Bei Nacht und vermutlich auch Nebel

Heute Nacht schlief ich im Spielzimmer in der Kuschelecke der Jungs.

Nein, der Miezmann und ich gingen uns nicht aus dem Weg. Schuld war das Löwenmäulchen, das leider wach wurde, als wir zu Bett gingen und fortan nicht mehr an Schlafen denken wollte. Stattdessen wippte er wild, robbte im Bett herum, zerrte an meinem Shirt, dockte an und ab, sang, quiekte, brummte (seine Stimme ist derzeit sein liebstes Spielzeug!), ruderte mit den Armen, wälzte sich ständig hin und her … er war außer Rand und Band. Als hätte man ihm ein Glas Cola eingeflößt.

Ich ermahnte leise, sang dutzende Gute-Nacht-Lieder und ließ die Elefanten in allen mir bekannten vier Strophen auf und ab marschieren. Immer wieder. Schon auf den Quietschbeu hatte dieses Lied eine wundersam beruhigende Wirkung. Hört man allerdings auf zu singen: Rabä!

Das Schlimmste war das ständige On/Off Nuckeln. An sich stört mich das nicht, aber das Löwenmäulchen hat neuerdings die Eigenart, meine Brust dabei mit beiden Händen zu kneten und zu kneifen, was wirklich unangenehm und ganz oft auch wirklich schmerzhaft ist (ist das normal? Kann man ihm das irgendwie wieder abgewöhnen?!?)!

Da der Miezmann ja nun schlafen musste, der Wecke für ihn um 5:30 Uhr klingeln würde und meine Nerven zwar wirklich stark, aber endlich sind, entschloss ich gegen 1:30 Uhr – nach einstündigem Rumgehopse, Gejohle und Gekneife – mit dem Löwenmäulchen ins Spielzimmer zu ziehen. Zum Glück haben wir eine sehr große Kuschelecke, in die ich problemlos passe.

Um Viertelvorzwei beendete das Löwenmäulchen dann seine wilde Nachtaktion und schlief nuckelnd ein.

Dass ich mir den Umzug vermutlich hätte sparen können erfuhr ich dann heute Morgen um 8 Uhr, als der Miezmann in der Tür zum Spielzimmer stand, fragte, was ich denn hier machen würde und sagte, dass er gnadenlos verschlafen hätte.

Der soll noch mal behaupten, er habe einen leichten Schlaf. Pffff!

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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15 Gedanken zu „Bei Nacht und vermutlich auch Nebel

  1. Der kleien Wolf spielt mit seiner freien Hand auch immer an meinen brüsten beim Stillen. Zwar kneift er nicht, aber dafür Spielt er an der Brustwarze der nicht-bestillten brust. Das nervt mich auch, weil unangenehm. Ich nehm dann immer siene Hand in die Hand und lass ihn mit meinen Fingern spielen.

  2. Der Sohnemann hat bis vor ca. einem halben Jahr 1-2 Nächte im Monat gehabt, in denen er nachts zwei Stunden wach war. Kontinuierlich einmal im Monat – ohne äußere Gründe (kein Vollmond oder so). Ich habe es mir auch irgendwann angewöhnt, in einfach in einem leicht beleuchtetem Raum vor sich hin spielen zu lassen – meist waren das wie gesagt ca. 2h, dann ist er wieder ins Bett. Warum, wieso, weshalb – keine Ahnung. Aber es ist gut, wenn man für solche Stunden eine Rückzugsmöglichkeit hat (oder eben der Partner – bei uns ist der Mann ausgezogen zum weiterschlafen), das entspannt das ganze etwas. Und dann halt einfach ertragen :-) ALLESEINEPHASE!!

  3. Oh das Brustkneifen ist hier auch gerade eingezogen. Keine Ahnung ob man das abgewöhnen kann. Außerdem will sie auch immer gleichzeitig den Daumen mit reinstecken *lach*
    Ich biete immer meine Finger zum Festhalten an, manchmal klappts.

    LG

  4. Also meine Maus macht das mit dem Brust geknete und gekneife leider auch, versuche ihr dann die Hände irgendwie festzuhalten oder wegzuschieben, aber hilft nur bedingt. Und das mit der Stimme testen haben wir hier auch gerade, in den höhsten und lautesten Tönen ;-).

  5. Bei uns zog der werte Gatte um 3 ins Wohnzimmer – der Kleine wachte stündlich auf um zu kreischen….. und ich war heute morgen beim Klingeln meines Weckers dann geschwind unten um den werten Herrn zu wecken, der mir beteuerte, er hätte seinen Wecker gestellt…
    Später erläuterte er dann, dass er verschlafen habe, weil er vergessen habe, die Weckzeit im Handy zu speichern *grins*
    Nun ja, nun schläft das liebe kind und ich brauche Streichhölzle

  6. Mein großer hat „nur“ an der Brust gekratzt…
    Mein Töchterlein hat beim stillen immer ihren Finger in meinen Bauchnabel gebohrt- und auch zum einschlafen später brauchte sie das o.0
    Es ist also glaub ich normal,… und hört IRGENDWANN wieder auf =)

  7. Irgendwann um den 4. Monat herum fing die Püppi auch an mit der freien Hand zu fummeln, zu fuchteln, zu kneifen und am T-Shirt zu zerren. Und ganz ehrlich? Es ist bisher noch nicht wieder weggegangen. Es ist mal weniger schlimm und manchmal ist sie einfach so ruhig, dass sie es lässt. Ich habe auch immer mal probiert ihre Hand festzuhalten, aber oftmals ist sie dann wütend geworden. Ich habe lange überlegt, ob ich da zu inkonsequent „erziehe“. Ob ich dann eben die Milchbar schließen soll und erst weitermache, wenn sie fertig ist mit ihrer Fummelei, aber ehrlich gesagt war ich froh, dass diese ständige An-Abdock-Phase vorbei war. Die war nämlich noch schlimmer. Mittlerweile habe ich mich damit arrangiert, dass es ihre Art und Weise ist „runterzukommen“. Genau das gleiche macht sie nämlich auch vorm Schlafen.

  8. Hier bei Kind1 Kneten und Zupfen, bei Kind 2Streicheln (endlich mal ne angenehme Variante! ;-)) und nun bei Kind3 Kratzen. Aua! Definitiv die unangenehmste Berührung, leider. Hand halten hilft auch nur bedingt.
    Kind2 hat irgendwann auch mal angefangen, mit der freien Brustwarze zu spielen,das hab ich dann aber schnell verboten, fand ich elends unangenehm.

  9. hier kneifen und kneten bei allen dreien. irgendwann hab ich mich dran gewöhnt! und auch mal nen schnuller in die hand gegeben, dann wurde an dem sauger gefummelt ;)

  10. War Vollmond oder so? Ich musste auch mindestens 30mal „grün grün grün sind alle meine Kleider“ singen (hab irgendwann aufgehört zu zählen, mich aber nur 1mal versungen und nebenbei versucht, Muskeln zu trainieren durch bloßes immer wieder anspannen. Bringt das was?).

    Wie Männer das Gedöns verschlafen können, wird mir ewig ein Rätsel bleiben, aber meiner kann das auch bestens.

    Einmal war er dann nachts dran und guckte mich morgens sehr gerädert und sehr miesgelaunt an. „Der Kleine war heute nacht zehnmal wach!“ Ich zuckte nur mit den Schultern. „Das war er die letzten Nächte auch, mindestens.“ „Nein, nein. Heute war es wirklich EXTREM!“

    Da fiel mir auf, dass auch ich das Gedöns verschlafen kann, wenn ich die Verantwortung mental komplett abgegeben habe. So machen die das!

  11. Ach so, und dieses nervige Geknete, das kenn ich auch… es fiel allerdings in die Phase, wo der junge Mann sich dann selbst abgestillt hat, wenn ich das recht erinnere (es ist schon etwa 7 Monate her, so weit reicht mein Gedächtnis nicht mehr).

  12. Oh, munteres Kind, hatten wir heute erst ab 4 oder 5 – also vergleichsweise ausgeschlafen, wenn ich das hier so lese. (Ist Vollmond? Halbmond? Sonstwas?)

    Das mit dem Kneten war hier weniger, er hat dafür immer die zweite Brustwarze gezwirbelt *autsch* und das habe ich auch sofort versucht abzugewöhnen. Ich gebe ihm dann entweder meine Hände zum spielen, wir patschen ein bisschen und tippen die Finger aneinander und machen daraus ein Spiel (Festhalten macht ihn nur wütend), oder ich gebe ihm etwas anderes zum Kneten in die Hand. Hilft alles manchmal, in den anderen Fällen habe ich die Hand einfach immer und immer wieder weggenommen.

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