Vom Nikolaus und seinen Subunternehmern

(Beitrag enthält *Affiliate-Links)

Heute Abend, als ich das große Kind ins Bett brachte, sagte es: „Ich glaube, den Nikolaus gibt es gar nicht.“ Es ist jetzt nicht so, dass mich diese Aussage überrascht. Immerhin führen wir dieses Gespräch jedes Jahr an Nikolaus. Beziehungsweise redet das Kind und ich höre zu.

Heute morgen war in unseren Schuhen Schokolade, Mandarinen und ein Geschenk. Als wir dann aus dem Haus gegangen sind, standen vor der Tür nochmal drei Tüten mit Schokolade. In der Schule war in meinen Hausschuhen ein kleiner Schokonikolaus und eine Mandarine. In Max‘ Klasse standen auch kleine Schokonikoläuse und Mandarinen auf den Plätzen und bei Mimi gab es in der OGS auch eine Überraschung in den Hausschuhen. Und dann hat er noch alle gebastelten Stiefel beim REWE gefüllt. Mal ehrlich, Mama. Wenn es den Nikolaus wirklich gibt, dann ist der ziemlich unorganisiert. Der muss sich doch merken können, wem er schon was gebracht hat. Gut, in der Schule, da hat er vielleicht gedacht: ‚Nachher habe ich ein Kind vergessen, da bringst du mal besser auch was in die Schule.‘ Aber gleich zweimal etwas zu uns nach Hause bringen? Einmal im Haus und einmal davor? So vergesslich kann man ja gar nicht sein.

Es folgt eine bedeutungsschwangere Pause in der ich ihn nur aufmerksam mustere.

Aber vielleicht ist das auch so: Der Nikolaus bekommt das alles nicht alleine hin. Sind ja auch ganz schön viele Kinder und viele Schuhe. Darum hat der ganz viele Helfer und die reden halt nicht miteinander. Vielleicht haben sie keine Handys oder sowas. Und dann bekommen manche Kinder dreimal was. Dass eins vergessen wird ist da jedenfalls eher unwahrscheinlich.

Ich lächle und ziehe die Schultern hoch: „Vielleicht?!

Es ist nämlich so: das Kind möchte gerne noch an den Nikolaus glauben. Genauso wie ans Christkind oder die Adventswichtel, die unsere Adventskalender füllen. Da kann man sich auch mal selber eine Erklärung basteln, die ihm das möglich macht. Glauben. Hoffen. Wünschen. So schöne Dinge nicht nur in der Vorweihnachtszeit.

Die Jungs hatten übrigens jeder einen Amazon-Gutschein* im Stiefel. Die haben sie sich beide ausdrücklich gewünscht, weil es jetzt cool ist, sich etwas selber bei Amazon aussuchen zu können. Für Mimi waren Handwärmer in Cupcakeform* im Stiefel enthalten. Ein absoluter Volltreffer für dieses Kind. Sie hat sich so sehr gefreut und ist heute morgen mit warmen Händen in die Schule gegangen. Ist jetzt nicht so, dass Handschuhe das nicht auch könnten, aber über dieses Thema will ich eigentlich gar kein Wort mehr verlieren. Handwärmer retten uns beide den Morgen.

Ich hoffe Sie hatten einen ebenso schönen Nikolaustag wie wir und schicke noch ein bisschen Glauben und Hoffen und Wünschen an alle raus, die es gebrauchen können.

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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3 Gedanken zu „Vom Nikolaus und seinen Subunternehmern

  1. Hach! Jetzt weiß ich wieder warum ich zwei Wochen lang beinahe täglich geguckt habe, ob es vielleicht einen neuen Beitrag gibt.
    Weil Sie einfach unnachahmlich schön schreiben. Und so ein feinfühliger Mensch sind. Balsam für die Seele.
    VIELEN, VIELEN DANK, dass Sie all den Ärger, den dieses öffentliche Schreiben mit sich bringt in Kauf nehmen. Alles Gute weiterhin!
    GLAUBEN, HOFFEN, WÜNSCHEN!! ??

  2. es ist so schön, wenn die Kinder noch glauben, da macht es uns Erwachsenen doppelt Freude, was zu schenken. Allein die Vorfreude ist eine andere, wenn man noch glaubt. Man soll den Kindern das auch erhalten, so lange sie wollen. Wenn der Zauber einmal weg ist, ist alles anders…Euch noch eine schöne Adventszeit mit viel Zauber.
    Liebe Grüße
    Dorothe

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