„Paaaaaapiiiiii!“

Samstagabend war es dann überraschender Weise doch 1 Stunde vor der ursprünglich angekündigten Landezeit des Miezmannes so weit. Meine Sorge, die Kinder könnten im Auto auf dem Weg zum Flughafen einschlafen, war mehr als unbegründet. Ganz im Gegenteil sorgte ich mich schließlich mehr, sie könnten vor aufgeregtem Herumzappeln die Gurte sprengen. Als wir in die Empfangshalle des militärischen Flughafenbereichs kamen, war – vermutlich auf Grund der vorgezogenen Landezeit – außer uns nur eine weitere Familie vor Ort. Aus der Vergangenheit kenne ich diese Ankunftshalle nur brechend voll. So aber freute ich mich über viel Platz und gute Aussicht auf den Sicherheitsbereich für die Kinder.

Es dauerte nicht lange und wir konnten durch die Glaswände einen Bus vorfahren sehen, aus dem Dutzende Leuten in Wüstentarnfleck ausstiegen. Da die Glaswand, die uns vom Sicherheitsbereich trennte, mit weißen Sichtschutzstreifen versehen war, duckten oder reckten sich die drei Miezkinder, um ihren Papa in der Menge entdecken zu können. Ich weiß nicht wer letztendlich der Erste war, jedenfalls brach plötzlich ein dreistimmiges sehr aufgeregte „Papaaaa! Paaapiiii!“ aus und alle drei Kinder klopften, hüpften und tänzelten vor der Glasscheibe herum. Ich schluckte Rührungstränchen herunter.

Dann kam der Papa an die Glasscheibe und es hätte mich nicht gewundert, wenn die Kinder gemeinschaftlich die Glasscheibe eingedrückt hätten. Aber natürlich hielt das Sicherheitsglas stand.

Es dauerte noch eine Weile bis Papa Miez sein Gepäck empfangen konnte. In der Zeit verließen unter anderem zwei Diensthundeführer mit Hunden den Sicherheitsbereich, was das Meedchen mal wieder in totale Panik versetzte. Zum Glück waren die aber direkt vergessen, als der Papa dann endlich zu uns kam.

Miezmann Home Coming

Dann wären wir nun also wieder vollzählig. ENDLICH!

Ich habe meinen Urlaub übrigens um eine Woche verschoben, da der Miezmann noch arg an der Zeitverschiebung zu knabbern hat und nachts um 3 Uhr knallwach, dafür abends um 18 Uhr todmüde ist. Nächste Woche haben wir daher sicherlich mehr von der gemeinsamen Zeit.

 

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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35 Gedanken zu „„Paaaaaapiiiiii!“

  1. Na toll, nun sitze ich hier heulend auf der Arbeit. Jaja, ich weiß ich sollte lieber ‚was Produktives tun…

    Ich freuuuu mich so für Euch alle 5!

  2. *schnief*, hab gerade ein paar Tränen verdrückt. Ich freue mich für Euch und wünsche Euch dann eine ganz tolle gemeinsame Urlaubswoche!
    Ich hoffe wir können auch ganz bald unseren Papi wieder in die Arme schließen.
    LG, Katja

    P.S. Die Jacken der Kinder sind toll! Sind die von Boden?

  3. Rotz und Wasser heulend sitz ich aufm Sofa, allein das Bild löst bei mir Sturzbäche aus (ok ich bin schwanger, vielleicht deswegen so extrem) und ich kann die Situation sehr gut nachvollziehen.

    Meine große Jugendliebe war damals auch mit dem Bund im Kunduz und ich spüre heute noch meinen Herzschlag, als ich am Flughafen stand…

    Mein Mann ist auch immer wieder geschäftlich vereist, nie lange aber für unsere Tochter ist eine Woche auch schon Weltuntergang und ich heule regelmäßig mit am Flughafen.

    Genießt die Zeit, ich freue mich riesig für euch, dass ihr wieder komplett seid.

    liebe Grüße
    Nadine

    1. Ps. Von dem Totenkopf Stoff hat mein Sohn eine kurze Hose aus Frottee, seit Jahren heissgeliebt. Und die jüngste meldete an, diese „coole Hose“ unbedingt erben zu wollen.

  4. Jetzt hab ich rumgeheult und das mächtig…
    Das süßeste Bild was ich seit langen gesehen habe. Euch eine schöne Zeit und alles liebe dieser Welt.

    Helene

  5. Huhuuuu und happy sweet eastern Euch allen. Fernab vom Thema interessieren mich doch die Jacken der Jungs. Wo kann ich solche Prachtstücke erwerben? VG aus Hamburg Dani

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