… dann fing es an zu regnen

Ich dachte ja, dieser Tag wäre so einer, den man lange in Erinnerung behält, aber eigentlich vergessen möchte. Ein Scheißeltag eben. Doch dann fing es an zu regnen.

Sie finden die ersten Sätze vielleicht befremdlich, aber ich will es Ihnen gerne erklären. Ich hatte für heute ein Dinkelbrot beim Bauern bestellt und musste somit nach dem Mittagsschlaf des Quietschbeus raus, egal ob draußen gerade die Welt untergeht, es 36 Grad sind oder nicht.

Als der Quietschbeu um 15 Uhr (er ist ein bisschen wie ein Uhrwerk) erwachte, nieselte es. Ich zog mir daher nur einen Kapuzensweater über, klappte das Verdeck am Kinderwagen ganz hoch und marschierte los. Der Bauer ist am Ende der Straße, 5 Minuten zu Fuß hin und 5 Minuten zurück. Und in diesen insgesamt 10 Minuten begann es wie aus Kübeln zu schütten.

Wir bogen gerade wieder in die Einfahrt ein, als ich bemerkte, dass der Quietschbeu trotz dreistündigem Mittagsschlaf eingeschlafen war. Und ich konnte ihn gut verstehen. Die Luft war seit Wochen nicht so frisch und klar. Kein bisschen Schwüle, nur frische nasse Luft. Herrlich.

Ich parkte kurzerhand mein Baby im Hof, packte die Regenhaube für den Kinderwagen aus, brachte das Brot und die Eier hoch, zog mir meine Regenjacke über und stiefelte los. Über eine Stunde im strömenden Regen. Im Bindfadenregen. Es war einfach nur wun-der-bar!

So ein Regen, der kann einem richtigen den Kopf frei waschen. Ich liebe Regen. Ich liebe Herbst!

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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10 Gedanken zu „… dann fing es an zu regnen

  1. Mir ist so ein Herbst mit warmen Regen (und Wind) auch viel lieber als die unerträgliche Sommerhitze.
    Deshalb habe ich vorhin auch erstmal eine kurze Nieselregenpause genutzt und mich 1 Std. im Garten vergnügt. Sogar gießen musste ich, weil hier wieder nur 3 Tropfen runter kommen und es für die Pflanzen längst nicht reicht. Aber die Luft duftet und fühlt sich trotzdem wie frisch gewaschen an. Und das find ich toll.

    Genieß weiterhin diese wun-der-bare Zeit mit deinem Kleinen! Ich schließe mich dann im nächsten Frühling an, wenn ich unser Krümelchen durch die ersten angenehmen Sonnenstrahlen schieben darf.

  2. Ist doch sehr verständlich. Ein guter Regen kann meine Laune auch enorm heben.
    Dabei ist egal, ob ich nur beobachten und vorallem hören kann, wie er gegen das Fenster prasselt oder ob ich einen ausgedehnten Regenspaziergang unternehme.
    Regen ist klasse! :)

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