Bis einer heult! • Zeitraffer-Alltag
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28. März 2012 | Pia Drießen

Zeitraffer-Alltag

Wundern Sie sich nicht, dass es derzeit so still bei der Familie Miez ist. Wir erleben gerade nichts wirklich Erwähnenswertes. Daher die letzten Tagen mal im Zeitraffer:

Montag war meine Hebamme Claudia da, die ich ja schon bei der Löwenmäulchen-Geburt als Beleghebamme hatte. Auch sie maß meinen Bauchumfang mit 108cm und schätze das Maimiez Zeitgerecht entwickelt. Anschließend erhielt ich Akupunkturnadeln direkt in die Symphyse sowie in die Beine, da sich die ersten Wassereinlagerungen eingeschlichen haben. Nach 30 Minuten stellte sich erst Mal die typische Verschlimmbesserung ein, aber nur wenige Stunden später zeigte sich gerade im Bereich der Symphyse eine erstaunliche Schmerzlinderung. Neben Symphytum D6 und Arnica D6 ist also nun auch die Symphysen-Akupunktur eine Möglichkeit, die Heilung zu unterstützen. Das macht mich natürlich direkt wieder total optimistisch, dass ich bis zur Geburt so schmerzfrei bin, dass einer normalen Geburt nichts im Wege steht. Meine Hebamme unterstützt diese Einstellung übrigens und so füllten wir auch direkt die Anmeldung für das Krankenhaus aus.

Das Löwenmäulchen behielten wir Montag zu Hause, da es ihm zwar deutlich besser ging, er aber Sonntag zuletzt Symptome des Magen-Darm-Infekts gezeigt hatte.

Den Nachmittag verbrachten wir alle im Garten.

Dienstag begann für das Löwenmäulchen mit einem Besuch beim Kinderarzt, um den kleinen Mann wieder gesundschreiben zu lassen. Ohne diese Gesundschreibung kein Kindergarten. Ich verstehe den Gedanken dahinter, halte das bei diversen Erkrankungen aber für totalen Blödsinn. Wie soll denn die Ärztin beurteilen, ob der Herr Löwenmaul wieder gesund ist? Theoretisch müsste ich ihn dann dort 24 Stunden abgeben, um zu gucken, ob er in der Zeit erbricht oder Durchfall hat. Da das natürlich großer Quatsch ist, wurde ihm bescheinigt, dass er frei von sichtbaren ansteckenden Krankheiten ist und durfte folglich auch wieder in den Kindergarten.

Kurz vor 15 Uhr kam der Anruf, das Löwenmäulchen habe seinen Nachmittagssnack ausgespuckt. Letztendlich machte er wenige Stunden später einen dicken festen Haufen, erbrach sich nicht noch einmal und war super drauf. So war der Nachmittagssnack für seinen geschundenen Magen vermutlich einfach noch zu viel. Wir durften ihn somit heute ohne erneute Gesundschreibung wieder hin bringen.

Der Qietschbeu hatte am Morgen ein Stelldichein beim Kindergartenzahnarzt, der ihm ein wunderbares Gebiss bescheinigte, allerdings auch den Hinweis gab, dass der Nuckel langsam mal der Nuckifee zugeführt werden könnte. Ich denke im Sommer, nachdem das Maimiez geboren wurde und sich alles wieder normalisiert hat, ist der richtige Zeitpunkt das umzusetzen. Aktuell möchte ich ihm den einfach noch nicht wegnehmen. Jedenfalls nicht mit Hinblick auf die Ankunft des neuen Geschwisterchens.

Auch diesen Nachmittag verbrachten wir bei herrlichem Sommerwetter im Garten. Ich auf der Hollywoodschaukel und die Männer im Sandkasten.

Mittwoch – also heute – hatten wir am Nachmittag Elternsprechstunde in der Löwenmäulchengruppe, zu der ich mich gemeinsam mit dem Mann aufraffte, da ich inzwischen echt nicht mehr liegen kann und einfach auch mal raus muss. Da der Termin ja nicht ganz uninteressant und unwichtig war, sollte das also mein heutiger Ausgang werden.

Ergebnis: das Löwenmäulchen ist und bleibt unkompliziert. Er isst gut, er schläft gut, er spielt schön in der Gruppe, er hat einen eigenen Willen, den er kund tut und er kommuniziert mit Groß und Klein. Sein Wortschatz ist in den letzten Tagen explodiert und im Vergleich zu seinen gleichaltrigen Kindergartenfreunden, ist er eine richtige Sabbeltasche. Er hat eine ausdrucksstarke Mimik und Gestik und ist sehr auf soziale Interaktion und Gemeinschaft geprägt. Es gibt rein gar keinen Grund zur Klage oder Sorge.

Sonne, Sandkasten, Garten. Das war dann unser Nachmittag.

Und sonst so? – Nicht verschweigen möchte ich, dass dieser ominöse Durchfall mich Montagabend befiel und ich den kompletten Dienstag mit starker Übelkeit zu kämpfen hatte. Zum Glück halfen die Hefekapseln, die auch das Löwenmäulchen hatte nehmen müssen, sehr rasch. Ich ernährte mich zwei Tage lang von Cola und Bananen und blieb bis jetzt Brechfrei. Toi Toi Toi.

 

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Ramona / Mrz 28 2012

    Ah, gut zu lesen, daß es dir besser geht.

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