Die wilde Burglind

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Schönen guten Abend werte Damen und Herren. Willkommen am dritten Abend des neues Jahres. Man könnte den Tag als einen weiteren Schlumpftag in der letzten Ferienwoche bezeichnen, aber das wäre heute halt leider gelogen. Eigentlich hätte ich auf Grund Mimis Kita-geh-Wunsch bereits um 6:30 Uhr aufstehen müssen. In Wahrheit saß ich aber um 5:15 Uhr steil im Bett, weil Burglind versuchte durchs Fenster zu steigen. Alter Falter. Der Mann wurde ebenfalls wach und gemeinsam warteten wir darauf, dass uns der Himmel auf den Kopf fällt.

Unser Schlafzimmer liegt im Dachgeschoss und jetzt mal ganz ohne Witz: ich hatte echte Angst, dass der Wind uns die Fenster eindrückt. Also war ich wach. Auch noch, als die Unwetterwarnung eine Stunde später aufgehoben wurde.

Mimi musste ich um 7 Uhr natürlich trotzdem wecken, aber da sie ja unbedingt in die Kita wollten, war zumindest das Aufstehen kein großer Kraftakt.

Da die Orkanboen einem starken Wind gewichen waren, machten wir uns schließlich doch zu Fuß auf den Weg. Dass meine Angst vom frühen Morgen gar nicht so unbegründet war, zeigte sich auf unserem Weg recht schnell.

Überall lagen Äste, Mülltonnen, Unmengen von Müll und jede Menge Dachziegeln herum. In vielen Hausdächern waren kleinere und größere Löcher zu sehen. Da kann man nur hoffen, dass die örtlichen Dachdeckerbetriebe gestern keine Betriebsfeiern hatten.

Wieder daheim begutachtete ich erstmal unser eigenes Haus von allen Seiten. Das Dach ist jedenfalls in Ordnung und auch die Korkenzieherweide vor dem Haus – unter der unsere Autos parken – hat keinen größeren Schaden genommen. Im Garten sah das allerdings anders aus. Ein abgestorbener Baum der Nachbarn, um den sich schon länger gestritten wird, wem er denn nun eigentlich gehört und wer ihn zu fällen hat, hatte ganz schön Äste gelassen. Kleinere und große.

Dafür steht unser Trampolin nach wie vor wie ne Eins. Bodenverankerung* sei Dank!

Mein Tag bestand dann zum Großteil aus Aufräumen, Wäsche waschen, Kaffee trinken. So ein bisschen Resturlaub gönne ich mir dann doch noch. Der Mann verputzte eine Kellerwand und die Jungs zockten noch etwas XBOX, da wir diese Ende der Woche wieder zurück geben müssen.

Als ich Mimi gegen 14 Uhr vom Kindergarten wieder abholte, konnten wir alleine 3 arbeitende Dachdeckerbetriebe auf unserem Heimweg zählen. Ich hoffe sehr, dass niemand zu körperlichem Schaden gekommen ist und sich auch sonst der Sachschadenswert im Rahmen geblieben ist.

Mimi und ich machten noch einen kurzen Abstecher beim Bäcker und kauften einen frischen Neujahrskranz. Ja, den kann man auch ganz wunderbar selber backen. Ich habe dafür sogar ein ziemlich gutes Rezept. Aber der vom Bäcker ist auch sehr lecker und macht deutlich weniger Arbeit. Ich hab das für Sie getestet.

Den Nachmittag verbrachte ich mit Mimi in ihrem Zimmer, wo wir erst gemeinsam spielten und ich später auf ihrem Bett sabbern einpennte, während Mimi auf meinem Rücken saß und in einem Buch blätterte. Ferien sind so super.

Als ich eine Stunde später wieder zu mir kam, war Mimi verschwunden und der Mann hatte sich bereits ums Abendessen gekümmert. Der Gute.

Während der Große jetzt noch einen Film gucken darf, sind die beiden Kurzen bereits im Bett und ich wurschtel noch etwas am Rechner herum. Buchhaltung und so. Man kann sich zwar ganz prima Ferien schönreden, aber das echte Leben will halt trotzdem pünktlich seine Umsatzsteuervoranmeldung. Hach, seufz, nun ja.

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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8 Gedanken zu „Die wilde Burglind

  1. Ich merke immer wieder, wie gerne ich solche „was der Tag gebracht hat“ Posts lese. Ich versuche mir das zu merken, wenn ich das nächste Mal da sitze und denke „hmmm, worüber könnte ich denn schreiben?“.
    Bei uns war der Sturm auch ein richtiges Weltuntergangsszenario. Schäden hab ich jetzt eher weniger gesehen, und ihn auch hier nicht als so schlimm empfunden, aber so die Gesamtoptik war schon beeindruckend (auf eine Art die man nicht regelmäßig braucht).

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