Bis einer heult! • Das wäre nun das
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31. Januar 2008 | Pia Drießen

Das wäre nun das

An der Bushaltestelle, die ich von meinem Auto aus, an einer roten Ampel wartend, beobachten kann, steigt Superman aus und schließt sich der Karawane an, in der ich noch Bob Marley und ein Kölschglas entdecke. Verständnislos mit dem Kopf schüttelt fahre ich weiter, biege in die Einfahrt zu unserem Gewerbepark ein und muss lauthals lachen, als mir ein rund vierzigjähriger, männlicher Marienkäfer in einem 7er BWM entgegen kommt.

Das Büro ist wie ausgestorben. Eine Hand voll Kollegen wuseln umher, aber es erinnert schon fast an Grabesstille, was hier heute zu hören ist. Zellengenossin Jerry meldet sich telefonisch als todkrank. So hört sie sich auch an.

Eine einzige Kollegin ist kostümiert. Eine! Gestern waren es noch vier …. und ja, gestern war Mittwoch!

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. noch ein Markus / Jan 31 2008

    also Kölschglas als Kostüm find ich ja schön :)
    nur muss eine Öffnung sein um einen Arm durchzustrecken um nach selbigen greifen und trinken zu können

  2. trillian / Jan 31 2008

    Bei einigen Leuten frage ich mich, ob die verkleidet sind, oder immer so rumlaufen….. Ob das Masken sind oder deren wirkliche Gesichter?

  3. Marc / Feb 1 2008

    „Zellengenossin Jerry meldet sich telefonisch als todkrank.“
    Pfft, darauf nicht reinfallen. Wenn man sofort nach dem Aufwachen im Büro anruft (Uhrzeit passt, man hat ja verschlafen) klint man immer todkrank.

  4. KleinesXXs / Feb 1 2008

    Bis letztes Jahr habe ich noch in Köln gearbeitet. Dort kam ich nicht drumherum zu bemerken, dass es auf Karneval zugeht. Die Karnevalslieder-pfeifenden Kollegen, der Handyklingelton des Lieblingskollegen = „Trömmelsche“, eifriges Entgegenfiebern der Agentur auf die nächste facts & fiction Party, ewig nerviges Nachfragen der lieben Kollegen, ob man denn nun wirklich nicht mitmöchte (So gar wirklich überhaupt nicht?! Nichtmal ein bisschen? Nochmal drüber schlafen?)
    Um dann mit der Karawane des Sultans, Spider Murphy Gang & Skandal um Rosi Weiberfastnacht bis 11 Uhr die volle Dosis abzubekommen bevor man sich gaaaanz schnell bis Aschermittwoch aus dem Staub machen konnte.

    Nun sind wir aufs Land gezogen. Gestern auf dem Weg zur „neuen“ Arbeit starrten wir sekundenlang eine wandelnde Scream-Figur an und diskutierten gerade, wer denn nun den medizinischen Dienst für psychische Notfälle informiert, als uns einfiel, dass Weiberfastnacht ist…

    Ich wurde doch tatsächlich zum ersten mal seit langer Zeit vom Karneval „überrascht“ und es war auch bis heute das einzige Kostüm was ich hier gesehen habe. Ich liebe es hier auf dem Land!

    Da verzeih ich sogar das Fehlen von Schnee.

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