Bis einer heult! • Alltagsschnipsel 23
Skip to content
30. Mai 2017 | Pia Drießen

Alltagsschnipsel 23

Ich würde ja gerne etwas anderes behaupten, aber tatsächlich war die vergangene Nacht auch nicht besser als die davor. Obwohl ich wirklich früh ins Bett gegangen bin, habe ich ewig gebraucht, um dann auch einzuschlafen. Trotzdem war ich heute morgen um 5 Uhr wach. So wird das nix mit ausgeschlafen.

Trotzdem musste der Tag ja irgendwie gerockt werden. Also habe ich erstmal einen großen Kaffee getrunken und die Brotdosen der Kinder gemacht. Und weil der Mann noch da war (sonst ist er immer aus dem Haus, bevor ich aufstehe) gab es für ihn direkt auch noch ein dickes Frischkäse-Tomaten-Brot. Da steht die ganze Familie bei dem Wetter total drauf.

Statt in mein Sommerkleid, bin ich dann auch direkt in die Sport-Klamotten gestiegen. Bevor es heute wieder so heiß werden sollte, wollte ich wenigstens eine kurze Runde übers Feld gelaufen sein. Die Kinder waren heute ratzfatz angezogen, frühstückten, putzten Zähne und waren dann auch schon abmarschbereit.

Mimi und ich brachten die Jungs ein gute Stück Richtung Schule und liefen dann zum Kindergarten. Aus irgendeinem Grund, den ich noch nicht herausgefunden habe, hatte es Mimi heute ganz besonders eilig. Ständig lief sie voran und rief: „Los, Mama, schneller!

Den Lillifee-Rucksack hat sie von einer Freundin zum Geburtstag bekommen. Für den täglichen Weg zur Kita ist er super, aber für Ausflüge will sie trotzdem weiterhin ihren Deuter Rucksack nehmen. Der ist an den Schultergurten nämlich deutlich besser gepolstert und sitzt bequemer. Sagt Mimi.

Vom Kindergarten ging es für mich dann direkt aufs Feld. Ich hab ja schon öfters erzählt, dass ich erst nach dem Loslaufen entscheide, wie weit ich laufe. Heute wollte sich so gar kein Flow einstellen und so war ich mir ziemlich sicher die kleine 5km Runde zu laufen. Aber es kam dann natürlich doch wieder anders. Ab Kilometer 4 liefen meine Beine nämlich wieder von alleine, das Hörbuch war spannend und so entschloss ich mich an der entsprechenden Gabelung dann doch für die 7km Runde.

Es wären auch 10km geworden, wenn ich nicht noch einen Termin gehabt hätte. Tatsächlich war es zum Ende des Laufs hin dann aber auch so warm, dass ich zum ersten Mal so richtig ins Schwitzen kam. Und das nicht nur an den Schläfen und im Nacken (wo ich immer schwitze), sonder am ganze Körper.

Zuhause angekommen war ich also quasi von Glitzerperlen überzogen. Ein sehr geiles Gefühl!

Natürlich habe ich sie dann aber trotzdem weg geduscht, schnell noch eine Banane gegessen, einen halben Liter Wasser getrunken und ab ins Auto. Heute stand nämlich mein Zahnreinigungstermin an. Als bekennender Dentophobiker ist selber das eine wahre Herausforderung.

Zum Glück saß ich nicht lang genug im Wartezimmer, um echte Panik entwickeln zu können. Die freundliche Dame, die sich meiner annahm, war überaus vorsichtig und rücksichtsvoll. Trotzdem zitterte ich immer wieder vor mich hin. Nach 30 Minuten waren sowohl meine Zähne wie auch ich fix und fertig.

Exkurs, weil es gerade passt: oft werde ich gefragt, warum ich auf Fotos nie die Zähne zeige. Das liegt daran, dass sich bei mir im Erwachsenenalter die beiden oberen Schneidezähne leicht gedreht haben und ich das einfach fürchterlich hässlich finde. Für einen dauerhaften Erfolg durch eine Zahnspange war/bin ich aber zu alt. Man müsste da so einen permanenten Draht installieren und das wiederum ist einfach auch echt teuer. Da gibt es wichtigere Dinge. Zum Beispiel einen Trockner.

Zuhause nutzte ich die restlichen Stunden bis die Kinder kamen, um zu arbeiten. Alles was ich vormittags schaffe, muss ich abends nicht mehr erledigen. Obwohl ich zugeben muss, abends deutlich besser texten und gestalten zu können, als tagsüber.

Als die Jungs kamen, saßen wir noch ein paar Minuten auf der schattigen Terrasse, bevor die Jungs ihre Trikots anzogen und wir Mimi abholten, um zum Training zu fahren. Nachdem wir Alex und Mimi in der Halle abgegeben hatten und zum Fußballfeld rüber schlenderten, erreichte und die Nachricht, dass das Training heute wegen der Wetterlage ausfallen würde. Komisch. Dabei waren es gerade mal 27 Grad und windig. Da war es letzte Woche definitiv heißer.  Max war extrem enttäuscht, hatte er sich nach einem doofen Vorfall (Mitspieler hatten ihn böse ausgelacht, weil er einen Ball verschossen hat) beim letzten Training doch gerade erst durch gerungen, trotzdem wieder zum Training zu gehen. Ja, Max ist da sehr empfindsam.

So fuhren wir beide halt kurz einkaufen und es gab ein kleines Entschädigungseisbällchen von der Eisdiele. Außerdem gab Mimi, anlässlich ihres Geburtstags, der kompletten Handball-Mannschaft noch ein Capri-Eis aus. Schon wieder Eis. Yeah!

Der Abend Zuhause war recht ruhig. Ich habe mit Alex über die Schule und ein paar zwischenmenschliche Dinge gesprochen, die ihn gerade bewegen und wir haben gemeinsam beschlossen, dass er diese Woche mal ein Verabredungsstop einlegt. Ein bisschen mehr Zeit mit der Familie, ein bisschen mehr Lesen und ein bisschen Selbstreflexion tun ihm Moment ganz gut, glaube ich.

Am Donnerstag wollen wir nun also erst zum Friseur (Sommerfrisur, Baby!) und anschließend noch etwas unternehmen. Freitag steht Schwimmen auf dem Plan und vielleicht habe ich bis dahin auch einen passenden Badeanzug und kann einfach mal mit ins Wasser gehen. Ich werde berichten.

 

Print Friendly
Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Frau Thiedemann / Mai 30 2017

    Hallo Frau Drießen,

    Ein schöner Text mal wieder. ☺

    Ich wollte zur Zahnspange was ergänzen: ich habe mit Anfang Dreißig zwei Jahre eine feste Spange getragen. Ein durchsichtiges Modell. Da gibt es heute zig Möglichkeiten die Spange unauffällig zu gestalten. Und so einen Draht, einen Retainer habe ich in beiden Kiefern. Hab ich selbst bezahlt, lag bei 160 Euro ungefähr…fand ich ok. Die ganze Behandlung war allerdings dann doch teurer als 160 Euro und wurde von der Kasse nicht bezahlt. Da es aber immer im Behandlungshäppchen bezahlt wird, erträglicher. Und zu alt, Frau Drießen….überhaupt nie!

    Viele Grüße und eine bessere Nacht.

  2. Wotiiiif / Mai 31 2017

    Da fehlt wohl ein Stück Text

  3. MÄDchen / Mai 31 2017

    Huhu, da ist unsere Woche ja ähnlich. PZE steht auch bei mir an. Bei mir haben sich trotz Klammer auch die zwei vorderen Schneidezähne im Erwachsenenalter noch verschoben. Vor 10 Jahren dachte ich noch, wuäh. Heute, 2 Kinder später, denke ich, es ist wie es ist. Kein Mensch muss 100% toll aussehen. Und es gibt wichtigeres, genau.
    Es ist wie es ist gilt auch für das Schlafen. Da hilft nur Gelassenheit. Dann sind die Nächte halt derzeit kürzer- nicht so viel drüber nachdenken, das gibt sich :-)
    Lg aus der Eifel

  4. Susann Werfragt / Mai 31 2017

    Ach das Einschlafproblem. Ich zerdenke gerne alles abends im Bett und schwupps ist eine Stunde rum. Habe festgestellt, dass ich bei Hörspielen mit einem/er Sprecher/in mit gleichbleibender Sprechweise einnicken kann. Mein Programm hat so ein Sleeptimer. Ist toll. Wie vorgelesen bekommen. 😊 Hat ihr Programm das vielleicht auch?

    — via facebook.com

  5. aprilwirbel / Mai 31 2017

    Die Schuhe sind toll, habe sie auch! 😍

  6. Joana / Jun 1 2017

    Auch zum Thema Zähne:
    Ich habe mich mit 29 noch mal entschlossen, meine ebenfalls „verzogenen“ zähne richten zu lassen – und zwar als ich mir ältere Fotos angeguckt habe und die Verschiebung noch nicht so extrem war. Dann drüber nachgedacht, dass die Fehlstellung ja mit den Jahren noch viel auffälliger wird.
    Seit 6 Monaten hab ich nun invisalign, nicht auffällig, keine brackets, der Spaß kostet aber auch 6.000 Euro. Da sind also mehrere Trockner drin. ;-)

  7. Simsalabim / Jun 1 2017

    Hallo Pia,

    das Problem mit den Schneidezähnen kenne ich. Ich bin 29 Jahre alt und habe ein Kind. Meine Schneidezähne haben sich ineinander verkeilt,der eine war sehr nach vorne verschoben und der andere nach hinten und es hat mich auch sehr gestört. Mein Kieferorthopäde sagt,Zähne sind ein Leben lang in Bewegung (können sich also noch mehr verschieben) und es gibt immer die Möglichkeit,da etwas dran zu machen. Ich habe durchsichtige Schienen (Clear Aligner), die man nicht sieht (nur,wenn man es weiß und drauf achtet) und mit denen man auch ganz normal spricht (hatte Angst vor Lispeln). Der Behandlungserfolg hat sich sehr schnell eingestellt und die Kosten sind überschaubar…viellt ist das auch was für dich?

    Liebe Grüße!

Leave a Comment