Bis einer heult! • Deutsche Post
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18. September 2002 | Pia Drießen

Deutsche Post

… oh ja!!!
Nämlich genau dann, wenn die Hauptfiliale meint, um 11 Uhr morgens schliessen zu müssen, da eine gaaanz wichtige Vorstandversammlung ist.
Klar, sind auch alle Schaltersitzer im Vorstand.
Na ja, hilft alles nix, daher rasch den Hinweis an der Tür gelesen: nächste Postfiliale "Hohe Strasse".
Ja, das ist gut, die Strasse kenn ich, da wo Burger King, McDoof und Nordsee direkt nebeneinander liegen… also das Paket schnell nem starken Mann in die Arme gedrückt ("Matthias, das ist sooo schwer!" *hilflosguck*) und auf zur Hohe Strasse.
Man, ist die lang… uff… und so viele nette Schaufenster… da könnte man doch nen Blick riskieren… aber nein, WIR haben eine Auftrag!
Auf dem Weg dahin versuche ich natürlich meinen Mitstreiter und Paketschlepper aufzumuntern und zu ermutigen durchzuhalten: "Komm, noch 20 Meter, da muss die Filiale sein… kann nicht mehr weit sein… dahinten seh ich was gelbes…!"
Endlich, nach ewig langer Zeit erblicken wir das Posthorn… also alle Kraftreserven nochmal gesammelt und zum Endspurt angesetzt.
Vollkommen euphorisch treten wir durch die Eingangstür
KREISCH
Eine endlos lange Schlange… das kann doch nicht war sein. Aber hey, wenn wir bis hierhin gekommen sind, dann schaffen wir es auch noch bis zum Schalter.
Etwas ermüdet und genervt verharren wir also in der Schlage und schauen uns die magere Auslage von Briefumschlägen jeder Grösse an… man muss sich schliesslich weiter bilden.
Endlich, nur noch ein Kunde vor uns… wir kommen unserem Ziel immer näher!
SCHOCK
Das riesen Paket, welches der starke Mann durch ganz Köln getragen hat und locker seine 100 Kilo *g* wiegt ist als Päckchen ausgewiesen.
Krampfhaft versuche ich mir gleichzeitig in den Arsch zu beissen und einen Paketschein auzufüllen, wobei letzteres nur durch Zuruf quer durch den Raum geht, da der POST-Stift natürlich am Tisch festgeschweisst ist und das Paket die Schlange nicht verlassen darf, da wir uns sonst wieder ganz hinten anstellen müssten *heul*.
In letzter Sekunde vor dem Showdown ist es geschafft, der Paketschein ist ausgefüllt und auf dem Paket ordnungsgemäss angebracht… *uff*… geschafft.
Die freundliche Dame am Schalter muss nur noch schnell Kleingeld zum Wechseln holen… wobei ich mir sicher bin, dass sie das Geld erst noch gestanzt hat.
"Ja, das nächste Mal kleben Sie den Paketschein aber nicht schon aufs Paket, das muss doch durchgeschrieben werden, auf Ihren Beleg!"
… *Weisst Du was, Du blöde Kuh, noch ein Wort und ich klebt Dir den Schein sonst wohin und adressier Deinen fetten Ar*** nach Mangolanien, wo Du meinetwegen Bambustrommeln frühstücken und mit Muscheln im Takatukaland Möhren kaufen kannst!*…
"Oh, entschuldigen Sie bitte!"

Vollkommen niedergeschlagen und demoralisiert machen wir uns also auf den Rückweg… Deutsche Post – Wir bewegen Welten :(

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
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