"Hier ist der Papa."

Eben rief mein Vater an, um sich nach meinem Befinden zu erkundigen. Ich war erstaunt. Dann sagte er, dass er uns alles Gute wünscht, dass er hofft, dass das Baby in meinem Bauch genauso gut gedeiht, wie unser Quietschbeu (der das bezauberndste Wesen hätte, dass er bei so einem kleinen Menschen je erlebt hätte). Dass er glaubt, dass das Leben eben so verliefe, wie es verliefe. Dass man nicht alles hinterfragen müsse. Dass er mir natürlich zutraue zwei so kleine Kinder groß zuziehen und zu wundervollen kleinen Menschen zu machen. Dass er glaube, dass wir uns das gut überlegt hätten und ob ich ihm denn unsere Überlegungen anvertrauen würde. Ich tat es und erntete einen sehr beeindruckten und wohl auch ein wenig besorgten Vater (bezüglich der Sorge schreibe ich noch einen separaten Beitrag, den ich aber auch nach der 12. SSW nicht freigeben werde).

Er entschuldigte sich nicht direkt für seine erste Reaktion, aber das wäre auch nicht seine Art. Aber er schenkte mir ganz viel Herzensfreude über seine Anteilnahme, seine ehrliche Freude über den erneuten Enkel und die Bestätigung, dass unsere Entscheidung richtig sei (nicht, dass ich sie gebraucht hätte, aber es fühlt sich doch besser an, verstanden zu werden).

Alles wird gut (und wenn wir ehrlich sind war das von mir auch ein wenig unfair. Ich hatte 5 Monate Zeit mich mit der Situation auseinander zu setzen. Mein Vater gerade mal ein paar Sekunden).

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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11 Gedanken zu „"Hier ist der Papa."

  1. Ich freu mich für Dich!

    Letzte Woche erzählte ich der (kinderlosen, mir gleichaltrigen) Frau meines Vaters, mit der ich mich gut verstehe, dass wir nun an Wutz 2.0 denken.

    Postwendend rief mich mein Vater einige Tage später an. Wie wir nur könnten, ein zweites Kind, unmöglich, grenzt ans Asoziale, soviele Kinder (ich habe einen Bruder, Sohn meines Vaters), überhaupt, wir müssten umziehen. Es sei soviel Mühe.

    Ich hätte mich über so einen Anruf gefreut, wie es Dein Papa geschafft hat.

    Mein Vater hat heute anlässlich des KiTa-Laternenumzugs die KiTa angekuckt, sie für schön befunden, aber „noch lange kein Grund, ein zweites Kind zu kriegen“ … *gnaaa*

    Das ist toll, dass Dein Vater die Kurve so gekratzt hat. Wirklich :-)

  2. ich hatte grad ein aufrichtiges freudenschmunzeln. wie wenn es um mich ginge :) ich freu mich sehr, dass er dich angerufen hat und du nun bestimmt ein wenig relaxter bist… es tut gut, wenn die liebsten hinter einem stehen! du hast einen tollen vater!

  3. Liebe Mama Miez,

    nun muss ich mich auch mal zu Wort melden – aber erstmal herzlichen Glückwunsch zur 2nd Edition ;-)

    Was Ihren Vater betrifft, so denke ich nicht, dass sie ihm böse sein sollten oder sich angegriffen fühlen sollten. Ich glaube auch nicht, dass er einen Grund hat sich zu entschuldigen.

    Er ist Ihr Vater und Sie sind sein Kind. Ob sie nun 8, 18, 28 oder 38 Jahre alt sind ist dabei völlig unerheblich. Als Vater macht er sich Sorgen um seine Tochter und ehrlich: Ich finde das toll und anrührend.

    Klar ist das auch anstrengend und nervig – was meinen sie, was ich mir von meinem Vater alles anhören muss was ich tun bzw. lieber nicht tun sollte? „Schon dich Kind“ ist sein Lieblingssatz gleich geflogt von „Mach langsam“

    Das Sie schaffen, was Sie sich vorgenommen haben, dass sie wissen was da auf Sie zukommt… all das weiss er irgendwo tief drinnen. Aber Angst um Gesundheit und Seelenheil seines Töchterchens sei ihm gegönnt. Ich kann es nachvollziehen und überlege gerade wie ich in gleicher Situation als Mutter meiner Tochter reagieren würde… vermutlich genauso *lächel*

    So, nun beende ich meinen Roman und geselle mich wieder zu den stillen Lesern.

    Alles Liebe!

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