ich dachte bisher immer, dass das einfach ein ausgedachter Name für eine „Schreckphase“ ist, nicht dass es dafür sogar einen lateinischen Namen und Fachliteratur gibt.
    Aus diesem Grund: vielen Dank für Deinen Eintrag!

    Es liest sich wirklich gruselig, überhaupt, dass es sowas gibt und dann auch noch, dass man in einer solchen schlimmen Situation (wenn auch für uns vielleicht schlimmer als für das Kind) nicht da sein darf. Da sein soll.
    Schlimm! Ich hoffe sehr, dass wir sowas nie erleben (und wenn doch, so bin ich jetzt gut informiert) und drücke Euch die Daumen, dass der Nachtschreck sich bald endgültig verzieht

    LG
    Nicole

  3. Feuervogel / Dez 7 2011

    All diese Informationen hatte ich mir in unserer gottseidank kurzen Nachtschreckphase auch schon zusammengegoogled. Wobei ich für mich zu der Erkenntnis gekommen bin, dass „Dasein“ und „Schlimmeres verhindern“ durchaus etwas ist, was Eltern aktiv tun können. So gesehen muss man nicht nur passiv zusehen. Ein bisschen erinnert mich das Ganze auch an die Höhepunkte eines Trotzanfalls. Auch da sind die Kinder ja irgendwann nicht mehr zu erreichen und man kann nur noch verhindern, dass sie sich verletzen. Auch dies hat physische Ursachen für die niemand etwas kann (Stichwort: beginnende Drüsenausschüttungen … hast du darüber schon mal gelesen? Sehr spannend!).
    Leider gibt es viele Menschen, die sich nicht ausreichend informieren. So denke ich heute noch mit Schrecken an eine Familie in meinem Bekanntenkreis, die uns damals noch Kinderlosen ungerührt berichtete, man würde die jüngste Tochter bei Nachtschreck immer unter die – natürlich lauwarme! – Dusche stellen. Unnötig zu erwähnen, dass das Kind auch im wachen Zustand panische Angst vor der Dusche hatte.
    So gesehen … danke, dass du diese Informationen streust!!

    • Mama Miez / Dez 7 2011

      Ich weiß leider auch von Bekannten, die ihren Sohn immer auf „Teufel komm raus!“ versucht haben zu wecken. Mit kalten Waschlappen im Gesicht, oder grellem Licht und sehr lauter Ansprache. Der Kleine war dann immer völlig verstört und panisch UND hat sich am nächsten Morgen des nächsten Erlebnisses (das unsanfte Wecken, das licht, der Lärm) sehr wohl bewusst. Er hat dann auch immer ewig gebraucht, bis er wieder einschlafen konnte. Meine Bekannte war aber nicht von der Meinung abzubringen, man müsse das Kind unbedingt wecken. :(

      • Inke Hummel / Aug 17 2013

        Zwei von drei unserer Kinder haben das auch. Der Große ist fast 9. Früher ging es wie bei Euch geschildert – nicht wecken. Doch inzwischen hilft es bei ihm tatsächlich nur noch, ihn zu wecken. Im Bett beuhigt er sich gar nicht, sondern wird immer panischer und motorisch wilder. Mein Mann hebt ihn dann aus dem halbhohen Hochbett (für mich ist er schon zu schwer) und trägt ihn ins erleuchtete Bad, spricht ruhig mit ihm und lässt ihn zur Toilette gehen. Da wird er ruhiger, wird wach, kann mit uns sprechen und danach wieder einschlafen. Ich nehme an, in seinem Alter ist die Entwicklung vielleicht schon anders / weiter als bei kleineren Kindern mit Nachtschreck?! Er kapiert nach dem Wachwerden schnell, was los war und ist richtig erleichtert.
        Alle drei Kinder haben auch geschlafwandelt; ist sicher genetisch, denke ich auch.
        Die Nachtschrecksache ist übrigens mit ein Grund, warum wir keinen jungen Babysitter wollen, Mama Miez. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie ein junges Mädchen im Fall der Fälle damit klar kommen sollte bei dem großen Kerl…

  4. Beerenmama / Dez 7 2011

    Wir haben bei unserem älteren Sohn auch heute noch gelegentlich mit diesem Phänomen zu kämpfen. Es ist anfangs sehr beängstigend und auch schwer zu akzeptieren gewesen, dass man das Kind dann nicht trösten kann.
    Daher lieben Dank für den Eintrag!

  5. Mama06 / Dez 8 2011

    Hi, hier auch. Beni fing mit einem Jahr an und noch heute hat er es ab und an. Er wird im Januar 6. Mittlerweile bringt es mich nicht mehr aus der Ruhe und bei Beni darf es nicht mal eine ruhige Stimme sein, einfach nur da sein und gucken das er sich nicht verletzt. Je mehr man eingreifen will um so länger dauert es und um so schlimmer ist es. Eltern können aktiv dafür sorgen das das Kind sich nicht verletzt und damit haben sie eine Aufgabe.
    herzliche Grüße
    Stephanie

  6. Danie / Feb 3 2013

    Hallo, danke für die Information. Mein Sohn hat diesen “ Nachtschreck“ jetzt seit ca. 4 Wochen jede Nacht ca. 20 Minuten. Ich bin völlig am Ende gewesen , bis eine befreundete Mutter mir von dieser Form des Schlafwandels (so nenne ich das mal) erzählte. Und ich bin nun beruhigter, dass es nichts ernsteres ist. Da die Scheangerschaft sehr belastet war, hsbe ich dchon Sorge gehabt, der kleine hätte doch noch Spätfolgen. Aber dank dieser Info ( und es spielt sich bei und genauso ab) kann ich jetzt besser damit nachts umgehen. Danke!

  7. Mandy Schnirch / Jul 17 2013

    Hallo ihr leidgeplagten Eltern,
    ich weiß wovon ihr sprecht, denn ich habe das gleiche mit meiner großen Tochter durch. Wir als Eltern waren total am Ende, denn der Nachtschreck häufte sich, bis er letztendlich jede Nacht auftrat.
    Das schlimmste war, dass man sein Kind nicht trösten kann.
    Damals habe ich durch eine Hebamme, die sich sehr in der Naturheilkunde auskannte erfahren, dass eine Bachblütenmischung hilft.
    Ich habe also die Bachblütenmischung geholt und siehe da, der Nachtschreck war von dem Tag an, oder besser von der Nacht an weg.
    Man muss die Mischung dreimal täglich verabreichen, jeweils fünf Tropfen in
    Flüssigkeit geben. Die Mischung ist mit Essig konserviert und sollte trotzdem noch im Kühlschrank aufbewahrt werden, bis sie aufgebraucht ist.
    Bachblütenmischungen sind völlig frei von Nebenwirkungen. Wichtig ist nur
    die regelmäßige Einnahme. Der Nachtschreck verliert sich erst im Einschulungsalter. Also ab 6 Jahren muss man dann die Bachblüten absetzen und schaun, ob es weg ist, oder ob euer Kind noch etwas Zeit braucht. Meine Tochter brauchte ab 7 Jahren die Mischung nicht mehr.
    Vergisst man eine Einnahme, so kommt der Nachtschreck in abgeschwächter Form wieder in der einen Nacht. Also schön regelmäßig einnehmen lassen.
    Lange Rede, kurzer Sinn:
    Mittlerweile stelle ich Bachblütenmischungen selbst her aus Bachblütenkonzentraten und verkaufe diese auch.
    Eine Bachblütenmischung gegen den Nachtschreck kostet 5 Euro, geliefert wird ein 20ml Pipettenfläschchen. Wer Interesse hat, der soll mir bitte schreiben:
    mandysteiner@hotmail.de

    • Rüger Monika / Sep 13 2013

      Hallo. Ich würde so eine Bachblütenmischung gegen den Nachtschreck kaufen,da mein Sohn das auch hat. Wäre das möglich?

  8. Anja Koch / Aug 17 2013

    Uns geht es hier ähnlich. Sowohl die Große fast 5, als auch die Lütte mit fast 2 ist betroffen. Die Jüngste hatte es bisher 2x und die Große mit 2-3 am häufigsten – so wie mir schien immer nach sowohl positiv, als auch negativ aufregenden Tagen. Auch wir haben es, wie ihr gehandhabt, standen dabei, haben uns zwei seelisch gehalten und geschaut, dass das Kind sich nicht verletzt. Da können Minuten zu Stunden werden.

  9. Melli / Dez 17 2013

    Hi,

    unsere Tochter hatte – nachdem wir heute wissen, was los ist – ihren ersten Nachtschreck mit 1 1/2 Jahren gehabt, da war ich fix und fertig, weil ich nicht wußte, wie ich das Krümelchen beruhigen konnte und alle nur sagten, das ist eine Phase (und die Strafe, dass die Kleine vorher so viel geschlafen hat und super pflegeleicht war).
    Vor 8 Wochen ging es wieder los (3 1/3 Jahre), jede Nacht. Wir hatten schon die Vermutung, dass es etwas mit Schlafwandeln zu tun hat, da sie auch schon mit Guitarre nachts im Flur stand und mich rief und ich auch als Kind geschlafwandelt bin.
    Für mich war es am schrecklichsten, denn die Kleine ruft während des Nachtschrecks immer nach mir und ich saß neben ihr und sie hat mich nicht wahrgenommen… mir war jedesmal zum Heulen zu mute…

    Nachdem unsere Kinderärztin uns alles erklärt hatte, war ich zumindest so weit beruhigt, dass es für das Krümelchen nicht schädlich ist. Und sie weiß wirklich nichts davon, morgens erzählt sie ganz stolz, dass sie tief und fest in ihrem eigenen Bett geschlafen hat (sie hat gerade eine Erkältung und tauscht gerne ihr gegen mein Bett).

    Ich mußte leider auch einsehen, dass streicheln, in dem Arm nehmen und kuscheln rein gar nichts bringt…. sie läßt gerade mal zu, dass man ihre Hand streichelt und leise etwas vorsummt….. und dann heißt es abwarten.

    Und das ist das schlimmste, dass man gefühlstechnisch rein gar nichts zu kann und die Nähe, die die Kleine sonst so liebt, auf einmal ganz schrecklich ist….

    Aber Kopf hoch! Wir hoffen auch noch, dass sich das irgendwann wieder legt :-)

  10. Wiebke / Jan 8 2014

    Hallo,

    ich bräuchte mal eure Hilfe. Meine Tochter 3,5 Jahre scheint auch unter Nachtschreck zu leiden. Es fing vor 2 Monaten damit an, dass sie endlich ihren Schnuller abgegeben hat und ein paar Tage bzw Nächte später ging es los. Wir waren auch ratlos und erstmal zum Kinderarzt, der meinte sie wäre gesund und es wäre wohl Nachtschreck.
    Ich finde es unheimlich schwer und belastend. Mein Mann und ich sind völlig fertig und mein Kleiner (1Jahr) wird auch davon wach und hat Angst.
    Meine Frage: Kann das denn sein, dass meine Tochter dass jede Stunde nachts hat? Und dass schon seit 8 Wochen? Sie schläft erst 2 Stunden, dann geht´s los und letzte Nacht kam es immer wieder bis heute morgen…. :-(
    Ich weiß wirklich nicht weiter. Wir haben Aconitum probiert und jetzt probieren wir Rescue Tropfen. Ich hoffe diese Nacht wird besser.
    Es wäre sehr nett wenn mir jemand antworten könnte.
    Vielen Dank

    • Melli / Jan 10 2014

      Liebe Wiebke,
      das es 8 Wochen durchgehend ist, kann schon passieren, das hatten wir bei unserem Krümelchen auch. Allerdings habe ich noch nicht gehört, dass es die ganze Nacht durchgängig so ist. Unser Krümelchen hat das meist nur 1 mal und im schlimmeren Nächten mal 2 oder 3 mal…
      Das hört sich bei Euch echt fies an, vielleicht solltest du es mal mit den Bachblüten probieren, die Mandy Schnirch oben beschrieben hat. Wobei ich eigentlich gegen Beruhigungstropfen bin, aber wenn es so dramatisch ist, sollte man es vielleicht ausprobieren.
      Lieben Gruß und Kopf hoch

  11. Kathi / Mrz 27 2014

    Hallo Fräulein Miez! Meine Tochter (2,5) leidet unter Nachtschreck. Wir hatten jetzt 3 aufeinander folgende Nächte mit mehreren „Anfällen“ pro Nacht.Ich bin gerädert und frustriert, meiner Maus merkt man die fehlende Ruh/Schlaf natürlich auch.Das Einzige, was die Ärztin meinte, war, das sie mehr schlafen müss…. was mich verwirrt, da wird im letzten halben Jahr nichts verändert haben.Aber es hängt ja auch vom Tag ab, Stress usw… Schade, das es noch relativ schwierig ist, sich mit anderen betroffenen Eltern auszutauschen.. Hab etwas über mögliche Therapiemöglichkeiten mit Homöopathie gelesen.Leider aber von niemanden einen Erfahrungsbericht…. Liebe Grüße aus Langenfeld

    • Mama Miez / Mrz 28 2014

      Liebe Kathi,

      es ist eher unwahrscheinlich, dass Deine Tochter unter Nachtschreck leidet, da Nachtschreck in der Regel nur einmal pro Nacht und dann 1-2 Stunden nach dem Zubettgehen auftritt. Bei so häufigem Schreien ist eher ein Entwicklungsschub verantwortlich für die nächtlichen Attacken. Wir hatten solche Phasen gerne vor „Wahrnehmungsentwicklungssprüngen“, dem Laufen oder dem Sprechen lernen, Trocken werden oder Schnullerentwöhnung. Nach 2 bis 7 Nächten war der Spuk meist vorbei und unsere Kinder konnten irgendwas plötzlich so gut, als hätten sie es schon immer so gemacht. Ich würde mich nicht aus der Ruhe bringen lassen.
      Nachtschreck tritt von klein auf bis hin ins Schulalter auf. Wenn das jetzt erstmalig ist, denke ich nicht, dass Deine Tochter Nachtschreck erfährt.

  12. carmen / Apr 28 2014

    Hallo, ich dachte zwar bisher das mein Kleiner(4) auch unter Nachtschreck leidet aber es trifft nicht alles zu was hier steht. Bei ihm kommt das immer vor wenn er krank ist (hauptsachlich bei Husten) dann bekommt er auch diese Anfaelle wobei er auch nicht wach zu sein scheint er wirkt dann bockig schlaegt aber nicht um sich. Das kommt dann allerdigs auch einige male in der Macht vor . Er ist allerdings auch so ein Kerl der nicht viel redet und im staendigen Konkurrenzkampf mit seinem grossen Bruder steht. Koennte es sich dabei auch um Eifersucht handeln, ich weiss echt nicht immer Rat .

    • Mama Miez / Apr 28 2014

      Nachtschreck hat ein ziemlich klassisches Verlaufsbild. Es ist eher untypisch, dass der Schreck mehrfach in der Nacht auftritt.
      Es gibt aber durchaus Entwicklungssprünge und Erlebnisse, die Kinder derart heftig verarbeiten.

      • carmen / Apr 29 2014

        Mir ist aufgefallen das diese „Husten“ auch immer dann auftreten wenn etwas ansteht wie zB. Nikolaus oder Geburtstag . Heute habe ich wirklich mal den Versuch gemacht ruhig auf ihn zu achten und nicht versucht ihn aufzu wecken wie sonst und er hatte sich auch sehr schnell wieder beruhigt. In Zukunft werde ich einfach versuchen mehr auf ihn einzugehen und bei den naechtlichen „Vorfaellen“ Ruhe zu bewahren.

  13. Sarah / Mai 19 2014

    Danke.
    Das es dafür einen Namen gibt, das wusste ich gar nicht.
    Meine Oma leidet manchmal noch heute über meinen Nachtschreck. Sie, aber auch meine Ma, erzählt oft davon, dass ich mitten in der Nacht wach geworden bin, geschrien, geschrien, geweint und auf niemanden reagiert habe. Das belastet sie auch heute noch psychisch. Einfach zuzusehen, wie das Enkelkind panische Angst hat.
    Vermutlich habe ich dies auch heute mit fast 30 noch. Meine letzten Partner und erst letzte Woche eine gute Freundin, die bei mir schlief, erwähnten, dass ich nachts wach wurde und panisch gewimmert habe. Man konnte mich nicht richtig aufwecken. Erinnern tu ich mich an gar nichts. Habe denen erzählt die spinnen.
    Aber durch Zufall bin ich hier gelandet und das passt schon alles.
    Schlafwandeln ist in Teilen der Familie mütterlicherseits so ziemlich häufig.

  14. lindsay / Jun 19 2014

    ja es ist nun 02:51 Uhr ….. Vor 2 Stunden musste ich leider das erste mal erfahren wie hilflos man ist wenn so ein nachtschreck beim eigenen kind auftritt. Natürlich habe ich aus verzweiflung erstmal alles falsch gemacht was man falsch machen kann. verzweiflung hilflosigkeit entsetzen angst beherschten mich total.(mir fällt es schwer in solchen situationen ruhig zu bleiben bin einfach zu sensibel was mein kind betrifft) Ich kam vorhin einfach absolut nicht damit klar das meine 3 Jährige Tochter mich plötzlich als bedrohung ansah. Ich durfte sie weder ansprechen noch anfassen ach ich durfte einfach garnichts nichts überhaupt nix. TOTALE ABLEHNUNG! In dieser situation ich kanns garnicht wirklich in worte fassen wie man sich fühlt oder was in einem vor geht. ich verzweifelte immer mehr und stand völlig hilflos dieser für mich neuen situation gegenüber. weil ich eben alles am anfang falsch machte und sich dieser nachtschreck demzufolge auch länger hinziehte rief ich aus letzter verzweiflung ne freundin an die GOTT SEI DANK in der nähe wohnt und auch ans telefon gegangen ist. ( ich war echt kurz davor den krankenwagen zu rufen weil ich die situation selber absolut nicht mehr einschätzen konnte –> meine tochter durch das schreien/weinen/schlucksten logischer weise erschöpft und auch kein ende davon in sicht war) Sie kam sofort rüber und das einzige was ich ihr befehlte war Tina rechner an google das bitte ich kann einfach nicht mehr (ich hatte übelst angst meine tochter alleine zu lassen im schlafzimmer der weg zum rechner…. einfach nicht möglich). Ich war nach „gefühlten“ 3 Stunden so verzweifelt das ich selber nur noch heulte ;( echt jetzt die mischung aus ablehnung hilflosigkeit verzweiflung angst und ratlosigkeit überrollten mich total ich war mit meinen nerven am ende. hab die welt einfach nicht mehr verstanden. Ich wollte ihr helfen mit ihr reden sie ablenken beruhigen streicheln (jetzt weiß ich das genau das alles falsch war) aber sie wehrte alles ab… schrie mich an schlug und tritt nach mir warf ihre puppe nach mir schluckste weinte ununterbrochen wurde völlig „aggressiv“ sprach zwar mit mir ein paar bruchstückchen aber durch das intensive weinen für mich kaum zu verstehen. Lass mich, lass mich, geh weg, lass mich sagte sie immer wieder…..

    mittlerweile schläft sie wieder friedlich und ich konnte mich durch das lesen im internet endlich wieder ein wenig runter fahren. ich habe noch nie zufuhr von einem nachtschreck gelesen/ gehört oder sonstiges. das habe ich jetzt erst alles in ruhe im internet nachlesen können.

    wenn die eigene tochter sich auf einmal wie aus dem nichts dir gegenüber verhält als wärst du die größte gefahr die es gibt und dich überhaupt nicht mehr annähernd an sich ran lässt….. grauenhaft :( ich war einfach von vielen gefühlen und emotionen total überrannt worden.

    dank dem internet und der gefundenen aufklärung über dieses verhalten kann ich nun endlich langsam schlafen gehen bin noch immer völlig aufgewühlt 03:37 Uhr………..

    • Doreen / Feb 10 2016

      Hallo.
      Deine Worte kommen mir sehr bekannt vor. Ich hatte es letzte Nacht auch zum ersten mal mit meiner jüngsten. Sie wird im nächsten Monat 3 Jahre. Meine Tochter hat sich genauso verhalten,wie bei dir. Und ich habe anscheinend auch alles falsch gemacht,da ich von diesem Nachtschreck vorher noch nie was gehört habe. Bin froh, dass ich dieses Forum hier gefunden habe und ich nachlesen konnte,dass es nichts bedrohliches ist. Das einzigste was mir Angst macht ist, dass es erst im 6 . Lebensjahr weg geht… Zumindest gehe ich in die nächste Nacht beruhigter rein.
      Sollte es jetzt öfters oder regelmäßig auftreten,werde ich definitiv über die Bachblütenlösung ,wie oben beschrieben, nachdenken.
      Vielen Dank an alle hier… Es fällt mir ein Stein vom Herzen

  15. Kathleen Zahm / Aug 3 2014

    Hallo ihr Lieben, ich kenne die Situationen sehr genau. Ich habe 2 Mädels und beide haben bzw hatten es. Die Kleine noch immer. Die Grosse, nun 17 wandelt und schreit nicht mehr. Aber träumt laut. Als Kleinkind war es bei ihr sehr extrem. Die Kleine 5 Jahre hat es selten aber sehr extrem und ist dann sehr laut. Es hilft nur Ruhe! LG

  16. Manu / Aug 4 2014

    Leider lese ich diesen hilfreichen Artikel erst jetzt und kann nur hoffen, dass viele Eltern ihn „finden“. Danke noch mal, dass du ihn ein einem aktuellen Artikel erneut verlinkt hast. :)
    Auch wir hatten unglaublich schreckliche Nächte mit dem „Nachtschreck“, wussten aber lange nicht, um was es sich da eigentlich handelt.
    Was ich aber als noch viel schlimmer empfinde – vor allem jetzt im Nachhinein – ist die Tatsache, dass Ärzte nicht wissen/wussten, was das ist.
    Unsere Tochter war gut 2 3/4 Jahre alt.
    Wir haben mehrere Monate lang die schlimmsten Nächte unseres Lebens erlebt. In ganz schlimmen Hochphasen ging es über 3-4 Wochen, jede Nacht, jeweils 2-3 Stunden, alle 10-20 Minuten!!!
    Ich/wir waren verzeifelt!
    Der Kinderarzt meinte, das sei ganz klar „anerzogen“ … dieser Wortlaut wird für immer in meinem Kopf sein. Frei nach Motto „Wenn Sie immer hingehen, wenn das Kind weint, ist das ja ganz klar.“
    Ja, das hat er wirklich SO gesagt.
    (An dieser Stelle sein erwähnt, dass auch wir vom stundenlangen Schreienlassen selbstverständlich nichts halten, aber auch nicht bei jedem winzigen Mucks aufgesprungen sind. Einmal war es sogar so schlimm, dass sich unsere Tochter vor lauter Schreien übergeben hat …)
    Es gab anschließend sowohl die Aussagen, unsere Tochter auf keinen Fall zu wecken, als auch die, dass man sein Kind auf jeden Fall aus dieser Schlafphase holen muss, in dem man es richtig weckt. (Zitat „Am besten mit einem kühlen Lappen im Gesicht.“)
    Wir haben uns an einen psychologischen Beratungsdienst gewandt. Hier sollten wir ein Schlaftagebuch führen. Auch das habe ich gute 3 Wochen ausführlich getan und kann vor allem deshalb auch heute noch ganz klar sagen, wie schlimm es war.
    Letztlich wurde es „einfach“ besser.
    Auch wir fuhren gut damit, einfach da zu sein und zu „wachen“. Kleines Licht, Schschsch und „Nähe“ im möglichen Rahmen.
    Unsere Tochter konnte sich nie an irgendwas erinnern.
    Für uns war diese Zeit schrecklich … man ist irgendwann nur noch verzeifelt, totmüde, fertig, hat Angst.
    Als das Wort „Nachtschreck“ aufkam, dachten auch wir erst, dass es das bei uns ja nicht sein kann, weil es bei uns so häufig in einer Nacht und über einen so langen Zeitraum ging. Aber letztlich gehen wir davon aus, dass es genau das war. Auch ich hätte mir schon früher mehr Aufklärung und vor allem Verständnis vom Kinderarzt gewünscht.
    Achso, für unsere Tochter fiel das ganze in die Zeit, als das Thema Kindergarten aufkam. Zwar ging sie bereit ab 1 Jahr in die Krabbelstube, doch wurde gegen Ende dort das Thema „Ihr kommt jetzt in die Kita!“ immer bedeutender und das schien ihr riesige Angst zu machen. Dieser „Übergang“ hatte offensichtlich einen Bezug zu ihrem nächtlichen Schlafverhalten.

    • Melanie / Aug 5 2014

      Hallo Manu,
      das ist ja echt fies. Vor allem dass Euch Euer Kinderarzt nicht helfen konnte. Bei uns wussten die sofort was es war und gaben uns auch Tipps, dass wir darauf achten sollen, was an dem Tag passiert ist (Fernseher, Aufregung, Übermüdet ins Bett,….), weil man es nicht auf ein Problem oder eine Sache schieben kann. Unsere Tochter verarbeitet extrem alles im Schlaf und träumt echt wie verrückt. Es ist auf alle Fälle wohl Veranlagung (Kinder deren Eltern Schlafgewandelt sind, sind eher betroffen) aber es hat auch etwas mit dem Umfeld und Tagesabläufen zu tun.
      Aber letztendlich kann man wirklich nur DA sein :-)
      Ich drück Euch die Daumen, dass es bald besser wird.

  17. Anke / Sep 6 2014

    Ja, unsere Große hat das leider auch. Wir hatten jetzt lange Zeit Ruhe und unser Kinderarzt wußte auch gut Bescheid; als ich mit dem Thema anfing, sagte er mir gleich „Wenn Sie sie gegen sieben oder acht ins Bett bringen, geht es so etwa 23 Uhr los, nicht wahr?“ – und er hatte Recht. Das zu wissen, ist schon beruhigend. Leider hilft es einem aber dann doch nicht so viel, wenn man die Situation durchstehen muß, ohne helfen zu können.
    Letztens habe ich mal wieder den Fehler gemacht, sie in den Arm zu nehmen, da sie mir nämlich auf Fragen antwortete (was ich vorher so nicht kannte und daher dachte, sie wäre doch wach). Dadurch hat sich das Ganze auf eineinhalb Stunden verlängert! Am Ende war ich total fertig und am Heulen, und die Kleine war natürlich auch wach geworden. Furchtbar! Ich hoffe, wir müssen das nicht mehr allzulange durchmachen…

  18. Jenny / Jan 26 2015

    Mein Sohn hat das unregelmäßig und zeitkich unterschiedlich mal nur 5min mal 30min ca. Ich bin dan immer so erschrocken weil mein kind ganz anders ist als sonst. Er schreit er ist panisch er ist laut sehr laut (meine nachbarn mussten aufgeklärt werden weil sie dachten ich misshandel mein kind)
    Ich musste ihn sogar filmen damit die nachbarn mir nicht das jugendamt auf den hals jagen. Ich habe ihn bei den ersten malen geweckt (wwusste es nicht besser)
    aber er rennt auch durch die komplette Wohnung schreiend ruft mama und papa und es ist so schlimm für mich. Wen der nachtschreck vorüber ist und mein sohn eingeschlafen ist wieder, heule ich immer weil es immer wieder anders ist und ein schock. Heute zb hat er gebissen plötzlich. Erst mich weil ich ihn abhalten wollte die balkon Tür aufzumachen und danach sich da hab ich ihm auch abgehalten das war neu das tat er sonst nie

    • Claudia / Mrz 23 2015

      Hallo Zusammen!
      Wir haben einen großen Sohn (fast 11 Jahre) und eineiige Zwillinge (6 Jahre). Einer davon hat den Nachtschreck seit fast drei Jahren, zwischenzeitlich auch fast täglich. Man kann die Uhr danach stellen, immer ca. 1 Stunden nach dem Einschlafen geht es los. Das Gejammere, Geschreie, die Arme und Beine zittern und zucken voller Panik. Oft ist er auch bei Bewußtsein, manchmal geht es schnell (5Min.) und manchmal kann man ihn gar nicht beruhigen. Dann muß man ihn aus dem Bett tragen und ins Bad bringen. Oft muß er auch dann biseln. Das schlimme daran ist, daß der andere Zwillinge dann auch aufwacht und weint und Angst hat, zum Teil wird auch der große Bruder wach. Und wir haben leider kein weiteres Kinderzimmer mehr. Wenn man im Urlaub ist, glauben die Nachbarn, man misshandelt sein Kind! Der Kinderarzt ist am Ende mit seinem Latein, würde Epelepsie-Tabletten verabreichen. Der Neurologe sagt aber, dass er das nicht braucht. Es wäre wohl für uns schlimmer als für das Kind, das Kind weiß am nächsten Tag nichts mehr davon. Als Eltern bist du fix und fertig, man kann nichts mehr unternehmen. Sitzt nur Zuhause am Abend und schaut auf die Uhr, wann es denn wieder losgeht!!!! Man klammert sich an jeden Stohhalm, momentan sind wir bei einem Heilpraktiker. Seit drei Wochen nimmt er Tropfen, aber es hat sich noch nichts verändert!

      • Inke Hummel / Apr 4 2015

        Haltet durch, Claudia!
        Unser Ältester musste 10 werden, dann war es endlich gut.
        Viel Kraft.

  19. Kathrin / Apr 19 2015

    Wir haben mit einer Craniosacral Therapie sehr gute Ergebnisse erreicht.
    Mein Sohn (10 ) hatte danach erst gar keine Nachtschrecke mehr und jetzt nur noch vereinzelt und auch nicht mehr so schlimme.

    Kennt ihr das auch, dass sie sich vor vertrauten Gegenständen und Personen fürchten? Mein Sohn hat mir vor kurzem erklärt, die Gegenstände würden immer grösser und kleiner, dies würde erklären, warum er während des Nachtschreckes angst vor unsere Katze oder vor seinem Poster hat.

    Liebe Grüsse
    Kathrin

  20. Maralia / Mai 8 2015

    Hallo,
    ich habe soeben erfahren was ein Nachtschreck bedeutet und muss einfach kurz mein Erlebnis teilen. Mein Sohn ist 13 Monate alt und schläft eigentlich gut. Wir haben regelmäßige Zubettgehzeiten und täglich bis zu drei Stunden Mittagsschlaf. Trotzdem schrie er heute, ca zwei Stunden nach dem einschlafen, als habe er große schmerzen. Wir haben schon einige gesundheitliche Komplikationen einschl. Krankenhaus durchgemacht, aber so habe ich mein Kind noch nicht schreien gehört. Ich konnte ihn weder beruhigen noch aufwecken und nach einigen Minuten hat er einfach weiter geschlafen. Mir steigen jetzt noch die Tränen in die Augen wenn ich an sein schreien denke. Und ehrlich gesagt habe ich (trotz aller gegenteiligen Berichte) angst das diese „Panikattacke“ doch irgendwo im unterbewussten Spuren hinterlassen könnte.
    Puhhh. Ich hoffe das wir das nicht noch einmal erleben müssen.
    Viele liebe grüße

  21. Mama geht online / Okt 25 2015

    Das ist hier der beste Artikel, den ich über das Thema bisher gelesen habe. Danke dafür.

    Wir hatten auch schon drei Mal den Nachtschreck bei unserem Sohn. Das ist wirklich nicht lustig. Er lässt sich überhaupt nicht anfassen und weint und weint und schreit. Für einen selbst ist das ganz schlimm, weil man überhaupt nichts machen kann. Eben nur abwarten bis das Kind wieder „normal“ wird. Danach schläft er dann immer ganz schnell wieder ein, so als wäre nix gewesen.

    LG Anke

  22. Nicole / Jan 7 2016

    Ich bin so froh das hier alles zu lesen. Gerade bin ich wieder kurz vor dem weinen. Der Schreck war 2 Wochen weg und wir dachten wir haben es endlich hinter uns. Unsere Tochter ist 8. Sie hat den Nachtschreck seit dem sie 1. ist. Er kam streckenweise jede Nacht punktgenau 1,5h nach dem einschlafen. Alle Ratschläge haben nie geholfen. An den turbulentesten Tagen schlief sie teils am besten. Man fängt sich an Selbstvorwürfe zu machen und alles zu reflektieren. Erst in der Kur habe ich endlich das Gefühl bekommen das das alles ’normal‘ ist und wir nicht alleine damit sind. Das tat so gut weil ich bis dahin niemanden kannte wo es die Kinder auch über längere Zeit hatten. Nun was soll ich schreiben…. ich hoffe es wird besser und allen anderen, ihr seit nicht alleine.

  23. Mandy / Feb 2 2016

    Hallo mein Sohn 1 Jahr alt hat diesen nachtschreck und das gute 5 mal in der Nacht er geht jetzt seit 3 Wochen in die Krippe und seit gut einer Woche geht es nachts los wenn ich ihn aus dem Bett nehme beruhigt er sich meistens ganz schnell und kann ihn ganz normal ins Bett legen und manchmal beruhigt er sich nicht und stelle ich ihn hin dann geht er zu sein Bett und dann kann ich ihn hingelegt meine Frage is wie lange geht sowas

    • Pia Drießen / Feb 2 2016

      Das klingt eher nicht nach Nachtschreck. Eher verarbeitet er seine neuen Eindrücke und Erlebnisse im Schlaf. Das geht in der Regel nach 1-2 Wochen vorbei.

  24. bati / Jul 30 2016

    Unser Sohn 4 hat diesen Nachtschreck seit er 2,5 Jahre ist.
    Wie ihr sagt es ist grausam. Man kann die Uhr stellen 2 Stunden nach dem Einschlafen.
    Ich schaffe die Ruhe mittlerweile wobei bei mir Schlafentzug sehr gefährlich ist,bin Epileptikerin.
    Mittlerweile kann man sagen,ich merke bereits beim Schlafen legen ob es eine ruhige oder laute Nacht wird.
    Mein Mann hingegen verkraftet das gar nicht und verliert die Nerven.
    Schlussendlich ist es so,dass ich,nachdem das Kind wieder schläft,den Mann auch beruhigen muss.
    Fast auf die selbe Art und Weise.
    Kommt aber von früheren Ereignissen die er mit SEINEM Ältesten hatte.
    Ich hoffe auch,dass das irgendwann aufhört, denn mit jedem Nachtschreck wackelt die Beziehung wieder.

  25. Christiane / Aug 25 2016

    Hallo. Bin ich froh auf diese Seite gestoßen zu sein. Meine Große hat das seit ungefähr 4 jahren. Sie wird jetzt im September 6. Zwischenzeitlich hatten wir mal Ruhe. Aber seit einer Weile tritt es immer wieder auf. Heute erst wieder. Ab und an (heute auch) steht sie sogar auf und läuft aufgeregt durch die Wohnung. Sie redet auch mit mir. Vorhin hat sie immer panisch gesagt sie hat angst vor dem Frosch. Hab sie gefragt wo sie denn ist, darauf hat sie mir geantwortet bei MC Donalds. Sie antwortet auf meine Fragen und spricht mit mir, scheint aber völlig woanders zu sein und heult dabei wie angestochen. Nach einer Weile frag ich sie dann musst du pullern? Da geht sie aufs Klo und dann ins Bett. Und dann kann ich drauf warten das kurze Zeit später nochmal tierisch Theater ist, weil ihre Nase verstopft ist. Und jedes mal macht mir das aufs eue Angst. Ich fühle mich immer total hilflos in der Situation.
    Sie ist auch insgesamt ein sehr aufgedrehtes und hippeliges kind. Kann Sowas damit auch zusammenhängen?
    Es tut auf jeden Fall gut zu lesen, das es nichts unnormales ist….
    LG Christiane

  26. Anke / Sep 29 2016

    Ich hab mor das hier bestimmt schon 20 Mal durchgelesen. Nur, damit ich nichts vergesse, wenn mein Freund und ich heulend vor der (offenen) Kinderzimmertür stehen und nichts daran ändern können, dass unser kleiner Pupsi (geboren Mai 2016) so leidet und brüllt und schreit und weint.
    Das ist hammerhart für uns…
    Mein Prinz ist übrigens am Nö chaten Tag absolut scheiße drauf. Er lacht dann nicht, erholt sich und schläft viel.
    Am Übelsten finde ich aber, dass man im Du keln nicht sieht, ob das Kind wirklich wach ist.
    Neulich hat er gerülpst, da war er dann wirklich wach.
    Ich meine, es KANN ja mal passieren, dass Kinder aufwachen aus dem Nachtschreck. Woran soll ich das denn merken? Wenn er in Rage ist, ist er in Rage… Alles sehr schwer einzuschätzen.

    • Pia Drießen / Okt 3 2016

      Bei Kindern unter 1 Jahr geht man nicht von Nachtschreck aus. Das Kind würde ich daher IMMER auf den Arm nehmen und ihm Wärme und Geborgenheit spüren lassen, wenn es nachts schreit.
      Er ist ja noch nicht mal 6 Monate alt. Vermutlich hat er Hunger oder einfach nur Angst allein zu sein. Babys werden oft nachts wach und wissen nicht, dass ihre Eltern nur nebenan sind.

  27. Jane / Okt 7 2016

    Meine Tochter 22 Monate hat vorhin geschlafen 16uhr bis 17 25 dann schrie sie ich bin hoch zu ihr und meine Nähe hat sie noch wilder und intensiver schreien lassen die Augen waren erst zu dann nach ca 10 nicht offen das ganze ging max 20 min .

  28. Veronika / Okt 18 2016

    Meine Tochter hatte dies auch gehabt da war sie 1 1/2 Jahre alt .
    Bei uns war es so , sie hatte ganz normal abends geschlafen bis sie dann nachts richtig extrem laut anfing zu schreien und weinen sie hatte sich hingesetzt gehabt und nach links und rechts als geguckt und als geschrien.
    Mein Freund und ich wussten nicht was los war.
    Ich bin dann zu ihr hin wollte sie wieder beruhigen und sie schrie nur noch mehr und weinte noch mehr .. Sie wurde richtig unruhig und hysterisch. Ich wollte sie dann nehmen und beruhigen aber wurde nur noch schlimmer . Sie hatte eine richtige Panik gehabt hat als nach links rechts vorne und nach hinten geguckt und ist dann als aufgesprungen und hat noch mehr geweint gehabt. Das war für uns sehr schlimm gewesen weil wir einfach nicht wussten was los war . Im Endeffekt hatte ich sie aus dem Bett dann genommen und zu uns ins Bett gelegt und ihr die Flasche gegeben hat zuerst gut geklappt für 15 Minuten dann fing alles wieder von vorne an . Sie wollte nicht angefasst werden nichts ist immer von links nach rechts gesprungen und hat richtig panisch geschrien. Wir hatten gedacht das sie sich vom Schatten vielleicht ganze Zeit erschreckt hat unf haben dann Licht angemacht und bin mit ihr ins Wohnzimmer gegangen wo keine Schatten waren . Wobei es auvh nichts gebracht hatte und es ging so bis um halb 5 Uhr morgens bis sie sehr müde vom schreien und weinen war.
    Das war für uns sehr schlimm gewesen &‘ wir haben vom “ Nachtschreck“ noch nie was gehört gehabt. Erst jetzt durch Zufall.

  29. Teresa / Okt 19 2016

    Ja, wir haben das auch .. und da der Sohnemann schon immer eine sehr laute, kräftige Stimme hatte und auch sonst Wutanfälle nicht unüblich waren, hat es lange gedauert, bis wir wussten was er hatte. Es ist wirklich schwierig damit umzugehen. Im ersten Moment wacht er auf, kommt zu uns ins Wohn- oder Schlafzimmer (wie immer wenn er aufwacht) und dann nehme ich ihn hoch. Normalerweise schläft er dann sofort weiter. Nicht so, wenn er einen Nachtschreck hat. Dann will er gleich wieder runter vom Arm. Wenn ich weg gehe, rennt er laut brüllend hinter her. Es ist echt anstrengend. Er reagierte aber oft eben genau so auf Veränderungen. Mal gab es das 3-4 Nächte hintereinander, die darauf folgende Woche ebenfalls und dann wieder 4 Monate gar nicht. Zum Glück ist es immer seltener geworden! Er ist jetzt 3 und ich denke, allzu oft wird er es nicht mehr haben. Wir hatten in letzter Zeit mehrere Veränderungen inkl. Umzug und es war nichts.
    Für mich war wirklich die größte Hilfe, dass mein Mann da war. Er war immer da und wir haben diese kleinen „Anfälle“ gemeinsam durchgestanden. Wenn ich fertig mit den Nerven war, ist er hin. Und andersrum genau so. Achja, singen hat bei uns auch sehr geholfen! Meistens hat er sich dann dadurch am Ende beruhigt und ist wieder eingeschlafen. Auch wenn er deswegen erst noch lauter gebrüllt hat, nach kurzer Zeit hat er sich dann beruhigt.

  30. Ursus / Dez 10 2016

    Ja leider wir, sind auch davon betroffen.
    Unser Sohn ist gerade 9 Jahre alt geworden und hat diesen angeblichen Nachtschreck…
    Wir haben dazu noch eine Diagnose ADS seit diesem Sommer und haben mit Medikation begonnen mit einer Minimaldosis von 5mg Retard Medikinet, es geht ihm merklich besser am Tag.
    Unser Sohn hatte Nachtschrecks schon seit er 5 war, meistens mit Erkältungen und Fieber. Dementsprechend wurde alles was man Lungenseitig abklären kann gemacht, alles ok. bis auf leichtes Asthma bei Erkältungen usw.
    Leider kommt er nun fast jede Nacht.
    Der Ablauf ist immer der selbe, zuerst hören wir Ihn Husten und dann weinen, machmal wird er Panisch rebeliert gegen irgend was, schreit lass mich los, gib es mir, du verstehst das nicht, geh weg, läuft umher, stampft auf den Boden, schreit usw., er erwacht auch nach 20 Minuten manchmal nicht geht wieder selbst ins Bett und nach einer Stunde geht es wieder los. Er ereifert sich so extrem das er sich schon übergeben hat vor lauter Husten, natürlich über das ganze Bett.
    Wir haben alles versucht ihn zu beruhigen, Kühle luft, zureden, fein streicheln, ein kühler Waschlappen, oder eifach in Ruhe lassen. Früher hat es ab und zu was gebracht, zurzeit aber leider nichts mehr.
    Komischer weise erkennt er aber das wir ihn schon mit der Videokamera aufgenommen haben und wird dann wirklich sauer. Auch haben wir das Gefühl das er fast klare Momment hat um dann wieder abzutauchen.
    Am Morgen danach weiss er nichts mehr davon, das ist wirklich gut, denn es sind nicht sehr angenehme Erfahrungen.
    Wir hoffen es ist wirklich nur der Nachtschrek, es wurde uns vom Kinderartzt und der Psychologin so bestätigt, auch von den Medis kommt es nicht die sind dann gar nicht mehr aktiv, auch als wir abgesetzt haben das gleiche Bild.
    Es ist wirklich zum verzweifeln und haben wirklich mühe zu akzeptieren das es nichts gibt was hilft.

  31. Missy / Jul 22 2017

    Hallo… Ich brauche dringend einen Rat… meine Tochter vier schläft seit zwei Wochen so gut wie gar nicht mehr, sie hat richtige Panik… Sie schläft zwei Stunden und dän fängt sie an zu schreien und schlägt um sich… die letzte Nacht, hat sie regelrecht auf mich eingeschlagen und gebissen usw… Ich bin mit meinem latein am Ende… Ich möchte ihr so gern helfen und weiß nicht wie… heut schläft sie mal bei Oma, ich bin fix und fertig (alleinerziehend)… was kann ich nur tun sie brauch doch ihren Schlaf…

    • Pia Drießen / Jul 23 2017

      Suche bitte einen Arzt auf. Das sind Fragen, die wir Dir nicht beantworten können.

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