Bis einer heult! • Erbwiege und Selbstzweifel
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31. Januar 2009 | Pia Drießen

Erbwiege und Selbstzweifel

MiezbabyerbwiegeAm vergangenen Wochenende waren meine Schwester nebst Familie zu Kaffee und Kuchen geladen und brachten zu der Gelegenheit auch direkt die Familienerbwiege mit. Eine wunderschöne, große, massive Buchewiege, die seitdem im Schlafzimmer steht (wo sie das erste Lebensjahr des Miezbabys verbringen soll) und dort auf ihren neuen Besitzer wartet. Schon mehrfach habe ich verträumt davor gesessen, die leere Wiege gewiegt und mir vorgestellt, wie das wohl sein wird, wenn der kleine Mann da ist.

Als Erstgebärende fühlt man sich manchmal so … so … unwissend … naiv? Die ersten Monate fiel es mir zum Beispiel sehr schwer in Blogs von anderen Mamis zu kommentieren, die bereits ein Kind haben. Ich kann das nur schwer erklären. Zum Beispiel lese ich schon viele Jahre das Blog von Kassiopeia. Die erste Zeit absolut still, dann irgendwann ab und an kommentierend und in letzter Zeit auch regelmäßiger. Ich bewundere sie dafür, dass sie ihren Alltag mit drei Kindern bestreitet. Ich kann mir ja nicht mal vorstellen, wie es mit einem wäre sein wird.

Und nun berichtet sie freudig, dass Nummer 4 auf dem Weg ist und ich hab das Gefühl, dass ich überhaupt nicht berechtigt bin, dazu etwas zu schreiben. Also von meiner Seite aus. Ich meine es völlig ernst, wenn ich schreibe, dass ich glaube sie würde das mit vier Kindern auch wunderbar schaffen. Aber wie will ich das schon beurteilen?

Und so quälen mich dann und wann Selbstzweifel, ob und wie ich das Muttersein bewerkstelligen werde. Frauen wie Kassiopeia bestärken mich nur darin, dass es zu schaffen ist. Mit ganz viel Herz und Freude, aber auch Sorgen und Aufopferung. Darum danke ich an dieser Stelle mal allen bloggenden Mamis, die mir für den auf uns zukommenden Alltag Mut machen, indem sie einfach darüber berichten.

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. sabrina / Jan 31 2009

    Ich denke, das man seinen eigenen Weg macht. Jede Mama wird auch einmal zum ersten Mal Mama und ist ebenso unsicher. Was war ich am Anfang unsicher mit meinem Kleinen, doch umso mehr Zeit vergeht umso geregelter wird der Ablauf und ohne Kind ist es nicht mehr vorzustellen.
    Ich allerdings werde nach Nummer 2 aufhören – ich bewundere jede Mutter, die es sich antun :-) wenig Abstand zwischen den Kindern zu haben. Ich weiß für mich, das noch ein bißchen Zeit vergehen muss bevor Nummer 2 kommen soll – der „große“ ist dann bereits ein wenig selbstständig und ich denke, das erleichtert die Sache einfach ungemein. Aber auch da wird jeder seine eigenen Erfahrungen machen…. Fakt ist: das Mama Gen ist in uns drin und wenn der Kleine Mann da ist, wirst du automatisch wissen was du machen musst, damit es deinem Kind gut geht. Ich könnte noch so viel schreiben aber das würde den Rahmen sprengen- nur so viel ich habe, bevor ich meinen kleinen Mann bekam nie etwas mit Kindern am Hut gehabt, keine Kinder in der Familie und nie eine Pampers gewechselt und im KH am ersten Abend wusste ich was zu machen ist, es war einfach da…. also mach dir keine Gedanken! :-)

  2. Fräulein Tina Pappnase / Jan 31 2009

    Ich verstehe Dich.

    Ich hab noch keine Kinder.

    Ich bin seit 6,5 Jahre in einem Elternforum angemeldet und meine Blogroll besteht sogut wie nur aus Blogs von Müttern. Und ich liebe es von ihnen zu lesen.

    Und auch ich fühle mich manchmal komisch wenn ich etwas zu einem Kinderthema schreibe. Bei speziellen Themen halte ich mich eh raus, was weiß denn ich schon?

    Nette Worte hört aber wohl jeder gern, egal von wem es kommt.

    Mach Dir keine Gedanken. Es wird schon alles genau richtig laufen.
    (darf ich das jetzt sagen, wo ich noch nicht einmal schwanger bin und somit absolut null Ahnung davon habe?)

    Ich habe jetzt schon Panik davor mal schwanger und dann Mutter zu sein.

    „Augen zu und durch“ trifft es da wohl ein Bißchen. Schließlich ist das ne Erfindung von Mutter Natur und die weiß schon was sie tut.

    Alles Liebe für Euch!

  3. Jacqueline / Jan 31 2009

    Hey,
    vollstes Verständnis für Dein Empfinden auch von meiner Seite!
    Aber weißt Du was? Durch Dein Lesen hier und da in den Blogs, beim Reinschauen in den Familienalltag all der bloggenden Mütter, sammelst Du unheimlich viele Infos.
    Du weißt, es erwartet Dich eine große Zeit mit dem kleinen Mann. Mit schönen und weniger schönen Tagen. Kuschelige und stressige Zeiten. Lachen und Weinen. Du hast soviele Infos jetzt schon gespeichert, das gibt Sicherheit.
    Nicht jetzt, nein. Aber dann, wenn Du in ner bescheidenen Situation steckst, und vielleicht der eine oder andere Blogeintag wieder in Erinnerung kommt.
    Glaubs mir.
    Der Mütteralltag wird Dich bald begrüßen, und die Zeit „davor“ wird erstmal verschwimmen. Laß Dich also nicht so quälen, mach Dir bewußt, Du bist gut vorbereitet, mehr kannst Du nicht tun. Und genieß die Zeit mit Baby im Bauch noch mal richtig. So pflegeleicht wird der kleine Mann lange nicht mehr sein ;-)

    Altkluger Kommentar… Und so unstrukturiert. Sorry.
    Das Denken fällt mir grad nicht so leicht mit 2 Kindern im selben Raum, die meinen Topfklopfen spielen zu müssen. AHHHH!

    Ich hoffe, Du verstehst trotzdem, was ich sagen wollte.

    LG jacqueline

  4. mama schwaner / Jan 31 2009

    auch mit einem oder mehreren kindern hat man die weisheit was kinder und deren erziehung, heranwachsen und problemen angeht, nicht mit löffeln gefressen :)

    wir alle haben einen (mehr oder weniger *g*) gesunden menschenverstand und können allerlei gut abschätzen. und uns allen ist die meinung erlaubt. also: keine scheu zu kommentieren! vielleicht ist es ja manchmal sogar ganz hilfreich wenn jemand (noch) ganz unbefangenes zu einem thema einen tipp oder anregung gibt? manchmal sieht man ja den wald vor lauter bäumen nicht.

    also los! kommentiert! es wird euch schon keiner den kopf abreisen. :)

  5. mama schwaner / Jan 31 2009

    das mit der wiege kenne ich übrigens :) als paulchen noch in meinem bauch weilte, stand hier auch schon das ganze kinderbett aufgebaut (mit himmel, decke – weils einfach so schön war) . oft stand ich davor, hab hinein gestarrt, als läge da bereits ein baby drin und hab vor mich hingeträumt, wie es wohl wäre/wird. und als er dann tatsächlich drin lag, saßen wir auch oft davor und haben ihn einfach nur angestiert. stundenlang. das funktionierte übrigens bei oskar genauso gut :)

    und sehr schön ist diese wiege. wirklich!

  6. Isabella / Jan 31 2009

    Ich versteh Deine Gefühle sehr gut! Aber so geht es jeder Frau!

    Man wächst an einem und mit jedem Kind! Keine Mutter ist perfekt und weiss von Anfang wie sie am besten ihren Alltag schupft! CIh glaube man entdeckt immer wieder neue Möglichkeiten sich selbst zu helfen, Freiraum zu schaffen, sich den Alltag zu erleichtern! Und eine Mutter die mal mit drei, vier, fünf oder sechs Kindern gut zurechtkommt wird sicher nie abstreiten dass sie selbst auch mal müde, überfordert, ratlos war! Selbst zu Zeiten als sie „nur“ ein! Kind hatte!

    Meine Schwester hat sechs Kinder und ist so ausgeglichen und managt alles so toll und hat super liebe Kinder! Aber sie meint auch es gab oft schwere Zeiten! Egal ob mit einem, oder dann schon mit zwei, oder drei Kindern!

    Du wirst eine ganz tolle Mama! Soweit ich das beurteilen kann :-D Und Du wirst Deine eigenen Möglichkeiten finden alles zu meistern! Und ich frag mich auch oft WIE schafft das meine Schwester? Ich bin oft so müde mit nur einem! Aber das ist erlaubt! und wie gesagt man wächst bestimmt daran! Im Moment kann ich mir gar nciht vorstellen es mit zwei Kinder zu schaffen! Aber ich werde es ganz besatimmt :-D

    Alles liebe!

  7. amidelanuit / Jan 31 2009

    die anzahl der kinder erhöht doch nicht zwangsläufig die pädagogischen fähigkeiten oder gar die mutterqualitäten!?

    du bist mutter. wir sind mütter. und das ist komplett und völligst unabhängig von der zahl der kinder – good enough, das ist was zählt: http://amidelanuit.wordpress.com/2007/11/10/die-good-enough-mutter/

  8. Kassiopeia / Jan 31 2009

    Liebe Mama Miez,

    lass dich mal ganz fest in den Arm nehmen! DU bist eine wundervolle Mutter und wirst es auch weiterhin sein!

  9. kaleema / Jan 31 2009

    Oh, Frau Miez – da sind Sie in ihrer Schwangerschaft ja basolut zeitgerecht entwickelt, würde ich sagen. :) Ich wette, diese Phase hat so ziemlich jede Frau – und in jeder ihrer Schwangerschaften. Erst die Was-habe-ich-mir-nur-dabei-gedacht?!-Phase, dann die Hoffentlich-ist-alles-noch-in-Ordnung-Phase, die Werde-ich-jemals-eine-gute-Mutter-sein?-Phase, irgendwann kommt noch die Verdammt-das-Kind-muss-da-ja-auch-irgendwie-raus-und-ich-habe-solche-Angst-Phase- Gefolgt von der Ich-kann-nicht-mehr-Phase. Und dann ist das Kind schon fast da und der Spaß fängt gerade erst an ;)

  10. June / Feb 1 2009

    ach frau miez! das wird alles ganz wunderbar, sie werden schon sehen. sie wachsen da rein in die rolle. sie werden ihr bestes geben, lieben, zweifeln und angst haben. sie werden berichten und wir werden sagen „sie schaffen das!“
    so von mama zu mama!!!

  11. Mama Miez / Feb 1 2009

    Ich danke Euch allen für Eure aufmunternden Worte.

    Nein, wahrscheinlich steigen mit Anzahl der Kinder nicht automatisch die pädagogischen Fähigkeiten, da hat die liebe Frau Ami wohl recht. Dennoch ist ja ein gewisser Erfahrungswert vorhanden, der mit jedem Kind reift und der mit als Erstgebärden noch völlig abgeht. Letztendlich habe aber sogar ich inzwischen begriffen, dass jedes Kind andern sein kann und selbst Geschwister völlig unterschiedliche Charaktere sein können. Wie viel einen die gewonnene Erfahrung dann weiter hilft ist fraglich.

    Ich bin jedenfalls ernsthaft beruhigt zu lesen, dass es Ihnen, werte Damen, vor Ihren ersten Kindern wohl ähnlich erging. So von wegen Selbstzweifel und „schaff ich das?“

    Herzlichen Dank. *hach*

  12. Leanders Mami / Feb 1 2009

    Der „wie soll ich das nur schaffen“ – Gedanke ist beim zweiten Kind nicht minder da. Wie auch? Irgendwie alles wieder auf Anfang … da wird mir gelegentlich auch mehr als bange.
    Es ist allerdings ungemein beruhigend zu wissen, dass man sich eigentlich viel weniger einen Kopf machen sollte, als man es tut. Denn die Kinder geben einem schon sehr wohl vor, was sie wann wie und überhaupt wollen. Man wächst mit ihnen mit und wenn man es schafft, sich darauf einzulassen und sie zu beobachten und sie kennenzulernen, dann klappt das Zusammenleben nach den ersten Anpassungsschwierigkeiten ganz gut.
    Mir hat es immer geholfen, dass ich mir gesagt habe, dass es der kleine Mann mit uns mindestens so schwer haben muss, wie wie mit ihm. Wir kannten ihn nicht, er kannte uns nicht.
    Heute, würde ich rückwirkend mal sagen, haben wir die erste Zeit ganz gut gemeistert und geschafft! Euch wird das auch gelingen, da mache ich mir überhaupt keine Sorgen!

  13. Hatume / Feb 1 2009

    Ähh, was ist mit uns und unseren Zweifeln? Cliquenbildung hier, ganz klar. ;)

  14. geologenkinder / Feb 2 2009

    Ach ja, als Nr. 1 unterwegs war, kamen mir auch ganz oft Zweifel „wie das wohl ist mit Kind“ „Schaff ich das“ und selbst im Krankenhaus habe ich meine „Mitbewohner“ mit der Frage „Was macht ihr denn den ganzen Tag mit einem Baby“ ganz wuschisch gemacht. Kenn ich, geht vorbei, ist normal (denk ich).
    Ach und es ist gut wenn „Leute ohne Kind“ ab und an ihren „Senf“ dazu geben, die haben einen anderen Blick auf die Dinge und das tut manchmal gut ;-)
    Ich wünsch Dir noch eine angenehme und ganz tolle Schwangerschaft ;-)

  15. kathi / Feb 2 2009

    Ich muß ehrlich zugeben, dass ich jetzt bei Kind 2 noch viel mehr Zweifel habe, als bei Kind eins. Klar weiß ich nun, was auf mich zukommt – aber das ist ja eben das Problem. Und ich frage mich dann immer, wie ich das mit einem zweiten Kind schaffen soll? Schon beim ersten Kind hatte ich nach 3 Monaten eine sehr schwere Depri-Phase. Mein Mann war nie da, ich habe alles gehaßt. Wie schaffe ich das diesmal mit zweien??

    Ich denke, solche zweifel sind ganz normal! Und das schöne ist – schon das man drüber nachdenkt, zeigt, dass man eine gute Mutter werden wird. Denn es ist einem nicht egal, man wird seinem Kind nicht gleichgültig gegenüberstehen, sondern immer das beste wollen!

    Sie werden eine sehr gute Mutter werden. Daran gibt es keinen Zweifel!!

    LG Kathi

  16. partikelfg / Feb 2 2009

    Saug alle Eindrücke in dich auf. Die Zeit vergeht ja so rasend schnell! Und auch die Zweifel vergehen und kommen. Bei jeder neuen Phase, die dein Kind durchmacht, werden diese Unsicherheit und diese Selbstzweifel wieder aufkommen, aber sie werden auch wieder gehen und mit der Zeit wird man immer entspannter (ACHTUNG, starke Übertreibung!). Und es stimmt, dass man mit jedem neuen Kind, denkt man wisse schon was kommt, aber es ist doch immer wieder anders, immer wieder neu und immer wieder spannend.

    Deine Beiträge erinnern mich übrigens stark an mich als ich zum erstem Mal schwanger war. Da werd ich immer so rührselig!

    Liebe Grüße schick ich dir (und gang viel Mumm)!

  17. IneS. / Feb 2 2009

    Hach… so schön geschriebennn und zusammen gefasst. Und lassen Sie sich gesagt sein: Jede werdende Mutter hat genau diese Selbstzweifel- und das nicht nur beim ersten Kind… Und wer andddddderes beeeehauptet, der lügt. *Basta*

    (Sorry für die vielzuvielen Buchstaben- mein Laptop spinnt von Zeit zu Zeit…)

    LG und alles Gute weiterhin (und Sie packen das schon! Wenn ICH das geschafft habe, dann schafft das jede andere Ffrau auch- Ehrenwort! ;) )

  18. dickbauchmarie / Feb 4 2009

    ich glaub auch, oder vielmehr hoffe, dass es so ist, die natur vieles schon richten wird. die selbstzweifel, oh mann, oh ja-die sind täglich da und nagen und knabbern … und nicht nur die wie ich wohl als mami sein werde, sondern auch jene, wie es wohl wird mit 2. 2!!! null auf hundert…schaffen wir das? ich glaube ja, die natur wirds richten. und unsere liebe, die wird uns lenken.
    gell?

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