Bis einer heult! • Baby-led Weaning. Gefüttert wird nicht!
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26. August 2012 | Pia Drießen

Baby-led Weaning. Gefüttert wird nicht!

Weil ich die Tage bei Facebook erwähnte, dass die Babymassagen-leitende  Hebamme BLW -Befürworterin ist, ich das ganz großartig finde und das leider viel zu selten ist, häuften sich in den letzten Tagen die E-Mails, in denen ich nach BLW gefragt wurde.

Vorweg möchte ich sagen, dass ich mich nie so richtig fachlich mit dem Thema auseinander gesetzt habe, sondern das Prinzip mit Menschenverstand und Bauchgefühl angegangen bin. Dennoch, oder vielleicht gerade deshalb, war BLW für das Löwenmäulchen und mich der perfekte Weg, dem kleinen Mann feste Nahrung schmackhaft zu machen.

BLW steht für Baby-led weaning und bedeutet nichts anderes, als Baby-geführte Entwöhnung. Entwöhnung bezieht sich hier auf die reine Milchernährung. Um das Prinzip besser verständlich zu machen, übersetzte ich es immer mit „Baby gesteuerte Beikosteinführung“ oder „Beikost nach Bedarf“. Wobei Beikost hier nicht Breikost ist, sondern eben das genaue Gegenteil.

Bei BLW wird den Babys zum Beikoststart kein Brei gefüttert, sondern Nahrungsmittel in fester Form in die Hand gedrückt. BLW -Babys werden nicht gefüttert, sondern erhalten die Möglichkeit Lebensmittel selbstbestimmt und selbstständig zu erforschen und zu sich zu nehmen. Statt Brei bekommen sie die Nahrungsmittel in handlicher Stiftform vorgesetzt. Anfänglich spielen sie meist nur mit dem Essen, halten es in der Hand, reiben es über den Tisch und lutschen daran. Ein tatsächliches Sättigungsgefühl wird in den ersten Wochen nicht eintreten. Vielmehr ist es ein spielerisches Heranführen an feste Nahrung, deren Ziel es ist, dass das Baby circa ab 1 Jahr am Familientisch ganz normal mitessen kann.

Mit BLW kann man beginnen, sobald das Baby offensichtliches Interesse an anderer Nahrung, als der Milchernährung zeigt. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn sie Einem beim Essen auf den Mund starren, oder selber den Mund weit aufreißen, wenn man sich etwas hinein steckt. Als Richtalter sollte man 6 Monate nehmen, da die WHO – World Health Organisation – bis zu eben diesem Alter die reine Milchernährung empfiehlt.

Die Angaben auf den Gläschen (ab 4.Monat etc.) sind Angaben der Babynahrungsindustrie und liegen keiner medizinischen oder ernährungsrelevanten Studie zu Grunde. Es gibt somit überhaupt keinen Grund, einem Baby vor dem 6. Monat etwas anderes als Milch – ob nun Muttermilch oder entsprechende PRE oder 1er Milch – zu füttern.

Zur BLW-Einführung kann man alle Gemüsesorten verwenden, die auch als Brei enthalten sind. Zum Beispiel Möhren, Kartoffeln, Broccoli, Pastinake, Zucchini. Wie bei der Breikost sollte auch hier immer nur ein Gemüse nach dem anderen und nie zwei gleichzeitig eingeführt werden. Idealerweise lässt sich das Gemüse für BLW dampfgaren, da es dabei durchgart, aber so fest bleibt, dass man es in der Hand halten kann, ohne dass das Baby es zermatscht. Zum Dampfgaren brauch man im Übrigen keinen speziellen Topf. Es gibt Dampfgarschläuche (ähnlich einem normalen Bratenschlauch), mit denen man Gemüse im Backofen oder der Mikrowelle dampfgaren kann. Mache Sterilisatoren für Fläschchen, zum Beispiel von NUK, kann man ebenfalls als Dampfgarer verwenden.

Das Löwenmäulchen lutschte anfänglich am liebsten Kartoffeln und Möhren. Schon nach kurzer Zeit war er das bloße Lutschen leid und nagte noch völlig zahnlos erste Stück ab, die er am Gaumen oder mit dem Kiefer zerdrückte und hinunterschluckte. Damit sich die Kleinen nicht an den abgebissenen Stücken verschlucken können, sollten sie mit BLW-Beginn schon selbstständig und aufrecht sitzen können. Es folgten der erste und der zweite Zahn und ratzfatz konnte das Mäulchen pro Mahlzeit eine ganze Möhre und eine ganze Kartoffel verspeisen. Sehr beliebt waren Nudeln (ohne Salz gekocht) und später auch „geschälte“ Wiener-Würstchen. Die Würstchen habe ich geschält, da das Löwenmäulchen mit nur 2 Zähnen die Schale nicht kauen konnte und daher Verschluckungsgefahr bestand. In Sachen Obst sind natürlich Bananen der Renner, gefolgt von geschälten Birnen, Pfirsichen oder Melone (ohne Kerne). Äpfel eigenen sich nicht zum BLW, weil sie zu hart sind, um sie am Gaumen oder mit dem Zahnfleisch zu zerdrücken. Ebenso eigenen sich Mandarinen nicht, da die feine Mandarinenhaut verschluckt werden kann und im schlimmsten Fall die Luftröhre verklebt.

Wie schon erwähnt dauert es eine ganze Weile, bis die Kleinen sich an ihrem Fingerfood wirklich satt essen, daher ist BLW immer von der Milchernährung begleitet. Ich ließ das Löwenmäulchen während unserer Mahlzeiten ganz normal sein Fingerfood belutschen und später verspeisen und habe es im Anschluss noch gestillt. So kam es nie zur Überfütterung, da er ja einfach aufhören konnte zu trinken, wenn er satt war. Genauso funktioniert das auch mit der Flaschenfütterung. Hierbei ist es ganz wichtig die Signale des Kindes richtig zu deuten und nicht nur, weil noch 30ml Milch in der Flasche sind, die es sonst ja trink, diese noch unbedingt ins Kind zu füllen, obwohl es bereits den Kopf wegdreht.

Das Löwenmäulchen bekam in seinem 6. Lebensmonat zum ersten Mal dampfgegarte Möhre und Kartoffeln sowie Banane zum Lutschen. An seinem 1. Geburtstag aß er bereits selbstständig am Familientisch unsere Mahlzeiten mit. Er hat in der ganzen Zeit nicht einen Brei gegessen und ist nie gefüttert worden. Kurz nach seinem ersten Geburtstag hat er sich zudem von selber abgestillt, wo er zum Schluss sowieso nur noch nachts und zum Schlafen gestillt werden wollte. Man sieht also, wie schnell BLW auch sättigen kann. Das ist nämlich die Hauptsorge vieler Zweifler, wie ich festgestellt habe: dass die Kleinen mit BLW nicht satt werden können, was Quatsch ist, wie unsere Erfahrung zeigte.

Leider gibt es absolut keine deutsche Fachliteratur zu dem Thema. Empfohlen wird immer wieder dieses englische Buch, das ich selber aber nicht gelesen habe. Sehr interessante Erfahrungsberichte könnt Ihr auf Unpüriert, dem BLW-Blog von Frau Schussel und auf Löffelchen gibt’s nicht lesen.

Zu guter Letzt habe ich hier noch ein paar Beweggründe, die uns zum BLW gebracht haben:

Breikost-Babys müssen nicht kauen und schlucken den Brei häufig so schnell hinunter, dass sie bei Einsetzen des Sättigungsgefühlt schon deutlich mehr Nahrung zu sich genommen haben, als für Ihr Alter/Größe angemessen wäre. Breikostbabys neigen daher häufiger zu Übergewicht und haben ein verzögertes Sättigungsgefühl.

Breikinder haben häufiger Probleme mit fester bzw. stückiger Nahrung und würgen anfänglich oft, wenn die ersten Stücke im Brei auftauchen. Breikinder essen meist erst viel später am Familientisch mit, als mit 1 Jahr.

Man muss sich auch immer vor Augen führen, dass rein evolutionstechnisch Brei bzw. pürierte Nahrung überhaupt keinen begründeten Sinn haben. Sobald Kinder Zähne bekommen, sind sie auch in der Lage feste Nahrung zu zerkleinern und zu schlucken. Die Höhlenmuddis – damals – haben sicher auch nicht den Tupper-Turbo-Chef aus‘m Höhlenvorsprung gezogen und das Mammut püriert.  Was mich noch zum Thema Fleisch führt. Das Löwenmäulchen aß erst sehr spät Fleisch und zwar erst dann, als es dies selbstständig kauen konnte. Das war zu Beginn zum Beispiel gekochtes Hühnerfleisch.

Auch eine nette Randinformation: bis zum ersten Lebensjahr probieren und essen die meisten Kinder so gut wie alles. Dann, im 2. Lebensjahr, werden sie langsam mäklig, mögen dieses und jenes nicht mehr und lehnen das Probieren neuer Speisen auch häufig ab. Auch das ist evolutionsbedingt. Früher waren die Babys so lange unmittelbar bei ihrer Mutter, bis sie selber laufen konnten. Die neugewonnene Mobilität ermöglichte es ihnen, sich das erste Mal von der sicheren Obhut ihres Stammes zu entfernen und unbeobachtet Beeren und anderes in den Mund zu stecken und zu essen. Giftige Gewächse schmecken in der Regel bitter, nicht reife Früchte und verdorbene Nahrung meist sauer, weshalb die wenigsten Kinder intensiv schmeckende Lebensmittel mögen.

Es gibt im Übrigen auch eine ganz rationale Erklärung dafür, warum Kinder eine ganze bestimmte Lieblingsspeise haben und diese immer und immer wieder essen können, ohne dass eine sogenannte „psychische Sättigung“ – das heißt, dass man sich an etwas übergessen hat –  eintritt. Der Ernährungspsychologe Volker Pudel erklärt das so:

„Kinder wollen, wenn sie montags Spaghetti kennen gelernt haben, auch an den folgenden Tagen immer wieder Spaghetti haben. Das kann man so verstehen, dass der Körper gelernt hat: Bei Spaghetti passiert mir nichts; ich überlebe – um es drastisch auszudrücken – und darum will ich wieder Spaghetti haben.“

Das aber nur als minimaler Exkurs. Generell sind evolutionstechnische Begründungen für dieses und jenes Verhalten unheimlich interessant und geben mir als Mutter ganz oft ein sichereres Gefühl, als knallbunte Broschüren auf denen hinten ganz klein „gesponsert von $Babynahrungshersteller“ steht.

Generell kann ich jedem nur empfehlen BLW für sich auszuprobieren. Es war eine so entspannte Zeit. Nie die Sorge, wie ich den Mittagsbrei jetzt am besten warm bekomme, wenn wir unterwegs waren. Dann gab‘s eben halt mal nur die Brust und dafür abends dann eine schöne große Banane. Wir konnten alle gemeinsam als Familie am Tisch sitzen und essen, zeitgleich, und ohne dass einer das Löwenmäulchen hätte füttern müssen und so von seinem eigenen Essen abgehalten wurde. Ich musste mir keine Gedanken um die Inhaltsstoffe von Kaufbrei XY machen und ich musste nicht Stundenlang zusätzlich in der Küche stehen, um selber Brei zu kochen. Und das Löwenmäulchen hatte unheimlich viel Spaß und Freude am Entdecken und Erforschen neuer Lebensmittel und Speisen.

Letztendlich war es für uns ebenso praktisch, gesund und natürlich, wie es das Stillen ist.

Natürlich spiegelt mein Beitrag in erster Linie unsere ganz persönlichen Erfahrungen sowie einiges an Fakten, die ich mir in Bezug auf die Themen Kinderernährung und –Entwicklung angelesen habe, wider. Ich erhebe wie immer keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit und vertrete weiterhin die Meinung: jeder so, wie er es für richtig hält :)

 

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Goldmarie / Aug 26 2012

    Püriertes Mammut. Ich brech ab, danke dafür! :-D

    • Mama Miez / Aug 26 2012

      Wow, Du hast echt bis da ganz unten gelesen? RESPEKT! :-D

      • Goldmarie / Aug 26 2012

        Hab ich, weil lich das total interessant finde, vor allem die Evolutions-Exkurse!

  2. Zickenbändigerin / Aug 26 2012

    Bei uns lief die Einführung der Beikost ganz ähnlich, einfach weil die Mädelz keinen Brei wollten und ich es nach ein paar Tagen leid war ständig angebrochene (sauteure) Gläschen weg zu schmeißen.
    Ich hatte bei der jüngsten dann allerdings so ein Teil wo man Obststücke in ein Netz legt und dann an einem Halter befestigt. So hat sie dann Trauben und Erdbeeren gelutscht. Mit dem Ziel das sie heute keine Art von Obst mehr isst. *doof*
    Liebe Grüße
    Zickenbändigerin

    • Mama Miez / Aug 26 2012

      Ich weiß noch, dass dieses Netz damals hier auch thematisiert wurde und die meisten mit Erfahrung es ablehnten und mir davon abrieten, weshalb ich es dann auch nicht gekauft habe.

  3. Jojo / Aug 26 2012

    Wow! Das ist das erste Mal, dass ich von BLW höre..ich bin begeistert! Es klingt alles so logisch, dass man sich fragt, warum man auf so etwas eigentlich nicht von selbst kommt. Bei meinen Kindern werde ich es auf jeden Fall damit ausprobieren! Vielen Dank für diesen interessanten Beitrag!

  4. Nancy / Aug 26 2012

    Diesen Beitrag hätte ich gerne schon vor ein paar Monaten gelesen. Mein Kleiner ist nun 10 Monate und ich traue mich immernoch nicht an feste Kost :(

  5. Tamaris / Aug 26 2012

    Erst einmal … Ich höre hier das erste Mal von BLW, und ich finde die Idee einfach nur spitze! Kleine Frage hat sich mir dann aber doch gestellt … von wegen, das die Höhlenmuddis (hihi.) nichts Püriertes kannten. Sagt man nicht, dass der Ursprung des Kusses darin besteht, dass die Mutter das Kind mit vorgekauter (also in gewisser Hinsicht pürierter) Nahrung von Mund-zu-Mund (bei)gefüttert hat? Also so ganz unbekannt war das Prinzip wohl nicht …

    • Mama Miez / Aug 26 2012

      Nun ja, vorgekaut ist ja auch nicht püriert und Dampfgarer hatte man von 2,5 Millionen Jahren wahrscheinlich auch nicht ;) Ich gehe jetzt einfach mal ganz stumpf davon aus, dass man DAMALS bis zum GET NO gestillt hat.

      Aber das wäre jetzt nicht so lustig gewesen, wie das pürierte Mammut ;)

  6. hexlein / Aug 26 2012

    Wir machen auch BLW. Meine Tochter ist 3 und hat nie Babybrei bekommen, mein Sohn ist 8 Monate und wir stecken noch in den Startloechern, weil er noch nicht frei sitzt. Ohne jetzt zu lang zu werden wollte ich eigentlich nur sagen, dass ich von Anfang an Aepfel gab, dampfgegart mit Schale dran fuer besseren Halt. Die Schale wird dann ausgespuckt. Es gibt uebrigens ganz tolle Silikoneinsaetze zum Dampfgaren. Kosten nicht viel, funktionieren in (fast) jedem Topf und sind wiederverwertbar.

  7. susanne / Aug 27 2012

    Finde das BLW eine tolle Sache, glaube auch, dass man das ganz intutiv zum Teil auch macht. Ich muss dazu nur ein wenig klugscheißern: du schreibst dass die Einführung der Beikost nach dem 4. Monat nur eine Idee der Industrie ist, und es keine entsprechenden Forschungsergebnisse dazu gibt. Stimmt nicht ganz: neueste Forschungen haben ergeben, dass die Einführung von fester Nahrung nach dem 4. Monat durchaus Sinn macht, da in dieser Zeit die Hypophyse (bin jetzt nicht mehr ganz sicher, glaube aber es war diese, schlagt mich nicht, wenns doch eine andere Anhangdrüse war *stilldemenz*) ausprägt und der Körper sozusagen lernt mit Allergenen (eigentlich ist ja alles allergen) umzugehen – hat die Mutter jetzt zum Beispiel Allergien, kriegt das Baby das jetzt schon mit bzw. kommt mit den Allergenen überhaupt nicht in Kontakt, weil die diese meidet (ist jetzt sehr laienhaft erklärt, bin ja aber auch einer ;)) – deswegen soll man neuesten Erkenntnisse zufolge ja auch schon früher mit Kuhmilch anfangen – ich hab´s so gemacht und meine Kleine hat mit fast zwei keine Nahrungsmittelunverträglichkeiten obwohl ich mit meiner Liste ein ganzes Heft füllten könnte …. daneben soll laut diesen Ergebnisse natürlich möglichst lange gestillt werden… Es gibt natürlich wie immer mindestens zwei Forschungsergebnisse, die sich wiedersprechen, wollte eigentlich nur sagen, dass nicht nur die „böse“ Industrie schuld ist, (für die ich im Übrigen oft sehr dankbar war *hüstel*).

    • Mama Miez / Aug 27 2012

      Ja, die Theorie mit den Allergenen kenne ich auch. Meine Mutter hat mit über 60 Jahren eine Milcheiweißintoleranz entwickelt und ist als Baby nach nur 3 Wochen mit Kuhmilch, angereichert mit Reisflocken, gefüttert worden.
      Ich denke, dass die Empfehlung so früh verschiedene Lebensmittel beizufüttern gerade für Eltern mit einer sehr hohen Unverträglichkeit diverser Nahrungsmittel, so wie Du es schilderst, gedacht ist. Als Eltern, die wir überhaupt keine Unverträglichkeiten haben, sehe ich eben keinen Grund so früh schon Beikost einzuführen. Und ich gestehe, dass ich natürlich jetzt nicht alle Besonderheiten, die in der Anamnese einer Familie auftreten können, berücksichtigt habe.

      • susanne / Aug 27 2012

        klar, die Entstehung von Allergien kann verschiedene Ursachen haben, Impfungen sind da auch ein heißes Thema, auf das ich mich im Netz nicht einlassen möchte ;) Am Ende muss jede Mama selbst entscheiden, was sie glaubt/glauben will und hoffen, dass es für´s eigene Kind das Beste war. Wollte einfach noch ein paar Fakten liefern …. lg

  8. Melanie / Aug 27 2012

    FInde den Artikel sehr interessant, jedoch bin ich teilweise anderer Auffassung.

    Ich selbst zB habe nie komplett pürierten Brei bekommen, sondern zerdrücktes Essen meiner Eltern. Insofern war es nicht nur ein pures Runterschlucken des Zugeführten „Breies“. Auch habe ich wesentlich eher als mit 1 Jahr „voll“ mitgegessen.
    (Muss aber dazu sagen DDR-Kind und konnte nicht gestillt werden).
    Meine Ma hat recht früh mir „BRei“ gefüttert.

    Aber die Ansätze von BLW finde ich nicht schlecht ;-)

    • Mama Miez / Aug 27 2012

      Es geht hier nicht darum, wie man es selber erlebt hat. Ich bin auch kein BLW-Kind und ich denke die wenigsten der heutigen Mütter haben einen anderen Beikoststart, als Brei- oder Matschkost, erfahren. Zumal es früher durchaus Gang und Gäbe war, das Familienessen einfach zu zerstampfen und zu füttern.
      Früher als mit 1 Jahr voll mitzuessen halte ich einfach auf Grund der enthaltenen Gewürze (z.B. Salzmengen) bedenklich. Davon Umkommen wird sicher niemand ;)

  9. hummelchen84 / Aug 27 2012

    Sehr interessanter Beitrag, danke! Genau darüber hatten wirs auch die letzten Tage, und so ausm Bauch raus würd ich unserem Baby später auch lieber was in die Hand drücken, und es soll selber entscheiden was es damit macht, als ihm Brei in jede Körperöffnung im Gesicht zu drücken.. Nur hatte ich spontan wenig „Argumente“ dafür oder dagegen, der Begriff für diese Art vom Füttern ist mir nicht mehr eingefallen.

    Danke für deine Erfahrungen, ich werd mich mal schlaulesen und sicher auch mal probieren…

  10. Nicky / Aug 27 2012

    Ich habe schon mal von BLW gehört- leider wie so vieles- erst realtiv spät. Trotzdem haben wir, dann wohl intuitiv, ab und an einfach mal Stückchen dem Tochterkind in die Hand gedrückt, genauso kann sie heute auch noch ihre Nudeln mit den Fingern essen, wenn sie will! Heute, mit einem Jahr, „kaut“ (mit nur vier Zähnen ein wenig schwer, aber der Gaumen wird ja auch genutzt) sie Stückchen ohne Probleme. Eigentlich möchte ich nur noch ergänzen, dass es auch immer auf den Selbstständigkeitsdrang des Kindes geht: manche Kinder möchten von Anfang an ihr eigenes Essen spüren, andere erst später. Ich denke, wenn man immer wieder anbietet und die Reaktion des Kindes akzeptiert, dann ist alles gut!
    Und auch ich kenne diese Studien zum Thema Beikost und Gläschen- meine Hebamme mit 20 Jahren Erfahrung hat auf die neue „Allergiker-Geschichte“ mit folgenden Worten reagiert: Ich habe diese Studien schon kommen und gehen sehen! Ich bin einfach nur skeptisch, denn ich frage mich oft, wer hinter diesen Studien steht- und ich denke oft, dass die Lebensmittelindustrie ihren Beitrag dazu schon leistet (ähnlich wie bei den Pharmakonzernen und der Impfproblematik!). Natürlich: Jeder/Jede, wie es in die jeweilige Familie passt!

  11. Barbara / Aug 27 2012

    Bei uns war es ein Mischmasch aus Brei und selbst essen- wobei wir zu 95% selbst gekocht haben und der Kleine hat auch ab einem Jahr am Familientisch mitgegessen – vorher eben ausgewählte Dinge, ab dann komplett

  12. Herr R. / Aug 27 2012

    Toll, jetzt habe ich Appetit auf Mammut! ;)

  13. Ramona / Aug 27 2012

    Interessant. Ohne es so zu bezeichnen, habe ich den Wolf auch nie mit Brei gefüttert. Er hat seine ersten 2 Lebensjahr naturbelassene, ungekochte Nahrung zu sich genommen. Am liebsten reifes Obst und Avocado.

  14. Steffi / Aug 27 2012

    ich wünschte ich hätte es auch so gemacht. mein sohn ist 18 monate alt und isst fast NUR gläschenfraß. was anderes probieren möchte er nicht. ich bin ja schon hellauf begeistert dass er jetzt seit ein paar tagen apfelschnitze akzeptiert. ich habe ihm anfangs auch mal ein stück gurke oder kartoffel gegeben, die hat er auch begeistert runtergemoffelt – und dann von einem tag auf den anderen nix mehr. und seither eben gläschen. ist ein bisschen ein teufelskreis weil ich keine lust hab, selber zu kochen, solange er bei allem den kopf wegdreht. andererseits lernt er es auch nur, wenn ich es immer wieder anbiete. das ist mir schon auch klar.

    beim nächsten kind wird alles anders! :-)

    • Tigermama / Aug 27 2012

      Durchhalten! Demnächst will der kleine Racker vermutlich ohnehin nur noch das, was auch Papa und Mama essen. :-) Ist jedenfalls bei uns so (unserer ist jetzt 2 Jahre alt).
      Kleiner Tipp fürs zweite Baby: einen Schnellkochtopf kaufen/wünschen, vorkochen und portionsweise einfrieren. Jeden Tag 2x frisch zu kochen (neben dem Stillen) wäre mir auch zu nervig gewesen. Aber die meisten Anfangsbreie sind supersimpel und das Gemüseschnippel kann man neben dem Unterhalten-mit-Partner/Fernsehen/Hörspiel/Musik hören am Abend machen, geht echt schnell. Im Schnellkochtopf brauchen die Sachen 3-6 Minuten. Dann noch Pürrieren und in Plastikschälchen einfrieren. Wenn es sich erstmal eingespielt hat, fand ich das sogar deutlich praktischer als Gläschen nach Hause zu schleppen.

      Wobei das hier beschriebene Verfahren mir fast noch einfacher (und fürs Kind selbstbestimmter) erscheint!

  15. stephani / Aug 27 2012

    unser kind ist jetzt 5m2w alt & wir nähern us wohl so langsam dem beikostbeginn. blw ist mir jedenfalls schön länger sehr sympathisch, mal schauen, ob der kleine kerl auch gefallen dran findet.
    was mich in foren etc. immer ein bisschen ärgert, ist die häufige gleichsetzung von blw mit fingerfood, letzteres dann gern in kombination mit breifüttern: „wir machen 50% blw & 50% breifüttern“… – aber letztlich gilt auch hier: jeder, wie er mag, klar.

    gruß, stephani

  16. Sabrina / Aug 27 2012

    Toller artikel, auch wir haben BLW angewannt, einfach weil mein Schatz brei verweigerte. Lief prima. Würde ich immer wieder so machen. Auf FB hat eine fruendin und ich daher eine BLW gruppe gegründet, weil einfach zu wenig im deutschen raum bekannt war.

  17. sommerelfe / Aug 27 2012

    Lustig, ich habe letzte Woche noch genau nach Büchern und Blogs über BLW gegoogled und jetzt schreibst du einen Artikel, der sich im übrigen sehr unterhaltsam liest. Ich glaub das werd ich genau so dem Liebsten mal erzählen. Hätte nämlich Angst, dass der skeptisch ist, wenn ich mit einem Buch daher komme, was es nur auf Englisch gibt. So nach dem Motto „welchen Trend hast du denn wieder ausgegraben?“ Aber ich finde auch, dass das völlig natürlich ist. Ich muss ihm ja verraten, dass die „Methode“ einen englischen Namen trägt. :)
    Und falls du mal wieder was aus der Urzeit erfährst, immer man her damit. Püriertes Mammut ist sicherlich auch ne Marktlücke :D
    Nee, ohne Witz, finde das immer sehr interessant, wenn es einen evolutionstechnischen Sinn für etwas gibt.

    • sommerelfe / Aug 27 2012

      verbessere: ich muss ihm ja NICHT verraten, dass die Methode einen englischen Namen trägt.

  18. evizentrum / Aug 27 2012

    Bei Tochter Nr. Eins haben wir beides ausprobiert und es stellte sich schnell raus, dass sie ein „BLW-Kind“ bzw. kein Brei-Fan ist. Bei Tochter Nr. Zwei will ICH keinen Brei, da es für mich persönlich eine überflüssige Schweinerei ist. Es wird sowieso Kleinkindgerecht gekocht und da kann ich problemlos ein bisschen Babygerechtes für Nr. Zwei separieren. Da mache ich mir doch keine Extra-Arbeit, wenn es nicht notwendig ist. Da wäre ich doch schön blöd. Ich freu mich schon auf die Ess-Lern-Phase (zwei, drei Monate wird es wohl noch dauern).

  19. Frau PN / Aug 27 2012

    Ein perfekter Beitrag zum Thema. Danke. Ich hoffe, dass ganz viele Eltern das BLW für sich ausprobieren, ohne irgendwelche Ängste.

    Es ist so einfach, natürlich und auch total bequem.

    Wir haben es bei der Apfelina gemacht und werden es bei jedem Kind wieder so machen :)

  20. AnJu / Aug 28 2012

    Man tut seinem Kind aber auch mit Brei nichts schlechtes. Ich denke, dass alle, die sich mit dem wann und wie der Beikost beschäftigen, sich auch über das was gut informieren. Auch mit dem Löffel bekommt man anfangs nicht viel Nahrung in ein Baby. Und schnell essen die auch nicht. Man merkt schon, wenn das Baby satt ist und die Zeiten, wo Teller leer gegessen werden mussten sind ja zum Glück vorbei.
    Ich denke das Übergewicht kommt vor allen auch daher, dass manche Eltern den Babynahrungsherstellern blind vertrauen und dann eben schon ab dem fünften Monat auch Schokoladen- und Keksbrei füttern (und Instanttee dazu reichen), weil es das zu kaufen gibt. Bei BLW würde wohl niemand seinem Kind einen Schokoriegel in die Hand drücken.
    Meine Jungs haben beide im fünften Lebensmonat angefangen sich fürs Essen zu interessieren worüber ich sehr froh war, weil ich nicht so richtig gerne stille (ja, sowas gibt’s auch).

    • Miri / Mrz 26 2013

      Das Zufüttern von Babybrei könnte sich sogar negativ auf die Entwicklung des Kindes auswirken, da es das Kleinkind daran hindert richtig Kauen und Beißen zu lernen. Die motorischen Fähigkeiten, speziell die der Hände, werden bei BLW durch die alleinige Nahrungsaufnahme geschult. Die Gefahr der Fütterung mit Püriertem, besteht darin, dass die Kinder sich an die „Flüssignahrung“ gewöhnen. Sie wollen nichts Festes essen und ihre Kau- und Beißgewohnheiten bleiben stark unterentwickelt. Wie Forschungen ergaben mindert das Beifüttern von Brei den Nährwert der Milch sogar.

  21. XYZ / Aug 28 2012

    Ich habe da mal eine allgemien Frage… Ich finde es wirklich nett, dass dieser Blog schon fast zu einer Art Mutti-Lexikon geworden ist, aber warum vertrauen die Damen nicht mehr auf den ureigenen Mutterinstikt, sondern brauchen für alles immer gleich ein Buch oder eine wissenschaftliche Grundlage? Vieles von dem was hier beschrieben wird, wurde früher intuitiv gemacht.

  22. Sarah / Aug 28 2012

    Sehr schön geschrieben . Ich finde BLW ne super Sache. Bei meiner großen (7 Jahre) hatte ich davon noch nix gehört . Bei unserem Nesthäkchen hab ich zwar schon kurz davon gehört , aber wusste zu wenig darüber , die richtigen genaueren Informationen bekam ich erst , als ich mich etwas durchs Internet surfte. Bei uns gab es eine Mischung .. klar nix halbes und nix ganzes , aber wir sind ganz gut damit gefahren. Es gab selbst gekochte Breie und gekochte Gemüsestückchen und Obst . Ganz instinktiv aus dem Bauch heraus. Sie hat das mit Stücken prima gemacht. In einer Mami Community wurde ich dann angekeift wie ich meiner Kleinen mit knapp 7 Monate schon richtige Stücke geben kann .. die könnte sich ja verschlucken .
    Genau die gleichen Mamas schrieben ne Zeit später Beiträge wie “ Hilfe mein Sohn (13 Monate) will absolut keine Stücke“ oder “ Wie bringe ich meine Tochter dazu selbst zu essen?“ Unsere Maus liebt es zu essen und sich damit zu beschäftigen . Sie ist 12 Monate und isst selbst sogar mit Besteck (auch wenn das meist nur zu Anfang benutzt wird..mit den Fingern ist es vieeel schöner) und sie trinkt aus dem Becher oder Stohalm.

  23. Stjama / Aug 28 2012

    Vielen Dank für diesen Beitrag! Ich habe von diesem Konzept zwar schon mal gehört, mich aber bisher nie damit beschäftigt. Ich fand es beim Töchterchen unheimlich lästig, dass wir als Familie nie richtig zusammen essen konnten. Einer von uns bekam immer nur kaltes Essen, weil das Töchterchen gefüttert werden musste. Ich kann mir vorstellen, dass eine ganz andere Entspannung in das Thema Essen kommt, wenn man das so macht. Also, bei Kind zwei (das in den nächsten ein, zwei Jahren geplant ist) werden wir das auf jeden Fall ausprobieren!

    Liebe Grüße,
    Stjama

  24. die_schottin / Aug 28 2012

    Ich glaube, diesen Weg würde ich beim 2. Kind auch gehen. Und übrigens, wir hatten damals beim PEKiP eine Ernährungsberaterin, die zu einem Treffen kam und uns zu allem Rede und Antwort stand und uns Tipps gab. Und die sagte, dass man, wenn möglich, nur Pre-Milch geben sollte, da alle anderen Milchsorten 1er, 2er etc z.B. Koffein beinhalten. Will man nicht glauben, ist aber so. Vielleicht auch eine ganz hilfreiche Info für junge Mütter. Ich hätte ohne diese Info bestimmt auch irgendwann von der Pre- auf die 1er umgestellt. Aber die Pre trinkt Colin noch heute manchmal abends.

  25. Mrs. Felsenheimer / Aug 29 2012

    ich hatte mich damals für den brei entschieden. das hatte verschiedene gründe. zum einen, weil ich (aufgrund des geringen geburtsgewichtes) von anfang an sehr paranoid mit dem gewicht meines kindes war. stillen hat nicht gut funktioniert und ich erlaubte mir nicht, zu lange herumzuprobieren, da ich angst hatte, mein kind könnte nicht ausreichend versorgt werden. da nun das stillen nicht klappte, hieß es flaschennahrung. das heißt (weißt du ja aus der erfahrung mit dem QB vielleicht auch), dass immer die halbe küche mit musste. da war es natürlich einfacher mit brei und gläschen (empfand ich jedenfalls so), da ich nicht erst eine milch anschütteln/warm halten musste. flaschennahrung ist ja nun der weniger natürliche weg der ernährung und somit hätte ich glaube ich rückblickend schwierigkeiten gehabt, BLW mit flaschenernährung zu verbinden. wie du schon sagst, beim stillen ist es einfacher, das kind machen zu lassen. beim fläschchen äugt man ja doch auf die zu trinkende menge. der entscheidende grund jedoch liegt wohl darin, dass ich so gut wie gar nichts von BLW wusste. das ist hier ein sehr stiefmütterlich behandeltes thema, schade eigentlich. denn grundsätzlich finde ich es sehr logisch und auch eine der streissfreiesten methoden, das kind an feste nahrung zu gewöhnen. vielleicht ist BLW auch nur etwas für selbstsichere erstlingsmütter oder erprobte mehrfachmütter. denn als erstlingsmutter ist man in aller regel immer schnell verunsichert und richtet sich nach altbekanntem. BLW habe ich noch nicht für mich abgehakt. sofern, denn noch ein geschwisterchen nachkommt. danke für deinen informativen bericht!

  26. Ines / Aug 29 2012

    Ich finde es gut, dass sich BLW auch in Deutschland immer mehr durchsetzt. Wir leben in England und hier ist das Konzept anerkannt und wird auch von den Hebammen empfohlen.
    Das Buch über BLW ist hier ein Klassiker und sehr gut und mitreissend geschrieben. Viele Punkte sind logisch nachvollziehbar, dennoch ist es schwer, BLW instinktiv umzusetzen, da man von Freunden und auch von Kinderärzten geradezu „gedrängt“ wird, Breichen zu geben, und die Milchmahlzeiten zu ersetzen.
    Meine Tochter (12mon) hat sich den Breichen von Anfang verweigert und die Aussage des deutschen Kinderarztes und der gängige Tenor waren nur, es immer wieder zu versuchen und die Stillmahlzeit zu reduzieren.

    Das Buch hat mir geholfen, die Babybreie zu ignorieren. Mein Baby liebt die Vielfalt und Abwechslung, sie kann, obwohl immer noch zahnlos, vieles schlucken und probiert von allem (bevor sie es evtl ablehnt). Es gibt übrigens auch das passende Rezeptbuch, wobei die Geschmacksrichtung eher englisch ist, Anregungen bietet es aber trotzdem.

    BLW soll auf spielerische Art und Weise den Babys Freude am Essen näherbringen, es wäre schön, wenn sich das Konzept auch in Deutschland immer mehr durchsetzt.

  27. Spitfire / Sep 2 2012

    Wir haben bei Tochter Nr. 1 leider viel Gläschen gefüttert, und ich bin der relativ festen Ansicht, dass sie sich aus diesem Grund teilweise erst spät und holprig an feste Nahrung gewöhnt hat. Bis heute (3,5 Jahre) ist sie, was Essen anbetrifft, nicht besonders scharf auf Neues – auch wenn sie mittlerweile sämtliche Grundnahrungsmittel und viele Obst- und Gemüsesorten isst.
    Richtig blöd war diese Gläschensituation auf einer Südamerika-Reise (mein Mann ist Südamerikaner), als die Lütte etwas über ein Jahr alt war – man kann schlecht mehr als eine gewisse Anzahl Gläschen im Koffer mitschleppen, und vor Ort mussten wir dann feststellen, dass Gläschen dort nahezu unbekannt (und schwierig aufzutreiben) sind. Tja, warum wohl? *g*
    Das von der Oma liebevoll gekochte und pürierte Essen wurde verschmäht, es war wohl zu geschmacksintensiv und eben nicht gläschenmäßig. Ein aus den USA anreisender Opa hat dann ein paar Gläschen mitgebracht (!). Tolle Wurst.
    Nun trifft bald Nummer Zwei ein, inzwischen sind wir schlauer, und Ihren Beitrag werde ich mir bestimmt noch das ein oder andere Mal sehr genau durchlesen.
    Vielen Dank! :)

  28. Claudia / Sep 3 2012

    Ich habe da noch einmal eine Frage, vielleicht kann mir da jemand mit BLW-Erfahrung noch helfen…haben sich Eure Kinder denn eigentlich mal verschluckt? Das ist ja mein Horror-Szenario. Was macht man dann? Was zu trinken hinterher? Kind auf den Kopf stellen und auf den Rücken klopfen? Ich trau mich irgendwie nicht so recht….außerdem las ich, das Baby solle auf alle Fälle schon selber sitzen können. Habt Ihr alle so lange gewartet?

    Vielen Dank und herzliche Grüße!
    Claudia.

    • Mama Miez / Sep 3 2012

      Meine Kinder haben sich nie verschluckt und wenn es doch mal so kommt und es zu Atmennot kommt, dann legt man das Kind mit dem Brustkorb über die eigenen Beine, den Kopf etwas abschüssig und schlägt durchaus fest zwischen die Schulterblätter. Gerade erst wieder im Erste-Hilfe-Kurs für Babys und Kleinkinder gelernt. Und nein, so schnell bricht man einem Kind keine Rippen.

  29. Stephie / Sep 26 2012

    Hallo,
    ich bin sehr Dankbar für diesen tollen Bericht!
    Ich habe da auch noch zwei Fragen, wie die Mama über mir schon fragte habt ihr gewartet bis die Mäuse selbstständig sitzen konnten? Mein Sohn ist 5 1/2 Monate und es heißt ganz oft das der Eisenvorrat ab dem 6. Lebensmonat aufgebraucht ist und deshalb die Kost dann begonnen werden soll…

    Eine weitere Frage ich kann mehrmals am Tag ein Stück geben oder? Also immer wenn wir essen kann ich ihm auch was in die Handdrücken?
    Nicht wie beim Brei wo ich erst die Mittagsmahlzeit ersetzen „soll/muss“ und dann mal nach 2 Monaten mit Apfel anfangen kann…?!
    Lg

    • Mama Miez / Sep 26 2012

      Dein Kind sollte aufrecht sitzen. Wenn es das noch nicht selber kann, kannst Du es auf den Schoß nehmen. In einer liegenden Position ist BLW eher nicht zu empfehlen, da abgenagte Stücke schneller in die „falsche Röhre“ rutschen, als beim aufrechten Sitzen. Bei der ersten abgenagten Stücken sind die Kinder ja selber sehr überrascht und spielen oft auch erstmal damit. Meist schieben es auch erstmal wieder aus dem Mund, was nicht bedeutet, dass sie die Stücke nicht mögen, sondern einfach dass sie da gerade eine neue Erfahrung mit und auf der Zunge erleben.
      Bei BLW sind keine festen Zeiten einzuhalten. Ich betone nochmal, dass BLW IMMER in Kombination mit der Milchernährung stattfindet. Das heißt, dass es nicht SOFORT eine Milchmahlzeit ersetzt, wie das beim Brei ist.

  30. Andrea / Feb 10 2013

    Ganz lieben Dank für den tollen Beitrag. Der hat mir die Infos geliefert, die ich nun bei Kind Nummer sechs brauche, um das BLW mal bewusst durchzuführen. Bei den anderen habe ich das auch ähnlich gemacht, aber eben aus dem Bauch heraus.

    Wie macht man das denn mit dem Fleisch? Wann gibt man welches dazu? Und Brot ? Wann gibt es das?

    Liebe Grüße
    Andrea

  31. Moni / Mrz 2 2013

    …oh weh – da hat man zwei Kinder (ältestes 13) „aus dem „Gröbsten raus“ …und hat ihnen (ganz ohne Kurs/Fachliteratur etc., ganz so, wie es Ur-Oma, Oma, Mutter schon mit uns selbst machte, tatsächlich doch auch (schon vor über einem Jahrzehnt) Äpfel, Birnen, Karotten, Kartoffeln, Brot etc. um „Probieren/Erfahren“ in die Hand gedrückt…ts…und man wusste doch noch nichts von diesen ganzen „tollen“ Kursen, den „hip-fremdsprachlichen“ Bezeichnungen dafür – für GANZ NORMALE DINGE, die einfach mit „Beobachten“, Hinhören, Lieben, Geduld, Verstehen-Lernen des eigenen Kindes zu tun haben – und immer hatten…man brauchte keine Babyzeichen, keine zur Garderobe passenden „Lifestyle“-Kinderwagen (in mehrfacher Ausführung, mind. für jedes Kind neu…)..länger schon geht „man“ bereits mit Säuglingen in den „Schwimmkurs“ – und die Zahl der Kinder, die das Bronzeabzeichen macht ist niedrig wie nie, Eltern sind „Alles-Wisser“, haben alles „richtig“ gemacht – und Lehrer stellen in den Grundschulen fest, dass da Grundlegendes auf der Strecke blieb, heute darf man Kinder am liebsten gar nicht mehr „ablegen“, man trägt (und wehe nicht in der richtigen Tragehilfe…), man lässt ein Kind nicht mehr in einem eigenen Zimmer schlafen, kommt somit auch im Haushalt zu nicht sooo viel – aber man tut vermeindlich 24 Studen eben nur das Allerbeste für das Kind…viele Eltern trauen sich nicht mehr, zu erziehen (wohl auch aus Angst, etwas falsch anzupacken), die Lehrer bekommen das zu spüren, wenn man ein Kind zurechtweist, bekommt man es mit den Eltern zu tun ….viele Kinder können nicht mehr „rückwärts laufen“, keinen Purzelbaum/keine Rolle rückwärts machen, keinen Baum, kein Haus zeichnen bei der Vorsorge-Untersuchung, sind verhaltensauffällig, haben Über (oder UNTER-) Gewicht , sind verhaltensauffällig , haben Allergien …..es lohnt sich evtl. doch mal, darüber nachzudenken, warum das SO in unserer Kindheit nicht war, auch nicht in den mangelernährten Nachkriegsjahrgängen, die auch auf anderen Gebieten eine besonders „harte“ Kindheit hatten…

    ..wo leben wir heute bloß…ein ganzer ARTE-Themenabend zu diesem „Projekt-Kind“, lief kürzlich…DAS war sehr gut gemacht – und so erschreckend zugleich, ich bin jedenfalls sehr glücklich, immer meine ganz eigenen Erfahrungen gemacht zu haben, noch machen DURFTE, ich habe mich nie verunsichern lassen, ich bin nicht im Alltags-Chaos oder in Zweifeln „versunken“ – es war alles so – schön normal, „damals“ ..heute irgendwie nicht mehr…

    …wenn man nicht selber weiß, dass man einem kleinen Kind im Liegen nun nicht wirklich „Bröckchen“ zu essen gibt…wg. Verschlucken etc. – sorry…ich zweifele echt ein wenig an einem gesunden Gespür für Kinder in unserer tollen neuen Zeit…

    …TUPPER wurde definitiv NACH der Steinzeit erfunden – aber in anderen Kulturen wird den Kleinen von der Mutter oder Großmutter vorgekautes Essen, als „Brei“ GEFÜTTERT – kaum zu fassen…

    …jede (r) wie er/sie mag…ich würde es immer wieder so machen, wie ich es gemacht habe…Trends interessierten/interessieren mich wenig, und Leuten, die das Rad neu erfinden – und dafür über Kursgebühren etc. Eltern viel Geld aus den Taschen ziehen, würde ich persönlcih nicht unterstützen wollen…zumal in fast jedem Kopf (und im Herzen)ein schöner Erfahrungsschatz vorhanden ist, aus dem man schöpfen kann, bzw. der sich prima abwandeln lässt…

    Moni

  32. Janette / Mrz 21 2013

    Hallo!!

    Vielen dank für den tollen Artikel! Ich hab ihn sehr gerne bis unten durch gelesen und es war auch sehr informativ für mich!
    Lg

  33. Kathleen / Mai 23 2013

    Im Gegensatz zu Brei ist es nicht erforderlich ein Gemüse nach dem anderen einzuführen. Dem Kind wird einfach ne gute Mischung angeboten. Eben das, was es bei den Eltern gerade gibt. Wenn es heute Kartoffeln mit Möhren gibt und als Nachtisch Honigmelone, dann legt man dem Kind genau das hin. Kinder meiden meist von allein Lebensmittel, die sie nicht vertragen.

  34. Monika / Aug 2 2013

    Hallo,

    bin begeistert von der Möglichkeit, nicht Brei zufüttern zu müssen. Jetzt bei unserem „zweiten“ würde ich das gern mit blw machen. Er ist nun 8 Monate und kann noch nicht sitzen. Kann ich also noch getrost abwarten? Er hat eigentlich schon mehrere Wochen Gemüsebrei bekommen, seit zwei Tagen habe ich damit aufgehört, weil es immer nur ein Kampf und Krampf ist, auch wenn er das ganze Gläschen packt. Kann ich einfach so wieder aufhören? Denke schon, er beschwert sich nicht…allerdings beobachtet er uns schon sehr genau beim Essen und will immer etwas anfassen…deshalb würde ich es gern mit blw etwas verspätet probieren…ist das ok? Kann ich noch abwarten bis er sitzt (er lässt sich mit seiner Mobilität viel Zeit, ist aber ok, war bei seiner Schwester auch so) und ist das kein Problem, wenn er beispielsweise erst mit dem 9. Monat mit essen anfängt? Reicht volles Stillen bis dahin aus? Wie ist das mit dem Eisen? Wir sind Vegetarier und angehende Veganer…

    viele Fragen, hoffe auf schnelle Antworten ;-))

    eure Mony

    • Barbara / Aug 19 2013

      Klar, mach dir keinen Stress! Meine Tochter hat noch mit einem Jahr nahezu voll gestillt, weil sie einfach kaum Lust auf Essen hatte. Ich habe es immer wieder mit Brei probiert, ihr aber auch viel Fingerfood wie kleine Reiswaffeln oder Gurkenstücke angeboten.
      Es gibt ja auch viele Gemüsesorten, die Eisen enthalten, wie z.B. Zucchini oder grüne Bohnen. Aber das Eisen aus der Muttermilch kann ohnehin am besten aufgenommen werden.
      Ich würde einfach dein Kind die Geschwindigkeit bestimmen lassen, wenn du das Gefühl hast, es hat keine Lust auf Brei.

  35. Franziska / Aug 27 2013

    Hallöchen,

    Eine Frage habe ich noch. Kann das Baby bei BWL gleich an allen Mahlzeiten teilnehmen oder sollte man wie beim Brei immer erst mittags anfangen usw.

    • Mila / Feb 11 2014

      Hallo,
      Du kannst dein Kind zu jeder Mahlzeit mit an euren Tisch setzen und ihm etwas ‚zu essen‘ geben. Wir haben oft salzlos gekocht, dann gab es etwas für ihn und wir haben am Tisch nachgewürzt. Am Anfang sind die Mengen, die im Kind landen, so gering, da macht es keinen Unterschied. Der Darm wird nicht stark belastet, anders als bei Brei-Mahlzeiten, wo man ja komplette Stillmahlzeiten frühzeitig ersetzt.

  36. Sapira / Okt 7 2013

    Hi. Nur eine kleine Anmerkung: Bei BLW muss eigentlich nicht immer nur ein Gemüse nach dem anderen eingeführt werden. Man kann auch gleich mehrere Sorten auf einmal anbieten (solange es die kleinen nicht überfordert). Bei BLW ist es sogar wichtig das das Baby möglichst mehrere Lebensmittel zur Auswahl hat, damit es sich auch das aussuchen kann was es von den Nährstoffen her braucht.

  37. Gabi / Okt 14 2013

    Wow, DANKE für diesen hochinteressanten Beitrag! Das war genau das, was ich gesucht habe :).

    Finde den BLW-Ansatz ganz toll – ich erwarte nun jede Minute unser zweites Kind und möchte diesmal weg vom „Abgewöhnen nach fremder Leute Regeln“. Bei unserem ersten Kind kannte ich das Prinzip leider noch nicht, und auch jetzt fand ich es sehr schwer, etwas darüber zu finden, zumal mir der Begriff entfallen war. Glücklicherweise hat mich die Suchmaschine dann hierher geführt ;).

    Also, danke nochmal für deinen ganz tollen Artikel. Diesmal werd ich ihn mir gleich speichern, damit ich dann in etwa sechs Monaten darauf zurückgreifen kann ;).

  38. Caroline / Jan 7 2014

    Hallo, ich wollte mich erstmal für diese Seite bedanken. Ich bin gerade dabei, mich über BLW zu informieren und könnte mir vorstellen, dass es das Richtige für meinen Zwerg ist. DANKE für alle Informationen. Dabei wollte ich Euch sagen, dass es mittlerweile das Standardwerk von Gill Rapley auch in Deutsch gibt. Erschienen Sept 2013. Ich habe es soeben bestellt. Liebe Grüße Caroline

  39. Christin / Jan 19 2014

    Hallo,
    bei meiner kleinen Rakete (8 Monate) wenden wir auch das BLW-Prinzip an, einfach weil er nicht mit dem Löffel gefüttert werden will. Ich musste auch leider nach 6 Monaten mit dem stillen aufhören und er bekommt jetzt nur PRE-Nahrung ( 1er hält auch nicht länger vor, also warum ihm zusätzlich mit Kalorien vollpumpen. Mein Kleiner bekommt alles was auch bei uns auf dem Tisch kommt, dass kann dann auch schonmal Lasagne oder oder Kohlroulade sein. Senfsoße hat er auch schon probiert. Ich versuche nur salzarm zu kochen aber ansonsten mache ich mir bei den Gewürzen keine Gedanken, er isst noch solche geringen Mengen dass das unerheblich ist. Damit ich ab und zu Nachts etwas mehr Ruhe habe (er kommt normalerweise noch alle 2 bis 3 Stunden) gebe ich ihm Brei aus dem Becher :) Er mag nicht vom Löffel essen aber er liebt es den Brei aus dem Becher zu trinken (er hat vorher versucht ihn mit den Händen selbst zu essen, aber das war für ihn unbefriedigend weil nicht viel im Mund ankam).
    So aber mein eigentliches Anliegen: Ich habe tatsächlich den ganzen Beitrag gelesen und sogar alle Kommentare. Keiner wirklich keiner von den BLW-Erprobten hat geschrieben was so eine kleine Rakete für eine Sauerei veranstaltet wenn er selbst essen darf. Unsere Küche hat definitiv eine Renovierung nötig wenn das Beikostalter vorbei ist :)
    Trotz alledem ich würde es jederzeit wieder so machen (denn Dank dem doofen Brei kann ich leider nicht mehr stillen. Mein Kleiner ging damals in einen Hungerstreik wo er weder Brei noch Brust noch Flasche wollte. Das ging drei Tage und trotz abpumpen konnte ich meine Milchproduktion nicht mehr soweit anregen um ihn weiter zu stillen, es wurde immer weniger :( )

    LG Christin

  40. Mila / Feb 11 2014

    Unsere Erfahrungen decken sich mit euren. Für das nächste Kind möchte ich unbedingt noch ein Dampfgar-Einsatz haben.. Habe auch einige schräge Blicke von der Verwandtschaft geerntet – abgesehen von der Schwiegermutter, die ungefragt dann doch Karottenbrei gegeben hat.
    Ja, es ist Sauerei, keine Frage. Wischen, waschen, lächeln :). Im übrigen (Sohnemann ist jetzt zwei) ist er sowohl fein- als auch grobmotorisch super entwickelt, was ich auch der Herausforderung des selbst Essens zuschreibe.

    • Mottesmama / Nov 8 2014

      Die gleichen Erfahrungen haben wir auch gemacht. Wir wurden oft belächelt wie viel Aufwand wir betrieben, damit der Kleine mit 7 bis 8 Monaten mit uns mit essen kann. Aber gleichzeitig beneiden uns alle um den eifrigen, wenig mäkeligen Esser. Heute ist 21 Monate alt und wir müssen auch nicht viel mehr aufwischen als bei uns selbst ;) Übrigens kann man sehr wohl von Anfang an zusammen essen, man muss sich nur ein bisschen auf die Kleinen einstellen und zum Beispiel am Tisch nachwürzen. Für uns war das einer der größten Vorteile von „Breifrei“. Vielen Dank für diesen schönen Beitrag!

  41. AnnDee / Mrz 3 2014

    Danke für deinen tollen – wenn auch schon etwas „älteren“ Beitrag, auf den ich eben erst gestoßen bin. Meine Muckelmaus lehnte die letzten Tage plötzlich ihren Brei ab, nachdem sie ihn bei den ersten 4 Versuchen ganz gut akzeptierte. Und gestern haben wir es auch mit BLW probiert und es scheint ganz gut zu funktionieren… Nach der gestrigen Banane und dem heutigen Käse gibts morgen dampfgegarte Möhre… Ich bin gespannt, wie es so weiterläuft.

  42. Seb / Dez 27 2014

    Wir sind mitten drin. Poppel ist achteinhalb Monate alt und isst seit zweieinhalb Monaten mit uns am Tisch. Vorher war sie schon mit dabei, hat uns beim Essen zugeschaut, mitgekaut :) und alles genau beobachtet. Sie ist total neugierig und hat momentan eine Vorliebe für Brokkoli und Fleisch (Rindfleisch, selbst gemachte Hackfleischstangen). Motorisch geht es schnell voran, sie probiert alles aus, es macht Spaß. Die Sauerei ist der Hammer, aber man gewöhnt sich dran. Ein Problem ist das Umfeld! Es gibt Menschen, die nicht das Warum und Wieso dieses Wegs, sondern statt dessen interessiert, was andere denken… Wir sind keine Missionare und jeder soll machen was er will, nur wenn es anderen heute an Toleranz fehlt und sie doch im („Industrie-made-„) Know-how von vor 50 Jahren als the onlyest way einigeln platzt mir der Kragen! Geht euren Weg, hört auf euren Bauch!

  43. Elsa / Jan 27 2015

    Danke für den Artikel, liebe Pia! Es tut gut zu lesen, dass andere Mütter genauso denken. Anfangs haben wir es auch mit Brei versucht. Ein Theater und das Gesicht dazu erst … Jetzt bekommt er mal nen Keks, ein Stück Gurke, oder Apfel und ist so viel zufriedener damit. Man kann dabei ganz deutlich sehen, wie genau er das Essen beobachtet, analysiert und dabei lernt. So finden wir es alle besser. Und da das Stillen nach wie vor prima funktioniert … Was soll’s … :-)

  44. Burkhard / Apr 21 2015

    Wir haben unser Baby auch OHNE Brei groß gekriegt und das – wie wir stark annehmen – sehr glücklich. Als die ersten Versuche alle nach hinten losgegangen sind, haben wir es einfach gelassen und unseren kleiner Knirps hat einfach das gegessen, was Mama und Papa auch gegessen haben. Klar, anfangs lag mehr auf dem Boden, aber von Tag zu Tag und von Woche zu Woche wurde es immer besser. Dazusagen muss man natürlich auch, dass meine Frau nach wie vor stillt (1 Jahr lang) und das auch noch eine Weile genauso vor hat!

  45. Schängsmutti / Jul 29 2015

    Wenn ich das hier alles lese, bekomme ich das Gefühl eine Rabenmutter zu sein. Ich habe mein erstes Kind mit Brei „gequält“ und mache es jetzt beim zweiten wieder. Wobei meine kleinen beim reinen Stillen in den ersten 4 Monaten eher zu schlank waren und ich überhaupt erst mal Gewicht an die Jungs mit Einführung der Breichen bekommen habe. Und siehe da, von Anfang an voller Genuss, bis heute keine Mäkelei am Essen, mit einem Jahr normales Familien-Essen (schwach gewürzt). Das Gewicht geht hoch, dann kommt ein Schub und dann sind die Jungs wieder schlank. Von Brei zu Stückchen und zum Normalen Essen klappte reibungslos. Und die früh einsetzenden Zähnchen hatten auch immer was zu tun.

    Vielleicht ist BLW ja auch eine gute Methode, aber deswegen muss ja nicht alles andere schlecht sein. Aber mittlerweile ist es wohl so, dass es gerade wenn es um Babies oder ums Essen ganz allgemein geht, immer nur ein Weg der richtige ist…

  46. Carlotta / Okt 30 2015

    Mein Kind ist 9 Monate alt und isst gar kein Brei daher Stille ich immer noch voll. was Ansich ja ok ist aber es wäre schon schön wenn er langsam „normales“ essen bekommt. Von BLW habe ich schon eine Menge gehört aber ich habe solche Angst das sich mein Sohn verschluckt und erstickt. Jetzt weiß ich nicht was ich tun soll??? Er hat bis jetzt nur 2 Zähne

    • Pia Drießen / Nov 1 2015

      Wenn Kinder mal was „in den falschen Hals“ bekommen, husten sie es meist selbstständig wieder raus. Man soll Babys ohne Zähne aber grundsätzlich nur Dinge geben, die so weich sind, dass sie diese am Gaumen mit der Zunge zerdrücken können. Theoretisch kann man sich auch an Milch und Brei böse verschlucken.

  47. Carlotta / Nov 2 2015

    Danke für deine schnelle Antwort. Habe jetzt einen erste Hilfe Kurs für Kinder belegt und fühle mich jetzt etwas sicherer. Du hast recht an der Brust hat sich auch schon oft verschluckt. Ich fange jetzt langsam damit an und er zeigt schon riesiges Interesse daran so viel Interesse hatte er beim Brie nie. Danke für deinen tollen Artikel

  48. Merle / Nov 9 2015

    Ich hatte auch große Angst vor verschlucken, aber irgendwann hab ich mich dann trotzdem überwunden und ihm zB Brokkoli, Brotkante, Gurke, Tomate… gegeben. Er würgt öfter mal und am Anfang hab ich auch fast jedesmal einen Herzinfarkt bekommen, aber das würgen kommt gar nicht unbedingt vom verschlucken. Der Würgereflex wird bei Babys sehr weit vorne auf der Zunge ausgelöst, dh das Essen ist dann noch weit weg von der falschen Röhre ;) mit der Zeit bekommt man auch ein Gefühl dafür, was geht und was nicht :)
    btw: super Artikel :) :)

  49. Sabine / Dez 14 2015

    Ich habe eine Frage. Meine Tochter ist 6,5 Monate alt. Mit 6 Monaten habe ich mit BLW (1x täglich) angefangen. Sie hat von Anfang an die Sachen (Kartoffel, Möhre, Brokoli..) in den Mund genommen und zermalmt aber fast immer hat sie sich richtig übergeben, das ganze Tablett ist also voller ausgespuckter Milch. Da kann und will man auch nicht einfach weiteressen auch wenn sie selbst das versucht. Nirgends habe ich gelesen, dass Babys sich richtig übergeben bei BLW. Was könnte der Grund sein?

    • Pia Drießen / Dez 14 2015

      Wenn sie sich erbricht hat sie vielleicht einen gesteigerten Würgereflex. Wenn da so bleibt würde ich das mal beim Arzt ansprechen.

  50. Hanna / Feb 9 2017

    Danke für diesen ausführlichen, positiven Bericht. Es sollte mehr von dieser Sorte geben. Vor allem der Seitenhieb auf die Gläschenindustrie gefällt mir. Mich ärgert es, dass vieles von unserem „Wissen“ in Wahrheit auf Studien basiert, die genau das zeigen, was der Auftraggeber möchte.

  51. Sonja / Apr 17 2017

    Wir haben einfach aus dem Bauch herraus angefangen Stäbchen zu geben, da mein Zwerg sich nicht belöffeln lies. Für andere war es befremdlich, ich fand es ok und hab dann gelesen, das es Blw heißt. Für mich war es egal, Hauptsache ist, das mein Kind glücklich ist und das Essen kennenlernt. Ich finde aber beide Varianten völlig in Ordnung, jede Mutter sollte selbst ihre Erfahrungen sammeln.
    Zu Moni auch wenns von 2013 ist: In anderen Ländern wird nur getragen, unsere Vorfahren haben ebenfalls getragen und die Kinder schliefen bei den Eltern und Großeltern. Jede Generation hat für sich das Richtige gefunden und über ihre Jugend gemeckert. Aber das heutzutage die Kinder oft frech und respektlos sind liegt sicherlich in erster Linie an der Erziehung. Erziehung, Ernährung und der Schlafplatz haben nix miteinander gemein. Aber jedem ist ja selbst überlassen wie er was macht, ich folge meinem Gefühl und lasse mir da auch nicht reinreden, ausser man hat plausible Argumente. 😉

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