Bis einer heult! • Samsung Galaxy Tab A - das Familytab
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14. Februar 2016 | Hajo Drießen

Samsung Galaxy Tab A – das Familytab

Nachfolgend findet Ihr einen gemeinschaftlichen Mama-Papa-Produkttest über das Samsung Galaxy Tab A, auch bekannt als Familytab. Der kursive und farblich hervorgehobene Text gibt hier die Mama-Meinung und Erfahrung wieder, während der restliche Text von mir – dem Papa – stammt.

Als die Familienchefin vor geraumer Zeit ankündigte, das wir bald ein weiteres Tablet – speziell für die Kinder – im Haushalt haben würden, lächelte ich nur. Der Zeitpunkt, um Freudensprünge o.ä. bei mir herbeizuführen, war eher ungünstig, da mir persönlich mein Smartphone für den Nachrichtenkonsum ausreichte und meine Meinung zu speziellen Tabs für Kinder seinerzeit als eher durchwachsen zu bezeichnen war.

Technische Daten

Samsung Galaxy Tab A T550N (Wi-Fi)

Bildschirmgröße: 9,7 Zoll
Abmessungen: 166,8  x 7,5 x 242,5 mm
Bildschirmauflösung: 1024×768 Pixel
Prozessor: Quad-Core mit 1,2 GHz
Arbeitsspeicher: 1,5 GB
Speicher/Festplatte: 16 GB
Max. Speichererweiterung: 128 GB (micro SD)
Gewicht: 454 g
Akkukapazität: 6000 mAh
Betriebssystem: Android 5.0.2
WLAN: 802.11 a/b/g/n (2,4 + 5 GHz

Irgendwann – ich lag auf dem Sofa, recherchierte irgendetwas belangloses im Internet und ärgerte mich über die ein oder andere schlechte Mobilphoneansicht-Umsetzung in Verbindung mit dem zeitweise Aussetzen des Autofokus meiner Augen – griff ich zum besagten Tablet, um irgendwie entspannter lesen zu können.
„Irgendwie“, da das Galaxy Tab A aufgrund der technischen Rahmenbedingungen schon vor dieser ersten Nutzung wenig Interesse bei mir weckte:
Das Seitenverhältnis des Displays von 4:3 bei einer meiner Meinung nach grundsätzlich mageren Auflösung von 1024×768 Pixel. Nun, Euphorie kam bei der ersten Nutzung nicht auf, was aber nicht wirklich tragisch war, da mein o. g. Leseproblem gelöst und eine dauerhafte Nutzung des Geräts durch mich eh nicht vorgesehen war.

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In den darauf folgenden Wochen nahm ich allerdings wahr, dass die üblichen Streitereien, welches der Kinder denn nun wann auch mal mit dem Tablet spielen dürfe, erträglicher geworden waren.

Eine immer wieder aufkommende Diskussion, wann und wie man Kinder an die technischen Errungenschaften unserer Gesellschaft heranführen sollte, ist sicherlich mühsam, zeigt aber zumindest, dass man sich (mehr oder weniger, solange es sich nicht nur um inhaltslose Phrasen handelt) Gedanken zum Thema macht.
Wir haben beschlossen, dass unsere Kinder frühzeitig mit aller im Haushalt verfügbaren Technik umzugehen lernen sollen – und ja, dazu gehören nach hiesiger Meinung auch Spiele (ich wüsste auch nicht, wie ich den Kindern das für sie nachvollziehbar verbieten sollte, wenn ich doch selbst auch zwischendurch gerne mal ein kurzes Spiel auf meinem Smartphone wage).

Die bis dato existierende Problematik, war tatsächlich die Zeiteinteilung für jedes einzelne Kind, um eine exzessive Nutzung und aufkeimende „Diskussionen“, wer denn nun doch länger gespielt hat, zu vermeiden.
Auf diesem Samsung Tablet haben wir via „Galaxy Apps“ die Samsung-eigene App „Kids Mode“ installiert und nutzen somit den sogenannten Kindermodus.

Die Konfiguration des Kindermodus (selbstverständlich nur mit PIN aufrufbar) ist sehr einfach und auf das Wesentliche fokusiert: man kann für jedes Kind ein Profil anlegen, die jeweils max. tägliche Spielzeit (hier getrennt nach Werktags und Wochenende) festlegen und natürlich einstellen, welche Apps und Medien angezeigt werden und nutzbar sein sollen.

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Weiterhin gibt es noch eine kleine Statistik, die die jeweilige Spielzeit und die am häufigsten verwendeten Anwendungen angibt. Allerdings ist diese Statistik nicht wirklich repräsentativ. Legt man das Tablet mit aktivem Kindermodus zur Seite läuft die Zeiterfassung einfach weiter. So ergeben sich nach einer Nacht laut Statistik ganze 12 Stunden aktive Spielzeit, auch wenn die Tochter laut Zeitbegrenzung nur 15 Minuten Spielzeit pro Tag hat und diese auch nicht überschritten hat.

Im „Kids Store“ kann man Apps nach Alter und/oder Kategorie auswählen und für das jeweils ausgesuchte Profil installieren. Hier gibt es wie in anderen Stores kostenlose wie auch kostenpflichtige Apps.
Der Kids Store ist kategorisch gegliedert nach „Spiele“, „Lernen“ und „Geschichte“ (nein, nix historisches, sondern vielmehr interaktive/spielerisch aufgebaute Hörgeschichten), wobei das Angebot unter „Geschichte“ sehr überschaubar ist.

Desweiteren ist es auch möglich über den Elternmodus Apps für den Kindermodus freizuschalten, die zuvor über den regulären Play Store geladen und installiert wurden.

Einziges echtes Manko des  Kindermodus: legt das Kind das Tablet bei Seite, weil es zum Beispiel auf die Toilette muss, läuft die vorgegebene Spielzeit weiter. Die tatsächlich eingeräumte Spielzeit verkürzt sich dann um die Zeit, die das Kind nicht aktiv mit dem Tablet gespielt hat. Da zum Beenden des Kindermodus logischerweise die PIN-Eingabe erforderlich ist, kann das Kind das Tablet also nicht selber in eine Art Pause-Modus versetzen. Besser wäre es, die Zeit würde angehalten, sobald der Bildschirmschoner aktiv wird oder das Kind sich im Kindermenü und nicht in einer App befindet. Hier kann und wird Samsung definitiv noch nachbessern.

Wir haben auf dem Samsung Galaxy Tab A neben den bereits erwähnten Möglichkeiten im Kindermodus zusätzlich Benutzerprofile angelegt, so dass auch jeder erwachsene Nutzer seine eigene Nutzeroberfläche einrichten und aufrufen kann.

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Wird diese „Profiltrennung“ genutzt, sollte man jedoch wissen/bedenken, dass Apps dann nur für das  jeweilige Nutzerprofil installiert werden, so dass hier u.U. mehrmals bestimmte Apps installiert werden müssen und der gesamte Speicherplatzbedarf entsprechend höher ausfällt – somit sind dann aber auch wirklich autarke Benutzerprofile möglich.

Je mehr ich mich mit dem Samsung Galaxy Tab A beschäftigte, umso unbedeutender wurde meine eingangs erwähnte Begründung für mein Desinteresse an diesem Gerät.
Die Auflösung von 1024×768 Pixel kann man nicht wegdiskutieren, da insbesondere Texte leicht ausgefranst/unscharf wirken können. In der Praxis störte mich dies nach wenigen Minuten (man achtet mit  diesem Wissen ja besonders auf den Textschärfegrad) eher nicht mehr.
Ich lese allerdings auch keine eBooks o. ä., sondern beschränke mich meist auf das Lesen von Nachrichten (die mit mehr Text ohne reisserische Bild-Überschriften).

HD-Videos werden für  mich, der auf einem solchen Tablet lediglich kurze Nachrichtenvideos und Filmteaser, aber niemals komplette Spielfilme schaut, in absolut ausreichend guter Qualität dargestellt. Im direkten Vergleich mit meinem 17″-HD-Superdupa-Laptop versagt die Qualität allerdings gnadenlos … aber da schweife ich nun thematisch ab.

Erwähnen muss ich an dieser Stelle allerdings noch den fest verbauten Lithium-Ionen-Akku, der mit 6000 mAh tatsächlich eine ordentliche Laufzeit garantiert.

Fazit

Papas Fazit: Obwohl ich bei intensiverer Nutzung des Tablets die geringe Auflösung des Galaxy Tab A als nicht mehr so negativ wahrnahm, kann ich nicht leugnen, dass mich genau dieses technische Detail weiterhin daran hindert, das Tablet in den Himmel hochzuloben.
Unabhängig davon hat mich das Gesamtpaket trotzdem überzeugt.
Versuch einer Erklärung: wenn ich mich von dem Grundgedanken löse, dass dies MEIN Tablet sein soll, sondern es vielmehr im Haushalt als „Familytab“ fungieren soll, kommen nehmen den Hightechbedürfnissen meinerseits eben noch Bedienungsaspekte hinzu, die eine Familie halt eben so mit sich bringt, wenn man den Kindern die Nutzung eines solchen Geräts kontrolliert erlauben möchte.
Die geringere Auflösung in Verbindung mit der Displaygröße (9,7 Zoll) und dem -seitenverhältnis lässt Icons und Eingabefelder entsprechend größer erscheinen; dies ist womöglich nicht nur für kleinere Kinder einfacher zu handhaben, sondern kann – um wieder auf den Familytab-Gedanken zurückzukommen – auch für alte ältere lebenserfahrenere Familienmitglieder ein Entscheidungskriterium sein.
Da hier noch ausnahmslos alle Familienmitglieder jung und ohne Sehdefizite sind, können wir dies aktuell aber nur erahnen…

Wenn ich mir meiner Frau uns als Familienvater ein neues Auto kaufe, vergleiche ich selbstverständlich vorab auch technische Details. Kaufentscheidend ist aber immer der Gesamteindruck in Verbindung mit den Familienbedürfnissen.
Daher: Daumen hoch für das Samsung Galaxy Tab A T550N … als Familientab!

Mamas Fazit: Technisch ist das Galaxy Tab A kein Topstar, aber den Anforderungen eines Familien Tablets absolut gewachsen. Der Kindermodus ermöglicht es, den Kindern freien Zugang zu ihren Apps zu gewähren, ohne ständig in Sorge sein zu müssen, dass diese kostenpflichtige Extras oder Apps herunterladen. Die Einstellmöglichkeit der Zeitbegrenzung für den Tag erspart unschöne Diskussionen und Streit darüber, wer wie lange gespielt hat.

Für uns Eltern ist das Galaxy Tab A eine feine Sachen, um Nachrichten zu lesen und im Internet zu surfen. Für Dinge, die darüber hinaus gehen, nutzen wir ohnehin unsere Laptops.

Ein schönes Goodie am Galaxy Tab A sind im Übrigen die eingelassenen Druckknöpfe auf der Rückseite des Tablets, mit denen es sicher und stabil in einer original Samsung Hülle befestigt werden kann.
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Das im Beitrag vorkommende Galaxy Tab A wurde dem Ersteller des Beitrages von der Samsung Electronics GmbH zur Verfügung gestellt und die Erstellung des Beitrags auch im Übrigens von der Samsung Electronics GmbH unterstützt.

 

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Über den Autor:
Hajo, Baujahr 71, Ehemann, Vater. Lebt im Rheinland. Einen Beruf hat er auch. Nutzt das Internet hauptsächlich zum exzessiven Konsum von Nachrichten. Passiver Social Media Nutzer.
    
  1. Steffen / Feb 14 2016

    Alleine das 220 Euro Tablet mit einem 17″ HD-Superduper-Laptop auch nur ansatzweise zu vergleichen hinkt doch einfach nur extrem.
    Hier dominiert definitiv das Sponsering vor der objektiven Meinung. Schade.

    • Pia Drießen / Feb 14 2016

      Diesen Kommentar kann ich nun gar nicht nachvollziehen. Das Superduper-Laptop war ein „witziger“ Einschub am Rande. Und wie geschrieben natürlich überhaupt nicht in einen Vergleich zu stellen. Ich glaube manche Menschen erleiden beim Wort „Sponsoring“ sofort einen heftigen Anfall von Verfolgungswahn. Sorry, aber mich nervt diese Unkerei.

    • Christina / Feb 14 2016

      Ja so ein Käse, er schreibt doch, dass das Tablett da (natürlich!) nicht rankommt!? Paranoia muss schön sein…

  2. Anke / Feb 14 2016

    Huhu,

    wir haben auch ein Tablet seit 2 Jahren und hier auch bewusst für das Kind, inzwischen 7, angeschafft. Hauptsächlich war bei uns ausschlaggebend, das wir Filme auf dem Tablet schauen konnten, bzw. unser Sohn auf der langen Autofahrt nach Schweden. Gepaart mit einer Befestigungsstange, die zwischen den vorderen Kopfstützen befestigt wird und Kopfhörer, konnte man die Fahrt von insgesamt 12 Stunden, ohne Fähre, gut „durchstehen“.

    Und auch unser spielt am Tablet, wir haben zwar keinen Kindermodus aktiviert, aber auch 2 Profile und er hat ein paar Spiele, die er machen darf. Wenn er spielt, ist eine knappe Stunde erlaubt.

    Verbieten finde ich auch unsinnig, gerade in der heutigen Zeit, wo die Kinder auch schon in der Klasse Computer haben.

    Wir haben auch ein Samsung, allerdings Tab 4, von der Grafik finde ich es ok. Für mich manches Mal bei meiner Altersweitsichtigkeit auch viel angenehmer als mein Handy.

    Danke für den Testbericht, ich finde das gut, um eine Kaufentscheidung treffen zu können, wenn es jemand wie Du und ich getestet hat anstatt eines Berichtes in irgendwelchen Zeitschriften oder sonstiges.

    LG
    Anke

  3. Hajo / Feb 14 2016

    Mein Fazit stellt genau diese angesprochene niedrige Auflösung des Tablets als grundsätzlich negativ dar.

    Im übrigen kann ich tatsächlich keine objektive Rezension bieten, da wir hier kein Testlabor betreiben, sondern lediglich nach einer intensiven Nutzung unsere Meinung zum besagten Gerät kundtun, heißt: hier steht unsere subjektive Meinung.
    Hatten Sie tatsächlich etwas anderes erwartet?

  4. Rougerepertoire / Feb 14 2016

    Hallo! Danke für euren Bericht. Wir haben uns auch für das Tab A entschieden. Genau deswegen, weil wir uns von dem Kindermodus haben locken lassen. Lasse ich die Auflösung außen vor, bin ich absolut zufrieden.
    Viele Grüße
    Tanja

  5. Martina / Feb 14 2016

    Wir haben hier zwei !! Samsung Tablets – allerdings das Tab 3 Lite. Die gab es kostenlos als Beilage zu Fernseher und smartphone. Wir haben ebenfalls den Kindermodus drauf installiert und meine Kleine (4) puzzlet dort ganz gerne mal mit oder fotografiert oder malt… :-) Mein Mann nutzte das Tab als Ebookreader wenn er unterwegs war, ich nutze es seit ich ein smartphone habe nur bei langen Zugfahrten oder im Urlaub.

  6. Simone / Feb 14 2016

    Ich finde es super, das ihr es getestet habt!
    Mir kann es doch sch….egal sein, ob gesponsert oder nicht….
    Momentan besitzen unsere Kinder ein älteres IPad, womit wir zufrieden sind, haben aber das Galaxy schon länger im Auge.
    Beim nächsten Besuch im Elektromarkt werde ich mir das Teil mal genauer ansehen, vielen Dank für den Testbericht.
    Gruß Simone

  7. Mama geht online / Feb 16 2016

    Wir haben uns vor Weihnachten ebenfalls das Samsung Tab A gekauft und es ist auch unser Familientablet geworden. Der Sohnemann hatte die Bedienung schneller raus als wir Erwachsenen. Ich finds super und wir geben das Tablet auch nicht wieder her.
    LG Anke

  8. Sören o. / Aug 17 2017

    Wenn man Profil Trennung aktiviert und eine App in mehreren Benutzerkonten installiert, dann verbraucht die App nur einmal Speicherplatz, nicht mehrmals, da die Profile immer auf die selben Grund Dateien der App zugreifen. Nur die Benutzer spezifischen Daten, wie Einstellungen oder Spielstände werden für jedes Profil separat angelegt.
    Sieht man auch daran, dass die Apps beim zweiten Nutzer nicht mehr aus dem App Store heruntergeladen, sondern direkt installiert werden.

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