Bis einer heult! • Mit der Radiowelle schwingen
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14. August 2007 | Pia Drießen

Mit der Radiowelle schwingen

So ein MRT ist eine anstrengende Sache. Ständig muss man sich an ein anderes wirklich sehr lautes Geräusch gewöhnen. Kaum hört der Stereo-Presslufthammer auf, setzen die Stereorückkopplungen ein, gefolgt von zwanzig schwitzenden Bauarbeitern, die mit flachen bratpfannengroßen Händen von oben auf die Röhre schlagen. Die Augen bleiben geschlossen, um die wahre Enge dieser Röhre nicht wahrnehmen zu müssen. Langsam merkt man, wie es um einen herum immer wärmer wird und man bekommt das Gefühl, man läge auf der Sonnenbank. Erinnerungen an Final Destination 3 werden präsent. Dazwischen quäkt Nora Jones aus dem Kopfhörer, den man zunächst einfach für einen Lärmschutz hielt. Auf Grund erhöhter Konzentration, um sich auch ja nicht nur einen Millimeter zu bewegen, bekommt man plötzlich Muskelzucken. In den Fingern, den Waden und zum Schluss im Gesicht.

Nach einer guten halben Stunde kann man mit höllischen Rückenschmerzen endlich wieder diese schreckliche Röhre verlassen und mit zitternden Fingern dieses kleine, fummelige Zungenpiercing wieder in die glitschige Zunge friemeln.

Nervlich am Ende beschließt man, die folgende Krankengymnastik zur Entspannung zu nutzen.

Zwei Stunden und ein eiskaltes Mixery später, zählt man auf dem Sofa sitzend seine eigenen Knochen, guckt in sich rein und freut sich, dass die Radiologie einem mit den Kernspindaten direkt auch den nötigen PictureViewer auf die CD gebrannt hat.

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. DraMaticK / Aug 14 2007

    Wie geil… die Bilder gibts heute auch auf CD für zuhause? Das hätt ich mir auch mal gewünscht… als Wallpaper oder so ;)

  2. cfk / Aug 14 2007

    Sehr geil bei meiner MRT war auch das „Kann ein bisschen laut werden, aber dafür gibt es ja die Ohrhörer mit Musik-Blabla“ vorher. Nach geschätzten 25 Minuten in der Röhre setzte dann die Musik ein. Geschlagene 20 Sekunden, bevor es vorbei war. Und das bei mir als damaligen Privatpatienten tz tz. Die CD habe ich mir aber auch erstmal sicherheitskopiert, hehe

  3. Falco / Aug 15 2007

    Ja, gibts mittlerweile. Ist ganz interessant, aber das Teil, das ich mal gesehen habe, erforderte alleine für die Navigation durch die einzelnen Bilder ein Medizinstudium – alles andere als einfach. ;-) Poste doch mal ein paar Wirbel.

  4. loosy / Aug 15 2007

    Cool, jetzt kannst Du jeden in Dich reingucken lassen ;)

  5. Dom / Aug 15 2007

    Pia jetzt auch von innen? Das schreit ja geradezu nach einem neuen Puzzle :p

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