Bis einer heult! • Retrobloggen (2)
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21. Januar 2010 | Pia Drießen

Retrobloggen (2)

Nachdem ich meinen halben Tag schon gestern verbloggt habe, heute also die Rahmenschauplätze.

20. Januar 2010

Seefisch, Brokkoli und Tagliatelle für den Beebie zu Mittag. Ich esse Brote.

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Erwähnte ich schon, dass der Beebie zahnt? Ja? Doch? Gut. Weil er zahnt immer noch. Und wenn Sie keine eigenen Kinder haben lassen Sie sich gesagt sein, dass das mit zu den anstrengenderen Phasen eines Beebielebens gehört (gleich nach 3-Monats-Koliken). Insbesondere, wenn Ihr Kind ein sehr schrilles, lautes Organ hat (natürlich nicht von Ihnen!). Sie müssen dann den ganzen Tag neben ihm sitzen, ihn aber bitte nicht anfassen. Auch kein Spielzeug, das wird Ihnen sofort wieder entrissen. Also eigentlich müssen Sie in einer Buddha-artigen Position neben dem Beebie verharren, möglichst unaufdringlich atmen, aber bloß nicht weggehen! Dabei lassen sie sich viertelstündlich ankreischen, dürfen aber nicht trösten (oder anfassen).

Sie wollen keine guten Ratschläge mehr hören. Keine homöopathischen, keine natürlichen, keine spirituellen, kein Voodoo. Am liebsten würden Sie gar nichts mehr hören. Also auch das eigene schrillende Kind nicht. Den verträumten Glauben daran, dass der Beebie irgendwann ja mal heiser sein muss haben Sie schon lange eingestellt. Der wird nicht heiser. Niemals!

Aber hey. So ein Milchzahngebiss besteht aus 20 Zähnen. Wir arbeiten gerade an Nummer fünf und sechs. Irgendwo dahinten, zwischen Tinitus, Nervenzusammenbruch und dem innen Zen, ist ein Ende in Sicht. So in 2 Jahren. Immerhin.

***

Sämtliche To-Dos für den gestrigen Nachmittag fielen flach, weil ich ja kein Auto hatte. Und das, wo ich heute den ganzen Tag auf die neue Waschmaschine („Wir liefern zwischen 8 und 16 Uhr!“) und den Telefontechniker („Wir kommen zwischen 8 und 13 Uhr!“) warten werde. Natürlich spielte ich mit dem Gedanken die Erledigungen einfach zwischen 8 und 13 Uhr zu tätigen … aber ich habe ja kein Auto und der Herr Murphy ist ein guter Bekannter.

Ich muss also heute noch irgendwie einen Karton Pampers und einen Kulturbeutel für das Beebie schießen. Wir fahren nämlich morgen, sofern das Auto wieder komplett bereift ist, nach Hessisch-Sibirien (wo ich seit dem Tod meiner Oma nicht mehr war).

***

Der Mann kommt wieder. Früher als erwartet. Ich freue mich, kann ich mein Leid nun noch mal in epischer Breite klagen, um anschließend in einen komatösen Schlaf zu fallen.

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. rosaluk / Jan 21 2010

    Lass dir eins noch zum Zahnen gesagt sein-

    Es wird mit dem Beebie nicht mehr besser-
    nur noch anders….
    Wenn es nicht mehr die Zähne sind, sind es die aufgeschürften Knie, Zoff mit einem Freund oder sonstige dramatische Dinge und dann steht auc schon die Pupertät vor der Tür und die Eltern fangen an schwierig zu werden :-)
    Ich spreche aus Erfahrung und habe mich in mein Schicksal ergeben :-)

  2. rebhuhn / Jan 21 2010

    warum immer nur brote für Sie? :)

  3. ednong / Jan 21 2010

    Dafür entschädigen doch dann aber die super tollen blauen Augen. Find ich einfach schön.

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